Auf die Schnelle ein paar Fotos von Samstag:
3 Standardbilder von der Bergstation des Gletscherexpresses:
Panorama von der Bergstation der Wildspitz-EUB zur Namensgeberin:
Neuschnee nahe des Gipfels des Hinteren Brunnenkogels. Es sind dort alle Pistenvarianten auf voller Breite geöffnet, der meiste Teil war aber für Trainingsgruppen abgesperrt.
Weißes Band zur Gletschersee-KSB:
Selbiges Band aus der Mittelberg-EUB gesehen
Piste obere Sektion Mittelberg-EUB
Situation untere Sektion MIttelberg-EUB.
Zoom am Vortag von der Braunschweiger Hütte Richtung des ehemaligen Zuflusses in den großen Mittelbergferner. Mag sein, dass unter dem Schutt zum Teil noch Eis, aber man sieht deutlich, wie der Gletscher darüber eingesunken ist. Da fließt gar nichts mehr in den Mittelbergferner!
Ergänzend mein Text zu diesem Tag von gestern:
Ich war Samstag oben, die Kunstschneebänder sind ausreichend dick, Blankeis hatte es auf dem Gletscher nirgends. An Schneeverhältnissen fand sich fast alles. Ganz oben am Brunnenkogel war der Niederschlag der letzten Tage als lockerer Schnee niedergegangen, die ersten Schwünge waren beinahe pulvrig weich, etwas weiter runter dann schwerer Neuschnee und auf dem letzten Stück sulzig bis durchfeuchtet weich. Auf der steilen Variante in Abfahrtsrichtung ganz links hingegen eisig hart. Die Schneebänder auf dem untersten Stück der Brunnenkogel-Abfahrten und runter zur KSB waren wie gesagt ausreichend dick, keine Steine, kein Dreck, aber weich wie eine Talabfahrt in der Planai am späten Nachmittag Mitte April

An der Mittelberg-EUB wie angekündigt Skibetrieb nur an der oberen Sektion. Schnee weich, aber wegen der wenigen Leute herrlich glatt und im oberen Abschnitt fast mit dem Gefühl von Firnfahren. Eigentlich ist die breite flache Abfahrt ja sonst was für ein paar entspannte ausladende Carvingschwünge am Morgen, für meinen Geschmack war der Schnee aber zu langsam. Offenbar nicht nur für meinen, denn gleichzeitig hielten sich im Mittelberg-Sektor wohl selten mehr als 5 Leute auf. Auf der Piste an der unteren EUB-Sektion waren zwei Bagger unterwegs und haben wie jedes Jahr die Übergangsstelle am Toteis des ehemaligen Zuflusses in den Mittelbergferners korrigiert, ansonsten noch keine Pistenherrichtingsaktivitäten zu sehen, das große Schneedepot für diesen Abfahrtsteil ist noch vermattet. Alles in allem ein für mich und im Rahmen des Möglichen zu dieser Jahreszeit sehr schöner und lohnenswerter Skitag, der vom Schnee her eher den Charakter eines Frühlings- und nicht eines Herbstskitages hatte. Dieses Jahr dürften die Gletscherskigebiete stark davon profitieren, dass fast überall ordentliche Altschneemengen den Sommer überdauert haben und mancherorts die Gletscher überhaupt nicht ausgeapert sind.
Ach ja, Stangerlfahrer hatte es so manche, die rote Brunnenkogel-SL-Abfahrt war geblockt, so wie gut die Hälfte der Pistenfläche an der Wildspitz-EUB. Im SL-Einstieg dann die üblichen Szenarien der Trainingsgruppen, die erst mit einem geschickt drapierten Ensemble aus flächig verteilten gut 4 Dutzend Rucksäcken das Auffinden des Einstiegbereiches mit einem liebenswerten Labyrinthcharakter versahen um dann ganz vorne an der Anbügelstelle plötzlich auf ihren zum Liften bevorzugten, nein offenbar zwingen notwendigen Trainingspartner zu warten, der sich natürlich mindestens zehn Personen weiter hinten befindet, womit sie durchaus der Performance einer Gruppe niederländischer Skianfänger in den Krokusferien um nichts nachstanden.

Der Leser sowie speziell die beschriebenen Randgruppen mögen mir den kurzen Satire-Ausflug nachsehen.
Ach ja: Erwähnenswerte Wartezeiten hatte es nirgends, in der letzten Dreiviertelstunde vor dem Betriebsschluss um 14:00 Uhr liefen die Lifte quasi leer.