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Olympische Winterspiele in Graubünden?

das wäre bestimmt ein langfristiger tourismusmotor, auch wenn der tourismus kurzfristig abgewürgt wird und enorme kosten entstehen.
jedenfalls müssen die winterspiele nach sotschi (30 m.ü.M.), vancouver (10 m.ü.M) und turin (240 m.ü.M.) endlich wieder zurück in die BERGE!
 
Naja, nur weil Vancouver am Meer liegt war es noch lange nicht ein guter Austragungsort. Ich fand diesen sogar sehr gut. Ist zwar an sich nicht als Wintersportgebiet bekannt, verfügt aber selbst über drei kleinere Skigebiete! Die Stadt ist von Bergen umgeben und in etwa mit Luzern vergleichbar, was die Lage zu den Bergen betrifft (m.e. sogar noch etwas besser!).
 
Das ist noch die bessere Idee als die Zentralschweiz.
Nicht dass ich etwas gegen Graubünden habe oder negativ eingestellt bin, aber bei 1m Neuschnee oder mehr wäre hier nicht mal mehr der Hauptaustragungsort erreichbar.
 
In St. Moritz fanden schon zwei Mal olympische Winterspiele statt- und das letzte Mal 1968. Da gab es meines Wissens keine Probleme mit dem Neuschnee. Ich würde mich natürlich riesig freuen! :P Obwohl- :naja: wenn die ganzen Unterkünfte leer stehen- was macht man damit?
 
Das war erstens 1948 und zweitens mit nicht mal 1/3 der heutigen Anzahl an Wettkämpfen. War sicher schön damals, mit dem heute geforderten aber in keinster weise zu vergleichen.
 
[klugscheisser]Darf ich nochmals darauf hinweisen, eine Olympiade ist die Zeit zwischen zwei olympischen Spielen![/klugscheisser] Zugegeben, das ist einer der populärsten Irrtümer.
 
Theo schrieb:
bei 1m Neuschnee oder mehr wäre hier nicht mal mehr der Hauptaustragungsort erreichbar.
das engadin oder davos waren schon seit jahren nicht mehr von der aussenwelt abgeschnitten. das ist nur panikmache der medien, wenn mal der julier für ein paar stunden zu ist - während sowohl albula als auch vereina (sogar mit autoverlad) noch in betrieb sind.
das grössere problem wäre da zürich, wo bereits bei 1 cm neuschnee der verkehr völlig kollabiert :mrgreen:
 
Stimmt, das Engadin war schon ein paar Jahre nicht mehr längere Zeit von der Umwelt angeschnitten. Das trifft für die Seitentäler im Oberwallis auch zu. Ich bin aber weit weniger vergesslich als andere oder verdränge Sitauationen aus den 80ern und 90ern nicht komplett. Was einmal passiert ist kann immer wieder passieren und wenn eine Lawine 30 Jahre nicht mehr gekommen ist heisst das nicht dass sie nie mehr wieder kommt. Kommt sie an Olympia schauts schlecht aus.
Zurück zu Olympiakandidatur selbst: Das ganze ist nur realistisch wenn sich Olympia selbs redimensioniert.
 
in den 80ern und 90ern gab es aber noch keinen vereinatunnel, der einen wirklich grossen beitrag zur erreichbarkeit des engadins leistet. auch an anderen orten wurde investiert, etwa in die lawinengalerie am seehorn bei davos vor ein paar jahren.
und selbst wenn das olympische dorf dennoch mal eingeschneit wäre...auch dies könnte man noch als touristische botschaft vermarkten: bei uns in graubünden ist noch richtig winter! :lach:

ob es sich dann auch lohnt, ist eine andere frage. olympische spiele sind rein kommerziell zu betrachten.
 
Irgendjemand muss halt den Kopf hinhalten und Olympische Winterspiele Organisieren.
Weshalb soll der Steuerzahler die Risiken und Kosten für einen solchen Anlass übernehmen wenn im Endeffekt für ihn "nichts" herausschaut und nur ein kleiner Kreis eine goldene Nase verdient ?
Ich denke da ist ein Umdenken erforderlich.
 
TPD schrieb:
Irgendjemand muss halt den Kopf hinhalten und Olympische Winterspiele Organisieren.
Weshalb soll der Steuerzahler die Risiken und Kosten für einen solchen Anlass übernehmen wenn im Endeffekt für ihn "nichts" herausschaut und nur ein kleiner Kreis eine goldene Nase verdient ?
Ich denke da ist ein Umdenken erforderlich.

Vollkommen richtig. Für mich sind olympische Spiele in erster Linie eine Unterhaltungsveranstalltung und als solche müssen die Zuschauer vor Ort im Mittelpunkt stehen. Und natürlich sollen auch die Sportler und die Fernsehzuschauer nicht zu kurz kommen, aber Bonzenspiele braucht niemand.
Mich ärgert es immer, dass tausende freiwillige ihre Freizeit für sowas opfern und einige wenige für nichts einen Haufen Geld bekommen.
 
Die Bündner Kandidatur soll eine Alternative zum Gigantismus städtischer Austragungsorte sein.
Unter diesem Aspekt natürlich ein interessantes Projekt.
Stellt sich einfach die Frage ob man mit einem solchen Konzept das IOC überzeugen kann ?
Befürchte eher dass es bei der Wahl des Austragungsortes in der Schweiz ein grosses Katzengejammer gibt und man die Welt nicht mehr versteht...

Und vorallem würde mich dann auch die Finanzierung interessieren. Denn an die Argumente dass sich ein solcher Anlass positiv und nachhaltig auf die Schweiz auswirkt, glaube ich seit der EURO08 nicht mehr.
 
Naja, die Euro08 war auch ein bisschen ein Flopp, weil wir da selbst nichts zu bieten hatten. Nach ein paar Spielen war hier die Luft raus.
Im Wintersport sieht das schon ein bisschen anderst aus.
Zudem: Wenn jetzt nicht sinnlos Infrastruktur in die Landschaft gestellt werden muss die man nachher nicht mehr nutzt, dann kann die Olympiade schon sinnvoll sein. Diese setzt in Investitionsmotivation ein bisschen hoch und so werden evtl. bauten erledigt, die sonst noch 10 bis 20 Jahren verplempert werden...

Zum Glück ist nicht Blatter Chef beim IOC (als Walliser wäre er betreffend Wintersport evtl. sogar noch ganz kompetent ;) ), sonst gäbe es die nächste Winterolympiade irgendwo in Dubai in einer Skihalle... :wink:
 
Ganz ehrlich, beerdigt eure Olympiaträume lieber ganz schnell wieder. Jetzt ist erstmal Korea drann und dann kommt München. Diese verteilten Konzepte sind seit Albertville nicht mehr gern gesehen und spätestens in Turin sollte man gemerkt haben, dass das Ärger bereitet.
 
Diese verteilten Konzepte sind seit Albertville nicht mehr gern gesehen
In diesem Fall dürfte München aber auch nicht kandidieren ;)

Ganz ehrlich, beerdigt eure Olympiaträume lieber ganz schnell wieder.
Ich glaube auch nicht daran.
Und wenn dann auch noch Steuergelder fliessen, müsste ich es mir erst recht überlegen.
 
TPD schrieb:
Diese verteilten Konzepte sind seit Albertville nicht mehr gern gesehen
In diesem Fall dürfte München aber auch nicht kandidieren ;)

Nein, das ist etwas anderes. München hat ein sogenanntes Clusterkonzept, zwei Bereiche in denen sich die Sportstädten konzentrieren (Die Langlaufwettbewerbe sind zwar etwas entfernt von Garmisch, aber noch im Rahmen). Nur Königsee fällt da raus.
Wenn man sich mal Albertville oder auch Turin ansieht, da waren die Sportstädten über die ganze Region verteilt, das taugt einfach nichts. In Frankreich hatten sie dadurch so hohe Kosten, dass man überlegt hat ob ein Land alleine die Spiele überhaupt noch austragen kann und in Turin sind die Zuschauer oft nicht rechtzeitig zu den Sportstätten gekommen weil sie nur über relativ schmale Straßen erreichbar waren.
 
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