GMD
Ski to the Max
Im St.Galler Oberland steht seit 1940 die vom Militär erbaute und genutzte Pendelbahn Ragnatsch - Palfries mit 8er Gondeln. Die Anlage war zwar in der Landschaft gut sichtbar, aber trotzdem offenbar so geheim, dass sie auf den frei erhältlichen Landeskarten nicht eingezeichnet war. Kleines Detail am Rande: auf den kürzlich freigegebenen Karten der russischen Armee war sie drauf. Soviel zum Thema Geheimhaltung.
Ab 1998 benötigte das Miltär die Bahn nicht mehr und wollte sie abbrechen. Dagegen erwuchs Widerstand aus der Bevölkerung. Eine Genossenschaft und ein mit ihr verbundener Verein wurde gegründet mit dem Ziel, die Bahn der Nachwelt zu erhalten. Dass dieses Modell funktionieren kann, beweist die Älplibahn in der benachbarten Bündner Herrschaft. Notabene ebenfalls eine ehemalige Militärbahn. Am Anfang schien alles gut zu laufen. Für den eher symbolischen Preis von CHF 50'000.- würde das VBS die Bahn verkaufen. Auch die Finanzierung schien auf gutem Weg. Doch dann kam plötzlich Sand ins Getriebe.
Im Rahmen der Erteilung einer kantonalen Konzession erhob die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung Einsprache und verlangte ein Verbot des Transports von Sportgeräten. Damit waren vor allem Gleitschirme gemeint. Dabei wurde übersehen, dass die Sportler schon heute vom Palfries aus starten, nur mit dem Unterschied, dass sie den Startplatz per Auto über ein enges, steiles und kurviges Bergsträsschen erreichen. Ob dies umweltfreundlicher als eine Seilbahn ist? Auch von den Anwohnern in der Umgebung der Talstation kamen Einsprachen. Sie befürchteten Mehrverkehr und wildes parkieren. Dazu muss gesagt werden, dass die Bahn eine Kapazität von nur 32P/h hat, ein Riesenparkplatz ist da nicht nötig. Allerding muss man der Fairness halber auch sagen, dass die Talstation nur sehr schlecht vom öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Wie wenn das nicht schon genug wäre, gerieten sich auch noch die Genossenschaft und der Verein in die Haare. Erst kurz vor der Spaltung gelang die Vesöhnung. Immerhin ist in der Zwischenzeit die lang erwartete kantonale Konzession eingetroffen, gegen die aber von den Gegnern prompt Rekurs eingelegt wurde. Im schlimmsten Fall geht der Fall bis vor Bundesgericht. Dort stehen die Chancen der Bahnfreunde nicht schlecht, aber das grösste Problem ist die Zeit die verstreicht bis es zu einem endgültigen Urteil kommt. Mit jeder Sommersaison die ungenutzt verstreicht, ein Winterbetrieb ist nicht vorgesehen, wird die finanzielle Decke der Genossenschaft dünner. Der Unterhalt der Anlagen muss ja trotzdem geschehen und ausserdem fallen jetzt auch noch Prozesskosten an. Das ist wohl auch das heimliche Ziel der Gegner. Es ist ihnen vermutlich auch bekannt, dass sie wenig Aussicht auf Erfolg haben. Darum wird jetzt mit der Verzögerungstaktik gearbeitet, um die Befürworter der Bahn finanziell in die Knie zu zwingen.
Ob und wann die Seilbahn wieder fahren wird ist offen. Ich drücke den Bahnfreunden jedenfalls die Daumen. Denn es wäre schade, wenn diese Bahn abgebrochen würde. Sie besitzt eine spektakuläre Linienführung. Von der Talstation geht es gleich mal über eine hohe Felswand und vorbei an einem stäubenden Wasserfall. Dann durch und über ein Bachtobel und zum Schluss schwebt man über grüne Alpweiden. Auf der gut 3km langen Fahrt werden über 1300 Höhenmeter überwunden, was für eine öffentliche Bahn Schweizerrekord bedeuten würde. Hoffen wir also auf das Beste.
Ab 1998 benötigte das Miltär die Bahn nicht mehr und wollte sie abbrechen. Dagegen erwuchs Widerstand aus der Bevölkerung. Eine Genossenschaft und ein mit ihr verbundener Verein wurde gegründet mit dem Ziel, die Bahn der Nachwelt zu erhalten. Dass dieses Modell funktionieren kann, beweist die Älplibahn in der benachbarten Bündner Herrschaft. Notabene ebenfalls eine ehemalige Militärbahn. Am Anfang schien alles gut zu laufen. Für den eher symbolischen Preis von CHF 50'000.- würde das VBS die Bahn verkaufen. Auch die Finanzierung schien auf gutem Weg. Doch dann kam plötzlich Sand ins Getriebe.
Im Rahmen der Erteilung einer kantonalen Konzession erhob die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung Einsprache und verlangte ein Verbot des Transports von Sportgeräten. Damit waren vor allem Gleitschirme gemeint. Dabei wurde übersehen, dass die Sportler schon heute vom Palfries aus starten, nur mit dem Unterschied, dass sie den Startplatz per Auto über ein enges, steiles und kurviges Bergsträsschen erreichen. Ob dies umweltfreundlicher als eine Seilbahn ist? Auch von den Anwohnern in der Umgebung der Talstation kamen Einsprachen. Sie befürchteten Mehrverkehr und wildes parkieren. Dazu muss gesagt werden, dass die Bahn eine Kapazität von nur 32P/h hat, ein Riesenparkplatz ist da nicht nötig. Allerding muss man der Fairness halber auch sagen, dass die Talstation nur sehr schlecht vom öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Wie wenn das nicht schon genug wäre, gerieten sich auch noch die Genossenschaft und der Verein in die Haare. Erst kurz vor der Spaltung gelang die Vesöhnung. Immerhin ist in der Zwischenzeit die lang erwartete kantonale Konzession eingetroffen, gegen die aber von den Gegnern prompt Rekurs eingelegt wurde. Im schlimmsten Fall geht der Fall bis vor Bundesgericht. Dort stehen die Chancen der Bahnfreunde nicht schlecht, aber das grösste Problem ist die Zeit die verstreicht bis es zu einem endgültigen Urteil kommt. Mit jeder Sommersaison die ungenutzt verstreicht, ein Winterbetrieb ist nicht vorgesehen, wird die finanzielle Decke der Genossenschaft dünner. Der Unterhalt der Anlagen muss ja trotzdem geschehen und ausserdem fallen jetzt auch noch Prozesskosten an. Das ist wohl auch das heimliche Ziel der Gegner. Es ist ihnen vermutlich auch bekannt, dass sie wenig Aussicht auf Erfolg haben. Darum wird jetzt mit der Verzögerungstaktik gearbeitet, um die Befürworter der Bahn finanziell in die Knie zu zwingen.
Ob und wann die Seilbahn wieder fahren wird ist offen. Ich drücke den Bahnfreunden jedenfalls die Daumen. Denn es wäre schade, wenn diese Bahn abgebrochen würde. Sie besitzt eine spektakuläre Linienführung. Von der Talstation geht es gleich mal über eine hohe Felswand und vorbei an einem stäubenden Wasserfall. Dann durch und über ein Bachtobel und zum Schluss schwebt man über grüne Alpweiden. Auf der gut 3km langen Fahrt werden über 1300 Höhenmeter überwunden, was für eine öffentliche Bahn Schweizerrekord bedeuten würde. Hoffen wir also auf das Beste.