buzi schrieb:
Stell Doch mal die Bewegungsgleichungen (im 4. Semster dürftest Du ja die Vorlesungen technsiche Mechanik I/II/III schon gehört haben) für diesen Fall auf und schau Dir dann den Kräfteverlauf und die Beschleunigungen an, das dürfte recht heftig ausfallen und bedenke, das alles hängt an einem Seil, welches durch den starken Bremsvorgang wie eine Feder mit hoher Federkraft auf kurzem Weg erst mal Kraft aufnimmt und dann wieder frei setzten wird...
Buzi
Hi,
vielen Dank für die ganzen Antworten!
Die Bewegungsgleichungen wollte/will ich natürlich auch berechnen, dafür benötige ich/wir erst mal technische Daten zu einer oder mehreren Seilbahnen.
Sehr wichtig dabei natürlich die Beschleunigungs- und Bremszeiten mit den dazugehörigen Geschwindigkeiten. Ohne solche Werte brauchen wir erst garnicht anzufangen, uns ein Konzept auszudenken.
Und die Seilbahnhersteller lassen sich auf Anfragen zu technischen Daten diverser Bahnen auch richtig viel Zeit mit den Antworten bzw. haben bis jetzt noch nicht geantwortet. Vielleicht wollen sie auch nicht?!
Ich hab mir jetzt mal ziemlich lange Gedanken über die schwenkbare Kabine gemacht und dabei 4 Blätter vollgeschmiert
Mit dem "Lagern" meinte ich tatsächlich, dass die Kabine separat noch einmal über einen noch unbekannten Antrieb geneigt werden kann, z. B. über ein Zahnrad oder so.
Jetzt bin ich grade mal von einem Erfahrungswert ausgegangen. Wenn ich Bus fahre, und dieser in ca. 5 sec. auf 30 km/h beschleunigt, dann entspricht das einer Beschleunigung von ca. 1,7 m/s² oder 0,175 g. Also ging ich einfach mal von 0,2 g bzw. 2 m/s² für meine Gedanken aus.
Ich wollte also grade die erforderliche Neigung berechnen, um möglichst viel Kraft auf die Beine zu übertragen und möglichst wenig parallel zum Kabinenboden, was die Person nach hinten bzw. vorne kippen würde.
Also hab ich mit diesen Werten angefangen, diverse Skizzen mit Kräften zu zeichnen....
...doch dann fiel mir ein deutlich mitspielender Faktor ein! Nämlich die Steigung der Seilbahn, die auf keinen Fall vernachlässigt werden darf!
So wird eine Person im hinauf fahrenden Wagen "schwerer" und eine im hinab fahrenden "leichter" ähnlich wie im Aufzug! Nur dass die Bahn halt nicht senkrecht fährt.
Also hab ich mir ne Pendelbahn mit Daten gesucht und die Riederalpbahn gefunden. Diese überwindet 1141 Höhenmeter auf einer Länge von 2798 Metern. Darauf folgt ein durchschnittlicher Steigungswinkel von 22 °
Den hab ich dann mal mit in meine Skizzen mit einbezogen, allerdings erst mal nur für die Gondel, die nach oben fährt. Das war schon kompliziert genug
Laut meiner Rechnung, also mit einer Beschleunigung von 0,2g und einer Steigung von 22° müsste man die Gondel im ersten Moment um maximal 69,3° !!!! nach vorne neigen um sämtliche Kräfte in die Beine der Personen zu übertragen.
Das ist natürlich sausteil und die Leute würden direkt ins Tal schauen

aber man muss halt bedenken, dass nicht die gesamte Kraft in die Beine muss, sondern dass auch ein gewisser Teil parallel zum Gondelboden wirken darf. Der Teil sollte halt so groß sein, dass die Personen ohne sich
festzuhalten stehen bleiben können.
Außerdem kommt der größte Anstellwinkel ja auch nur im ersten Moment der Beschleunigung vor! Mit steigender Geschwindigkeit wird dieser Winkel dann natürlich gemäß der Bewegungsgleichungen zurückgestellt, bis die Gondel wieder parallel zum Erdboden steht!
Das ganze Szenario ist natürlich auch nur eine Sache von einigen Sekunden.
Das ganze Spiel für die abfahrende Gondel ist natürlich noch mal ne ganz andere Kiste
Weil da drin werden die Leute ja "leichter", da die Kabine sich abwärts bewegt. Da muss man sich erst mal überlegen bzw. berechnen in welche Richtung man die obere Gondel auslenken sollte?! Nach vorne oder hinten? Oder vielleicht sogar nach oben über 90 ° hinaus - das ist natürlich nicht realistisch aber vielleicht laut Rechnungen am besten??!! Keine Ahnung.
So wie ich das seh, müsste man bei so einem Konzept die obere Gondel als Referenzgondel nehmen, mit der man die Maximalwerte berechnen muss, da bei ihr auf Grund der negativen Steigung auch nur geringere Maximalwerte möglich sind ohne dass sich die Personen darin im freien Fall befinden
Naja ihr könnte ja trotzdem ma weiter eure Meinung dazu abgeben....
vor allem wenn ihr was wisst über Bezugsquellen zu Informationen und technischen Daten diverser Seilbahnen UND vor allem auch zu gesetzlichen Richtlinien!
Bis dann,
viele Grüße Andi