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Pitztaler Gletscher, 20.9.2014 + 27.9.2014

Heute erster Betriebstag am Pitztaler und da morgen das Wetter auch nicht besser sein soll und ich mit meiner Regio Card noch bis Ende September fahren darf, war ich natürlich oben.

Echt vorbildhaft, was man hier mit den Schneedepots alles gezaubert hat. Überall eine dicke Schneeauflage und doch noch etliches an Schnee in den Depots übrig.

Mangelhaft dagegen war die Pistenpräparierung, insb. im Steilhang, wo es bis Mittags hart blieb. Das bekommen selbst die Stubaier im Frühjahr nicht schlechter hin ;)

(Fotos anklicken zum Vergrößern)


^ Standardbild links ...


^ Standardbild rechts. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als nur das schmale Schneeband links des SL geöffnet war, ist diesmal zum Saisonstart bereits die richtige Abfahrt in ungewohnter Breite geöffnet - und es ist immer noch genug Schnee im Depot.


^ Snowmaker


^ Mittelbergferner und Depots


^ Gletscherende unter der 8EUB


^ Mittelberg-EUB


^ Abfahrten und ehemalige Mittelstation


^ Schneeband-Abfahrt und SL


^ Schneeband-Abfahrt, dick mit Schnee versehen - und noch genug Depot übrig.


^ Blick zur 6KSB-Abfahrt, das linke Schneefeld ist der vom Snowmaker produzierte Schnee, mittig und rechts die beiden Depots.


^ Obere Hänge, aufgrund der schlechten Präparierung hier nur 2 Trainingskurse gesteckt gewesen


^ Flachstück


^ Teilweise war die Präparierung grauenhaft schlecht.


^ Im Flachstück mit Blick zum Depot und den oberen Hängen


^ SL, man kreuzt ihn unterhalb des früher üblichen Herbst-Zwischeneinstiegs.


^ Gletscher oberhalb des SL (für etwaige zukünftige Vergleichsfotos ;) )


^ SL, links gings besser; untere Hälfte war dann bald mal unschön tief aufgefahren.


^ Zoom Schwarze Schneid Mittelstation vom Pitztaler


^ Zoom Schwarze Schneid Bergstation vom Pitztaler


^ Vielleicht der Hauptgrund, warum diesmal nicht die schmale Abfahrt zwischen SL und 8EUB geöffnet war: Bauarbeiten!


^ Mittelberg-EUB Bergstation vom Café aus, leider waren die Scheiben für mich zu hoch, so musste ich durch sie hindurch fotografieren.


^ Im (gesperrten) Trainingsareal, Blick zur 8EUB. Wie üblich die beste Abfahrt.
 
gletscherspalter schrieb:
Ich dachte aber die Rede war von der linken (Trainings-)piste, die dann mit dem Rest des Gletscher zusammenläuft...

Aber auch hier ist erkennbar, dass das Gletschersystem in seiner Funktionalität am auseinanderreissen ist - so es nicht schon geschah.
Der Eisnachschub vom Vorderen Brunnenkogel hat massiv nachgelassen - sichtbar an der eingesunkenen Eis-Kappe des zukünftigen Kares.
Ebenso ist zu erkennen, dass der Gletscher herunterfließend (?) vom Hinteren Brunnenkogel nicht mehr in seiner (De-) Formation von der Seite her beeinflusst wird - vielmehr zeichnet sich hier eine Randabsenkung ab.
Kein gutes Zeichen.

Hätten die Pitztaler nicht derart extrem / aufwändig über die letzten Jahre die SL-Trasse ge-snowfarmed, würde es in diesem Übergang bereits ganz anders aussehen.
Bedauerlicherweise werden wir an dieser Stelle im Lauf der nächsten Jahre eine sehr schnelle wie drastische Veränderung beobachten können.
Wahrscheinlich nicht ganz so dramatisch, vom Prinzip her aber ähnlich dem Nörderjoch II nebenan im Kaunertal.
 
ja, es ist wohl anzunehmen, dass das flache Gletscherbecken sich mittelfristig zu einer Senke bzw. einem Gletschersee ergibt. Der Druck vom vorderen und hinteren Brunnenkogel reicht nicht aus, um die Gletschermasse auf dem jetzigen Niveau zu halten.
 
Warum keine Abdeckung an der Stelle, kann sich von euch aber auch keiner erklären? :naja:
 
gletscherspalter schrieb:
Warum keine Abdeckung an der Stelle, kann sich von euch aber auch keiner erklären? :naja:

Schlüssig erklären und begründen: Nein

Es liegt aber die Vermutung nahe, dass das betroffene Areal schlicht zu groß ist und von zu vielen weiteren maßgeblichen Faktoren bedingt wird.

Offensichtlich liefert der Hintere Brunnenkogel nicht mehr genug Eisnachschub - ansonsten würde sich von dieser Gletscherseite keine Senke bilden. Hier reden wir über gaaaaanz viele Kubikkmeter, die aufgefüllt und abgedeckt werden müssten. Faktisch unrealistisch - da schon zu niedrig um im Sommer eine positive Massenbilanz zu erreichen.
Der Vordere Brunnenkogel entleert seine Eismasse ebenfalls ohne merklichen Nachschub von oben - an der südlichen Ausflussöffnung wird sich daher eine ähnliche Situation ergeben wie am Nörderjoch 2 im Kaunertal.
Sobald erstmal im Sommer die Felsen frei liegen, nimmt der lokale Abschmelzungsprozess zu - Starlis Vergleichphotos vom Tuxer zeigen die Vergeblichkeit der Versuche derartiges mittels Matten zu verhindern.
 
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