ich studier ja steuern
bin absolut

für die subvetionierung! graubünden ist abgesehen vom tourismus kein besonders wirtschaftlich starkes land! erst haben sie den kunstschnee blockiert und jetzt müssen sie mal kräftig aufholen um den anschluss an österreich nicht zu verpassen! nur reichen die minisummen ja eh für nix! wie wärs mit steuervorteilen für bergbahnen? dann wärs keine einzelsubvention!

und alle betreiber hätten was für investitionen für die zukunft! sonst gehts allen bald wie der pischa in davos die 2006 wohl für immer schließen wird
aus der engadinerpost:
Der Kanton kann künftig auch Schneeanlagen in Nicht-IHG-Regionen unterstützen.
Das Gesetz über die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Kanton Graubünden (GWE) umfasst insgesamt 23 Artikel (Siehe Kasten). Dass Artikel 10 dieses Gesetzes besonders zu reden geben dürfte, war schon vor der Grossratsdebatte von gestern Dienstag und heute Mittwoch klar gewesen. «Der Kanton kann», heisst es in diesem Artikel, «Beiträge leisten an den Bau und die Erneuerung von Bergbahnen und Schneeanlagen.»
Widerstand der Ratslinken
Die Umweltverbände hatten bereits in der Vernehmlassung Widerstand gegen diese Regelung angekündigt. Unterstützt wurden sie in der langfädigen aber wenig neue Erkenntnisse bringenden Ratsdebatte von der SP-Fraktion.
Dort ritt Kommissionsmitglied Christoph Jaag (SP, Schiers) zwar
keine grundsätzliche Debatte gegen Schneeanlagen, er bezweifelte aber ob es richtig ist, dass diese vom Staat subventioniert werden. Er verwies auf einen mehr als gesättigten Markt in den Schneesportgebieten und fragte sich ob es nicht viel sinnvoller sei in den naturnahen Tourismus zu inves-
tieren. «Überlassen Sie die Entscheidung über künftige Schneeanlagen dem freien Markt», sagte Jaag. Ähnlich argumentierte sein Parteikollege Johannes Pfenninger (SP, Domleschg). Er verwies auf die letztendlich sehr kleinen Summen über die man diskutiere. «Wenn die wirtschaftlich starken Nicht-IHG-Regionen
auf dieses Geld angewiesen sind, betreiben wir tatsächlich Strukturerhaltungspolitik.» Auch Maria Meyer (FDP,Klosters) sprach sich dafür aus, das Geld gezielt einzusetzen. Mit den kleinen Beiträgen könne man bei den grossen Bergbahnen nur wenig bewirken, bei den KMUs hingegen sehr viel, argumentierte sie.
Kommissionspräsident Hansjörg Trachsel (SVP, Oberengadin) hatte einleitend zur Beratung über diesen Artikel auf die Wichtigkeit von Schneeanlagen für die Bergbahnen hingewiesen. «Der Schnee ist die Grundvoraussetzung damit der Wintersport überhaupt stattfinden kann», sagte er und verwies auf die Saison 2001/02 wo der Süden fast kein Schnee erhalten hat. Habe die Saison im Oberengadin dank der Schneeanlagen noch einigermassen gerettet werden können, sei San Bernardino, das keine Anlagen hat, vor dem Ruin gestanden.
«Wie die Heizung zum Haus»
«Beschneiungsanlagen gehören zu den Bergbahnen wie die Heizung zum Haus», zog Walter Zegg (CVP, Ramosch) einen bildlichen Vergleich. Da wollte der Bündner Schneeanlagen-Pionier Leo Jeker, (SVP, Fünf Dörfer) nicht nachstehen und bezeichnete Bergbahnen ohne Schneeanlagen wie einen Badesee ohne Wasser. Sowohl Zegg wie auch Jeker stellten die Linke an den Pranger. Schneeanlagen würden immer noch verteufelt, die Bewilligungsverfahren dauerten viel zu lange und seien zu kostspielig. «Die Argumente gegen die Schneeierei sind Schnee von gestern, der Umweltschutz und die Raumplanung haben uns geschadet, über 20 Jahre Wertschöpfung sind verloren gegangen», polterte Jeker. Marco Biancotti (CVP, Oberengadin) störte sich an der SP-Fraktion, die mit ihren Argumenten einen «frontalen Angriff auf sichere und attraktive Arbeitsplätze» starte. Die Staats-
kasse profitiere von gesunden Bergbahnunternehmen. Über höhere Steuereinnahmen einerseits, über weniger Sozialhilfe-Ausgaben andererseits. Ein mit grossem Mehr gutgeheissener Ordnungsantrag von Franco Tramèr (FDP, Oberengadin) beendetet eine Diskussion, die wohl noch stundenlang hätte weitergeführt werden können. Das Parlament entschied sich mit 93 gegen 16 Stimmen für den Antrag der Kommissionsmehrheit, die den Passus mit den Schneeanlagen unverändert belassen wollte.
Theoretisch auch Geld
für das Oberengadin
Damit könnte es künftig möglich sein, dass auch Bergbahnen in wirtschaftlich starken Regionen Geld vom Kanton bekommen. Allerdings ist die Vergabe an strenge Auflagen gebunden, unter anderem sollen sich auch die Region und die Gemeinden an den Kosten beteiligen. Nur Bergbahnen, die finanziell gesund sind, gute Zukunftsperspektiven haben und in der Region eine führende Rolle einnehmen, werden unterstützt. Dabei ist die Grösse kein zwingendes Kriterium. Wie Regierungspräsident Klaus Huber erläuterte, sind die Unternehmen in drei Kategorien aufgeteilt worden. So könnten auch Anlagen in Tschiertschen, Feldis oder Vals profitieren. «Wir wollten das ganze transparent machen, dehalb haben wir die Schneeanlagen in diesen Artikel aufgenommen.» Gemäss Botschaft sollen jährlich rund 500 000 Franken für die Bergbahnen und die Beschneiung zur Verfügung gestellt werden. Alleine der Bau eines Kilometers Beschneiungsanlage kostet eine Mio. Franken, eine neue Sesselbahn zwischen fünf und acht Mio. Im Oberengadin können über 20 Prozent des Pistenangebotes beschneit werden, soviel wie nirgendwo sonst in der Schweiz. Gemäss Aussage von Urs Grimm, Geschäftsführer der Bergbahnen Engadin/St. Moritz ist Konsolidierung angesagt. Ausser in Zuoz sind ihm keine konkreten Beschneiungsprojekte bekannt.
Die Finanzierung von Schneeanlagen ist nichts Neues. Das Investitionshilfe-Gesetz (IHG) des Bundes ermöglicht die Gewährung von günstigen Krediten an Unternehmen in IHG-Regionen, zu diesen zählen im Kanton Graubünden alle Regionen mit Ausnahme des Oberengadins, Davos und des Bündner Rheintals. Gemäss Klaus Huber hat der Kanton bisher rund 300 000 Franken an IHG-Krediten gewährt. Diese haben Bundesmittel von 1,4 Mio. ausgelöst was zu Investitionen bei den Bergbahnen von insgesamt 5,1 Mio. geführt hat. «Die IHG-Finanzierung wurde in unserem Kanton bisher sehr restriktiv gehandhabt und das wird auch in Zukunft so sein», sagte Huber.
Quelle: Engadiner Post/Posta Ladina Autor: Reto Stifel
Ort: 7500 St. Moritz
Datum: 12.02.2004
Rubrik: Tourismus
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