Werna76
Jungfrau (4161m)
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orf.at:
Ein Streit droht zwischen den Gemeinden im Mont-Blanc-Massiv auszubrechen.
Für Aufsehen sorgt der Vorschlag des Bürgermeisters Jean-Marc Peillex der französischen Gemeinde Saint-Gervais zu Füßen des Mont-Blanc-Massivs, der die Einführung des "Numerus clausus" für Touristen auf der höchsten Spitze Europas (4.808 Meter) verlangt.
"Der Mont Blanc ist in Gefahr. Dieses Jahr ist eine Rekordzahl an Bergsteigern gemeldet worden", sagte Peillex nach Angaben der römischen Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag.
"Notfalls Eintrittskarten"
Peillex fordert sofortige Maßnahmen zum Schutz des Massivs, im Notfall auch eine Eintrittskarte für Touristen, die den Mont Blanc besteigen wollen. Nicht nur in den Berghütten seien die Zustände in diesem Sommer chaotisch gewesen.
"Vor einem Monat, während eines Aufsichtsrundflugs mit dem Hubschrauber, sind wir inmitten von Exkrementen gelandet. Der Gletscher war vom Urin der Touristen gelb gefärbt", klagte der Bürgermeister.
"Zu viele rufen die Bergrettung"
Zu viele Bergsteiger würden bei den ersten Schwierigkeiten die Bergrettung rufen. "Sie glauben, dass die öffentlichen Hubschrauber Taxis sind", meinte das Gemeindeoberhaupt.
In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Touristen aus Osteuropa rasant zugenommen. "Bald werden auch Asiaten und Inder Lust haben, den Mont Blanc zu besteigen. Wie viele Bergsteiger können wir aufnehmen? 100.000 pro Jahr?" fragte Pelleix.
Proteste auf italienischer Seite
Der Vorschlag des Bürgermeisters von Saint-Gervais löste heftige Reaktionen aus - etwa unter den italienischen Gemeinden auf der anderen Seite des Berges.
Auch von französischer Seite wird Pelleix kritisiert. "Der Numerus clausus widerspricht dem ursprünglichen Geist der Berge und würde nur Spekulanten bereichern, wie es mit den 'Tour-Operators' geschieht, die Touren zur Everest-Spitze organisieren", kritisiert etwa der Vizebürgermeister des bekannten Skiortes Chamonix, Eric Fournier.
Berg muss freier Raum bleiben
Gefährlicher als der Touristenansturm seien das wilde Bauen an den Hängen des Berges sowie die häufigen Hubschrauberflüge, meinte Philippe Imbert, Mitglied des Umweltschutzverbands Mountain Wilderness. Die Ökologen sind einer Meinung: "Der Berg muss ein freier Raum bleiben."
Ein Streit droht zwischen den Gemeinden im Mont-Blanc-Massiv auszubrechen.
Für Aufsehen sorgt der Vorschlag des Bürgermeisters Jean-Marc Peillex der französischen Gemeinde Saint-Gervais zu Füßen des Mont-Blanc-Massivs, der die Einführung des "Numerus clausus" für Touristen auf der höchsten Spitze Europas (4.808 Meter) verlangt.
"Der Mont Blanc ist in Gefahr. Dieses Jahr ist eine Rekordzahl an Bergsteigern gemeldet worden", sagte Peillex nach Angaben der römischen Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag.
"Notfalls Eintrittskarten"
Peillex fordert sofortige Maßnahmen zum Schutz des Massivs, im Notfall auch eine Eintrittskarte für Touristen, die den Mont Blanc besteigen wollen. Nicht nur in den Berghütten seien die Zustände in diesem Sommer chaotisch gewesen.
"Vor einem Monat, während eines Aufsichtsrundflugs mit dem Hubschrauber, sind wir inmitten von Exkrementen gelandet. Der Gletscher war vom Urin der Touristen gelb gefärbt", klagte der Bürgermeister.
"Zu viele rufen die Bergrettung"
Zu viele Bergsteiger würden bei den ersten Schwierigkeiten die Bergrettung rufen. "Sie glauben, dass die öffentlichen Hubschrauber Taxis sind", meinte das Gemeindeoberhaupt.
In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Touristen aus Osteuropa rasant zugenommen. "Bald werden auch Asiaten und Inder Lust haben, den Mont Blanc zu besteigen. Wie viele Bergsteiger können wir aufnehmen? 100.000 pro Jahr?" fragte Pelleix.
Proteste auf italienischer Seite
Der Vorschlag des Bürgermeisters von Saint-Gervais löste heftige Reaktionen aus - etwa unter den italienischen Gemeinden auf der anderen Seite des Berges.
Auch von französischer Seite wird Pelleix kritisiert. "Der Numerus clausus widerspricht dem ursprünglichen Geist der Berge und würde nur Spekulanten bereichern, wie es mit den 'Tour-Operators' geschieht, die Touren zur Everest-Spitze organisieren", kritisiert etwa der Vizebürgermeister des bekannten Skiortes Chamonix, Eric Fournier.
Berg muss freier Raum bleiben
Gefährlicher als der Touristenansturm seien das wilde Bauen an den Hängen des Berges sowie die häufigen Hubschrauberflüge, meinte Philippe Imbert, Mitglied des Umweltschutzverbands Mountain Wilderness. Die Ökologen sind einer Meinung: "Der Berg muss ein freier Raum bleiben."