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Overtourism in den Dolomiten

Werna76 schrieb:
Social Media Menschen die in den Dolomiten unterwegs sind, machen jetzt Videos darüber, dass zu viele Social Media Menschen in den Dolomiten unterwegs sind:
Tja, das ist mit den Influencern wie mit den Touristen: Störend sind stets nur die anderen, nie man selbst!
 
Schon Aristoteles und Nietzsche wussten, dass der Mensch ein Herdentier ist.
Sehe ich wie zonk. Hat auch Vorteile.
 
zonk schrieb:
Die geradezu erschütternde Vorstellung, einfach mal auf eine Landkarte zu schauen, einen weniger bekannten Ausgangspunkt zu wählen oder gar einen Weg einzuschlagen, den vorher kein Influencer mit Drohnenaufnahmen und dramatischer Musik abgesegnet hat, scheint für viele offenbar nicht mehr zumutbar zu sein.
vVelleicht ist das auch gut so alles. Denn während sich die digitalen Idioten kollektiv an den immer gleichen zehn Hotspots stauen, gibt es nur ein paar Kilometer weiter nach wie vor Täler, Wege und Gipfel, auf denen erstaunlich wenig los ist.

Man sollte also vielleicht dankbar sein für diese bemerkenswerte Orientierungstreue. Solange Millionen Menschen zuverlässig dort auftauchen, wo der Algorithmus sie hibleitet, bleibt für den Rest noch genügend Landschaft übrig.

Du musst dabei nur penibel darauf achten, dass einen niemand dabei sieht. Sonst denkt sich mindestens Einer "wo der wohl hinläuft...da geh ich auch mal hinterher". Und schon hast die Kuhherde auch an solchen Orten. :naja:
 
Durch insta werden halt einige Orte zu "Touri-Hotspots", die es von sich aus gar nicht darauf angelegt haben. Die Auswirkungen auf die Ortsansässigen mal außen vor gelassen, muss man mit diesen neuen Touri-Hotspots als Besucher/Touri/Auswärtiger umgehen wie mit allen anderen Tourispots auch: konsequent meiden!

Und wie zonk auch geschrieben hat: Die Masse an Stelle A ist die Leere an Stelle B, die oft auch gleich ums Eck ist ;)
 
Verkehrschaos am Pragser Wildsee
In den vergangenen Jahren wurden am Pragser Wildsee Maßnahmen gegen den Übertourismus umgesetzt, darunter auch eine Sperre für den Verkehr von 9 bis 16 Uhr. Diese gilt allerdings lediglich bis zum 15. September – die Anstürme an Touristen kommen aber weiterhin. Das führt seit gestern zu Verkehrschaos.

https://suedtirol.orf.at/stories/3371606/

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Neues vom Seceda-Drehkreuz:

Die Kontroverse um das kostenpflichtige Drehkreuz auf der Seceda in Gröden beschäftigt weiterhin die Südtiroler Landespolitik. Obwohl der Sommer vorbei ist, blieb die umstrittene Absperrung im Naturpark Puez-Geisler bis Saisonende an Ort und Stelle. Einen Rekurs hat die Landesregierung bislang noch nicht eingereicht. Offenbar will man sich in Bozen die Zeit nehmen, um eine rechtssichere Lösung zu erarbeiten, denn die Entscheidung könnte Signalwirkung für ganz Südtirol haben.
Da der Weg über Privatgrund führt, aber innerhalb des geschützten Naturparks liegt und vom Land als öffentlich betrachtet wird, gestalten sich die Rechtsfragen äußerst vielschichtig.
https://www.suedtirolnews.it/chronik/drehkreuz-auf-der-seceda-landesregierung-fuerchtet-domino-effekt
 
Eigentlich gilt der Lago di Sorapis, der auch Sorapissee genannt wird, als Schmuckstück in den Dolomiten. Das türkis schimmernde Wasser auf 1923 Metern Höhe, eingerahmt von imposanten Felsformationen, zieht viele Wanderer an. Die Wirklichkeit ist jedoch aktuell eine andere: Anstelle von friedlicher Natur dominiert ein gewaltiger Besucherstrom das Urlaubsidyll.
Quelle: Wanderer-Idyll wird zum Albtraum: „Bin das letzte Mal hier“
 

Villnöss und der Ansturm aus Asien​

Die Geisler-Spitzen sind zum Hotspot unter asiatischen Touristen geworden. Land und Gemeinde suchen nach Lösungen, um Touristenströme lenken zu können.

Es fängt schon vor dem Villnöss-Tal an: Bei der Bushaltestelle „Klammwirt“ zwischen Brixen und Klausen stehen täglich größere und kleine Gruppen asiatischer Touristen. Sie warten dort ganz geduldig auf den Linienbus, der sie nach Villnöss bringt. Was sie dann dort tun, das sieht man deutlich auf dem Video: Sie sitzen und bestaunen zu Hunderten auf Wiesen und schönen Aussichtsorten die Geisler-Spitzen.
https://www.rainews.it/tgr/tagessch...ten-526c7f11-d4ca-47f0-9da9-675e93f99b5e.html (mit Video)

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Erster „Touristen-Ausweichlauf“ in Meran​

Eine Bürgerinitiative hat einen Lauf ins Leben gerufen, der auf einen überbordenden Tourismus aufmerksam machen soll. Ihr Vorschlag: Die Ortstaxe anders nutzen.

In Meran haben sich rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten sogenannten „Touristen-Ausweichlauf“ zusammengefunden. Der Lauf soll eine ironische Aktion sein, um auf eine ernste Thematik hinzuweisen, erklärt die Meraner Bürgerinitiative R.O.M.P.I., die auf den Übertourismus in der Passerstadt aufmerksam machen will. Meran sei eine gastfreundliche Stadt, sagen die Organisatoren, das Gleichgewicht gerate aber ins Wanken: Wohnraum werde knapper, das Leben teurer, der Alltag belastender. Daher fordern sie einen neuen Kurs. Nicht gegen Gäste, sondern für Menschen, die dauerhaft in Meran leben.
https://www.rainews.it/tgr/tagessch...e334b9-063b-47d1-86d5-34d39423aa2a.html?nxtep (mit Video)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie warten dort ganz geduldig auf den Linienbus, der sie nach Villnöss bringt.
Immerhin benehmen sie sich offenbar zivilisiert - das in die Landschaft geschmissene Fahrrad dürfte demgegenüber kaum von Indien her angereist sein
 
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