seilbahner schrieb:
Am besten sollte man diese Pistenpräparierung überhaupt bleiben lassen. Nur noch Naturpisten ohne Pistenraupen. Dann kann nichts mehr derartiges Passieren und ich habe früher Feierabend und muss mich nicht mehr ärgern.
Wie lange ist es eigentlich her, seitdem pisten nur mehr nachts präpariert werden? Ich kann mich gut an meine kindheit erinnern, in den 1980er jahren wurde in den von meiner familie besuchten gebieten noch tagsüber gewalzt, zumeist früh am morgen und am späteren nachmittag. Tw. wurden pisten oben mit einem band gesperrt, während sie präpariert wurden. Tw. auch nicht.
Dass heute eine überwiegende Tagespräparierung aufgrund der verx-fachten skifahrerdichte und des erwarteten weil angebotenen komforts nicht mehr machbar ist, leuchtet ein.
Dank der heutigen einfachheit im skifahren und der bereitstellung sämtlicher pisten auch und insbesondere für anfänger (bzw. für jene die schnell zum experten werden wollen...) werden viele neue kunden gewonnen. Diese Mechanik entspringt der ganz normalen logik des wirtschaftlich orientierten handelns.
Skifahren muss daher einfach, komfortabel und sicher sein: Somit kann jeder gast egal in welcher körperlichen verfassung er sich befindet, nach äusserst kurzer zeit (im vgl. zu "früher") ein positives urlaubserlebnis geniessen.
Es werden mit dem prinzip anscheinend derart viele nichtskifahrer aktiviert und genussfahrer gehalten, daß jene kleinere(!) fraktion, denen es eben auf den idealpisten zu langweilig wird, mit juristischen mitteln aus dem neuerdings als völlig privat angesehenen wirtschaftsraum gelenkt bzw. herausgehalten werden muss. Sie stören das wirtschaftstreiben und können sich an diesem u.U. selbst verletzen. Durch windenseile, pistenketten oder tagsüber im weissen tod auf blauäugigen freeridehängen. Erst recht wenn der gastwirt altruistisch stets gut nachschenkt hat im berggasthaus zuvor....
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Meine jetzt über 70 jaehrige mutti war letzte woche nach vielleicht 15 jahren das erste mal wieder skifahren, mit perfektem leihmaterial auf den perfektest präparierten blauen pisten am patscherkofel. Das ging zu beidseitiger freude wunderbar, schön gut mit parrallelschwung. Zwar nicht schnell, aber doch in ruhig kontrollierter fahrweise. Kommentar am ende: "das geht ja so einfach alles heute. Aber interessanter war es doch irgendwie früher".
Und, ich erzähle meiner mutti nichts von meinen (hier) als giftig angesehenen skidogmata, die aussage kam völlig von ihr alleine, aus freude heraus!
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Vor 20 jahren war der skiraum anders als heute, in 20 jahren wird er wiederum anders sein. Den trend kann man wohl recht deutlich nachzeichnen wenn man zur verfügung stehende technologien, triebkräfte und kräfteverhältnisse im rahmen des normativen zeitgeists betrachtet...
Es ist wie es ist, man kann den zug der zeit nicht aufhalten. Insofern ist es egal was man öffentlich äussert. Die dinge laufen in einer eigendynamik ab, die öffentliche diskussion in presse oder foren kann allenfalls ein rascheln bewirken aber keinesfalls real in den veränderungsprozess dauerhaft eingreifen.
Was mich jedoch nicht hindern darf, nachzudenken und mit meinem sinnen zu leben, oder?
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So, und jetzt auf in die Karpaten nach Rumänien, dann runter nach Bulgarien, Mazedonien.... mal sehen... heute nacht gehts erst mal bis irgendwohin nach ungarn...