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Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

TPD schrieb:
Denke da werden die deutschen oder italiensichen Zöllner deutlich grössere Probleme bereiten. :lol:
Da täuschst du dich aber gewaltig.
Meine Aussage bezog sich auf die Ein- bzw. Ausfuhr von Devisen.
Und da ist das Risiko grösser, dass man beim deutschen oder italienischen Zoll hängen bleibt.
....
Momentan ist es eher umgekehrt.
Die Schweiz ist derzeit sehr darauf aus, die Einfuhr von Devisen zu kontrollieren. Das anstehende Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland wird nämlich höchstwahrscheinlich dafür sorgen, dass die Schweizer Banken Milliardenbeträge von Schweizer Konten Deutscher Kunden abbuchen und zum Deutschen Fiskus transferieren müssen. Da der ganze Ärger dann bei den Schweizer Banken abzuwickeln ist, möchte man verhindern, dass weiteres unversteuertes Deutsches Geld in die Schweiz kommt.
Bei Italien gibt es auch irgend ein Problem, was die Schweiz veranlasst, massiv bei der Einreise zu kontrollieren, ob Geld in die Schweiz gebracht wird. Deshalb wird momentan besonders an den Grenzem um das Tessin und in Südbünden bei der Einreise in die Schweiz vom Schweizer Zoll teils massiv kontrolliert.


Mt. Cervino schrieb:
3303 schrieb:
TPD schrieb:
Aber wo gibt es schon freundliche Zöllner ?
ZB in Italien am Grossen St Bernard.
Müsste wohl eher im Großen St Bernhard heissen sofern du den Tunnel meinst :D.
Das war am Pass. Wenn man im Sommer auf die Skis im Auto angesprochen wird, wohin es gehen soll und dann sagt, dass man durch IT und F nach Monaco fährt und zwischendurch einen Skitag einlegen möchte, dann kann es schon sein, dass sich ein nettes Gespräch entwickelt. Am Ende des Gespräches wurde uns eine gute Reise und eine schöne Zeit gewünscht.
 
eMGee schrieb:
In Österreich hab ich auch schon oft sehr unfreundliche Zöllner erlebt. Gerade zu Zeiten als noch mehr kontrolliert wurde an den Übergängen zur Schweiz.
"Wir sind EU-Außengrenze", da ist die Hendlbrust gleich noch ein Stück weiter geschwollen.
Btw. kann man überall ein Haar in der Suppe finden und so manches Thema im Zusammenhang mit dem schweizer Tourismus passt langsam in die Kategorie Haarspalterei. Man schaut jetzt aufgrund der gestiegenen Kosten für uns Euromanen vielleicht noch penibler darauf, nur übertreiben braucht man es nicht. Außerdem bedienen wir hier schon mehrere Threads zu dem Thema. Ich glaube es wird Zeit, dass bald wieder Schnee fällt :wink:

Volle Zustimmung meinerseits. Sehe ich genauso. Euromanen: witziger Ausdruck!

Nur noch soviel zum weiter oben Geschriebenen: insbesondere im Berner Oberland - so meine Erfahrung - sind die Leute, die im Tourismus tätig sind, vergleichsweise freundlich. Aber eben: 1.) Fragt sich, was einem lieber ist: etwas widerborstige, dafür authentische Gastgeber - oder 2.) überfreundliche Gastgeber bzw. "glattgebügeltes" Servicepersonal. Zudem: Schwarze Schafe gibts überall, und Pauschalisierungen helfen schon gar nicht weiter.
 
intermezzo schrieb:
Aber eben: 1.) Fragt sich, was einem lieber ist: etwas widerborstige, dafür authentische Gastgeber - oder 2.) überfreundliche Gastgeber bzw. "glattgebügeltes" Servicepersonal. Zudem: Schwarze Schafe gibts überall, und Pauschalisierungen helfen schon gar nicht weiter.
Vollste Zustimmung. Wenn ich eins nicht brauche, dann ist es aufgesetzte Freundlichkeit.
Solange Freundlichkeit "vom Herzen" kommt, ist sie mir sehr sympathisch. So zum Beispiel erlebt in kleinen italienischen Gasthöfen, wo man sich über uns als Touristen "aus der Ferne" wirklich gefreut hat oder im Avers in einem kleinen Genossenschaftshotel etc. etc.
Der eine oder andere, etwas knorrig wirkende Bergbewohner ist mir aber ebenso sympathisch, wenn es nunmal seine Art ist. Und ich empfinde das auch nicht als unfreundlich.
 
Ich teile Eure Ansichten im Grundsatz.

Trotzdem - der Zöllner ist kein "knorriger Gastgeber". Natürlich handelt es sich um einen Einzelfall.

DCC - betrifft offenbar die Schweizer im Ausland in gleicher Weise. Hier werden die Schweizer Konsumenten gewarnt:
http://www.beobachter.ch/konsum/kauf-leasing/artikel/kreditkarten_gute-karten-schlechte-karten/
Man fragt sich nur, warum den Schweizer Gastgebern von Ihrem Verband anempfohlen wird,
den Gästen die DCC aufzuschwatzen.

Via Mala - ich bleibe dabei, das ist Abzocke. Die gibt es in Deutschland natürlich auch.


Ich weiß auch, dass die Schweiz kein Interesse am Transit hat. Die Deutschen haben auch ein begrenztes Interesse an osteuropäischen LKWs. Aber der Transit-Tourist möchte ja vielleicht auch mal in die Schweiz. Aber ich sehe völlig ein, dass ich es etwas auf die Spitze getrieben habe - das war ja auch volle Absicht. Denn das Problem ist doch: so eine verärgerte Reaktion ist ja vielleicht kein Einzelfall.
 
Sicherlich gibt es Mentalitätsunterschiede zwischen den Deutschen und den Schweizern, aber ich glaube die Gründe für die Rückgänge liegen woanders. Sicherlich macht der starke Franken etwas aus und andererseits das gebotene Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das hat weniger etwas mit den Bergen zu tun, als dem was ich für mein Geld in den Hotels als Gegenleistung geboten bekomme und ich denke hier bietet beispielsweise die österreichische Hotelerie mehr fürs Geld. Und weiterhin verfügen viele Skigebiete im europäischen Ausland über eine moderne (Lift-)Infrastruktur und die Skipaßpreise sind günstiger.
 
Vadret schrieb:
Naja, oft liegt es auch an der direkten Art der Deutschen Touristen, wobei man selbstverstendlich nicht alle in die gleiche Pfanne werfen sollte, da es überall die "schwarzen Peter" gibt.
Beispiel 1, in der Bäckerei:
Deutscher Tourist: "Ich krieg ein Weissbrot!!"
Schweizer, italienischer Tourist: "Guten Tag, ich hätte gerne ein Weissbrot bitte"

Die Verabschiedung:
Deutscher Tourist "Tschüss!!!"
Schweizer, Italiener: "Auf Wiedersehen, schönen Tag"

Wie gesagt, das ist eine sehr direkte, aber oft überhaupt nicht "bös" gemeinte Art. Die meisten Schweizer wissen es und wissen damit umzugehen dass wenn beim Brot kaufen die Befehlsform "ich krieg!!!" fällt und bei der Verabschiedung geduzt wird es ganz normal ist und den Tourist auch normal bedient. Aber es gibt dann wieder andere die reagieren empfindlicher und fauchen entsprechend zurück. Quasi in der Art "Geh doch wo anderst hin um deinen Brot zu kriegen und dutzen kannst Du deine Mutter…"
:-) Andere Länder-andere Sitten :-)
Herrlich!!! Einfach weiter mit dem Schubladendenken. Alle Deutschen- wie sicher auch Schweizer sind gleich- sowohl in der Sprache als auch im Benehmen.
Vielleicht sollte man einfach mal weltoffener werden? Aber gut einer muß ja Schuld sein wenn der Laden nicht mehr läuft. :D
Ansonsten kann ich Richie zu 100% recht geben.
Warum fahren immer mehr Schweizer nach Ö? Hier gibt es doch genug Beispiele.
 
Stimme Mic zu. Vadrets Beispiel ("Ich krieg ein Weissbrot!!") hat ATV hier auch schon mal gepostet. Das ist nicht unhöflich sondern schlicht missverstandener Dialekt.
Wenn man bei uns in Oberfranken ins Wirtshaus geht wird man normalerweise gefragt "Wos kriegst`n?" oder "Wos kriegn san?"
Antwort: "Ich kriech a Pils" oder in der bittenden Form "Ich krichat a Pils"

So wie 3303 richtigerweise eine gewisse Harzigkeit nicht als Unfreundlichkeit aufnimmt, sollten auch unsere südlichen Nachbarn wohlwollend unterstellen, dass es sich nicht vorwiegend um Unfreundlichkeit o. Unhöflichkeit handelt, sondern einfach eine andere, direktere Art der Kommunikation.

Ein weiterer Punkt ist die "aufgesetzte" Freundlichkeit. Da ist man m. E. hier zu streng
Menschen im fortwährenden Kundenkontakt können nicht ständig aufrichtig herzlich sein. Professionelle Freundlichkeit verringert schlicht die Reibungspunkte. Jeder Berufstätige im Kundenkontakt wird auch daraufhin geschult.

Als halber Österreicher weiß ich natürlich, dass die teilweise servile Umgangsart der Österreicher gerade bei den Schweizern nicht immer gut ankommt. Bitte aber zu bedenken dass die Schweizer als zänkisches Bergvolk :lach: sich schon im Mittelalter ihrer Herren entledigt haben. Die mussten nicht "höflich" sein. Im Standesdenken der schier endlosen Habsburgermonarchie war "Höflichkeit" Überlebensstrategie. Sowas tradiert sich dann auch.
 
Die österreichische Hotellerie bietet aber nicht erst seit gestern mehr. Nur jetzt wird der Preisunterschied eben deutlich größer.
Somit ist ein Hauptgrund schon der momentane Wechselkurs.
Bei den Skipässen verhält es sich ähnlich. Kostet ein Skipass in der Schweiz angenommen 65 CHF in einem größeren Skigebiet entsprach das mal ca. 40 EUR (Kurs 1,65) und mittlerweile 54 EUR (Kurs 1,2). Wir reden hier von einer allgemeinen Teuerung zum Euroraum i.H.v. über 25% im Laufe der letzten Jahre. Da wird sich so mancher Urlauber fragen, ob ihm dieselbe Leistung (selbes Skigebiet, Hotel/Fewo) wie vor ein paar Jahren - von einer paar Lifterneuerungen in der Zwischenzeit mal abgesehen - eben genau diese Steigerung noch wert ist bzw. er sich das überhaupt noch leisten kann.

Schweizer waren schon immer viele in Österreich beim Skifahren und bei den Konditionen mittlerweile ist da eine Steigerung auch nur logisch.

mic schrieb:
Aber gut einer muß ja Schuld sein wenn der Laden nicht mehr läuft.
Woraus entnimmst du dem Post, dass der deutsche Brotkäufer Schuld am rückläufigen Tourismus in der Schweiz ist?

Passt wohl auch eher in die Kategorie
mic schrieb:
Einfach weiter mit dem Schubladendenken.
 
Kluge Worte von Fab. Teile seine Meinung vollumfänglich. Was die ganze Thematik der "Direktheit" der Kommunikation eines Teils unserer deutschen Nachbarn anbelangt, so gibt es in der Tat ziemlich viele Missverständnisse zwischen Deutschschweizern und manchen Deutschen. Ich selber hatte (und habe) damit eigentlich noch nie Probleme, vielleicht auch deswegen, weil mittlerweile geschätzte 50% meiner Arbeitskollegen aus Deutschland kommen...da lernt man schnell dazu!

Ah, noch was - wie wärs mit der Wortkreation "serviler Service"?:-)
 
man man man, Ihr regt Euch hier über Nichtigkeiten auf. In CH, A und D trifft man nunmal halt und mal halt den. Hab in CH schon knurrige Gastgeber erlebt genauso wie freundliche z.B. im Glarus Extrembeispiel in einer Pension, die uns gebeten haben das GESAMTE Frühstücksbuffet doch gern mitzunehmen, als sie erfuhren, dass wir als nächstes in ein Appartement fahren. Sie wollten an dem Tag eh neu einkaufen :D

Und Zöllner...wir hatten damals in Castasegna Pension direkt über der Grenze. Abends auf der Terrasse das ganze mal ne halbe Stunde von oben gemütlich betrachtet. Selten Leute mit so viel Spaß und Lachen bei der Arbeit gesehen. (oder es waren halt ausgerechnet mal zwei Spaßvögel, wer weiß)
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Wenn Ihr schwarz-weiß sehen wollt, dann erlebt mal den Zoll in Dubai (Küssen Dir fast die Füsse, dass Du in deren Land einreist) und in Indien :D (und passt bloß auf, im indischen Visum keine Großeltern aus Pakistan anzugeben :mrgreen: . Wenn man dann auch noch als reason for visit "Business" angegeben hat, hat man eh verloren :D )
 
@Foto-Irrer:

Grundsätzlich einverstanden.

Ein Punkt stört mich aber - das, was Du als "Nichtigkeiten" bezeichnest:

Sorry, aber in diesem Zusammenhang von Nichtigkeiten zu sprechen, ist natürlich m.E. auch ziemlicher Quatsch. Wie wir alle wissen: Bärbeissige Leute bis hin zu richtigen Idioten - das gibts bekanntlich überall auf diesem Planeten. Und klar scheint mir auch: Dieser ganzen Thematik wird viel zu sehr Gewicht beigemessen, aber diese seit etlicher Zeit immer wieder aufflammende Diskussion als überflüssig zu bezeichnen (ich hoffe, ich habe Dich richtig verstanden) - nun ja - ich sehe das ein wenig anders. Gibt es Reibungspunke, soll man die auch ruhig ansprechen.

PS: Uebrigens sehen nicht alle schwarz-weiss! Grautöne nehmen mit fortschreitendem Alter zu...:-)
 
ok, ich meine das natürlich so, dass die Diskussion um den Schweizer Tourismus und seine Entwicklung durchaus berechtigt ist (ich bin auch bereit mehr zu zahlen und würde am liebsten nur noch nach Zermatt, nur hat das Preis-Leistungs-Verhältnis die Schmerzgrenze, in meinem Fall, überschritten).
Nur solche Beispiele... nur weil man einmal einen schweizer Grenzer erwischt hat, der einen schlechten Tag hatte, das gleich zu pauschalisieren, entbietet doch jeder Logik!
Wenn mehrere über ein und denselben grummeligen Liftwart berichtet, ist das natürlich was anderes, solange es nur um diese eine Person geht und nicht pauschalisiert wird, "in Österreich sind die aber freundlicher".

Ohne zu pauschalisieren, aber als lustiges Beispiel für einige Klischees, war auch die Schlange in Dubai um auf den Burj Khalifa zu kommen. Alle Welt, inkl. mir, steht schön brav und gesittet mit vielleicht 100 Leuten in einer doppelreihigen Schlange und wartet, bis die Ticketscanner öffnen für den nächsten größeren Schwung. Kurz vor Einlass kommt, deutlich sichtbar, eine deutsche Rentnerreisegruppe (>50 Leute), stellt sich aber nicht hinten an, sondern ein Schwung direkt vorne, während der Rest noch überlegt, ob es hinten nicht besser wäre. Sofort Raunen in der Schlange, interessanterweise waren die Südostasiaten diejenigen, die das besonders deutlich machten, während Westeuropäer/Amerikaner sich zurückhielten. Ein hämisches "must be Germans" von mir zu den Leuten vor und hinter mir, gefolgt von deren zustimmenden Gelächter, musste dann aber doch sein :mrgreen: , ohne die eigene Identität zu wahren :lach:
 
Foto-Irrer schrieb:
Nur solche Beispiele... nur weil man einmal einen schweizer Grenzer erwischt hat, der einen schlechten Tag hatte, das gleich zu pauschalisieren, entbietet doch jeder Logik! Wenn mehrere über ein und denselben grummeligen Liftwart berichtet, ist das natürlich was anderes, solange es nur um diese eine Person geht und nicht pauschalisiert wird, "in Österreich sind die aber freundlicher".

Meine Worte. Entbietet wirklich jeder Logik.

A propos Anstehverhalten: Interessant finde ich jeweils, wenn ich im Schwarzwald zum Skifahren bin (Feldberg explizit ausgeschlossen, da für mich zu overcrowded) - da ist mir zuweilen schon mehrfach aufgefallen, dass es dort bei entsprechendem Andrang in Sachen Anstehen deutlich ruppiger (=vordrängeln) zu und her geht als beispielsweise in Italien, Frankreich oder in der Schweiz. Nicht dass mich das übertrieben stört, aber aufgefallen ist mir das schon. An was das evtl. liegen mag?
 
tja, so mancher Deutsche, der sowas in Österreich mitbekommen hat, würde die Osteuropäer verantwortlich machen. Andererseits ist in einer Liftschlange in Italien jemand mit seinen Ski dermaßen über das Board meiner Freundin gelatscht, dass oben auffiel, dass die Bindung im Arsch war. Auch wenn wir in Italien und auch wenn ganz Deutschland zu der Zeit keine Ferien hatte, maße ich mir dennoch nicht an zu pauschalisieren, woher derjenige kam, und ob das in Frankreich oder Schweiz nicht auch passiert wäre. Nicht zuletzt, weil ich es einfach in diesem konkreten Fall nicht weiß und daher auch nicht vermuten möchte.

Eine Tendenz zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Verhalten, z.B. Drängeln der Deutschen oder Geschwindigkeit von Alpenbewohnern, kann man sicherlich hier oder da nachsagen. Nur kann ich mich z.B. in dem Verhalten beim Bäcker nicht wiederfinden. Manch einer sagt sicherlich "TSCHÜSS!!!", während andere sich der ortsüblichen Floskeln anschließen.
 
eMGee schrieb:
Schweizer waren schon immer viele in Österreich beim Skifahren und bei den Konditionen mittlerweile ist da eine Steigerung auch nur logisch.

Erstaunlich das viele Schweizer in Deutschland einkaufen, man hat immer den Eindruck in der Schweiz gibt es nichts mehr :mrgreen: da dacht man immer die Deutschen sind Kaufsüchtig aber die Schweizer sind viel schlimmer :lach: , besonders schlimm ist es am Bodensee.

Die Hotelbetriebe in Österreich sind auch nicht alle Spitze, da gibt es auch noch viele Klitschen in bekannten Skigebieten wo die letzten 30 Jahre nichts mehr gemacht wurde aber den Preis verlangen als wären sie neu :?

Das Problem an der Schweiz sehe ich eher an das Heidi Image das man nicht mehr los wird, doch die Zeiten ändern sich
 
intermezzo schrieb:
A propos Anstehverhalten: Interessant finde ich jeweils, wenn ich im Schwarzwald zum Skifahren bin (Feldberg explizit ausgeschlossen, da für mich zu overcrowded) - da ist mir zuweilen schon mehrfach aufgefallen, dass es dort bei entsprechendem Andrang in Sachen Anstehen deutlich ruppiger (=vordrängeln) zu und her geht als beispielsweise in Italien, Frankreich oder in der Schweiz. Nicht dass mich das übertrieben stört, aber aufgefallen ist mir das schon. An was das evtl. liegen mag?

Hmm... das könnte an der hier doch sehr weitverbreiteten Lückenauffüllung liegen. :mrgreen: Bei mir im bekannten Kreis wird das "effektive Lückenfüllen" sehr oft von denjenigen praktiziert die an einem "Hauslift" groß geworden sind. Man wollte früher als Kind wenn viel los war trotzdem so viele Fahrten wie möglich machen. Und da die "Touris/ die aus'em Tal" :twisted: zu "blöd" waren/sind die Lücken zu schließen hat man sich halt da reingedrängt. Das wurde zwar mit dem Alter weniger, wenn es aber nötig ist oder es jemand vorschlägt, wird es trotzdem noch angewendet. :twisted: :mrgreen:
 
@Whistlercarver:

Interessant, Deine Ausführungen. Könnte tatsächlich so sein; als Einheimischer, der die Gepflogenheiten vor Ort kennt, wirst Du das wohl am Besten wissen! Vielleicht noch zur weiteren Klärung, wenn auch leicht OT im Zusammenhang mit dem "Niedergang" des CH-Tourismus: Explizit ist mir im Schwarzwald nur das Sturm- und Drangverhalten beim Liftanstehen aufgefallen, auf den Pisten gab's keinerlei Auffälligkeiten zu verzeichnen.
 
Whistlercarver schrieb:
intermezzo schrieb:
A propos Anstehverhalten: Interessant finde ich jeweils, wenn ich im Schwarzwald zum Skifahren bin (Feldberg explizit ausgeschlossen, da für mich zu overcrowded) - da ist mir zuweilen schon mehrfach aufgefallen, dass es dort bei entsprechendem Andrang in Sachen Anstehen deutlich ruppiger (=vordrängeln) zu und her geht als beispielsweise in Italien, Frankreich oder in der Schweiz. Nicht dass mich das übertrieben stört, aber aufgefallen ist mir das schon. An was das evtl. liegen mag?

Hmm... das könnte an der hier doch sehr weitverbreiteten Lückenauffüllung liegen. :mrgreen: Bei mir im bekannten Kreis wird das "effektive Lückenfüllen" sehr oft von denjenigen praktiziert die an einem "Hauslift" groß geworden sind. Man wollte früher als Kind wenn viel los war trotzdem so viele Fahrten wie möglich machen. Und da die "Touris/ die aus'em Tal" :twisted: zu "blöd" waren/sind die Lücken zu schließen hat man sich halt da reingedrängt. Das wurde zwar mit dem Alter weniger, wenn es aber nötig ist oder es jemand vorschlägt, wird es trotzdem noch angewendet. :twisted: :mrgreen:

Vortrefflich formuliert Andreas :ja: . Heute brauchts man bei uns ja leider nimmer, da eh kaum noch was los ist an den Liften. Diese frühe Prägung zum Lückenschluss zieht sich aber bei Stau oder zäh fliesendem Verkehr auf der Autobahn bis heute durch :mrgreen:
 
Ich wohne ja nun direkt an der Grenze und fahre dementsprechend auch häufiger mal in die Schweiz, und sei es nur zum Tanken. ;) Umgekehrt gibt es vor allem am Wochenende einen großen Strom Schweizer, die in Konstanz einkaufen oder essen gehen. Im Großen und Ganzen hat man sich hier an der Grenze miteinander arangiert, auch wenn einzelne Vorurteile so wohl nicht verschwinden werden. Zu offenen Feindseligkeiten kommt es aber eher selten. Auch innerhalb der Schweiz, beim Skifahren, habe ich größtenteils positive Erfahrungen gemacht. Sicherlich liegt bspw. die österreichische Mentalität der deutschen näher, aber die netteren und interessanteren Gespräche in Schleppliften oder Sesselliften hatte ich immer in der Schweiz mit Schweizern. :)
 
Na ja, ich fahre halt nach wie vor sehr gerne in der Schweiz zum Skifahren. Man muss nur wissen wo. Zum Glück wird in la Svizzera beileibe nicht überall abgezockt.
 
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