Mit dem ersten Schnee wird wieder ein Konflikt lebendig: das Pistengehen. Das Tourengehen entlang einer Piste wurde zu einer weit verbreiteten, eigenen Sportart.
Der Alpenverein versucht jetzt mit genauen Empfehlungen für Pistengeher das Problem in den Griff zu bekommen Der Konflikt ist vorprogrammiert
In manchen Gebieten sind an einem Nachmittag 500 Pistengeher unterwegs, in der Nacht 100 und mehr - blockierte Parkplätze, Kollisionen mit Verletzten, erzürnter Liftbetreiber sind handfeste Auswirkungen.
Konfliktparteien wurden befragt
Um Unfälle und Streitigkeiten zu vermeiden wurden Liftbetreiber, Pistengeher, Skifahrer, alpine Vereine befragt. Herausgekommen sind einige handfeste Empfehlungen, die von den Pistengehern strikt eingehalten werden sollten, sagt Georg Plattner vom Bergsportreferat des ÖAV.
Lokale Hinweise befolgen
Da die Problematik in jedem Skigebiet anders ist lautet der erste Appell lokale Hinweise der Liftbetreiber strikt zu befolgen.
Verhalten beim Aufstieg
"Zu Kollisionen kommt es vor allem bei engen Stellen und auf Ziehwegen, dort ist es wichtig dass man hintereinander aufsteigt. Das gilt auch für Querungen unterhalb von Kuppen. Diese Verhaltensanweisungen werden in den FIS-Regeln behandelt und gelten daher auch für Aufsteiger" so Peter Plattner vom ÖAV.
Respekt vor frisch präparierte Pisten
Die Zornesröte treibt es den Liftbetreibern ins Gesicht, wenn nachts Tourengeher die frisch gewalzten Pisten regelrecht umpflügen. Daher lautet die Empfehlung des Alpenvereins: frisch präparierte Pisten nur am Rand befahren.
Stirnlampen für die eigene Sicherheit und die der anderen, keine Hunde beim Pistengehen, Parkgebühren und ausgewiesene Tourengeherparkplätze akzeptieren sind weitere Empfehlungen des ÖAV.
Über allem steht ein Satz: "Der Pistengeher ist Gast auf der Skipiste. Die Skipiste steht in erster Linie dem zahlenden Liftbenützer zur Verfügung!"