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Pfelders - 12.04.2012

Pfelders liegt in einem engen Tal zwischen dem Alpenhauptkamm und der Texelgruppe nur wenige Kilometer Luftlinie von Obergurgl entfernt (jedoch liegt der Alpenhauptkamm dazwischen). Der Ort ist nur umständlich zu erreichen: entweder von Meran durch das ganze Passeiertal (gut 50 Minuten von Meran) oder aber über den Jaufenpass (eine gute Stunde von Sterzing). Nur in den Sommermonaten gelangt man von Norden deutlich schneller über das Timmelsjoch nach Pfelders.
Das Skigebiet liegt südlich des Ortes, ist somit nordexponiert und erstreckt sich von 1600 Meter auf 2500 Meter Seehöhe. Aus diesem Grund ist es vor allem für Frühjahrsskilauf prädestiniert. Im Dezember und Januar wird das Gebiet sehr schattig sein.

Link zum Pistenplan

Vom Tal aus führt die Kombibahn Grünbodenexpress (8EUB und 6KSB im Verhältnis 1 : 3) etwa 400 Höhenmeter hoch zur Grünbodenalm. Mit der 4KSB Karjochbahn kommt man seit 2009 dann noch einmal 500 Höhenmeter weiter hinauf. Außerdem gibt es noch einen kurzen Talschlepper (Gampenlift). Ein weiterer Talschlepper ist zwar im Pistenplan eingezeichnet, war jedoch überhaupt nicht aufgebügelt.
Sieht man von kürzeren Varianten und einem Skiweg zum Talschlepper ab, gibt es an beiden Bahnen jeweils nur eine Abfahrt. Besonders abwechslungsreich ist das Gebiet sicher nicht. Der Reiz des Skigebietes ergibt sich vor allem aus der einzigartigen Lage in der beeindruckenden Gebirgslandschaft direkt am Alpenhauptkamm.

Bilder:



Pfelders und die Hohe Wilde (3480m)



in der Kombibahn



Bergstation der Kombibahn und Liebener Spitze (3389m)



Hinter Seelenkogel aus der Nähe des Ausstiegsbereichs der Kombibahn



Die Talabfahrt ist eine relativ steile Waldabfahrt






Blick von der Talabfahrt zum Gampenlift.



letzter Abschnitt der Talabfahrt. Unten führt eine Skibrücke über die Zufahrtsstraße nach Pfelders.



letzter Hang von der Skibrücke aus aufgenommen



Talstation der Kombibahn und Schlussstück der Talabafahrt. Die Skibrücke ermöglicht einen lässigen Sprung kurz vor Ende der Abfahrt.



Karjochbahn mit zugehöriger Piste. Auffällig die intensiven Pistenmodellierungen im oberen Teil.



gleiche Ansicht bei anderen Lichtverhältnissen



Piste durchs Almgelände



leichter Zoom auf die Liftstaionen



Es waren auch einige Variantenfahrer unterwegs. Mir war es zu heikel, die Pisten zu verlassen.



Für mich scheint es so, als ob diese Lawine von Skifahrern ausgelöst worden ist.



Einfahrstütze der Karjochbahn mit Hinterer Seelenkogel im Hintergrund



Bergstation der Bahn



Zoom auf den stark modellierten oberen Teil der Piste



In diesem Teil ist die Piste eher schmal



Gampenlift



Hinter dem Gampenlift geht es extrem steil hinauf zum Alpenhauptkamm



Hohe Wilde



Hinterer Seelenkogel, etwa von der Mitte der Talabfahrt aufgenommen



Hinterer Seelenkogel vom oberen Teil des Skigebiets aufgenommen



Liebener Spitze



Von der Nähe der Bergstation der Karjochbahn sieht man auch gut auf einen Teil der Stubaier und der Zillertaler Alpen. Hier im Bild sind der Wilde Freiger und der Botzer



Wilder Freiger



Hochfeiler


Diskutieren könnte man über den Bau der Karjochbahn. Sie ersetzt seit 2009 einen Schlepper, der jedoch längst nicht so weit hinaufging. Im oberen Teil der zugehörigen Piste wurde offensichtlich extrem aufwändiger Pistenbau betrieben. Dabei ist gerade dieser Teil der Abfahrt ziemlich unattraktiv: ziemlich schmal und mal flach, mal mittelsteil. Dieses Abfahrtsstück ist dann natürlich schneller zerfahren. Für weniger erfahrene Skifahrer ist es dort dann unangenehm zu fahren, aber auch für sportliche Skifahrer ist dieser Teil kaum lohnend. Für mich stimmt hier das Verhältnis aus Aufwand (intensiver Pistenbau) und Nutzen (wenig attraktive Piste) überhaupt nicht.

Hätte man die Bahn um ein Drittel kürzer gebaut, läge die Piste vollständig im offenen Almgelände. Intensive Pistenbaumaßnahmen wären dann nicht nötig gewesen. Das Skigebiet hätte dann einen Anfängerhang am Talschlepper, eine breite und eher leichte Piste im Almgelände oben und eine anspruchsvollere Waldtalabfahrt. Das wäre für Ort wie Pfelders auch eine optimale Skigebietsstruktur.
 
danke für den Bericht! Endlich war mal Jemand in Pfelders :D

dort hat man ja einiges investiert in das kleine Gebiet. Aber wenn ich mir auf deinen Fotos den oberen Teil der Abfahrt der 4KSB anschaue muss ich einfach nur den Kopf schütteln. Warum modelliert man die Piste so viel?? ich meine wenn diese Piste eine Verbindung ermöglichen würde, würd ichs ja noch verstehen, aber das ist einfach hässlich und war bestimmt auch nicht all zu billig!
 
Danke für diesen Bericht und die schöne Bilder ! Die Gegend ist wirklich traumhaft. Von der Welt richtig abgeschnitten !

Kleine Frage: Gibt's in Pfelders eigentlich Erweiterungsprojekten ?
 
Topmoderne Anlagen, 1 Abfahrt pro Lift, bei jeder KSB-Fahrt muss man den langweiligen Überbreite-Skiweg fahren ... geht's noch langweiliger? :)

Hat man von oben wenigstens ein brauchbares Pano richung Süden? Hab kein Bild gesehen - oder übersehen?
 
MF3330 schrieb:
Danke für diesen Bericht und die schöne Bilder ! Die Gegend ist wirklich traumhaft. Von der Welt richtig abgeschnitten !

Kleine Frage: Gibt's in Pfelders eigentlich Erweiterungsprojekten ?

Das kann ich mir nicht vorstellen. Beide Bahnen sind ja ziemlich neu (Baujahr 2007 und 2009). Die müssen jetzt erst mal Geld verdienen. Und mehr Kapazität benötigt das Gebiet ja nicht. Schau mal den Sesselabstand bei der Vierersesselbahn an ! Die Kapazität ist sicher weit unterhalb der maximal möglichen für eine Vierersessselbahn. Bei der Kombibahn dürfte es ähnlich sein.
 
starli schrieb:
Topmoderne Anlagen, 1 Abfahrt pro Lift, bei jeder KSB-Fahrt muss man den langweiligen Überbreite-Skiweg fahren ... geht's noch langweiliger? :)

Hat man von oben wenigstens ein brauchbares Pano richung Süden? Hab kein Bild gesehen - oder übersehen?

Nach Süden weniger. Dafür nach Osten zu den Stubaiern und Zillertalern. Das Ostpanorama hat man nur oben. Das rechtfertigt den Bau der Bahn bis ganz nach oben trotzdem nicht.
Die unteren 2/3 der Abfahrt oben sowie die schöne, breite Talabfahrt gefielen mir aber ganz gut. Ohne den wirklich unnötigen Skiweg oben wäre es ein typisches gemütliches Südtiroler Familienskigebiet in toller Landschaft.
 
Na da sind aber noch gute Bedingungen, danke für die Eindrücke. :D Hat die Kombibahn öfter solche Stücke, wo sie ganz nah am Boden ist?
 
Danke für einen der ersten Berichte aus Pfelders. Da haben sie schon ganz schön kräftig investiert, von daher glaube ich nicht, daß da in naher Zukunft noch viel mehr passieren wird, was auch an den geltenden Naturparkgrenzen liegt, welcher das Skigebiet (zumindest teilweise) umgibt.
 
ich denke die können sowieso froh sein wenn sie die Investitionen in 20 Jahren wieder drin haben, weil ein Gebiet mit 10km das innerhalb von 2 Jahren zwei "Luxusbahnen" hinstellt - ich weiß nicht was ich davon halten soll. Aber hoffentlich hat sich das für das Gebiet rentiert.
 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass so ein Gebiet wie Pfelders nur durch Subventionen leben kann.

Ich bin mir aber genauso sicher, dass an einem solch abgelegenen Standort wie Pfelders erfogreiches Wirtschaften ohne Subventionen prinzipiell unmöglich ist.
Das heißt: Die Gesellschaft muss sich entscheiden:
Ein Tal wie das Pfelderer Tal soll bewohnt und gepflegt werden. Dann muss diese Region subventioniert werden.
Oder aber man will keine Subventionen. Dann muss in Kauf genommen werden, dass sich eine solche Region entvölkert und alles sich selbst über lassen wird.
 
sinalcobahn schrieb:
Na da sind aber noch gute Bedingungen, danke für die Eindrücke. :D Hat die Kombibahn öfter solche Stücke, wo sie ganz nah am Boden ist?

Ich glaube, dass da die Perspektive täuscht. Mir ist nicht aufgefallen, dass die Bahn auf der Strecke besonders nah am Boden ist.
 
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