• ⛷️ Alpinforum-Tippspiel: Skiweltcup 2026/2027 🏆

    Am Wochenende startet der Ski Weltcup in die neue Saison! Auch dieses Jahr veranstalten wir wieder unser beliebtes Tippspiel unter Freunden – alles für einen guten Zweck.

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Preise in den Skigebieten

Chasseral schrieb:
Stani schrieb:
Mcdonald's ? :lol:
Da würden mich keine zehn Pferde hinbringen !
Das sowieso! Da geb ich dir Recht!
Ist ja auch schwierig, denn so viele McD's gibt es in den Skigebieten ja nun auch nicht, um die es hier ja eigentlich geht, gegrillt habe ich beim Skifahren auch noch nicht und Aldi habe ich auch noch in keinem Gebiet angetroffen :wink:
 
gegrillt habe ich beim Skifahren auch noch nicht

Ich habe aber gehört das soll gar nicht so schlecht sein.

Im übrigen zum Topic:

Viel mehr als der eigentlich Tageskartenpreis stört mich:

- keine Preisreduktion vor 11.30 oder gar 12.00
- "Zicken" bei Rückerstattungen
- horrende Preise fürs Essen
 
baeckerbursch schrieb:
- horrende Preise fürs Essen
Man muss da aber etwas differenziert betrachten, was ich für das Geld bekomme. Wenn ich sehe, dass das Essen nach meiner Bestellung frisch zubereitet wird (Fleisch geraten, Nuggets fritiert etc.), bin auch bereit den einen oder anderen Euro mehr zu zahlen. Wenn die Currywurst schon fertig gebraten seit dem Morgen im Wärmekasten liegt, die Pommes schon fast kalt sind und als Tunke 0815-Ketschup mit Currypulver dient, dies dann 7 oder 8 Euronen kostet, bin ich bei Dir.
 
snowflat schrieb:
Chasseral schrieb:
... gegrillt habe ich beim Skifahren auch noch nicht ...
Also in Anzère ist das üblich. Da gibts spezielle Einrichtungen für und die werden auch rege genutzt.

Und einen McD in Skigebieten gibts noch nicht? Hätte gedacht, dass es sowas in einem der meistfrequentierten Gebieten auch schon gibt.
 
Nachdem ich mir kürzlich bei einem Sammler einen schon etwas älteren Skiatlas ausgeliehen habe wollte ich dann doch mal wissen, wie sich denn die Skipasspreise tatsächlich entwickelt haben.


Ich habe hierfür nurmal ein paar wenige Gebiete aus dem Alpenraum herangezogen, und die Preise von 1977 mit den aktuellen verglichen.

Fellhorn: von 12,78€ (DM 25.-) auf 32,00€ ( 250%)

Garmisch Classic: von 11,25€ (DM 22.-) auf 31,00€ (276%)

Dolomiti Superski (HS): von 10,51€ (8.600 Lire) auf 40,00€ (381%)

Flims/Laax (HS): von 16,49€ (30.- sfr) auf 40,00€ (243%)

Ischgl (HS): von 13,75€ (190.- ATS) auf 36,00€ (262%)

Les Trois Vallées: von 13,75€ (60.- FF) auf 43,00€ (313%)


Die alten Preis stammen aus dem DSV-Skiatlas 1977/78. Ausländische Währungen habe ich mit dem Stichtagskurs vom 01.01.1978 umgerechnet.

Die neuen Preise habe ich dem DSV-Skiatlas 2007 entnommen (und die hier angegebenen Europreise für die Schweiz übernommen).


Natürlich ist die Aufstellung nicht repräsentativ, dafür sind es einfach zu wenige Gebiete. Zudem besteht auch das Problem der Verzerrungen durch Veränderung der Wechselkurse im Zeitablauf. Nachdem aber zwischenzeitlich fast alle Preise originär in Euro abgerechnet werden, ist m.E. auch zur allgemeinen Vergleichbarkeit der Preise eine generelle Umrechnung in eine Basiswährung (hier Euro) notwendig.

Interessant wird es, wenn man die oben dargestellten Erhöhungen mit der Entwicklung anderer Preise oder der Löhne vergleicht.

Aus den Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes habe ich mir errechnet, daß sich z.B. der sog. "Verbraucherpreisindex" im fraglichen Zeitraum nahezu verdoppelt hat (199%). So betrachtet wären die Liftpreise also eindeutig überproportional gestiegen (diesen Eindruck hat wohl auch jeder Skifahrer, der in den letzten Jahren seine Liftkarte selber bezahlen mußte :twisted: und kommt auch in diesem Forum zum Ausdruck).

Hierbei ist allerdings nicht berücksichtigt, daß die von den Liftbetreibern erbrachte Leistung sich doch wohl (in der Regel) deutlich verbessert hat (modernere und erweiterte Liftanlagen, Pistenangebot und -präparierung, ev. Beschneiung, etc. etc.).

Vergleich man die Entwicklung der Liftpreise mit einer anderen Zahl, nämlich dem Bruttomonatsverdienst der Angestellten (lt. stat. Bundesamt), so stellt man fest, daß sich letzterer im fraglichen Zeitraum verdreifacht hat (309%). Leider haben die Nettolöhne mit dieser Entwicklung bei weitem nicht Schritthalten können. :twisted: :twisted: :twisted: Eine Entwicklung der Nettolöhne im fraglichen Zeitraum konnte ich leider nicht finden, aber ich glaube, das wäre sowieso nur sehr sehr deprimierend anzusehen.


Mein Fazit dieser kurzen Untersuchung deshalb:

Der Eindruck, daß Skifahren Jahr für Jahr immer teuerer wird, ist sicherlich richtig, wenn man die (nominalen) jährlichen Preiserhöhungen mitverfolgt.
Ob Skifahren im Vergleich zu anderen Gütern oder Dienstleistungen überproportional teurer wird, läßt sich dagegen nicht so einfach sagen, da - wie oben erwähnt - auch die verbesserte Qualität der erbrachten Leistungen in Betracht gezogen werden muß.

Bezogen auf die Veränderung des verfügbaren Einkommens ist das Skifahren sicherlich auch nicht gerader billiger geworden. Hier liegt es eben am einzelnen, ob und wenn ja wieviel Skivergnügen er sich (noch) leisten kann oder will. Hierüber wurde ja auch schon ausführlich diskutiert.

Nichtsdestotrotz wünsche ich allen trotz der hohen Liftpreise noch viel Spaß am Skifahren, denn das ist ja doch das Wichtigste. :lol: :lol: :lol:
 
Sehr interessante Aufstellung! Da hast Du Dir ja eine Rießenmühe gemacht.
Der Vergleich von Liftkarten und allgemeiner Preissteigerung ist sehr interessant.

Ebenfalls interessant wäre, um wieviel die Zahl der Skifahrer tendentiell gewachsen ist. Mehr Fahrer = Mehr tickets, auf die wiederum die Investitionen umgelegt werden können. Aber das würde wohl zuweit führen.

Ehrlich gesagt hätte ich (wie wohl viele andere auch) gedacht, dass Skifahren bei weitem überproportionaler teurer geworden ist als nach Deiner Rechnung.
 
Tatsache ist: Früher waren die Betriebsergebnisse Der Bergbahnen insgesamt deutlich besser als heute. Ergo: Wenn die Kunden ausgenommen wurden, dann eher früher und nicht heute.
 
gibt es in österreich keinen preisüberwacher? das ist doch kein zufall das die top tiroler skigebiete, arlberg, soelden, ischgl seit jahren immer den gleichen tarif verlangen. komisch das alle gleichzeitig die 40er knackten letztes jahr auf exact 40.50 und jetzt alle auf 41.50 hochhauen.
meines wissens gibt es keine top skigebiete die genau auf den ch betrag immer die aufschläge planen.
 
Ich kenne mich mit österreichischem Recht nicht aus, denke aber, dass Preise nur bei marktbeherrschenden Unternehmen überwacht werden. Das ist bei Skigebieten maximal lokal begrenzt der Fall.

Ich glaube auch, das Österreich für uns Deutsche so teuer geworden ist, liegt daran, dass in Österreich die Wirtschaft besser als in Deutschland läuft und auch die Einkommen in den letzten 10 Jahren dort wesentlich stärker gestiegen sind als bei uns. Früher war die Schweiz für Deutsche teuer, mittlerweile wurde sie glaube ich von Österreich überholt.
Vielleicht sollte man Discount-Urlaub in der Schweiz machen. :-)

Gruß, Tom
 
^^
Wobei ich kann mir nicht vorstellen, dass Preisabsprachen in Österreich erlaubt sind.

@saccon
Preisabsprachen sind eher ein Fall für das Kartellamt. Da braucht es eigentlich keinen Preisüberwacher.
 
TPD schrieb:
^^
Wobei ich kann mir nicht vorstellen, dass Preisabsprachen in Österreich erlaubt sind.

Preisabsprachen sind definitiv verboten und werden auch, wenn sie afgedeckt werden, entsprechend geahndet.

Das Problem, warum Skifahren so "teuer" (bitte Zeichensetzung betachten) ist, kann zwar nicht leicht beantwortet werden, dennoch gibt es eine Antwort, wenn sicht sogar mehrere.

Ich bitte zu bedenken, dass in den 1970er Jahren die Anlagenqualität lange nicht dort war, wo wir heute sind. So gab es beispielsweise am Patscherkofel erhabliche Wartezeiten. Wenn die Leute bis herunter gestanden sind, dann hat der eingefleischte Skifahrer gewusst, dass es halt ab jetzt noch eine Stunde dauern wird. Eine Stunde also, wo er keine andere Aufstiegsanlage benutzen kann, wohl aber eine Karte hat, die bezahlt war. Oben an den anderen Aufsteigsanlagen hat es ähnlich ausgesehen. Warezeiten von bis zu einer Stunde. Also hat man, wenn man Pech hatte, was oft vorkam, 5 Abfahrten gemacht, und der Skitag war auch schon vorbei.

Heute kostet der Skitag zwar mehr, dementsprechend ist die Anlagenqualität auch gestiegen, man wartet nur mehr 10 Minuten (wenn man Pech hat) und schafft spielend das 10 Fache an Abfahrten am Tag. Dementsprechend müsste man diese Fakten auch noch in den Skipasspreis einkalkulieren.

MFG Dachstein
 
was zum beispiel letzten winter geleistet wurde muss man schon würdigen. die kosten für die skigebiete sind sicherlich auch markant höher als früher.
mir ist nur aufgefallen das die big3 im tirol immer auf gleichen schritt sind in letzter zeit.

problematisch ist halt das für einige das skifahren nicht mehr drinn liegt aus finanziellen gründen.
 
TPD schrieb:
^^

@saccon
Preisabsprachen sind eher ein Fall für das Kartellamt. Da braucht es eigentlich keinen Preisüberwacher.

dachte die preise aus kartellen sind dem preisüberwacher unterstellt, aber kann mich auch täuschen, wichtig ist dass man weis was gemeint ist :)
 
Komisch: "Jeder" jammert immer über zu hohe Preise beim Skifahren - und doch sind ausgerechnet die großen und teuersten am vollsten, und in die kleinen, günstigen fährt (fast) keiner ...
 
Das in die günstigeren keiner Fährt, liegt auch an der Werbung und dem Bekanntheitsgrad! Ich seh es ja bei mir in der Bekanntschaft auch: Da wird halt einmal im Jahr zum Skifahren gefahren und dann geht man halt nach Sölden oder Ischgl. Das kennt man und da "geht" halt was. Traurig aber war.

Ich für meinen Teil und das habe ich auch schon woanders geschrieben, stimme da halt mit meinem Fernbleiben ab!
Entweder ist der Tarif unter 40€, mehr bin ich generell nicht bereit zu zahlen, oder ich habe ein günstiges Angebot, wie z.B. Bus und Skipass für etwa 50 €.
So hat das alles seinen vernünftigen Rahmen.

Die Qualität der Skigebiete mag sicher besser geworden sein, aber wird die Qualität in anderen Bereichen nicht auch besser? Steigen die Preise da auch dann immer so eklatant? Ich denke nicht! Denkt nur mal an PC! Ein guter PC kostete vor 3 Jahren 1000€, was höherwertiges mit mehr Leistung kostet heute auch 1000€... So ließen sich noch viele Beispiele bringen.

Die Gründe für eine Preiserhöhung sind vielschichtig, aber es bleibt jedem einzelnen von uns überlassen, ob er diese Preise zahlt, oder in günstigere Regionen fährt.

Übrigens haben mehrere Studien ergeben, dass nur ein Fernbleiben von etwa 5 bis 10% der Gäste/Kunden bei den meisten Unternehmen zu einem großen Denkprozess führen!
 
Ich monierte auch mehr die Nebenkosten wie z.B.Unterkünfte. Da wird massiv zugelangt.
 
So, Obertauern hat die Skipasspreise für die nächste Saison eingestellt. Leider werden die Preise für die Gäste die länger bleiben (wie ich) stärker erhöht als für Tagesgäste :twisted:. Insgesamt sind die Steigerungen ab m.E. ok.

06/07 07/08 %z.VJ
1 Tag 34,50 35,00 +1,4
2 Tage 68,50 69,50 +1,5
3 Tage 96,50 98,00 +1,6
4 Tage 123,00 126,50 +2,8
5 Tage 145,00 149,50 +3,1
6 Tage 167,50 172,50 +3,0
7 Tage 188,00 193,50 +2,9
 
wie wärs wenn wir hier mal ne top 10 der preisführer reinstellen =) wieso nicht die macht der massen nutzen ?
 
Dann aber eher ne TOP 10 der Preis-Leistung....n Gebiet mit einem Schlepper kommt klar besser weg, als ein Gebiet mit zig EUBs und KSBs....
 
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