• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Öffnungzeiten vs. Finanzierbarkeit

seilbahner schrieb:
Die sind sicher nicht voll, denn bei Sonnenschein kann man ab mitte April ab 11 Uhr eh nicht mehr Skifahren.

Kommt natürlich immer darauf an wo und welcher Höhe, aber generell würde ich die Aussage so nicht stehen lassen.
Bis 11.04.10 herschten in fast allen Skigebieten Südtirols gute bis ausgezeichnete Bedingungen.
Natürlich sind die ersten Abfahrten des Tages oft die Besten, aber wir waren mehrfach bis 17.00 unterwegs. Und die Bedingungen waren durchaus i.O.. Man muss auch berücksichtigen, dass bedingt durch weniger Leute, die Pisten viel länger in gutem Zustand sind.

Aber natürlich muss jedes Skigebiet für sich entscheiden und abwägen, was wirtschaftlich sinnvoll und marketingtechnisch nötig ist. Das ist allein Sache der Gesellschaften und der Orte.


Gruß!
 
Also ich war schon des öfteren um den 10.April herum am Kronplatz. Und das war jedesmal ein Wahnsinniger Matsch.(Ab Mittag) Und ich fahre schon lange nach Südtirol.
Ich fahre aber nicht ums Skifahren da runter sondern wegen dem Welnessangebot.

Und in der regel ist ab Mitte April das meiste in einer Höhenlage von 1300-2000 meter mehr Wasserski als sonst was. Ich Arbeite seit 1989 im Skigebiet und das sind Erfahrungswerte und nicht ein Dumpfgelaber wie so oft hier.
 
Für den Kronplatz kann ich nicht sprechen (mag ich nicht), aber für Canazei (Belvedere), Passo Pellegrini oder Latemar trifft das in der Regel nicht zu (alle Gebiete starten über 1.550m).
Und in dem Fall weiß ich wovon ich rede, da ich dort, wann immer noch möglich, die 2. Osterwoche bin.

Natürlich ist das Frühjahrsskifahren, aber die Bedingungen sind oft auch nachmittag noch gut.


Gruß!
 
WASSERSKI !!!

Öffnungszeiten hin oder her....
Die ursprüngliche Diskussion ging um die roten Zahlen der BZB und wie man da wieder rauskommt, ohne alles zuzusperren.
Mit Wasserski im Mai werden die natürlich keine Gäste anlocken... oder doch?
"Wasserski" nehme ich mal als Stichwort für eine komplett neue Ausrichtung, um wieder Kunden anzulocken.
Wer schwarze Zahlen will, der muss sich für die Zukunft rüsten und vermehrt auf Sommeraktivitäten setzen.
Wasserski auf dem Speichersee am Hausberg wäre doch mal was. Das mag alles verrückt klingen, aber andere Orte (ich nehme mal wieder Serfaus/Fiss als Vorbild)
machen es doch erfolgreich vor. Ob nun Flieger, Flitzer oder Sauser... diese ganzen Fun-Attraktionen locken die Gäste doch an.
In Garmisch gibts davon rein gar nichts (sicherlich auch, weil irgendwelche Bauern und Naturschützer sich dagegenstellen).
Machbar ist es in jedem Falle.

Und den ganzen Ausbau muss ja die BZB gar nicht selbst stemmen.
Hier ist natürlich die Politik gefragt. Flächen müssen an Investoren und Bauträger freigegeben werden. Die Liste der, die sofort Hotels bauen würden, ist doch lang.
Es müssen also Übernachtungsmöglichkeiten her, und zwar mitten im Classic-Gebiet. Dann sind die Gäste auch gleich an dem Ort, weswegen sie den Urlaub buchen und müssen nicht die Stadt und die weiten Wege ertragen.
Es ist doch klar, dass es in GAP an Kunden für die BZB mangelt, denn es gibt ja im Vergleich viel zu wenig (und vor allem zeitgemäße) Hotellerie, von echten 4+5 Sterne-Herbergen ganz zu schweigen und erst recht nicht im Skigebiet.
Dabei ist das ein wichtiges Kriterium für jeden, der ne Pauschalreise "Bergsommer" bucht....
Wenn ich ne Reise ans Meer buche, dann buche ich schließlich auch dort, wo man nicht erst noch 2 Kilometer bis zum Strand laufen muss.
Also will der zahlungskräftige Gast heutzutage auch ein Hotel, von dem aus er gleich auf die Piste fahren kann.

Dann hat GAP noch einen enormen Nachholebedarf, was Familienfreundlichkeit anbelangt (damit meine ich die Angebote in Hotels und Aktivitäten)
Der eine Zauberteppich auf dem Hausberg und die Steckfiguren im Schnee sind doch heutzutage ein Witz im Vergleich mit anderen Gebieten.
Selbst an tschechischen Dorfskiabfahrten gibts mehr Kinderlifte und Attraktionen als in GAP.
Doch das ist eigentlich ja nicht Aufgabe der BZB, insbesondere wenn kein Geld dafür vorhanden ist.
Also bleibt im Prinzip gar keine andere Möglichkeit, als sich privaten Investoren herzugeben, die im Gebiet selbst Hotels errichten.
Denn die bauen um ihr Hotel herum garantiert jene Attraktionen, die heute Standard sind, um Gäste anzulocken. Garantiert.
Und mit den Hotels auf dem Berg kommt unweigerlich auch der Bedarf an Seilbahnen.
Die Hausbergbahn könnte wieder ganzjährig fahren.
Dazu noch Mountainbikestrecken und warum nicht die längste Sommerrodelbahn der Welt? Ist doch alles werbewirksam und die ganze Vielfalt bringt genug Kunden, um die vorhanden Anlagen auch im Sommer endlich auszulasten.... dann gibts auch wieder schwarze Zahlen.

Anders ist es jedenfalls nicht zu lösen.
Die Zugspitze selbst kann man abhaken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit (Gründe sind ja hinlänglich bekannt) , also muss man im Classic Gebiet o.g. Investitionen tätigen.
Macht man es nicht, dann wird es weitere Schließungen geben bis hin zum totalen Aus der BZB, denn "Rote Zahlen" lassen sich auch auf politischer Ebene nicht dauerhaft wegzaubern.
 
zum Thema Skifahren in der zweiten Aprilhälfte:

Ich denke, Aussagen wie "unterhalb einer Höhe x kann man ab Mitte April nicht mehr gut skifahren" sind etwas undifferenziert. Tatsächlich ist die Höhe nur einer von mehrerern Parametern: Besonders wichtig ist noch die vorwiegende Hangexposition. Und auch das Mikroklima spielt eine Rolle. Tendenziell weichen die Pisten in inneralpinen Trockenregionen wegen der geringeren Luftfeuchtigkeit bei gleicher Temperatur und Sonneneinstrahlung nicht so schnell auf wie in den Nordalpen. Ein weiterer Faktor ist die Pistenfrequentierung.

Beispiele:
Schöneben am Reschenpass (1500 m bis 2300m ) hat bis 30. 4. 2011 geöffnet, Pfelders (1500 m bis 2400 m) sogar bis 1. 5. 2011. Beide Gebiete sind in unmittelbarer Nähe des Alpenhauptkamms und bestehen überwiegend aus Nordhängen. Hier kann man davon mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass trotz späten Saisonschluss bis Saisonende gute Bedingungen herrschen, und das nicht nur im oberen Bereich.

Richtig ist aber auch, wer im April oder gar Ende März einen Skiurlaub in irgendwo in den Kitzbüheler Alpen oder in Flachau bucht, ist selber schuld.
 
Af schrieb:
@ Bahn: Richtig, es ist den Leuten egal was oben steht, solange es bequem ist und man ned ewig warten muss....beides passt derzeit für die Zugspitze nichtmehr ausser evtl. an der 6KSB. Wenn heutzutage schon kaum ausgelastete SLte mit KSBs ersetzt werden, an denen dann auf einmal die Hölle los ist, muss die Zugspitze halt auch was machen. Statt nur nen Freaklift zu schliessen hättens schon früher den Zubringer oder eine Wiederholerbahn ersetzen müssen, damit man den Gästeschwund bremsen kann. Aber hier ist wieder das Problem, dass es in D im Gegensatz zu AT keine gescheite Lobby gibt. Da werden lieber Milliarden in "Systemrelevante" Banken verpulvert....
Das in D keine richtige Lobby da ist sieht man am Beispiel Sudelfeld

@ zu Öffnungszeiten: gäbe es nicht die Möglichkeiten ein Gebiet früher aufzumachen, statt um 9.00 schon ab 8.00 und später schliessen statt um 16.30 bis 18.00, im April ist es eh bis 19.00 hell, hab es jetzt schon ein paar mal erlebt das nach Betriebsschluß noch die Sonne geschienen hat, aber der Liftbetrieb schon eingestellt war :?
 
Frankenski schrieb:
.. hab es jetzt schon ein paar mal erlebt das nach Betriebsschluß noch die Sonne geschienen hat, aber der Liftbetrieb schon eingestellt war :?
Allerdings haben die meisten Leute ja offenbar ab 15-16 Uhr keine Lust mehr :-|
Im März und im Frühling fahren wir oft zB an der Diavolezza und am Piz Lagalb mit den letzten Bahnen bis 17:00 hoch. Man ist dann ca. 17:15 Uhr oben startbereit und manchmal erst um halb Sechs wieder am Parkplatz. Und selbst dann scheint noch die Sonne.
Nur hat man da schon eine Stunde so gut wie niemanden mehr gesehen. Die Bahnen laufen quasi leer. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Gebiete früher dicht machen.
 
Frankenski schrieb:
Af schrieb:
@ zu Öffnungszeiten: gäbe es nicht die Möglichkeiten ein Gebiet früher aufzumachen, statt um 9.00 schon ab 8.00 und später schliessen statt um 16.30 bis 18.00, im April ist es eh bis 19.00 hell, hab es jetzt schon ein paar mal erlebt das nach Betriebsschluß noch die Sonne geschienen hat, aber der Liftbetrieb schon eingestellt war :?

Zum einen: Viele Gebiete machen doch schob um 8 auf...
Zum anderen: Kann man sicher theoretisch schon, aber:

a) Oft ist ja im April deutlich über 0 Grad - und der Schnee wird im Laufe des Tages schlechter und schlechter..
Selbst um 15 Uhr ist es oft schon sehr grenzwertig - Um 18 Uhr wäre es dann wahrscheinlich unfahrbar

b) Irgendwann müssen die Pisten ja auch präpariert werden; damit die Pisten gut werden, sollte sie auch eine gewisse Zeit "ruhe" haben

c) Das ganze müsste auch bezahlt werden - 3 Stunden länger Betrieb würde heissen, das Personal- und Betriebskosten steigen - da aber im April die Gebiete eh nicht ausgelastet sind, lohnt sich das schon gar nicht.
8:30-16:30 Uhr heisst, Du kommst mit einer Schicht aus (klar, ein paar müssen eher kommen, wg. der Vorbereitungen, aber die gehen dann halt auch eher).
8:00-18:00 Würde aber heissen, Du brauchst ein mehrschicht-System mit entsprechend deutlich mehr Personal.
Kaum einer wäre bereit, im April höhere Skipass-Preise wg. länger Öffnungszeiten zu zahlen.

d) Und nicht zuletzt: Die fehlende Selbsteinschätzung vieler Ski-fahre und das Verletzungsrisiko:
Viele - gerade schwere - Unfälle passieren ja Nachmittags, da dann Kondition und Konzentration nachlassen.
Würde man die Pisten noch länger aufhaben, würde es noch mehr Unfälle geben.
Klar, im Prinzip ist jeder dafür selbst verantwortlich - eigentlich sollte jeder Schluss machen, wenn er nicht mehr kann.
Aber: Von morgens um 8 bis Abends um 18 Uhr Skifahren - das muss wirklich ein Super-Sportler sein.
Also: Wer soll so ein Angebot wirklich nutzen?

Gruß, Jens
 
schlechter und schlechter..
Selbst um 15 Uhr ist es oft schon sehr grenzwertig - Um 18 Uhr wäre es dann wahrscheinlich unfahrbar

Der Schnee wird anders- IMHO nicht schlechter.... (außer man geht halt von durchpräparierten "Pistenautobahnen" als Idealstandard aus)

Und als Boarder fahre ich die Sulzhügel eigentlich ganz gerne (deshalb starte ich im Frühling auch immer erst etwas späte auf die Piste)
 
jens.f schrieb:
a) Oft ist ja im April deutlich über 0 Grad - und der Schnee wird im Laufe des Tages schlechter und schlechter..
Selbst um 15 Uhr ist es oft schon sehr grenzwertig - Um 18 Uhr wäre es dann wahrscheinlich unfahrbar
Das ist aber auch Ansichtssache. ME werden die Pistene her besser. Morgens hat man quasi ein "Brett", später wird es besser, weil weicher ;)
 
3303 schrieb:
jens.f schrieb:
a) Oft ist ja im April deutlich über 0 Grad - und der Schnee wird im Laufe des Tages schlechter und schlechter..
Selbst um 15 Uhr ist es oft schon sehr grenzwertig - Um 18 Uhr wäre es dann wahrscheinlich unfahrbar
Das ist aber auch Ansichtssache. ME werden die Pistene her besser. Morgens hat man quasi ein "Brett", später wird es besser, weil weicher ;)

Ich würde nicht sagen "besser" oder "schlechter", es wird eben anders.
Beides hat seinen Reiz.
Auch tiefer Sulz kann reizvoll sein, vorausgesetzt es ist nicht zu viel los.
Bei Waldabfahrten, die dann ohne Sonne sind, kann es schon wieder anziehen und das ist dann wieder sehr reizvoll zu fahren.


Gruß!
 
...ja es kann aber auch sein das es gar nicht mehr unter 0° geht. Dann wirds auch mal schnell bescheiden...... :x
Pauschal kann man sowas doch nicht sagen. Zwei Tage später hats dann oben wieder Pulver und 15° weniger.
Der aufmerksame Skifahrer wird um diese Zeit sehr vorsichtig sein.
Für mich kommen, Mitte- Ende April, niedere Gebiete auf keinen Fall in Frage. Da ist mir das Spaß dann doch zu teuer.

Bilder sind von 08.04.2008
 

Anhänge

  • AprilApril.jpg
    AprilApril.jpg
    98,3 KB · Aufrufe: 1.778
  • AprilApril2jpg.jpg
    AprilApril2jpg.jpg
    53,5 KB · Aufrufe: 1.776
Latemar schrieb:
Auch tiefer Sulz kann reizvoll sein, vorausgesetzt es ist nicht zu viel los.
Bei Waldabfahrten, die dann ohne Sonne sind, kann es schon wieder anziehen und das ist dann wieder sehr reizvoll zu fahren.
Gruß!

Sulz kann mal für ne Stunde ganz lustig sein wenn die Pisten das entsprechende Gefälle haben und man nicht gerade stecken bleibt. Mit hat's im März auf einem tief aufgesulzten Ziehweg in Bad Hofgastein in einem Moment der Unachtsamkeit mal sowas von die Beine auseinandergerissen. Hab mich wohl mindestens zweimal überschlagen und 10min gebraucht bis ich den Matsch wieder aus den Klamotten hatte :evil:

Aufgesulzte Pisten die dann im Schatten wieder anziehen gehen m. E. gar nicht. Zusammengeschobene, skischuhhohe Sulzhaufen die wieder durchfrieren sind für mich die ätzendsten Pistenverhältnisse.
 
Schade das das Thema nun abdriftet hin zu "Guter Sulz-Schlechter Sulz".
Das liegt sicherlich auch an der Abspaltung durch den Mod vom ursprünglichen Thema.
Da ging es um "ein Skigebiet und seine roten Zahlen" (in dem Fall um Garmisch-Partenkirchen... man kann die Situation aber auch auf viele andere Gebiete reflektieren)
Auch der neu gewählte Titel "Öffnungszeiten vs. Finanzierbarkeit" geht ein wenig am Kernproblem vorbei, denn das einzige, womit man die "Roten Zahlen" bekämpfen kann, ist ein Zuwachs an Kundschaft.... und dass die eben im warmen Frühjahr nicht kommt, ist ja klar und deutlich zu sehen, also stellt sich die Frage gar nicht, ob man Sulz nun mag oder nicht.
Einhergehend damit kommt erschwerend hinzu, dass mit jeder geschlossenen Anlage natürlich auch die Attraktivität für potenzielle Kunden sinkt, bis dann eben gar keiner mehr kommt und man zwangsläufig zusperren muss:-)

Was in meinen Augen zwingend erforderlich ist, habe ich hinlänglich dazu geschrieben. Ich zitiere mich gerne nochmal selbst:


WASSERSKI !!!

Öffnungszeiten hin oder her....
Die ursprüngliche Diskussion ging um die roten Zahlen der BZB und wie man da wieder rauskommt, ohne alles zuzusperren.
Mit Wasserski im Mai werden die natürlich keine Gäste anlocken... oder doch?
"Wasserski" nehme ich mal als Stichwort für eine komplett neue Ausrichtung, um wieder Kunden anzulocken.
Wer schwarze Zahlen will, der muss sich für die Zukunft rüsten und vermehrt auf Sommeraktivitäten setzen.
Wasserski auf dem Speichersee am Hausberg wäre doch mal was. Das mag alles verrückt klingen, aber andere Orte (ich nehme mal wieder Serfaus/Fiss als Vorbild)
machen es doch erfolgreich vor. Ob nun Flieger, Flitzer oder Sauser... diese ganzen Fun-Attraktionen locken die Gäste doch an.
In Garmisch gibts davon rein gar nichts (sicherlich auch, weil irgendwelche Bauern und Naturschützer sich dagegenstellen).
Machbar ist es in jedem Falle.

Und den ganzen Ausbau muss ja die BZB gar nicht selbst stemmen.
Hier ist natürlich die Politik gefragt. Flächen müssen an Investoren und Bauträger freigegeben werden. Die Liste der, die sofort Hotels bauen würden, ist doch lang.
Es müssen also Übernachtungsmöglichkeiten her, und zwar mitten im Classic-Gebiet. Dann sind die Gäste auch gleich an dem Ort, weswegen sie den Urlaub buchen und müssen nicht die Stadt und die weiten Wege ertragen.
Es ist doch klar, dass es in GAP an Kunden für die BZB mangelt, denn es gibt ja im Vergleich viel zu wenig (und vor allem zeitgemäße) Hotellerie, von echten 4+5 Sterne-Herbergen ganz zu schweigen und erst recht nicht im Skigebiet.
Dabei ist das ein wichtiges Kriterium für jeden, der ne Pauschalreise "Bergsommer" bucht....
Wenn ich ne Reise ans Meer buche, dann buche ich schließlich auch dort, wo man nicht erst noch 2 Kilometer bis zum Strand laufen muss.
Also will der zahlungskräftige Gast heutzutage auch ein Hotel, von dem aus er gleich auf die Piste fahren kann.

Dann hat GAP noch einen enormen Nachholebedarf, was Familienfreundlichkeit anbelangt (damit meine ich die Angebote in Hotels und Aktivitäten)
Der eine Zauberteppich auf dem Hausberg und die Steckfiguren im Schnee sind doch heutzutage ein Witz im Vergleich mit anderen Gebieten.
Selbst an tschechischen Dorfskiabfahrten gibts mehr Kinderlifte und Attraktionen als in GAP.
Doch das ist eigentlich ja nicht Aufgabe der BZB, insbesondere wenn kein Geld dafür vorhanden ist.
Also bleibt im Prinzip gar keine andere Möglichkeit, als sich privaten Investoren herzugeben, die im Gebiet selbst Hotels errichten.
Denn die bauen um ihr Hotel herum garantiert jene Attraktionen, die heute Standard sind, um Gäste anzulocken. Garantiert.
Und mit den Hotels auf dem Berg kommt unweigerlich auch der Bedarf an Seilbahnen.
Die Hausbergbahn könnte wieder ganzjährig fahren.
Dazu noch Mountainbikestrecken und warum nicht die längste Sommerrodelbahn der Welt? Ist doch alles werbewirksam und die ganze Vielfalt bringt genug Kunden, um die vorhanden Anlagen auch im Sommer endlich auszulasten.... dann gibts auch wieder schwarze Zahlen.

Anders ist es jedenfalls nicht zu lösen.
Die Zugspitze selbst kann man abhaken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit (Gründe sind ja hinlänglich bekannt) , also muss man im Classic Gebiet o.g. Investitionen tätigen.
Macht man es nicht, dann wird es weitere Schließungen geben bis hin zum totalen Aus der BZB, denn "Rote Zahlen" lassen sich auch auf politischer Ebene nicht dauerhaft wegzaubern.
 
Die meisten Leute haben Ende März/Anfang April genug vom Winter und sehnen sich nach dem Frühling und seiner Wärme. Man braucht ja nur mal um diese Zeit in die Medien zu schauen: Tage mit mehr als 15° werden euphorisch gefeiert, eine Rückkehr von Kälte und Schnee hingegen bitter beklagt, und sie spiegeln damit das Empfinden in der Bevölkerung wider. Der eigentliche Wendepunkt sind die Ostertage. Danach hat für sie der Winter vorbei zu sein und es ist Zeit für den Frühling, schluss, fertig, aus! Das können wir hier im Forum noch so bedauern und anderer Ansicht sein, es nützt nichts, denn wir sind eine klare Minderheit. Wer will es darum wirtschaftlich und gewinnorientierten Unternehmen, und das sind Bergbahnen in der Regel nun mal, verübeln wenn sie, auch wenn die Verhältnisse noch so gut sind, dicht machen, weil nur noch ein paar wenige auf den Pisten unterwegs sind?
 
Richtig erkannt !
Und genau deshalb untermauert Dein Beitrag die These, dass jene Bergbahnen, die jetzt schon Miese machen, auf attraktivere Sommertourismus-Angebote setzen müssen, wenn sie kostendeckend wirtschaften wollen, wovon man ja ausgehen sollte.

GMD schrieb:
Die meisten Leute haben Ende März/Anfang April genug vom Winter und sehnen sich nach dem Frühling und seiner Wärme. Man braucht ja nur mal um diese Zeit in die Medien zu schauen: Tage mit mehr als 15° werden euphorisch gefeiert, eine Rückkehr von Kälte und Schnee hingegen bitter beklagt, und sie spiegeln damit das Empfinden in der Bevölkerung wider. Der eigentliche Wendepunkt sind die Ostertage. Danach hat für sie der Winter vorbei zu sein und es ist Zeit für den Frühling, schluss, fertig, aus! Das können wir hier im Forum noch so bedauern und anderer Ansicht sein, es nützt nichts, denn wir sind eine klare Minderheit. Wer will es darum wirtschaftlich und gewinnorientierten Unternehmen, und das sind Bergbahnen in der Regel nun mal, verübeln wenn sie, auch wenn die Verhältnisse noch so gut sind, dicht machen, weil nur noch ein paar wenige auf den Pisten unterwegs sind?
 
Noch ein schönes Beispiel:

Wochenende am Feldberg - das ist normalerweise völliger Wahnsinn, da würden mich keine 10 Pferde hin treiben.
Man hört es ja immer schon im Radio: "Am Feldberg sind alle Parkplätze besetzt".

Aber dann Ostern 2008 (da war Ostern schon im März):
Am Samstag hat es schön geschneit, am Ostersonntag waren dann perfekte Bedingungen: Neuschnee, Sonne und nicht viel zu warm.
Ich auf zum Feldberg - trotz Sonntag und perfekten Bedingungen war es einfach nur LEER - es war sogar deutlich leerer als im Februar unter der Woche..

Gruß, Jens
 
Wiesel schrieb:
Richtig erkannt !
Und genau deshalb untermauert Dein Beitrag die These, dass jene Bergbahnen, die jetzt schon Miese machen, auf attraktivere Sommertourismus-Angebote setzen müssen, wenn sie kostendeckend wirtschaften wollen, wovon man ja ausgehen sollte.

Wieso untermauert der Beitrag das?
Wer sagt denn, das Sommertourismus-Angebote kostendeckend sind?

Dann: Fakt ist, das im Sommer weniger Leute in die Berge fahren als im Winter - klar, im Sommer gibt es ja viele andere Reiseziele.

Ähnliche Auslastungen wie im Winter zu schaffen ist also - über die ganzen Alpen gesehen - völlig unrealistisch.
Es wird also auch hier eine Aufspaltung geben müssen: Einige Gebiete werden versuchen, mit entsprechenden Angeboten die Leute anzuziehen und entsprechend halbwegs wirtschaftlich arbeiten - andere Gebiete werden halt komplett zu machen.

Beispiel: Alpin-Coaster/Sommer-Rodelbahn.
Wie sich jeder ausrechnen kann, wird es nichts bringen, wenn sich jetzt jedes Ski-Gebit einen Alpin-Coaster, eine Sommer-Rodelbahn oder eine Moutin-Bike strecke zulegt - es sind schlicht und einfach nicht genug Kunden dafür da.
Bevor ich dann also im Sommer verlust mache, ist zusperren wesentlich besser - zumal man dann auch in Ruhe baumassnahmen, Revision etc. machen kann.

Gruß, Jens
 
Zurück
Oben