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Porta Alpina

Blue Boarder schrieb:
Zum Glück werden nicht noch mehr Millionen in dieses Projekt gebuttert. Die doofe NEAT ist jetzt schon viel viel zu teuer. Natürlich müssen die LKW's auf die Bahn. Aber ob die präsentierten Zahlen überhaupt erreicht werden, will ich erst mal sehen.
Für den gewöhnlichen Passagier ist es auch nicht gerade spektakulär kilometerlang durch ein schwarzes Loch zu rauschen. Da vermisse ich die alte Gotthardroute.

Tja, wenn man dafür weniger lang im Zug hockt, mir solls recht sein. Und schon alleine weils wieder mal ein Pionierbauwerk wird bin ich dafür.
 
Blue Boarder schrieb:
Zum Glück werden nicht noch mehr Millionen in dieses Projekt gebuttert. Die doofe NEAT ist jetzt schon viel viel zu teuer. Natürlich müssen die LKW's auf die Bahn. Aber ob die präsentierten Zahlen überhaupt erreicht werden, will ich erst mal sehen.

Wenn nichts in die Bahninfrastruktur investiert wird, dann kommen auch keine LKW's auf die Bahn. Ich begrüsse es aber auch, dass man die Porta Alpina aufgegeben hat. Meine Contra-Argumente habe ich schon früher dargelegt.
Übrigens werden die Reisenden nur etwa eien Viertelstunde im Tunnel sein, also da wird man sich nicht zu Tode langweilen.
 
bluewin.ch:

Porta Alpina soll doch noch Wirklichkeit werden

Die Porta Alpina wird allen Widerständen zum Trotz gebaut. Der Förderverein ist davon überzeugt, weil Private in das Projekt investieren möchten. Schützenhilfe leistet die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit".

[sda] - Seit die Trägerschaft vor einer Woche mitteilte, sie wolle auf den Bau der Porta Alpina verzichten, sind beim Verein Visiun Porta Alpina drei Besucher vorstellig geworden. Sie wollen Investitionen in den Neat-Anschluss in 800 Meter Tiefe bei Sedrun GR am Oberalppass prüfen.

Dies bestätigte Marc Cathomen, Co-Präsident des Fördervereins, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Da die Gespräche eben erst aufgenommen wurden, konnte Cathomen noch keine Namen nennen.

Doch versicherte er, allen dreien sei es sehr ernst. Sie verfügten über den notwendigen finanziellen Handlungsspielraum und stuften die Porta Alpina als ein dermassen "wegweisendes und visionäres Projekt" ein, dass sie es allen Widerständen zum Trotz verwirklichen wollten.

Der Verein sieht nun seine Aufgabe darin, die Interessenten zu informieren und zu dokumentieren, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Pläne spruchreif zu machen. Allerdings bleibt dafür nur wenig Zeit, soll das Vorhaben nicht weitaus teurer werden als geplant.

Die budgetierten Kosten von 50 Millionen Franken können nur eingehalten werden, wenn der unterirdische Bahnhof für das Gotthardgebiet gleichzeitig mit dem Gotthardbasistunnel fertig wird. Um dies zu erreichen, müsste mit den Bauarbeiten bald begonnen werden.

Laut der renommierten deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" wäre es jammerschade, würde die Chance vertan. "Was ist in die helvetischen Pioniergeister gefahren?", fragt sich das Blatt in seiner jüngsten Ausgabe und gibt zu bedenken, nur gut zwei Promille der Mittel für die Neat genügten "für eines der spektakulärsten Bauwerke der Erde".
 
Sollte die Porta Alpina doch noch gebaut werden, mach ich mich schon mal auf folgende Durchsage gefasst: "Wegen eines verspäteten vorausfahrenden Zuges verzögert sich die Weiterfahrt ihres Cisalpino um ein paar Minuten. Wir danken für ihr Verständnis!"...
 
GMD schrieb:
Sollte die Porta Alpina doch noch gebaut werden, mach ich mich schon mal auf folgende Durchsage gefasst: "Wegen eines verspäteten vorausfahrenden Zuges verzögert sich die Weiterfahrt ihres Cisalpino um ein paar Minuten. Wir danken für ihr Verständnis!"...
wird wohl ein wunschtraum bleiben...


...denn dein cisalpino hat eh grad panne und deshalb selber verspätung :wink:



@topic: glaube nciht dass die privaten das hinkriegen.
 
Quelle: Tages Anzeiger 21.09.2007

Private wollen Porta Alpina finanzieren


Seit die Trägerschaft (Graubünden, die Surselva und die Gemeinde Tujetsch) vor einer Woche mitteilte, sie wolle auf den Bau der Porta Alpina verzichten, sind beim Förderverein Visiun Porta Alpina drei Besucher vorstellig geworden. Sie wollten Investitionen in den Neat-Anschluss in 800 Meter Tiefe bei Sedrun am Oberalppass prüfen. Dies bestätigte Marc Cathomen, Co-Präsident des Fördervereins, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Da die Gespräche eben erst aufgenommen wurden, konnte Cathomen noch keine Namen nennen. Doch versicherte er, allen dreien sei es sehr ernst. Sie verfügten über den notwendigen finanziellen Handlungsspielraum und stuften die Porta Alpina als ein dermassen «wegweisendes und visionäres Projekt» ein, dass sie es allen Widerständen zum Trotz verwirklichen wollten.


Die Zeit drängt

Der Verein sieht nun seine Aufgabe darin, die Interessenten zu informieren und zu dokumentieren, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Pläne spruchreif zu machen. Allerdings bleibt dafür nur wenig Zeit, soll das Vorhaben nicht weitaus teurer werden als geplant.

Die budgetierten Kosten von 50 Millionen Franken können nur eingehalten werden, wenn der unterirdische Bahnhof für das Gotthardgebiet gleichzeitig mit dem Gotthardbasistunnel fertig wird. Um dies zu erreichen, müsste mit den Bauarbeiten bald begonnen werden.
«Die Zeit» erinnert an die mögliche Prestigewirkung

Laut der renommierten deutschen Wochenzeitung «Die Zeit» wäre es jammerschade, würde die Chance vertan. «Was ist in die helvetischen Pioniergeister gefahren?», fragt sich das Blatt in seiner jüngsten Ausgabe und gibt zu bedenken, nur gut zwei Promille der Mittel für die Neat genügten «für eines der spektakulärsten Bauwerke der Erde».

«Auffälligere Ingenieurleistungen wird sich die Schweizer Industrie nie ausdenken können, schon gar nicht zu dem Preis», heisst es im Kommentar. «Kleinmut» habe die Regierenden erfasst. Doch gebe es immer noch Grund zur Hoffnung: Vielleicht lasse sich für «ein solch publizitätsträchtiges Projekt» doch noch ein Betrag zusammenkratzen, «der sonst für einzelne Fußballspieler auf den Tisch gelegt wird».
 
Naja, die 50 Mio. sind eigentlich wirklich ein Pappenstiel, das dürften Investoren schon zusammenkriegen. Ich frage mich nur, was mit den immensen Betriebskosten passiert. Ich denke vor allem diese müssten von privater Seite getragen werden. Und wenn dort konkrete Zahlen vorliegen, werden die Investoren wohl schon bald wieder ruhig.
 
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