• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

once upon.... Teil 4 ZERMATT

Teilbericht ZERMATT ausgelagert aus

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=54&t=47544


*


Zermatt


*


Zermatt – Matterhorn, die touristische Ikone schlechthin.


Mein Signaturbild - das Matterhorn, der schönste Berg der Welt.




Zermatt ist ein großer Ferienort mit allem was dazu gehört (Bausünden, Verkehr etc.). Trotzdem ist der Ort mit seiner Mischung aus alt u. neu sehr schön u. authentisch geblieben.




















Von 1983 bis Anfang der 90er Jahre mein Quartier. Im Chalet „Thedy“ im 1. Stock (Balkon mit blauem Sonnenschirm) Dann wurde nicht mehr vermietet.



*


Wanderparadies Zermatt

Kein anderer Ort ist gleichermaßen von allen Seiten von hohen Bergen eingeschlossen wie Z.
In der Mitte eines gleichseitigen Dreiecks aus Bergen gelegen, reihen sich von den 38 Viertausendern der Schweiz 29 um Z herum.

Dazu kommt, dass einige Seitentäler in die Bergwelt führen und viele abwechslungsreiche Wanderungen bieten.

Ein weiterer Vorzug sind die kleinen Weiler, ehemalige Maiensässe, die oberhalb von Z verstreut liegen und mit den guten Restaurants ein schönes, gemütliches Ambiente bieten.

Einige Wandermöglichkeiten will ich hier vorstellen. Da ich hier verkürzen muss, sind auch mögliche Varationen zusammengemischt, die wahlweise möglich sind.

Da ich immer gleich zu Urlaubsbeginn das 1/2Tax-Abo kaufe nutze ich die Bahnen nach Bedarf..


*

Ein Herbstmorgen nach einem kalten Schlechtwettertag. Berge verchneit, Sonne pur. Habe jahrelang eine Fotographieridee im Sinn.
So früh wie möglich in die Gornergratbahn, denn früh ist es gern windstill.





So hab ich es mir vorgestellt. Der Riffelsee – verschneit aber nicht zugefroren.





.
Liebe Forumler, ihr seht, ich schrecke vor keinem Klischee zurück. :lach:

*

Gornergrat ist ein Muss. Wunderschöne Wandermöglickeiten an den Riffelseen vorbei nach Riffelberg o. direkt nach Riffelap zck. nach Z.

Oder gemütlich von Riffelalp nach Findeln – direkt oder via Grünsee.

Natürlich die spektakuläre Überquerung des Gornergletschers zur Monte-Rosa-Hütte. Spektakulär wg. der Optik.


Bahnhof Gornergrat (3089m)


Monte Rosa, Lyskamm u. Zwillinge


Kleinmatterhorn


*

Will man zur Monte-Rosa-Hütte, dann steigt man eine Station vor dem Gornergrat am Rotenboden aus. Man kann auch von Z aus raufsteigen – 2200 Höhenmeter und geschätzte 3 1/2 – 4 St. bis Rotenboden.

5 Gehminuten von der Station Rotenboden liegt der Riffelsee.

Nicht nur Matterhornspiegelungen kann man da fotographieren......


...sondern auch Japanerspiegelungen.


vom Riffelsee aus führt der Wanderweg ca. eine 3/4 Stunde bis zum Gletscherrand..
Wg. der Schmelze ist der Einstieg aktuell näher, aber der Weg auf dem Gletscher länger.


Monte Rosa u. Lyskamm


Breithorn








die Zwillinge




















Lyskamm (4527m)


Monte-Rosa-Hütte


Rückweg




Monte Rosa, Lyskamm und Gornergletscher


…...wieder am Rotenboden angekommen bieten sich bei den Riffelseen einige wunderschöne Motive..





Obergabelhorn (4063m u. Wellenkuppe (3903m). Davor das breite Band auf dem der Wanderweg „Höhbalmen“ verläuft.


Zinalrothorn (4221m)


Blick zum Schalihorn, Weisshorn u. Mettelhorn






*

danach führen verschiedene Varianten zck. Ins Tal

wildlife – heia Safari













Eine Variante führt zum Gletschertor des Gornergletschers und dann an der Gornerschlucht vorbei zck.






*

eine Variante unter Benutzung der GGB – bereits an der Station Riffelalp aussteigen, keine Viertelstunde auf dem breiten Weg samt Tram zur Riffelalp, am Resort vorbei ein kurzer Anstieg und den ersten Wanderweg links nach Grünsee. Eine kinderleichte Wanderung durch den herbstlichen Riffelberg.

Es bieten sich 2 Varianten an – die längere über den Grünsee o. die kürzere direkt nach Findeln


auf dem kurzen Weg nach Riffelalp (2222m)




Restaurant „Alphitta“ ein schöner Platz – mittlerweile mit Anbau




Rimpfischhorn und Strahlhorn weisen den Weg nach Grünsee


es empfiehlt sich, sich ab und zu umzudrehen




mal spätsommerlich warm, mal ahnt man den Winter – so erlebte ich den Riffelberg über die Jahre.




















Tiefblick auf Findeln – ein wenig später zweigt der Weg nach Findeln ab. Dazu aber später.
Erst mal weiter zum Grünsee.




Berghaus Grünsee – schöner Platz u. gute Mehlspeisen inklusive.





v. l. Rimpfischhorn, Strahl-u. Adlerhorn



am Grünsee











vom Grünsee bietet sich ein Abstecher zur Zunge des Findelngletschers an.






aus diesem Bereich führt ein lager Panoramawanderweg an einem Südhang Richtung Findeln.
Ich empfehle einen guten Sonnenschutz. Man läuft aufs Horu und das Zmutttal zu. Da ich aber nicht nonstop Matterhörner zeigen will gibt’s hiervon nix.

es gehört zu den angenehmen Eigentümlichkeiten des Zermatter Wandergebietes, dass sich, obwohl ausgedehnt (ca. 400km wege) Skigebiet u. Wanderwege selten berühren.


Vom Weg nach Grünsee führt eine Abkürzung nach Findeln durch einen wunderbaren Lärchen- und Arvenwald. Ich befürchte der Wanderweg hat durch den Bau der Piste Börter, die wg. internationaler Verständlichkeit nun Berter heißt, erheblich gelitten.







In der Skisaison ist in Findeln das Rest. „Adler“ von mir am meisten besucht. Im Herbst eindeutig der „Findler Hof bei Franz u. Heidi“. „Enzian“ u. „Chez Vrony“ sind die guten Alternativen.


Ich habe das Gefühl, dass dieser Spycher kurz oberhalb von Findeln, nur gebaut wurde um dieses Foto machen zu können :-)


ein wenig oberhalb liegt der entzückende Weiler „Eggenalp“ am Hang mit dem Rest. „Paradies“







*

Eine schöne Wanderung, die ich immer empfehle, ist von oder nach Täschalp.
Von oder nach?

Jahrelang bin ich von Z (alt. Sunegga) aus zur Täschalp gegangen, dann ins Tal u. mit der Eisenbahn am Abend zck. nach Z.

Bis ich drauf gekommen bin, dass vormittags 2x vom Tourismusbüro in Täsch aus ein Kleinbusdienst rauf nach Ottavan auf der Täschalp führt.
Dann geht man, nach einer evtl. Erkundung der Täschalp, einige Stunden Richtung Süd nach Z.

Diese Wanderung hat 2 Varianten. Der gemütliche, praktisch immer auf gleicher Höhe führende Weg, oder der über den schweisstreibenden „Oberi Sattla“ (2693m). Ich empfehle wegen der fantastischen Aussicht den „O. S.)


*

Egal ob per Pedes vom Tal aus, oder via SSB nach Sunegga, erster markanter Punkt ist der Weiler Tufternalp.



von da an führt der Weg sanft ansteigend gen Täschalp.


Tiefblick nach Täsch auf den alten Parkplatz. Da steht ja jetzt das Parkhaus.


Bei dieser Wanderung ist das Weisshorn eine zeitlang der Star.




hier muss man sich entscheiden. Gemütlich links weiter oder aufi..
Leider wurden (werden) die schönen schwarzen weissbepinselten Schilder entfernt u. gegen Standardisierte ausgetauscht.


von der Täschalp kommend hat man länger Zeit diesen Blick


der Bergsturz von Randa.. 1991 stürzten im Abstand von mehreren Wochen ca. 20 Millionen m³ Geröll u. Felsen in 2 Schüben (ca. 4 u. 16 Mio m³) zu Tal.

Der Fluss wurde gestaut, was in Randa zu Überschwemmungen führte, eine Chaletsiedlung wurde verschüttet + Eisenbahn. Es gab glückicherweise keine Toten.


Weisshorn (4505m)


oberi Sattla





Abstieg zur Täschalp

Ottavan mit Alphubel...


...u. links das Täschhorn (4490m)


die Täschalp auf ca. 2200m ist erreicht. Im Osten beherrscht das Rimpfischhorn (4199m)die Szenerie.........


….im Westen da Weisshorn




oben die Täschhütte (2701m)– aber ich hatte nie eine Motivation dort rauf zu gehen. Obri Sattla ist genauso hoch, was soll ich dort. Lieber bummle ich in das lange Tal des Täschbachs hinein.


Ottavan – links ist ein kleines Rest. Wo man Kleinigkeiten bekommen kann.....


.Ende Sept. bin ich drauf eingerichtet, das geschlossen ist Hab immer was dabei und pausiere hier.












dann nach Täsch
















*


am Unter- u. Oberrothorn


*

Der Bereich Sunegga/Unterrothorn bietet sich mit seinen Südhängen an auf den Sonnenterrassen der schönen Restaurants einen faulen Tag zu verbringen.

Einige schöne Touren bieten sich an.

Zum Eingewöhnen geh ich gewöhnlicherweise am 1. Wandertag auf dem flachen Forstweg rauf nach Tuftern/Sunegga o. Findeln. Normalerweise kürze ich mit den Bahnen ab, denn besonders attraktiv sind die Anstiege im Bereich Rothorn nicht
.

Stellisee/Fluhalp

mit der SSB nach Sunegga.......


...und der EUB zum Blauherd. Von dort geht eine kuze Wanderung zum Stellisee








weiter geht`s zur Fluhalp






von hier ist es nicht mehr weit zum Grünsee, auch der schon erwähnte Panoramaweg nach Findeln startet in der Nähe.

Fluhalp liegt in der Nähe desFindelngletschers.
Zw. Berg u. Findelngletscher ragt eine hohe Moräne auf in der ein kleiner See gelegen ist, der mit seinem Wollgras arktisch anmutet.





Ich hab ein paar schöne Fotos von Seitenmoräne auf den Findelngletscher. Vergessen zu scannen – ist aber auch ein Zeitfresser.

Weiter hinten geht es rauf zur Pfulwe. Der Weg ist eine Plage. Weg? - das ist eine gigantische Treppe aus Blockschutt. Wenn man oben ist schöner Blick zu Täschalp. Es gibt kein nächstes mal.

Grindjisee


Unterrothorn (3103m) – bei den Skifahrern als Rothorn bekannt.ist auch beliebter Startpunkt für Gleitschirmflieger.









Anstieg zum Oberrothorn.
Blick aufs Unterrh., Einige Gleitschirmflieger sind zu erkennen.


Dent Blanche, Obergabelhorn u. Wellenkuppe






Rimpfisch- Strahl- u. Adlerhorn


Monte-Rosa-Gruppe. Der Hügel im Vordergrund ist das Stockhorn






Von den Rothörnern bieten sich zwei Abstiege an. Nach Süd Richtung Fluhalp oder vom Unterrh. Auf dem Ritzengrat – wahlweise nach Tuftern o. Blauherd. Auf dem Ritzengrad hat man non-stop gute Aussicht Richtung SW bis NW. Keine Bilder


*

zur Hörnlihütte


*

ein Höhepunktt ist die Wanderung zur Hörnlihütte

Zuerst mit der Bahn zum Schwarzsee
Blick auf die Berge die Z von Saas-Fee trennen




Schwarzsee mit der Kapelle „Maria zum Schnee“


Dann beginnt der Anstieg, der immer wieder herrliche Aussichten bietet.


Das Ziel ist schon zu sehen.






Dent Blanche u. Obergabelhorn
















Blick zu Monte-Rosa-Gruppe. Theodulgletscher im Vordergrund. Winzig die Station „Trockener Steg.







Fortsetzung Zermatt: in den wilden Westen von Z.




*
 
*

in den wilden Westen.



warum wilder Westen? Wer Z kennt weiß, steil ragen im Westen die gebänderten Felswände in den Himmel. Keine Begrbahn erleichtert den Zugang. Lediglich ein schmaler Spalt, die Triftschlucht, zeigt einen Zugang auf.

Weiter oben weitet sich die Schlucht zum Triftkessel, wo linkerhand der Weg nach Höhbalmen führt. Auf einem der Felsbänder führt auf ca. 2700m der Panoramawanderweg bogenförmig gen Westen.
Alle 4000er östl. u. südlich hat man im Blick . Es gibt wenige Wege die sich mit Höhbalmen messen können.

Südlich der Felswände hat der eiszeitliche Zmuttgletscher das tief eingeschnittene Tal des Zmuttbaches gefräst.
Auf einem vorspringenden Hügel am Talschluss, oberhalb des Gletscherkessels, liegt die Schönbielhütte (2694m).vor den Nordwänden des Matterhorns u. Dent d`Herens.

Eine Bahn kann man zur Zeitersparnis nutzen. Den MEX rauf zum Schwarzsee.
Das wäre mein Tourenvorschlag: Schwarzsee – Stafelalp – queren des Tales zur Seitenmoräne – dieser folgend zur Schönbielhütte – zck. Wanderweg Zmutt/Z bis kurz vor Wasserfall – links rauf nach Höhbalmen - Z



*

mit der Bahn zum Schwarzsee und dann unterhalb der Matterhornnordwand zur Staffelalp

Die folgende Bilderserie zeigt die Tour vom Schwarzsee zur Schönbielhütte und via Zmutt zck. nach Z.
Höhbalmen kommt separat.. Alles nach Gusto kombinierbar, auch die Richtung.


Start ist wiederum der Schwarzsee














Dent Blanche








Tete Blanche


Nordwand


hier wird das Tal gequert. In der Talmitte Einrichtungen der Grand Dixence (Energie).
Werde beim Teilbericht Lac de Dix/Mt. Blanc de Cheilon drauf eingehen.










Dent d`Herens – gut erkennbar, dass der Zmuttgletscher komplett schuttbedeckt ist


der Wanderweg verläuft (lief) auf der Seitenmoräne. Es sollte ein neuer in der Mulde gebaut werden, da ab und an jemand tödlich abstürzte.




die Schönbielhütte






„dieses“ Matterhorn kennt kaum jemand


Gletscherkessel






die Schafe suchen Schutz vor der Sonne




Speichersee Zmutt


der Weiler Zmutt …..


…...hat 2 Restaurants. Eines verteilt sich zw. den Häusern.








der Weiler „zum See“.......


….das gleichnamige Rest. hat es bis in die internationale Gastrokritik geschafft.








der Weiler Blatten














*

Höhbalmen

Wie schon oben geschrieben kann man diese Wanderung von 2 Seiten angehen. Der Weg ist von Z aus viel mühsamer, da es1100 Höhenmeter nonstop ansteigt. Dazu erinnern die ersten 400 Höhenmeter bis Alterhaupt (Rest. Edelweiss) teilweise an eine Treppe bei der die Stufen zu hoch geraten sind.


































Obergabelhorn


Matterhorn Nordwand



*

Fortsetzung folgt: Kleinmatterhorn


*

zum Abschluss des Zermatt-Berichtes noch ein paar Bilder vom Kleinmatterhorn

am Trockenen Steg - Theodulsee




man erkennt das Gletscherende kaum wieder, Testa Grigia war damals nicht zu sehen – weiß nicht in welchem Jahr es war.


Kleinmatterhorn – Ankunftsraum des Fahrstuhls mit Blick zum Mt. Blanc


Warum denk ich grad an Led Zeppelin


Kurzatmig (3883m) gehe ich Stufe um Stufe rauf, ein Knattergeräusch, Kamera gezückt wie John Wayne die Knarre....


Grand Canyon












Abschlussbild Bericht Zermatt


*
 
Durch einen Fehler beim Ausgliedern des Teilberichtes ZERMATT aus dem Ursprungsbericht "once upon a time in the west...ern alps"
war der Bericht unvollständig.

Die fehlenden Teile habe ich eingefügt. Der Bericht ist nun vollständig.
 
Fab schrieb:
...sondern auch Japanerspiegelungen.


Und daran hat sich auch nach vielen Jahren nichts geändert. Nimmt man sich die Zeit, kann man an schönen Tagen insbesondere in den Morgenstunden ein Dutzend oder mehr Gruppen wie diese:

18912070qv.jpg


am rechten Seeufer entlang wandern sehen:

18911936lx.jpg


Klischee pur eben ;)

Wohin das führt, kann man sehr gut am Weg zum See sowie an dessen oberem Ufer erkennen. Dieser Bereich ist dermaßen zertrampelt, dass eine Umzäunung und Betonierung des Klischeefoto-Standpunktes in Stadionstufen, evtl. in Verbindung mit einer Rolltreppe vom/zum Bahnhof Rotenboden, für die Natur eine Wohltat darstellen würde.
 
Zurück
Oben