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Planneralm & Riesneralm 08-09.02.2017

Da ich diese Woche Urlaub habe war es von Anfang an klar, dass mindestens ein Tag fürs Schifahren verwendet wird. Nachdem sich die Wetterprognose auf Sonne eingestellt hat wurden aus einem Schitag kurzerhand zwei. :D Fehlte nur noch der Zielort. Wir schwankten zwischen Hochkar/Ötscher und Planneralm/Riesneralm. Alle Gebiete waren mir noch unbekannt, da aber in Niederösterreich bereits Semesterferien sind und somit mit erhöhtem Andrang zu rechnen ist, entschieden wir uns für letztere Gebiete.

08.02.2017 Planneralm
Den ersten der beiden Tage verbrachten wir auf der Planneralm. Diese stand seit einigen Jahren auf der To-Do Liste nachdem mich ein Bericht vom Forum neugierig gemacht hat, ich war also sehr gespant. :D

Anfahrt: Freistadt - Planneralm in ca. 2:10h
Wetter: Bewölkt; ca. -7°
Schnee: 100% Naturschnee pulvrig-griffig; 80-120cm
Wartezeit: 0 - max. 2min
:arrow: GPS-Track

Positiv:
Unglaublich griffiger Naturschnee, keine Spur von Eis und dazu perfekter Pulverschnee neben der Piste, besser geht's nicht!
Negativ:
Mir fällt beim Besten Willen nichts ein :D

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Nach knapp über zwei Stunden fahrt über eine steile Bergstraße erreichten wir die Alm. 15 Minuten vor Liftstart sind wir die einzigen Schifahrer - keine Spur von Hektik.

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Pünklich um 9 wird der 4KSB Planner-Jet (oder auch Rotbühelbahn) gestartet. Mittlerweile sind auch ein paar andere Schifahrer erschienen.

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Im Lift - ein schneller Leitner von 2000. Oben ist die Bergstation zu sehen.

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Hauptabfahrt Nr 6. Laut Bergfex hätte die Sonne scheinen sollen, diese konnte sich aber gegen die Wolken nicht durchsetzen.

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Danach ging es zum zweiten Sessellift der Plannereckbahn. Einem fixen Doppelmayr ebenfalls von 2000. Diesen hätte man auch gleich kuppelbar bauen können da er länger als die Rotbühelbahn ist. :roll:

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Im Lift. Voller wie auf der Piste rechts wurde es nie. Auch an den Liften konnten wir meist direkt durchgehen nur selten mussten wir 2-3 FBM warten.

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Blick nach rechts zum Kl. Rotbühellift. An diesem waren die Wartezeiten am größten darum sind wir ihn nur einmal, der Vollständigkeit halber, gefahren.

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Gesamte Trasse von oben - netter Kurzbügler!

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Nun ging es aber zum Highlight des Gebiets - dem Gläserbodenlift. Im Bild die Antriebsstation des 1972 errichteten Lifts.
Eigentlich hätte er bereits vor ein paar Jahren durch eine 6er KSB ersetzt werden sollen, daraus wurde aber nichts - von mir aus kann das auch so bleiben. :D

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Wunderschöner Schlepplift mit Gitterportalstützen.

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Nach etwa der Hälfte der Strecke erreicht man diesen einseitigen Niederhalter ehe der Lift stark anzieht. Nach dem Steilstück gibts es einen Zwischenausstieg damit unerfahrene Fahren nicht den Steilhang ganz oben fahren müssen.

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Ausstiegsstütze. Diese war den ganzen Tag in den Wolken.

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Der Lift erschließt die Piste 7 und die Route 8. Die Piste war, wie eigentlich alle Pisten, in perfektem Zustand nur die Steilstücke waren etwas steinig.
Nächsten Sommer soll eine Beschneiungsanlage gebaut werden, dieser stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber da dadurch ein weiteres reines Naturschneeidyll verschwindet. Wenn dadurch aber der Schibetrieb langfristig gesichert werden kann bin ich dafür.

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Selbe Stelle nur diesmal nach unten. Landschaftlich wirklich traumhaft, leider durch die Wolken etwas getrübt. Rechts oben ist die Rotbühelbahn zu sehen.

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Weils so schön ist fuhren wir gleich noch einmal hoch - diesmal stiegen wir aber nach rechts also Richtung Route aus. Wie auch die anderen Routen war diese Präpariert (nur die Snowvalley Routen (S1 bis S4) waren nicht Präpariert). Die Piste, äh Route, ist meiner Meinung nach die schönste Abfahrt des Gebiets zudem ist sie wenig frequentiert da man danach noch einmal mit dem Schlepper fahren muss.

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Links und Rechts des Präparierten Bereichs ging es sehr gut zu Powdern, es war auch noch nicht sehr zerfahren. Das Gelände ist nicht besonders Steil und ohne größere Felsen oder Sprünge und somit auch Anfängergeeignet.

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Einfach nur genial! :biggrin:

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Wieder zurück bei der Rotbühelbahn mit Blick auf Route 5. Im Prinzip kann das gesamte Gelände des Gebiets befahren werden.

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Route 3a; Landschaftlich traumhaft. Was auch sofort auffällt ist die sehr ruhige Stimmung, niemand hat Stress, keine Spur von Industrieschifahren wie im nur wenige Kilometer entfernten Schladming.

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Blick vom Schiweg am Grat auf das Almdorf. Hinten in den Wolken ist der Gipfel des Grimming zu erkennen. Mit dieser Aussicht endet dieser sehr spezielle Schitag, schade, dass es bereits 16:00 Uhr ist. :wink:

Fazit:
Ein Schigebiet mit ganz eigenem Charakter, habe ich in dieser Form noch nie erlebt. Obwohl es nur 16km Pisten und 3 Hauptanlagen gibt wurde uns kein bisschen Langweilig, was wohl den unzähligen Routen geschuldet ist. :D
Auch der Andrang war sehr angenehm, man hatte immer mehr wie genug Platz auf den Pisten - die meisten Gäste sind Touristen die in den Hotels im Almdorf nächtigen, Tagesgäste sind eher die Ausnahme.
Die Pisten waren den ganzen Tag über Perfekt und auch um 16:00 Uhr kein bisschen zerfahren - Schnee hat es im Moment genug auch wenn ein wenig mehr nicht schaden würde. :lol:
Wir werden definitiv wieder kommen!
 
09.02.2017 Riesneralm
Nach einer Nacht auf der Planneralm ging es am zweiten Tag in das Schwesterngebiet - die Riesneralm. Da der letzte AF Bericht von 2010 ist möchte ich euch auch hier ein paar Bilder nicht vorenthalten.

Anfahrt: Planneralm - Riesneralm in ca. 30min
Wetter: Sonne; ca. -5°
Schnee: zuerst griffig später abgerutscht/eisig; 50-110cm
Wartezeit: 0 - 5min
:arrow: GPS-Track

Positiv:
30 Pistenkilometer werden mit nur drei Liften erschlossen.
Negativ:
Durch den doch sehr hohen Andrang waren die Pisten am Nachmittag abgerutscht und teils eisig.

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Talstation. Im Hintergrund die Riesnerbahn, eine 4KSB-B von Garaventa.

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Oben angekommen ging es gleich mit der zweiten Sektion weiter.

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Diese ist ein lahmer fixer 4er Sessel ebenfalls von Garaventa. Im Bild auch das markante Gipfelrestaurant "Hochsitz".

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Zweckmäßige Bergstation.

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Danach fuhren wir erstmal hinunter zur 6KSB-B Panorama-6er. Zu Beginn waren die Pisten perfekt - hart aber griffig.

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Dito.

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Die Pisten zum 6er sind meist schön breite Carvingautobahnen.

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Talstation der 2010 errichteten Bahn.

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Blick vom Lift auf den Schlusshang.

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Bergstation. Die Bahn eignet sich ideal für Wiederholungsfahrten da sie einige Pistenvariationen erschließt.

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Ausblick Richtung Planneralm (hinter dem Grat in der Bildmitte). Deren Gipfel waren auch heute wieder in den Wolken.

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Piste 10.

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Fährt man den Schiweg von der Talstation des Panorama-6ers zur Talstation der Riesnerbahn kommt man beim Übungsgelände vorbei.

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Wieder oben. Ich stieg die paar Meter bis zum Sendemasten auf um eine Abfahrt in noch nicht ganz verspurtem Gelände zu fahren.

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Oben angekommen, war ansträngender als gedacht. :D
Blick auf die beiden Bergstationen Richtung Ennstal.

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Leider fuhr es sich nicht ganz so gut wie es aussah da unter dem Powder alte gefrohrene Spuren waren.

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Piste 6. Alle steileren Abschnitte waren schnell abgerutscht und Eis kam zum Vorschein. Ab jetzt waren die Powderlatten nicht gerade die Beste Wahl. :oops:

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Blick von der Waldabfahrt (1) Richtung Ennstal. Die Landschaft ist wirklich schön, auch wenn das in den Alpen nicht wirklich eine Kunst ist. :D

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Stimmungsbild Piste 4. Nur ein, zwei Täler weiter war es Bewölkt - Glück gehabt.

Fazit:
Sehr schönes Schigebiet, dass sich vor Schladming oder der Tauplitz auf keinen Fall verstecken muss. Wer breite Carvingabfahren sucht und nicht auf die 4Berge will wird hier fündig.
Durch den doch relativ hohen Andrang waren die Pisten am nachmittag sehr abgerutscht und teilweise eisig - das schöne Wetter macht das aber wieder wett!

Und damit Endet mein Kurzbericht über zwei perfekte Schitage in zwei total verschiedenen Gebieten die nur 6km Luftlinie auseinander liegen.
 
Sehr schöner Bericht.

War letztes Jahr auch in beiden Skigebieten unterwegs (dieses Jahr nur auf der Riesneralm) und kann die Erfahrungen ziemlich bestätigen.
Auf der Planneralm war der Schnee super griffig, so dass ich unseren Anfängern - neben dem Kinderland der Riesneralm - eher hierzu geraten habe.
Die Riesneralm bietet dagegen so ziemlich alles, was man von den größeren Skigebieten kennt. Bei guten Pistenbedingungen machen die teils recht breiten Pisten wirklich Spaß.
Auch technisch lebt die Riesneralm nicht in der Vergangenheit (WLAN, Skimovie).
Bei einem recht günstigen Skipass-Preis lohnt sich ein Besuch allemal.

Hier noch Fotos vom 21. Januar 2017
https://www.dropbox.com/sh/9ix6vagrv3ersvx/AAC-sijcGkOAXAvWcWU7oF8wa?dl=0
 
Oecher Carver schrieb:
Sehr schöner Bericht. [...] Die Riesneralm bietet dagegen so ziemlich alles, was man von den größeren Skigebieten kennt.
Danke dir! Da stimme ich dir voll und ganz zu, die Riesneralm braucht sich vor den Großgebieten keinesfalls verstecken.


Mittlerweile hat sogar das Socialmedia-Team der Planneralm meinen Bericht entdeckt, auch an dieser Stelle nochmal danke fürs Teilen! :dankeschoen:
Link zum Beitrag
 
Ist der Gläserboden konkret aktuell ersatzgefährdet? Oder ist das jetzt vom Tisch...ich überlege grad, ob ich da diese Saison noch hinfahre.
 
vovo schrieb:
Ist der Gläserboden konkret aktuell ersatzgefährdet? Oder ist das jetzt vom Tisch...ich überlege grad, ob ich da diese Saison noch hinfahre.
Aktuell gefährdet würde ich nicht sagen da die letzten Meldungen über Neubau von 2012 sind, jetzt steht eher die Beschneiungsanlage im Vordergrund.
 
Danke für die Berichte! Sind sehr gelungen. Darf ich fragen, wo du auf der Planneralm übernachtet hast und wie zufrieden du warst?
 
Heinrich schrieb:
Danke für die Berichte! Sind sehr gelungen.
Danke für das Lob! :D

Heinrich schrieb:
Darf ich fragen, wo du auf der Planneralm übernachtet hast und wie zufrieden du warst?
Wir haben im "JUFA Hotel Planneralm" übernachtet, da kein anderes Hotel so kurzfrisitg freie Zimmer hatte und wir nicht zurück ins Ennstal fahren wollten. Für die eine Nacht war alles so weit ok, ich würde wieder dort übernachten. :D
 
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