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Olympische Winterspiele München 2018?

Hallo
Was ist mit Enteignung?
Ist doch Nationales Interesse.

Gruß Andreas
 
Ich weis nicht ob das grad so von Nationalem Interesse ist mit Steuergeldern Sportstätten und sonstige Infarastruktur in Millardenhöhe aufzustellen wenn man genau weis dass es nach den Wettkämpfen keiner mehr braucht.
Für eine normale Olympiade wird man ohne weiteres Land für Sportstätten bekommen, führ vom IOC auferzwunge Grössenwahnprojekte gibt halt keiner sein Land her.
 
Whistlercarver schrieb:
Hallo
Was ist mit Enteignung?
Ist doch Nationales Interesse.


Hat das kleine cholerische Männchen mit dem Schnurrbart schon bei den Spielen 1936 in GAP getan. Die Zeiten sind zum Glück vorbei.

Andererseits verstehe ich die Querschüsse auch nicht. Die Games wären für die Region ein einmalige GElegenheit sämtliche Fördertöpfe anzuzapfen und sich auf Jahre hinaus die Infrastruktur zu sanieren. Stichwort Kramertunnel, Umfahrung Oberau, etc.
 
Der würde aber wohl gründlich schief laufen....
 
Wieso :?: :lach:

Wer hat denn von den Spielen etwas, die Münchner :biggrin: die Oberbayern :lach: der rest von Bayern auf keinen Fall, außer die Kosten
 
Sicherlich gibt es berechtigte Kritikpunkte an der Bewerbung von München, gar keine Frage.

Aber wenn ich mir die "Top 18" der Kritikpunkte gegen Olympia ansehe (die auf Nolympia angeführt sind):

1, Klimawandel
2, Schnee?
3, Wasserbedarf
4, Naturschutz
5, Ski- WM 2011
.......


wird schon klar daß das vor allem ein Verein der "Nein" sager ist. Berechtigte Kritik - ja gerne. Polemik á lá Klimawandel: Nein.
 
Auch schön :mrgreen: :

Die weiteren Websites der "Nolympia":

http://www.waldarchiv.de/vergleiche/start

Hier kann man sich selektierte Bilder von Waldvergleichen ansehen, z.B. wie es einer Buche bei Vorderriß im Isartal / Oberbayern über die Jahre ergangen ist. Komischerweise werden nur beispiele gezeigt bei denen es "schlechter" geworden ist....

http://www.goef.de/

Das scheint die "Hauptseite" zu sein. In der gibt es z.B. Bilder von allen Bauten in Garmisch ansehen. Der meistgenutze Begriff ist "wertvoll" wie z.B. "wertvoller Begwald", "wertvolles Tiefenwasser", wertvoll .....

Auch interessant ist auf dieser Seite das Thema "Energiesparlampen", zu finden unter "Aktuelles"
 
Ich hätte nichts gegen eine Winterolympiade für München...

AAAlllerdings:

Würde dies zu einer stark einsetzenden Durchindustrialisierung bayerischer Skigebiete führen, sprich eine Inflation aus dem üblichen Dreiergespann aus KSB/EUB + Pistenplanierungen + Kunstschneebänder und Fangnetzorgien.

Damit werden nicht nur in einem Schub zahlreiche Gebiete "Tirolisiert". Es entsteht auch ein Wettbewerbsdruck, der kleine Gemeinden vor die Wahl stellt, entweder selbst Millionenkredite (oder Olympiaförderungen...) in die Hand zu nehmen um ebenso aufzurüsten, oder mittelfristig die Gebiete zu schliessen.

Denn die bisherige homogenen Struktur mit zahlreichen relativ bescheidenen, aber umso charmanteren Gebiete wird nicht mehr funktionieren, wenn eine kritische Masse an Gebieten gross reinklotzt.

Insofern bin ich gegen die Spiele.
 
AAAlllerdings:

Würde dies zu einer stark einsetzenden Durchindustrialisierung bayerischer Skigebiete führen, sprich eine Inflation aus dem üblichen Dreiergespann aus KSB/EUB + Pistenplanierungen + Kunstschneebänder und Fangnetzorgien.

Welche Überlegungen bringen Dich zu dieser Annahme? Aus meiner naiven Warte würde ich sagen, dass in GAP alle Maßnahmen für die Ski-WM 2011 für Olympia 2018 auch genutzt werden könnten und keine zusätzlichen von Dir kritisierten Umbauten nötig wären. Oder doch?

Ich kann die lokale Bevölkerung bei Ihren Vorbehalten (Grundstücksabtretungen etc.) schon verstehen, fand auch Langlauf/Biathlon in Oberammergau nicht gut (wenn Rodeln im BGL warum nicht Nordische Skibewerbe in Ruhpolding mit bewährter Infrastruktur und großem lokalen Rückhalt?), aber ich denke, dass insgesamt Olympia für das Werdenfelser Land mehr Chancen als Risiken bietet (wenn man eine fertig gebaute A95 mitsamt dem Durchgangsverkehr in den nötigen Tunnels als Chance für die Bevölkerung auf eine Leben mit weniger Lärm und Abgasen ansieht, oder eine endlich verbesserte Bahnanbindung an München). München hat auf alle Fälle von der Olympiade 1972 sehr stark und bis heute profitiert. Warum sollte das Garmisch nicht gelingen?
So wie es derzeit aussieht mit den endlosen Streitigkeiten, wenig Geld etc wird der "Kelch" wohl am Bayr. Oberland vorrübergehen, was ja etliche Leute anscheinend auch sehr freuen würde.
 
Kris schrieb:
Würde dies zu einer stark einsetzenden Durchindustrialisierung bayerischer Skigebiete führen, sprich eine Inflation aus dem üblichen Dreiergespann aus KSB/EUB + Pistenplanierungen + Kunstschneebänder und Fangnetzorgien.
Nun, GAP dürfte ja unter den bayrischen Skigebieten eh schon ziemlich an der Spitze sein was die "Tirolisierung" angeht, weitere Skigebiete sind für die alpinen Bewerbe aber nicht vorgesehen. Insofern besteht da für die restlichen bayrischen Alpen vermutlich erst mal keine Gefahr. Es sei denn man verteilt Fördergelder nach dem Gießkannenprinzip auch an andere Regionen, die von den Spielen nicht direkt tangiert werden. Aber woher sollen die kommen? Die Kassen sind bekanntlich leer, allerorten herrscht Sparzwang und dann ist da ja auch noch die Sache mit der Schuldenbremse für Bund und Länder.

Vergammelnde Infrastruktur wird es nach den Spielen in GAP wohl auch eher nicht geben, da sind doch genug internationale Wettkämpfe jedes Jahr.
 
Machma halt hier weiter :ja:

Der Bauernaufstand
http://www.faz.net/s/Rub906784803A9943C4A3399622FC846D0D/Doc~E25A5F3576D334EA3B3F4497DBAFD3FC0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Zusätzliche Millionen retten Münchens Olympia-Bewerbung

(AFP) – Vor 3 Stunden

Berlin — Die Gegner läuteten bereits das Totenglöcklein, doch die Münchner Olympiabewerber haben noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen. Eine Budgetaufstockung von 30 auf nun 33 Millionen Euro sowie noch intensiveres Werben um die skeptischen Bauern von Garmisch soll "München 2018" neues Leben einhauchen. Das ist das Ergebnis der Gesellschafterversammlung in München.

Das turnusmäßige Treffen war mit Spannung erwartet worden, weil Bewerbungschef Willy Bogner die Politik zuvor mit Forderungen nach mehr Geld stark unter Druck gesetzt hatte. Sogar von einem möglichen Rücktritt Bogners war die Rede. Von den Spannungen war beim Auftritt der fünf Gesellschafter am Donnerstagabend nichts mehr zu spüren.

"Wir haben Lösungen gefunden. Die Bedenken, die wir vorher hatten, sind damit ausgeräumt und wir können uns in Ruhe auf sehr spannende Wettkämpfe einrichten", sagte Bogner - als sei mit der Budgetaufstockung der Zuschlag für die Spiele bereits erfolgt.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer betonte, dass es nach der "ungeschminkten Aussprache in keinem Bereich noch irgendwelche Zweifel" gebe: "Ich bin nach zwei eingetrübten Tagen wieder sehr zuversichtlich. Jetzt sind wir wieder auf der sonnigen Seite." Auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude gab sich optimistisch. "Wer sich auf den langen Weg nach Olympia macht, muss unterwegs auch mit einem Gewitter rechnen. Das Gewitter ist vorbei", sagte er.

Ein paar leise Misstöne mischte Bogner dennoch bei. Er habe sich "ein bisschen mehr vorgestellt", sagte er über die Aufstockung des Budgets: "Wir waren in unserer Rechnung bei 37 Millionen, aber die Politik ist eine Kunst des Kompromisses. Wir müssen nun schauen, wo wir die vier Millionen Euro einsparen können."

Jedoch: Schon wo die zusätzlichen drei Millionen Euro herkommen sollen, bleibt unklar. "Wir haben verschiedene Projekte in der Pipeline, die uns Anlass zur Bewertung geben, dass wir dieses Budget finanzieren können", sagte Seehofer nur. Das heißt wohl: "München 2018" muss weitere Sponsoren gewinnen - denn den Griff in die Tasche des Steuerzahleers schloss Seehofer erneut kategorisch aus.

Schwierig gestalten sich allerdings die Grundstücksverhandlungen in Garmisch. "Es ist eine Riesenaufgabe, die wir schultern müssen", sagte Thomas Schmid, Bürgermeister der Marktgemeinde. Dort wollen viele Bauern ihre Grundstücke nicht für Olympia verkaufen.

mal schauen wie lange das gut geht :|
 
Das hört sich mE nach einem ganz normalen Verteilungskampf an.
Vielleicht läuft es irgendwann doch darauf hinaus, dass das IOC oder wer auch immer einen größeren Teil an die Liegenschaftseigentümer abtreten muss, als man eigentlich will.
Es ist nur eine Frage des Geldes, welches man da anbietet.
Wäre ich Eigentümer, pokerte ich sicher genau so, auch wenn ich einem Herrn Rummenigge damit auf die Nerven ginge :lol:
 
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1015688

Watschn für Bogner - Spar-Etat für Olympia 2018

Der Zeitdruck für Bogner & Co. nimmt zu, «es pressiert», gestand der Geschäftsführer. Bis zum 11. Januar 2011 muss das Bewerbungsbuch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht werden. Am 6. Juli 2011 entscheidet die IOC-Vollversammlung im südafrikanischen Durban über den übernächsten Schauplatz olympischer Winterspiele. Beim Enthusiasmus im Lande für Olympia sieht man noch Nachholbedarf. Seehofer will darum auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nochmals bitten, «an den nationalen Rang der Aufgabe zu denken».

Größte Hürde neben finanziellen Engpässen bleibt der sogenannte Bauern-Aufstand in Garmisch, dem alternativlosen Zentrum für die Ski- Wettbewerbe. Etliche Grundstücks-Eigentümer stellen sich quer, benötigte Flächen - gerade auch für das Olympische Dorf - über mehrere Jahre zur Verfügung zu stellen. «Die ersten Verträge flattern ins Haus», berichtete Garmischs Bürgermeister Thomas Schmid zwar. Aber er verhehlte auch nicht den Druck, unter dem gerade er steht: «Das ist eine Riesenaufgabe, die wir schaffen müssen.» Er baute vor. Dass nicht jeder Grundstückseigentümer mitmachen würde, habe man «von vornherein» gesehen. «Aus meiner Sicht wird die Bewerbung nicht scheitern. Wir sind guten Mutes», sagte Schmid tapfer.

Der einstige Weltklasse-Skifahrer Christian Neureuther, der in Garmisch-Partenkirchen lebt, sprach als Insider von «Fehlern», die im Umgang mit den Betroffenen gemacht worden seien. Die Bauern seien durch den Umgang mit ihnen «natürlich aggressiv» geworden, beklagte Neureuther am Freitag im Bayerischen Rundfunk: «Ich würde mit meinem Grundstück ja auch sehr sensibel umgehen.»


:sleep:
 
Nachdem die Gespräche mit Staatssektretär Schneider nun vorerst auch gescheitert sind - das Tuch mit Bürgermeister Schmid scheint zudem wohl endgültig zerschnitten zu sein - versucht die Politik sich mit einem neuen Ausweichplan: die vakaten Flächen der Bauern sollen z.T. durch Grund der US-amerikanischen Armee ersetzt werden. Dafür gibt's dann natürlich einen neuen Verhandlungspartner - Verteidigungsminister Guttenberg. Das Theater geht in eine neue Runde...

http://sueddeutsche.de/bayern/olympia-bewerbung-in-garmisch-operation-golfplatz-1.979044


Für die Skiwettbewerbe bringt sich indes Innsbruck ins Gespräch, falls mit Garmisch überhaupt keine Einigung mehr erreicht werden kann. M.E. allerdings auch kein vernünftiger Ausweichplan, zumal die Chancen auf einen Zuschlag damit aufgrund der zweifelhaften Forderungen des IOC erheblich sinken dürften (weitere Entfernungen, zudem dritter Austragungsort für nordische Wettbewerbe nötig).
Und wenn wir schon beim Thema sind, muss sich natürlich Reinhold Messner mit einem etwas abstrusen Vergleich zwischen Sotschi und München ins Wort bringen.

http://www.zeit.de/sport-newsticker/2010/7/25/253725xml?page=1
 
Sorry das muss ich an dieser Stelle einfach loswerden!

Mir geht das ganze Bauerntheater sowas von aud den Strich. Wenn die ihren Grund hergeben, machen die doch das Geschäft ihres Lebens. Außerdem ohne Staatliche Subventionen wären die eh keien Bauern mehr. Weil welcher Bauer da könnte den noch sinnvoll wirtschaften? Zudem haben die wenigsten davon ihre "Viecher" auf der Wiese. Die ist eh nur da um gemäht zu werden, damit das Gras zu den Stallviechern gelangt! :rolleyes:

Spiele in Garmisch, das wäres einfach! Nur jetz ham de Münchna eh scho ihrn Transrapid ned baun woin, weil des ja so a Steuersüde gwesen wär, na jetz woll de Gamischa Bauan Buan a no koan grund hergebn! Wenn man in Bayern eine christlich, linke und gleichzeitig grüne Partei gründen würde, hätte man viele Stimmen! ;)

Traurig sowas! Es gibt leider zu viele konservative, Stammtischbankdrücker in Bayern! 8O
 
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