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Pischa (CH) / 22.03.2013 / Davos‘ Sonnenseite

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… so entspannt kann Skifahren sein.

Bevor es um die Pischa ganz still wird, wollte ich mir das vernachlässigte Kind der davoser Bergbahnen noch einmal selbst ansehen. Schon häufig an der Abzweigung vorbeigefahren, bog ich also gestern am Ortseingang von Davos-Dorf links in Richtung Flüelapass ab.

Das Wetter war um diese Zeit noch nicht ganz perfekt. Im Nordwesten zeichnete sich aber schon wolkenloser Himmel ab. Gegen 11 Uhr waren dann auch an der Pischa die letzten hohen Wolkenfelder verzogen und es sollte ein strahlend schöner Tag werden. Genau das, was eine Bodenseedauergrau geschundene Seele brauchte. Die Temperaturen bewegten sich am Morgen um den Gefrierpunkt, schlugen in der Sonne dann aber schnell in frühlingshafte Plusgrade um.

Ich musste ca. 10 Minuten an der Talstation auf 1800m Höhe warten um mit 20 anderen Gästen mit der, 85 Personen fassenden, Pischabahn auf den Berg befördert zu werden. Die Gesamtzahl der Gäste an dem Tag wird die 200 wohl nicht überschritten haben. Das an einem Freitag. Bedauerlich für die Pischabahn. Erfreulich für mich. Besonders im direkten Vergleich zum letzten Wochenende, als ich in Warth war. Die Skifahrermassen auf den Pisten haben mich einfach nur genervt. Da bringt es auch nichts wenn man an den Bahnen nicht anstehen muss.

Meine ersten Abfahrten führten mich zum Flüelamäderlift. Die Pisten in diesem Bereich waren nicht präpariert. Die linke wird als Variante grundsätzlich nicht- und die rechte wurde scheinbar vor ein paar Tagen das letzte mal präpariert, war aber von ein paar cm Neuschnee bedeckt. Abseits der Pisten konnte man erstaunlicherweise aber noch viele unverspurte Tiefschneehänge finden. Dort konnte man bis Mittag auch noch sehr gut fahren, bevor es dann mit zunehmender Sonneneinstrahlung immer klebriger wurde. Die „pseudopräparierten“ Pisten firnten dagegen auf. Glatte autobahnähnliche Pistenteppiche konnte man gestern jedenfalls nicht finden. Durch die geringe Frequentierung bildeten sich aber keine Sulzbuckel.

Nach einigen Abfahrten am Flüelamäderlift, wechselte ich zu dem Schlepplift Mitteltäli und hatte damit bereits zu diesem Zeitpunkt alle wesentlichen Anlagen des Gebietes benutzt. Etwas überrascht war ich davon, dass der kürzere Mitteltälilift ebenfalls aufgebügelt war. Eigentlich wähnte ich ihn schon LSAP. Im Pistenplan ist dieser nicht mehr eingezeichnet. In Betrieb war er gestern aber auch nicht.

Unstreitig LSAP ist jedoch der Schlepplift Mittelgrat welcher sich recht des Mitteltälilifts befindet, aber auch nicht wesentlich mehr Pistenfläche erschließen würde. Sein Verlust ist daher verschmerzbar.

Insgesamt befindet sich das Skigebiet der Pischa also an einem einzigen breiten Hang. Für mich tut das dem Skigebiet keinen Abbruch. Es kommt immer darauf an mit welcher Einstellung man seinen Skitag verbringen möchte. Das Skigebiet ist südwestlich ausgerichtet und damit von der Sonne verwöhnt. Mit einer ausgedehnten Mittagspause auf der Sonnenterrasse der Mäderbeizhütte konnte ich es auf jeden Fall gut aushalten.
Bleibt zu hoffen, dass man sich der Pischa vielleicht doch noch ein wenig länger gnädig erweist. Ich fahre jedenfalls tausendmal lieber an die Pischa, als nach Warth, Damüls oder das Fellhorn.

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Nachdem ich die ersten Abfahrten bei noch schlechterem Wetter am Flüelamäderlift verbracht hatte, steige ich mit dem Fotobericht am LSAP Mittelgrat ein.

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Hier konnte man auch noch ein wenig Tiefschneefahren

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An der Pistenkante ist der Zwischeneinstieg des ehemaligen Mittelgratliftes zu sehen

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Aus der Nähe betrachtet

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Könnte eigentlich schon bald wieder in Betrieb gehen. Wahrscheinlicher ist jedoch leider, dass bald auch die übrigen Lifte an der Pischa das Schicksal des Mittelgratliftes ereilen.

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Blick zur Talstation des Mittelgratliftes. Sieht aus wie Spielzeug.

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Stütze des Mittelgratliftes gen Flüelapass

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Leben herrscht dagegen noch an der Talstation des Mitteltäliliftes

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Ein Blick auf den Pistenplan verdeutlicht die Liftstruktur. Jedoch sind die Routen jeweils rechts des Flüelamäderliftes und des Mitteltäliliftes mittlerweile wieder präparierte Pisten. Am gestrigen Tag entsprach dieser alte Pistenplan aber eher den Tatsachen.

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Im Mitteltälilift. Der kürzere linke Lift ist auch aufgebügelt.

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Einstieg des kürzeren Mitteltäliliftes

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Seitenblick zum Mittelgratlift

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Bergstation der Mitteltälilifte

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Der längere der beiden hat sogar ein richtiges Stationsgebäude spendiert bekommen

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Stütze der Pischabahn mit Zwischenausstieg

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Kabine der Pischabahn im Anflug auf die Bergstation. Im Talgrund Davos. Im Hintergrund das Parsenngebiet.

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Bergstationskomplex der Pischabahn mit Restaurant

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Die Mitteltälilifte

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Von der Sonne verwöhnt

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Danach ging es wieder rüber an die Hänge beim Flüelamäderlift. Unendliche weiße Weiten.

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Blick auf die Talstation. Angegliedert auch die Mäderbeizhütte

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Auf der schwarzen, aber unpräparierten Piste

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Nochmals Zoom auf die Hänge am Flüelamäder

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Blaue Piste unterhalb der Pischabahn

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Die Mitteltälilifte. Mal eherlich: Optisch einer 6KSB jetzt auch nicht überlegen.

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Aus dieser Perspektive machen sie allerdings wieder mehr her

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„Knopfimpression“ am Mitteltälilift

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Freier Blick aufs Parsenngebiet mit dem Weißfluhgipfel

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Blick zum Schatzalpgebiet. Der obere Schlepplift scheint eine interessante Trasse zu haben. Ist aber LSAP (?) Steht bei mir wohl als nächstes der davoser Skigebiete an.

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Mittagspause machte ich wie gesagt auf der Mäderbeizhütte. Für schweizer Verhältnisse ganz in Ordnung. Da habe ich schon schlechteres erlebt.

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Talabfahrt ins Dörfji. Besteht eigentlich nur aus drei Serpentinen. Die Schlepplifte an der Pischa sind ziemlich weit runtergezogen und nutzen die Hänge praktisch voll aus.

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Talstation der Pischabahn im Flüelatal

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Erste Stütze der Pischabahn

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Blick aus der Gondel auf den überfüllten Parkplatz

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Flüela Wisshorn

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Blick aus der Gondel über die Hänge an der 4KSB Brämabüel im Jakobshorngebiet

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Aufgeworfene Piste am Flüelamäder

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Steilstück am Flüelamäderlift

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Nochmals Brämabüel

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Nun zusammen mit dem Jakobshorn. Links die Gipfelstation der PB.

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Zoom zum Weißhorngipfel

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Schatzalpgebiet und Davos

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Der Mond ist aufgegangen

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Nochmals der Flüelalift von oben

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Und aus der Ferne. Auch später sind noch einige Hänge unberührt.

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Der, im Winter geschlossene, Flüelapass

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Kleine Gondel vor gewaltiger Kulisse

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Ende.
 
Gestern war wirklich super. Hab mir die Frechheit erlaubt und bin am morgen Skifahren gegangen anstatt die Schulbank zu drücken. :lach:
 
Das alte Design ist auf jeden Fall schöner. Retuschieren muss aber auch nicht sein. So gibt die Werbung an der Pischa (und in größerem Ausmaß an Jakobshorn und Parsenn) auch ein Zeugnis über den Niedergang des Gebietes ab. Sie gehört, wenn man so will, fast schon zur Geschichte der davoser Bergbahnen. Daran kann man nämlich auch die Prioritäten ablesen.
 
war vor 7 Jahren mal da sieht immer noch gleich aus sollte mal wieder hoch gehen mit den breiten skis
 
Tolle Fotos aus einem sterbenden Gebiet! Besonders die Gondel hast du genial in Szene gesetzt! Heute würden wohl auch die Schweizer dort hoch keine Pendelbahn mehr bauen!
 
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