Ruhegebiet Rofan soll kein alpines Disneyland werden
Drei Jahre arbeitet Sepp Kreidl am Projekt Naturpark Rofan. Geht es nach seinen Vorstellungen, sind bis zum Jahr 2008 drei Mio. Euro aufzubringen.
Ein 2,7 Kilometer langer Weg zum Zireiner See ist das Herzstück seines Projekts. Durchaus positiv stehen Günther Zimmermann vom Landschaftsdienst, der Extrembergsteiger Peter Habeler und Landestourismusdirektor Josef Margreiter dem Vorhaben des Kramsachers gegenüber.
"An einer Gondel zur heutigen Bergstation geht wohl kein Weg vorbei. Schlagen wir uns in dieser Richtung nicht die Tür zu", mahnte aber der Kramsacher Bürgermeister Manfred Stöger (Kramsach) bei einer Pressekonferenz.
"Wenn von der Beförderung von Rollstühlen und Kinderwagen die Rede ist, spießt es sich beim derzeitigen Beförderungsmittel, einem Einsessellift", zeigte Peter Hausberger von den Alpbacher Bergbahnen auf. Grundsätzlich sei aber jede Verbesserung zu begrüßen.
Ein kräftiges Wort mitreden werden auch die Bauern, die an die 50 Almen bewirtschaften. "Wird das Gebiet als Ruhegebiet ausgewiesen, könnte das unsere Arbeit erschweren", gab der Landwirt Hansjörg Gertl zu bedenken.
Man brauche auch keinen alpinen Rummelplatz, stellte Jörg Wallner, Obmann der ÖAV-Sektion Mittleres Unterinntal, bei der Diskussion klar. "Wir wollen alle an einen Tisch bringen", sagt Sepp Kreidl, der schon an eine Vereinsgründung denkt. "Bis zum Frühjahr sollte es so weit sein", hofft er.
26.01.2006 20:13