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Parkplatzgebühren

Das Argument mit dem Wegfall bezahlbarer Unterkünfte, sprich gute Pensionen und Mittelklassehotels ist absolut richtig. Selbst mit täglicher Anfahrt und Parkplatzgebühren ist es mittlerweile deutlich günstiger, ja geboten, nicht mehr in den Skiorten zu übernachten. Vor Corona war dies für mich eigentlich gar kein Thema, da ich viel lieber in den Orten schlafe und das Auto stehen lassen würde und nicht auf den letzten Euro schaue.
 
Das vor Ort mieten ist doch kein wirkliches Argmuent.

Es gibt immer gute Gründe weshalb etwas nicht geht.
Aber es gibt keinen plausiblen Grund die Autofahrer mit Gratisparkplätze zu belohnen, wenn das Skigebiet auch mit guten ÖV-Verbindungen erreichbar ist.
 
tobi27 schrieb:
Ralf321 schrieb:
Oberjoch, Tagestarif: 5,00€

Oberjoch ist nur am Parkplatz bei der Moorhütte nahe der Iselerbahn und am Parkplatz am Kreisverkehr vorne kostenpflichtig, der alte Parkplatz am Wiedhag (ggü. der Straße) sowie beide am Grenzwies sind kostenfrei. Beim neu angelegten Parkplatz am Wiedhag (neben der Walzengarage) bin ich mir nicht sicher.

Vorbei
wiedhagparkplatz wird kostenpflichtig 5€ nur Parkster-App

https://www.allgaeuer-zeitung.de/al...npflichtig-kostenlose-parkplaetze_arid-743501
 
TPD schrieb:
Das vor Ort mieten ist doch kein wirkliches Argmuent.

Es gibt immer gute Gründe weshalb etwas nicht geht.
Aber es gibt keinen plausiblen Grund die Autofahrer mit Gratisparkplätze zu belohnen, wenn das Skigebiet auch mit guten ÖV-Verbindungen erreichbar ist.

Eine Fahrtstrecke hat immer einen Anfangs- und einen Endpunkt. Selbst, wenn der Endpunkt mit Öffis gut erreichbar ist, gilt dies noch lange nicht für jeden Anfangspunkt. Nicht jeder wohnt direkt am Bahnhof.
 
Gratisparkplätze müssen, außer es gibt eine behördliche Forderung, nicht zur Verfügung gestellt werden. Das hat mMn nix mit einer ÖV-Verbindung zu tun.

Für mich ist ÖV indiskutabel aufgrund der Entfernung vom Wohnort zum nächsten ernstzunehmenden Skigebiet. Ich buche allerdings die Aufenthalte in der Regel immer so, dass ich vor Ort alles ohne Auto machen kann.

Unabhängig vom Skiurlaub ist das Gerede von einer Verkehrswende hin zum ÖV für mich ein Hirngespinst von Umweltverbänden. Individualität wird nicht aufgehoben werden können.
 
Dass du eher peripher wohnst, liegt aber außerhalb der Verantwortung der Skigebiete...
Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es irgendwo einen P+R-Parkplatz gibt.
 
GIFWilli59 schrieb:
Dass du eher peripher wohnst, liegt aber außerhalb der Verantwortung der Skigebiete...
Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es irgendwo einen P+R-Parkplatz gibt.

Das hört sich ein wenig an, als würde des in seiner individuellen Verantwortung liegen und er könne ja in die Stadt direkt an den Bahnhof ziehen.
Das mag im Einzelfall stimmen, aber für jeden geht es nicht.

Wenn eine Verkehswende aber funktionieren soll, darf das einfache Argument, dann zieh halt woanders hin nicht gelten.
 
Also meinst du, dass ein Skigebiet mit guter ÖPNV-Anbindung trotzdem kostenfreie Parkplätze anbieten muss, weil einige potentielle Kunden keine gute ÖPNV-Anbindung in unmittelbarer Nähe haben?
 
Ralf321 schrieb:

Ja habe ich heute mitbekommen. Grenzwies bleibt aber kostenlos so wie ich das verstanden habe? Und entlang der Hauptstraße werden immer Parkbuchten für Autos geräumt, da weiß ich nicht ob man da was zahlen muss wenn man dort parkt.

Finde ich übrigens blöd dass man nur mit dieser dämlichen App bezahlen kann.

Viele Grüße
 
tobi27 schrieb:
Ralf321 schrieb:

Ja habe ich heute mitbekommen. Grenzwies bleibt aber kostenlos so wie ich das verstanden habe? Und entlang der Hauptstraße werden immer Parkbuchten für Autos geräumt, da weiß ich nicht ob man da was zahlen muss wenn man dort parkt.

Finde ich übrigens blöd dass man nur mit dieser dämlichen App bezahlen kann.

Viele Grüße
Wundert mich eh, dass der Parkraum an der Straße noch nichts kostet, weil - wenn man das Argument der Schneeräumung hernimmt - die Räumung dort nicht mit einem simplen Wegschieben detan ist, weil der Fußweg nebenbei ist. Glaub dort fräsen sie sehr genau die Parkbuchten frei. Aber was ja nicht ist, kann ja noch werden ...

Über Parkgebühren kann man sich aufregen oder man lässt es und sucht Alternativen. Was ich aber wenig nachvollziehen kann ist, wenn der Kostenaspekt als Grund genannt wird, warum nach Jahren - seit Existenz der Parkplätze - auf einmal Parkgebühren gezahlt werden müssen. Wer hat denn vorher die Kosten getragen? Das hat schon das Geschmäckle, dass man eine weitere Einnahmequelle für sich entdeckt hat. Ist halt die Frage, wie lange die Leute das Spiel noch mitmachen.
 
Es geht doch um die "Gleichbehandlung der Gäste".


Ja das nur die App geht finde ich auch Mist. Besonders da man überall (im Allgäu ist die eine wenigsten verbreitet)eine andere braucht und meist vor Ort das Netz fehlt. So kann man teils gar nicht damit zahlen, wenn man will.
 
Bin ich eigentlich der einzige, der sich daran stört, dass öffentliche Aufgaben an einen privaten Schmarotzer übertragen werden, der damit quasi eine Lizenz zum Gelddrucken erhält? Die Fläche ist bereits erschlossen, außer zwei oder drei Masten mit Kameras, Funkmodul und einem Server muss nicht viel investiert werden. Üblicherweise beträgt die Marge bei solchen PPP Geschäften 30%. Angesichts der geringen Kosten für Erstellung und Unterhalt praktisch gleich dem Reingewinn.
 
Ralf321 schrieb:
Ja das nur die App geht finde ich auch Mist. Besonders da man überall (im Allgäu ist die eine wenigsten verbreitet)eine andere braucht und meist vor Ort das Netz fehlt. So kann man teils gar nicht damit zahlen, wenn man will.
Dafür brauchst du kein Netz. Bei Parkster muss mann sich zuvor anmelden und Kreditcardnummer und Autokennzeichen angeben.
Bei Ein- und Ausfahrt wird dein Kennzeichen registriert und einmal pro Monat wird automatisch kassiert.

Aber wenn mann für jedes Skigebiet wieder ein anderes App braucht dan ist das schon blöd.
Mit Umweltplaketen oder Mautkästchen ist das auch sowas. Wenn mann durch ganz Europa unterwegs ist hat auch jedes Land ein andere Aufkleber. Ich seh mittlerweile die Strasse nicht mehr durch 20 verschiedene Aufkleber am Windschutzscheibe.
 
Ron schrieb:
Ralf321 schrieb:
Ja das nur die App geht finde ich auch Mist. Besonders da man überall (im Allgäu ist die eine wenigsten verbreitet)eine andere braucht und meist vor Ort das Netz fehlt. So kann man teils gar nicht damit zahlen, wenn man will.
Dafür brauchst du kein Netz. Bei Parkster muss mann sich zuvor anmelden und Kreditcardnummer und Autokennzeichen angeben.
Bei Ein- und Ausfahrt wird dein Kennzeichen registriert und einmal pro Monat wird automatisch kassiert.

Aber wenn mann für jedes Skigebiet wieder ein anderes App braucht dan ist das schon blöd.
Mit Umweltplaketen oder Mautkästchen ist das auch sowas. Wenn mann durch ganz Europa unterwegs ist hat auch jedes Land ein andere Aufkleber. Ich seh mittlerweile die Strasse nicht mehr durch 20 verschiedene Aufkleber am Windschutzscheibe.

Ich habe die Parkster App (und 3 andere) und nutze es teils. Und ja ich konnte damit nicht parken/zahlen da kein Netz vorhanden war.
Schalt dein Handy im Flugmodus und versuche mal zu parken. Parkster wird per App geparkt und nicht per Kennzeichenerkennung.
 
Hat in Dezember in Sölden aber einwandfrei funktioniert, also das versteh ich nicht.
Im Parkhaus selbst habe ich kein Netz gehabt, erst wenn ich im Gondel war hat der App sich gemeldet.
 
Das ist unterschiedlich, oftmals muss man auf dem Parkplatz dann per App das Parken starten.
 
Interessant das das auch an den automatisch überwachten geht. Die Parkplätze die darauf umgestellt /aben haben nämlich nun kein Parkster mehr.
Naja es bleibt ein Wirrwarr
 
Wie sieht es eigentlich genau mit dem Datenschutz aus wo man die Nummer eingeben muss?
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Typisch Autofahrer Gratismentalität. 10.000e Euro in die Kisten investieren, aber wehe man soll irgendwo für den Parkplatz zahlen.
Mir ist dazu die Tage noch ein Gedanke durch den Kopf gegangen. Beim einen kaufe ich mir Privatbesitz, für das andere zahle ich doch schon Steuern. Genau dafür bekommt der Staat doch mein Geld, damit er mir öffentliche Infrastruktur bereit stellt.

Straßen und auch viele Parkplätze, allen voran die die in Gemeindehand sind, gehören dem Staat. Also wofür zahle ich Lohnsteuern, Mineralölsteuer, KFZ. Steuer etc.? Der Staat bekommt unser Geld damit er genau solche Dinge wie Parkplätze unterhalten kann.
Wenn man auf Parkplätzen (die nicht in privater Hand sind) zusätzlich Geld nimmt, dann müsste man ja z.B. genauso für jedes Kind für jeden Tag das es eine Schule besucht eine Gebühr nehmen. Oder jedes mal wenn die Stadt einen neuen Bus anschaffen will müssten alle Bürger erstmal zusammen legen um diesen Bus zu finanzieren. Genauso wenn die Bundeswehr einen neuen Panzer anschafft etc.

Das passiert aber zum Glück so nicht. Wir zahlen pauschale staatliche Abgaben und der Staat hat damit ein Budget zur verfügung mit dem er uns diese öffentliche Infrastruktur einfach zu schaffen hat.

Oder anders, wenn ich für einen öffentlichen Parkplatz zahlen soll den ich über meine Abgaben an den Staat bereits finanziere (dass in dem System die Bilanz nicht stimmt mal dahin gestellt), dann will ich auf der anderen Seite keine Steuern dafür zahlen dass sie der Staat dann für Busse, Fahradständer, Gasleitungen, Subventionen oder sonst was ausgibt, die ich nicht will und nicht in Anspruch nehme.

Um eine Gratismentalität geht es hier gar nicht. Ich sehe da eher eine Mehrfachbelastung über 5 Ecken die nicht in Ordnung geht. Warum will man vom Autofahrer nochmal Geld für den Parkplatz während der Radfahrer den Radweg gratis nutzen darf und auch den Fahrradständer umsonst bekommt. Ich weiß dass die absoluten Kosten eine ganz andere Hausnummer sind, aber wenn man dann schon mit einer Entkopplung vom pauschalen Staatsgeld kommt, dann bitte konsequent. Entweder ganz oder gar nicht! Dann zahl ich meine 20€ Parkgebühr für den Platz wenn ich ein Auto habe, aber ich zahle dann auch weniger Lohnsteuer dafür dass der Staat mir keinen Radweg bereit stellen muss. Das sollen dann wiederum die Radfahrer zahlen. (Radverkehr einfach als ein Beispiel von vielen)

Mich stören Parkgebühren an sich gar nicht. Nur dass man Systeme immer derart verschachtelt, verkompliziert und intransparent gestaltet etc. dass man am Ende stets das Gefühl hat dass man 10fach zur Kasse gebeten wird, das ist mir ein Dorn im Auge. Ich bin an sich immer dafür dass der Verursacher die entsprechenden Kosten deckt, aber wie gesagt dann bitte immer konsequent getrennt und nicht mit irgend einer Mischform. Im einen Bereich macht mans mal so, im anderen mal so.

Ganz generell könnte man bei uns ja so einiges entschlacken und vereinfachen und somit massiv Bürokratiekosten sparen. Z.B. KFZ Steuer weg und einfach auf den Sprit mit drauf etc. aber das ist noch eine andere Geschichte.

Ein ganz generelles Problem von Parkgebühren ist dann auch noch dass es viele Gratisplätze gibt und man auf den bezahlten keine bessere, sondern oft sogar schlechtere Infrastruktur vorfindet. Das weckt nicht unbedingt das Gefühl, dass man mein Geld sinnvoll für das verwendet wofür ich denke zu bezahlen.
 
Julian96 schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
Typisch Autofahrer Gratismentalität. 10.000e Euro in die Kisten investieren, aber wehe man soll irgendwo für den Parkplatz zahlen.
Mir ist dazu die Tage noch ein Gedanke durch den Kopf gegangen. Beim einen kaufe ich mir Privatbesitz, für das andere zahle ich doch schon Steuern. Genau dafür bekommt der Staat doch mein Geld, damit er mir öffentliche Infrastruktur bereit stellt.

Eben. Vom Staat gibt es nichts gratis. Der Staat finanziert sich aus Steuern und Abgaben und die zahlen mehr oder weniger alle. Ein Kindergartenplatz ist z.B. nicht gratis. Der wird von allen bezahlt, auch denen, die keine Kinder haben.

Autofahrer zahlen überproportional Steuern und Abgaben. Alleine auf die Anschaffung des PKW werden 19% Steuern fällig, ebenso bei jedem Besuch einer Werkstatt. Und mit jedem Liter Sprit kassiert der Staat mehr als die Hälfte mit. Die effektiven monatlichen Kosten eines PKW liegen bei um die 500 € aufwärts. Davon gehen um die 190 € an den Staat. Das Deutschlandticket bringt dagegen grad einmal 49 €.

Lässt man die bei Faktenverdrehern so beliebte Methode der fiktiven moralischen Kosten aussen vor, zahlen Autofahrer unterm Strich mehr an den Staat als dieser wieder in Verkehrsfächen und -Wege investiert. Lediglich bei LKW kann ich mir vorstellen, dass die höher Kosten an der Infrastruktur verursachen als durch direkte und indirekte Steuern wieder herein kommt. Aber der freie (LKW-) Warenverkehr ist ja DIE heilige Kuh Europas. Nur möchte man nichts davon wissen, wenn es darum geht, die Emissionen im Verkehrssektor zu senken. Deutschland hat nicht nur massiv das Angebot bei der Personenbeförderung auf der Schiene ausgedünnt, sondern erst recht bei Industriegleisanschlüssen und Güterzugstrecken.

Öffentliche Verkehrsmittel sind dagegen ein Zuschussgeschäft. Ohne Subventionen durch die Allgemeinheit könnte das Angebot selbst in dieser Größenordnung nicht aufrecht erhalten werden.
 
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