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Osttirol 2025/26

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Wurmberg (971m)
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Heute im Skigebiet Zettersfeld in Lienz: Bis auf ein paar Rentner und Schulgruppen nur wenig los. Bis auf die Abfahrten, die vom SL Schoberköpfl abgehen sind fast alle Pistenvarianten geöffnet. Dennoch sind 64€ für die Tageskarte (trotz Vorsaisonstarif) schon sehr sportlich. Gestern in Zoncolan habe ich für ein ähnliches Liftangebot nur 21€ gezahlt.

Morgens waren alle Pisten noch kunstschneepulvrig, am Nachmittag dann - abgesehen von den oberen Bereichen - der Schnee fast überall angefeuchtet. Bedingt durch den wärmeren Wind. Nicht auf allen Pisten ist die Kunstschneeauflage dick, nachbeschneien oder Neuschnee werden also irgendwann nötig sein.

Die Aussichten auf die Lienzer Dolomiten und der Tiefblick auf die Stadt sind auf jeden Fall sehr schön. Die Sonne drückte fast den ganzen Tag durch den Saharawolkenschleier.
 
Dann starte ich mal das obligatorische Osttirol-Topic mit meinen Eindrücken aus Kals/Matrei und St. Jakob in Defereggen.
Gestern war ich ganztägig in Kals/Matrei unterwegs, es war mäßig viel los und verteilte sich gut. Leider insgesamt recht eisige Bedingungen, die auf der Matreier Seite durch frischen Kanonenpulver mit nicht ganz frischen Kanten noch einigermaßen brauchbar blieben, während es in Kals insbesondere im Bereich der alten Kanonen im ersten Hang des Glocknerblick 6ers sehr unangenehm rutschige Eisplatten gab. Auch im restlichen Teil von Kals immer wieder sehr rutschige Eisplatten dabei. Der Ziehweg von der Mittelstation der Gondel nach Kals runter war auch ein Fall für die Schlittschuhe.
Beste Sicht zum Großglockner:
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Die nicht beschneibare rote Abfahrt zur Mittelstation ist geöffnet, es kommt mittig jedoch stellenweise Gemüse durch:
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Die schwarze Variante wurde noch beschneit und war geschlossen:
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Im unteren Bereich des Goldried II 6er hat man massiv Wald abgeholzt, da war letztes Jahr noch alles voller Bäume:
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Heute ging es dann erstmal nach St. Jakob in Defereggen, Start bei -8 °C in Ainet bei meiner Unterkunft, auf dem Weg ins Defereggental sprang das Autothermometer zeitweise auf -13 °C und der Bach durchs Tal war an diesen besonders schattigen Stellen schon fast komplett zugefroren.
An der Talstation in St. Jakob dann "nur" -10 °C. Bei der ersten Abfahrt dann aber direkt die unangenehme Überraschung: während man in Matrei die Kälte zur Produktion von Kanonenpowder genutzt hat stehen hier größtenteils gar keine Kanonen mehr am Pistenrand. Bereits der erste Schwung auf gerippter Piste lässt einen an vielen Stellen unangenehm auf den Boden der Tatsachen zurückkommen: Schlittschuhe wären die bessere Wahl gewesen. Mit meinen durchgenudelten Kanten macht das hier echt keinen Spaß, dazu ist es bitterkalt und die Sonne schafft es im Hochwinter nicht so recht um die Kurve. Der seit meinem letzten Besuch neu gebaute Leppleskogel 6er erschließt eigentlich zwei schwarze Pisten, wovon nur die von unten gesehen rechte Piste beschneibar und somit auch geöffnet war. Die Schneelage war dennoch dürftig, die Präparation dort ruppig und rutschig, eine Fahrt genügte mir.
Blick aus der Gondel, die Naturschneelage ist wirklich dürftig:
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Nach dem Mittagessen wechselte ich dann kurzentschlossen nochmal nach Matrei, auch hier recht eisige Bedingungen, aber das Eis ist vergleichsweise griffig und es gibt genug aufgeworfenen Schnee um noch etwas Spaß am Fahren zu haben.
Blick ins Virgental:
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Jetzt sind die Ski erstmal beim Service, vielleicht macht es mit frischen Kanten morgen mehr Spaß.
Der Schlusshang der Matreier Talabfahrt war gegen 15.30 Uhr jedenfalls ein Trauerspiel. Sehr eisig, die Sonne schon hinterm Berg verschwunden und überall rutschten völlig überforderte Skifahrer quer über den Hang. Mir reichen auf dem Hang 4-5 Schwünge und ich bin unten, aber mit durchgenudelten Kanten hab ich da lieber freie Bahn...
 
Der Blick auf den Glockner: genial klar!

Was die Abholzerei angeht hat es zwischen Matrei, Huben, Defereggental, Kals, Lienz enorme Borkenkäferschäden gegeben. Achte mal die nächsten Tage während der Anfahrten auf die Hänge. Absolut brutal wie es dort in der Gegend innert kürzester Zeit die Schutzwälder hingerafft hat….
 
Spechti schrieb:
Der Blick auf den Glockner: genial klar!

Was die Abholzerei angeht hat es zwischen Matrei, Huben, Defereggental, Kals, Lienz enorme Borkenkäferschäden gegeben. Achte mal die nächsten Tage während der Anfahrten auf die Hänge. Absolut brutal wie es dort in der Gegend innert kürzester Zeit die Schutzwälder hingerafft hat….

Sind das alles frische Einschläge?
Ich kenne nur die Sturmschäden aus Herbst 2018 und 2019 wo ein Sturm z.B. rund um Kals reihenweise Hänge kahlgebrochen hat, eine Bäuerin erzählte mir im Februar 2020, dass man die Bäume wie die Streichhölzer knicken hörte.
Unterhalb der Glocknerblickbahn hat man ja damals schnell eine umfangreiche Lawinenverbauung hingezimmert.
Zwischen den beiden kreuzenden Ziehwegen hat man dort auch aus irgendeinem Grund nochmal längs des Lifts den Boden durchwühlt und wieder zugemacht, hab leider kein Bild gemacht, vielleicht mach ich morgen eins. Eventuell Kabelschaden oder Mure?
 
Wie versprochen noch Bilder der Stelle unterhalb des Glocknerblick 6ers:
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In Kals ist es trotz frischen Kanten immer noch gefährlich eisig, ganz besonders da wo die alten Nivis Kanonen stehen. Die neueren Demac Lenko haben nochmal etwas Kanonenpowder nachgeliefert, dennoch insgesamt sehr glatt hier. In Matrei deutlich angemehmer zu fahren.
 
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