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Probleme am Venet

Dachstein schrieb:
kaldini schrieb:
Und vielleicht trägt die Pendelbahn mit ihren Anfahrten noch dazu bei, die verbraucht ja nicht konstant Strom sondern immer wieder gewisse Spitzen beim Anfahren.

Dann hat das Kabel aber schon mehrere PB - Spiele mitgemacht. Das innert kürzester Zeit verwundert mich etwas. Ich habe auch schon einige Kabel abrauchen lassen (aus Nichtwissen), wenn auch nur mit Kleinspannung. Dennoch ist das alles sehr schnell gegangen. Daher wundert es mich, dass das hier dann 3 Stunden und ein paar zerquetschte Minuten gedauert haben soll.

MFG Dachstein
Dauert manchmal Tage, Wochen oder auch Monate, da verwundert mich eher die kurze Zeit, denn derjenige der das Kabel berechnet hat, sollte ja kein Laie sein ;)
Wenn man dann noch beachtet, dass die Umgebungstemperatur ja auch noch extrem nierig war, sieht man dass ich wohl zurecht "sollte" geschrieben habe. War wohl ein extremer Verrechner, der manchmal teuer werden kann^^
 
Dachstein schrieb:
ATV schrieb:
Kannst Du übrigens bei deiner Märklineisenbahn simulieren. Stell mal zuerst nur eine Lok drauf. Geht Problemlos. Dann mal alle 20 Loks gleichzeitig auf das Geleise und benutze nur eine Einspeiseschiene mit 2 dünnen 0.25Q litzen. :wink:

Na was glaubst du, was ich gemacht habe. ;) 5 Doppeltraktionen haben dem Speiseelement nicht gut getan, besonders dann, wenn man des Fahrtwenderelais, der ja über Überstrom funktioniert, betätigt. ;)

Nur meinem Empfinden nach hätte der Defekt früher auftreten müssen. Einerseits deswegen, weil der Venet ein Gebiet ist, wo nie viele Leute fahren, andererseits, weil 12 die Zeit ist, wo viele Leute futtern gehen. So gesehen wäre Mittag eigentlich im Fahrgastbetrieb die lastärmste Zeit (kurz nach Beginn und kurz vor Betriebsschluss mal ausgenommen).

Stellt sich die Frage, was außer Seilbahnen und Sender noch alles am Kabel hängt. Wieviel braucht eigentlich die Sendeanlage? Wäre interessant zu wissen.

MFG Dachstein
Habs erst jetzt gelesen, dass da noch mehr als nur die Sesselbahn dran hing, also auch das Restaurant. Friteusen brauchen auch eine Menge Leistung, da würdest dich wundern, zusammen mit der Abwaschmaschine, Kochherd, Heizung und dann vielleicht noch die Wasserpumpen und Brutzel Brutzel.
 
Was genau alles drangehangen ist, kann ich dir nicht sagen. Jedenfalls Weinbergbahn, DSB Venet Süd und der Sender. Rifenal hat zwar den Antrieb am Berg, wird aber im Artikel nicht erwähnt. Offenbar war / ist sie nicht in Betrieb.

Sonstige Verbraucher am Berg:

2 Schlepper, Zammer Schihütte, Resto am Berg, PB, Venethütte, Sender.

Wobei die PB beim Ausbruch des Brandes gerade offenbar nicht gefahren ist...Stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis das Kabel durch ist.

MFG Dachstein
 
Na dass die Seilbahn zu genau diesem Zeitpunkt nicht lief hat nichts zu sagen.

Da wurde einfach zu viel Leistung benötigt und das über längere Zeit. Evtl wurde der Gleichzeitigkeitsfaktor falsch ausgelegt und schwupps, schon kann das Ergebnis einer Leitungsberechnung um 200% daneben liegen und die Leitung durchschmoren.
 
Na mal sehen ob es jetzt länger hält.
 
Gibts in Tirol keine Sicherungen? :unknown:
 
Wenn die Leitung falsch dimensioniert ist bringt dir die richtig ausgelegte Sicherung wenig :p
 
aha Steinzeit- verstehe!
Erstes Lehrjahr. Sehr gutes Unternehmen- bestimmt zertifiziert. :mrgreen:
 
Erstes Lehrjahr? Höh?
Also dass so ne Leitungsberechnung nicht daneben gehen sollte sieht man hier ja eindeutig, aber geschieht ja doch immer wieder mal. Und mit dem ersten Lehrjahr hat ne ordentliche Leitungsberechnung sicherlich nichts zu tun, oder in welchem Beruf ist das der Fall?
 
Dachstein schrieb:
Ich gehe mal aufgrund der Statistik aus, dass das nicht noch einmal eintritt
Was für ein wunderschönes Beispiel, wie man Wahrscheinlichkeit falsch interpretiert -- sollte man sich einrahmen! :mrgreen:

Merke: Dass ein Defekt statistisch alle 10.000 Betriebsstunden auftritt bedeutet nicht automatisch, dass er erst nach dieser Zeitspanne auftritt oder zwischen den Defekten einer Einzelanlage mindestens dieser Zeitraum liegt.

(Wie war das nochmal mit Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima: wie schnell doch die 35.000 Jahre zwischen zwei GAUs vergehen ... ;D )
 
chianti schrieb:
Was für ein wunderschönes Beispiel, wie man Wahrscheinlichkeit falsch interpretiert -- sollte man sich einrahmen! :mrgreen:

Gut, falsch ausgedrückt: ich gehe davon aus, dass exakt dieser Defekt / Verkettung unglücklicher Umstände - was auch immer - nicht noch einmal so schnell auftritt. Schließlich wird man den Zwischenfall analysieren und Vorkehrungen treffen, damit er nicht mehr vorkommt. Wenn ich bei einem Auto ein Achslager tauschen lasse, so habe ich eine gute Chance, dass dieses Achslager nicht so schnell kaputt geht, wie es aber mit den anderen drei ausschaut, steht auf einem anderen Blatt.

(Wie war das nochmal mit Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima: wie schnell doch die 35.000 Jahre zwischen zwei GAUs vergehen ...

Generell wird hier die Wahrscheinlichkeit falsch interpretiert. Ein Gau ist ein sehr weitgefächerter Begriff (wie auch der begriff Seilbahnzwischenfall). Daher können die 35 ka nicht stimmen. Wenn ich aber sage, dass es aufgrund von einer (ganz bestimmten) Ursache X zu einem Gau alle 35 ka kommt, stimmt die Sache schon eher. Blöderweise gibt es aber in einem technischen System mit Komponente Mensch unendlich viele mögliche Ursachen.

MFG Dachstein
 
Che schrieb:
Erstes Lehrjahr? Höh?
Also dass so ne Leitungsberechnung nicht daneben gehen sollte sieht man hier ja eindeutig, aber geschieht ja doch immer wieder mal. Und mit dem ersten Lehrjahr hat ne ordentliche Leitungsberechnung sicherlich nichts zu tun, oder in welchem Beruf ist das der Fall?

Mist...stimmt. Kommt ja erst in Zweiten! Aber ganz am Anfang :biggrin:
http://www.bztg-oldenburg.de/downloads/Lernfeld_EEG.pdf
 
mic schrieb:
Mist...stimmt. Kommt ja erst in Zweiten! Aber ganz am Anfang :biggrin:
http://www.bztg-oldenburg.de/downloads/Lernfeld_EEG.pdf
Ne Leitungsberechnung wie man sie in der Lehre macht hat mit einer derartigen allerdings wenig Gemeinsamkeiten.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen und dieser Vergleich hinkt meist ein bisschen ;)
Meine Lehre ist noch nicht so lange her, daher weiß ich noch, was einem da beigebracht wurde (für Hausinstallation oder einzelne Maschinen ja auch ausreichen).
Wenn ich mir ansehe was wir jetzt auf der Meisterschule machen ist es doch ein Stück anders.
Außerdem sind die stupiden Rechnungen eben auch nicht das Gelbe vom Ei. Man rechnet immer mit kappa 56 bei Kupfer, was jedoch nur bei einer Leitertemperatur von 20°C zutrifft. Wird ein Kabel starkt belastet, trifft dies selbstverständlich nicht mehr zu. Und sowas lernt man wohl bei den wenigsten Lehrern in der Lehre, außer man hat einen, der meint, er müsse den Schülern nichts außer Leitungsberechnung beibringen^^
 
Dachstein schrieb:
Als Elektrolaie macht mich eine Sache etwas stutzig: Betriebsbeginn war um 9 Uhr, das Kabel geht aber erst zu Mittag in Flammen auf. Also 3 Stunden hat das Kabel gehalten.
Das heißt aber auch: das Kabel hatte 3h lang Zeit, sich langsam auf voller Länge aufzuheizen. Wäre das Kabel massiv (und nicht nur knapp) unterdimensioniert gewesen, hätte es innert weniger Sekunden oder Minuten an der schwächsten Stelle einen lauten Knall gegeben und es wäre dort gleich ganz durchgebruzzelt.

Dachstein schrieb:
Weil 3 Stunden sind nicht innert kürzester Zeit ... Oder sehe ich das falsch? Nur eine Stromspitze kann dazu geführt haben.
3h sind kurze, aber nicht kürzeste Zeit. Das muß nicht mal eine Stromspitze gewesen sein, aber wohl schon mehr als um 9h. Wenn ein Bauteil während längerer Zeit über der Spezifikation betrieben wird, so versagt es irgendwann. Und daß das Kabel auf gehöriger Länge gebruzzelt hat, deutet eher darauf hin, daß es keine harte Spitze gewesen sein wird, sondern Überlast über zu lange Zeit.
 
mic schrieb:
Che schrieb:
mic schrieb:
Mist...stimmt. Kommt ja erst in Zweiten! Aber ganz am Anfang :biggrin:
http://www.bztg-oldenburg.de/downloads/Lernfeld_EEG.pdf
Ne Leitungsberechnung wie man sie in der Lehre macht hat mit einer derartigen allerdings wenig Gemeinsamkeiten.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen und dieser Vergleich hinkt meist ein bisschen ;)
Wenn Du es sagst wirds wohl stimmen!
War dann wohl einer mit der selben Ansicht. lol
Wohl eher mit deinen. Tut mir Leid, aber eine Leitungsdimensionierung wie man sie in der Lehre gelehrt bekommt hat mit einer derartigen nichts gemeinsam. Und bevor du hier nen derartigen Stuss schreibst, lässt es lieber. Mit Leitungsberechnungen welche über 5 Verbraucher und über ein 35mm² rausgehen hast du wohl bisher nicht viel zu tun gehabt, dann würde ich auch nicht den Kulgscheißmodus anschalten und dabei nen Stuss verbreiten.

Aber wenn es dich befriedigt, bitte. Lieber hier wie in der Realität dann plötzlich doch mit der Leitungsberechnung beginnen :lol:

Edit: Aber um mal ein ganz einfaches Bsp zu bringen: Man nehme 17m 1,5mm² und belastet es dauerfhaft mit 16 A (Länger wie 16m darf es ja eh nicht sein, was zwar wenige kümmert, aber das ist ja nicht mein Problem.). Selbst diese Leitung wird sehr heiß und wenn sie wirklich dauerbelastet ist, wird sie auch schmoren und das obwohl man sich ja an die Berechnungen gehalten hat(angenommen keine Häufung, höhere Umgebungstemp. oder ähnliches)
Also wer sich immer nur rein an Vorschriften hält, kann auch verlieren,..die VDE ist ja auch keine Vorschrift, sondern es sind Richtlinien, gegen die man ab und zu sogar verstoßen muss(auch wenn das absolute Ausnahmefälle sind).
 
^^@Che
Ja stimmt VDE ignorieren- das macht Sinn. Besonders wenn was passiert.
Wäre es zum Personschaden gekommen gäbe es es dort "mehr Nachfragen" wer verantwortlich war.
Wer hier was verbreitet ist echt die Frage. :idea:
Verbaut ihr nur mal eure B16 Automaten in den Reihenhäusern. :mrgreen:
 
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