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Ötztal, 15.-17. August 2003

Das lange Wochenende habe ich genutzt um mit meinem Vater drei Tage ins hintere Ötztal zu fahren.
Anreise: über die Inntalautobahn von München problemlos, aber immer noch 2 3/4 h. Von Sölden nach Vent hinauf braucht man trotzdem eine 1/4 h. Auch das lange Ötztal zieht sich hin.
Wetter: dummerweise war der Freitag der erste Tag seit Wochen, an dem es tatsächlich geregnet hat... -Grrr-
Im Rückblick muss man echt sagen, es war das schlechteste Wochenende während der gesamten Schönwetterperiode Mitte Juli-Ende August.
Route: Vent, 1896 m., Niedertal (Hüttenfahrweg, gut zu gehen, aber lang...), Martin-Busch-Hütte, 2501 m. Dauer 2 3/4 h. Das ist natürlich noch durchaus zu unterbieten, aber die Rucksäcke sind sehr schwer...
Mittagspause, Hütte ziemlich voll, es fängt an leicht zu regnen. Wir beschließen weiter hinauf zur Similaunhütte zu gehen, ca. 2 h 20 min. Hier guter Wanderweg durch das sehr urweltliche obere Niedertal. Alle Täler hier sind sehr wasserreich, durch das massive Abschmelzen der Gletscher. Kurz unterhalb des Niederjochs muss der hier spaltenfreie Niederjochferner gequert werden, der aber im Vergleich zu früheren Photos stark zurückgegangen ist. Hier oben liegt auch allerhand Müll auf dem Gletscher, u.a. ein älteres Snowmobil (!!!), das durch das Abschmelzen des Eises nun ca. 20 cm über dem Rest des Gletschers steht! (wie ein Gletschertisch!).
Übernachtung auf der 3019 m. hoch gelegenen Similaunhütte, privat, sehr schön renoviert und sehr gut geführt, die Hütte ist berühmt für ihren billigen Rotwein... :D
Das Wetter hat sich dann im Lauf des Nachmittags gebessert, so dass der Similaungipfel noch schön sichtbar wurde. Im Süden konnte auch die Ortler-Gruppe mit ihren Hauptgipfeln erkannt werden.
 
Danke für die Beschriftungen - sowas ist doch manchmal recht hilfreich .. auch weiß ich jetzt endlich, wie die Weißkugel ausschaut - muß ich sie nur noch finden das nächste mal :)

Die angesprochene Breslauer Hütte ist aber eher mittig als "rechts unten am Bildrand" - schließlich war ich da heuer droben, und da muß man erst mal unterhalb des gewaltigen Gletscherbruchs vorbeilaufen ... (oder ist da neben den von dir als Rofankarferner bezeichneten noch mal so einer?)

Die Gletscherzunge des Hintereisferners scheint mir ja auch ewig lang zu sein - ich dachte, nach der Gletscherzunge am Großglockner kommt die vom Gepatschferner - weiß aber nicht mehr, ob das Kriterium die Länge oder die Meereshöhe oder der Umfang war ...
 
Optimal. Vielen Dank für Fotos und Beschriftungen - so hab ich die Gegend doch noch sehen können. Mal schauen, Hochwilde bleibt auf jeden Fall im Hinterkopf, vielleicht passts nächstes oder übernächstes Jahr.
 
@Rudi: beim AV werden jedes Jahr etliche Einführungs- und Fortgeschrittenen-Kurse für die diversen Alpinsportarten angeboten. Das reicht vom "Wanderkurs" bis zum "Grundkurs Bergsteigen" (klingt blöd ist aber sehr vielseitig und hilfreich), über den "Klettersteigkurs" zum "Grundkurs Eis" (eine Woche auf der Hütte, Steigeisengehen, Bremstechniken, Sturzübungen, Spaltenbergung, Eisklettern, ein-zwei Abschluss- und Trainingstouren).
Das kostet nicht viel, bringt aber viel und dazu eine Menge Spaß mit Gleichgesinnten in grandioser Umgebung bei hoffentlich schönem Wetter.

http://www.alpenverein.de

In München sitzen die beiden größten DAV-Sektionen Oberland und München, die auch sehr eng kooperieren und das größte Ausbildungsangebot aufweisen.

http://www.dav-oberland.de

Genug der Werbung! :D
 
@Starli: Breslauer Hütte, ja du hast Recht. Die steht dort, wo du sie beschreibst. Dort gibt es auch nur einen derart abbrechenden Ferner.
Zur Länge: Die Pasterze ist flächenmäßig der größte Gletscher noch vor dem Gepatschferner, längenmäßig sowieso, da die Zunge des Gepatsch ja nicht so lang ist. Die Zunge des Hintereisferners ist sicher länger, aber viel schmäler und sein Nährgebiet ist deutlich kleiner. Aber ein großer Gletscher ist er auch.
 
Danke! Bei besserem Wetter hätte es auch bessere Bilder gegeben. Bin aber insgesamt recht zufrieden.
 
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