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Rauris 9.1.13 - gemischte Gefühle...

Eigentlich war ja halbwegs passables Wetter angesagt, und so beschlossen Schafi und ich, mal Rauris unter die Lupe zu nehmen. Rauris befindet sich verbundtechnisch im Niemandsland zwischen Amade und dem Verbund Zell am See - Kaprun. Verglichen mit anderen Gebieten ist das Gebiet eher klein, besteht aus 2 / 3 EUBs (eigentlich sind es ja drei, die Hochalmbahn hat aber nur Durchfahrbetrieb, trotz getrennter Seilschleifen), einer DSB und einer Hand voll Schleppern verschiedener Ausführung. Da es ziemlich abgelegen liegt, sollten sich die Menschenmassen in Zaum halten.

Beginnen wir unseren Rundgang im Gebiet an der Kreuzboden DSB.

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Die Talabfahrt kommt ziemlich flach am Talboden daher und die Monate Jänner bis März wurden hier offenbar auch ausgelassen. Feinste Maschinenschneequalität auf grüner Wiese.

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Steil geht es hinauf in der DSB, los ist nichts, am Parkplatz stehen vielleicht 20Autos. Nochmal im Bild, die Talabfahrt. Dank Lanzen immer noch offen, besteht aus 30 cm Maschinenschnee und ist pickelhart.

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Im oberen Streckendrittel wird die Talabfahrt gekreuzt. Und kommt eine Gruppe von Schulkindern entgegen, die die Talabfahrt lieber mit der DSB antreten. Sollte sie so grausig sein?

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An die DSB schließt etwas weiter nördlich der Waldalmlift an. Erst geht er der Piste entlang, verschwindet dann im Wald, um wieder zur Piste zu kommen. Oben gibt es dann faktisch keine Trennung zwischen Schlepptrasse und Piste mehr. Auf der anderen Seite sind schon ein paar Tiefschnee gefahren. ;)

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Piste Waldalm im oberen Bereich. 100 Höhenmeter unter der Bergstation fing es aber dann an, das Grauen. Bis hierher hat es offenbar geregnet und die Bergbahnen haben wohl versucht, die bereits durchgefrorene Piste zu präparieren. Kugellager ahoi... Die Piste wäre ganz nett, leider war der Zustand eher unterdurchschnittlich.

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Der Kreuzboden - hier gibt es noch einen Übungslift (Tellerlift), welcher eine breite Schiwiese erschließt und heute von englischsprechenden Jugendlichen genutzt wird. Unterhalb des Kreuzbodens wird der Pistenzustand schlagartig besser. Hart, aber halbwegs griffig geht es ins Tal.

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Und es offenbart sich nun auch, warum manche Leute die Talfahrt mit der Bahn bevorzugen. Der Hang ist steil, und unten kommt eine nette Kurve. Von dort aus geht es flach zur Talstation.

Dann ging es nochmal hoch. Wir wollten uns nun die andere Seite, die Hochalm anschauen. Um dorthin zu gelangen, muss man mit dem Waldalmlift hinauf, um dann einen ewigen Ziehweg bis zur Mittelstation der Hochalmbahn benützen zu müssen. Für die Verbindung okay, sonst ein pistenmäßiges no go. Da wir nun die Mittelstation erreicht hatten, beschlossen wir, ins Tal zu fahren, es gibt ja eine schwarze Piste...

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Der obere Hang nett, aber nichts besonderes, es folgt ein kurzer Ziehweg, um dann den Blick auf einen netten Hang freizugeben. Da geht es runter. Nur leider ist dieser Hang ruppig und meiner Meinung nach mit einer mittelschweren Piste vergleichbar. Jedenfalls sieht man Rauris. ;)

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Rauris hat, neben See, in Österreich die einzige Wopfner 6 EUB.

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Der untere Hangteil. Naja... So, und wo ist jetzt die schwarze Piste? Kommt die noch?

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Noch schnell ein Foto von der Kirche zu Rauris, bevor wir uns am...

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Ziehweg bis ins Tal vor tasteten... Schwarze Piste, wo bist du?!

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Nach einigen Serpentinen kommt die Talstation in Sicht. Und immer noch keine schwarze Piste...

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Wenigstens sind die letzten Meter kein Ziehweg mehr - die Piste war eine Enttäuschung auf ganzer Linie und eigentlich zu 3/4 ein Schiweg.

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Der Talstationskomplex. Hier gibt es noch zwei Übungslifte.

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Diese Enttäuschung mussten wir in der Gondel verarbeiten - die Talabfahrten sind für schwächere Skifahrer definitiv zum vergessen. Vielleicht schaut es ja oben besser aus? Also rauf mit der Hochalmbahn. Die Bahn ist interessant - eine EUB in zwei Sektionen, die offenbar nicht getrennt werden können. Antriebe findet man in der Mittelstation.

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Hier jedenfalls die Bergstation auf der Hochalm.

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Highlight auf der Hochalm ist aber dieses Ding hier - der Gratlift. Ein Kurzbügler mit Liftomat, einer fast schon kriminellen Schleppspur - Tipp an die Familien: wenn die Kinder böse sind, einfach mal statt EUB fahren dieses Ding hier benützen, daran verzweifeln die lieben Kleinen garantiert. Uns macht die nur teilweise präparierte Trasse nichts aus. Ist halt, dank Neuschnee etwas eng, aber es geht.

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Blick gen Süden vom Gratlift aus.

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Bergstation Gipfelbahn. Schade, dass das keine Sesselbahn geworden ist. Gut, bei den Bodenabständen aber verständlich.

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Verglichen mit der Waldalm - Kreuzbodenpartie ist hier die Landschaft unendlich weit und passt gar nicht zu typischen Salzburger Skigebieten. Es erinnert entfernt an Tirol (Oberland).

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Ein paar Bilder der Gipfelbahn dürfen auch nicht fehlen. War die Piste am Gratlift gut, so begannen die Buckeln ab der Einmündung in die Piste der Gipfelbahn. Neuschnee halt, dazu für meinen Geschmack fast zu viele Leute.

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Pano Hochalm.

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Mittlerweile gab es wieder Wolken (die ZAMG hatte etwas gepfuscht ;) ) und ganz hinten sieht man es. Teilweise ist die Piste auch hier etwas ziehwegähnlich...

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Dennoch ging es nochmal rauf mit der Gipfelbahn.

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Der obere Hang unter der Bergstation ist schon mal ganz nett. Leider war die südlichste Piste gesperrt. Keine Ahnung warum, es war kein Mensch zu sehen, ein paar Slalomstangen standen aber am Anfang der Piste herum...

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Der Starthang am Gratlift auch.

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Hier gut zu sehen, die ziehwegartige Passage an der Gipfelbahn. Hinter dem Hügel endet die 6 EUB.

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Immer wieder kommt man bei der Abfahrt aus dem Gipfelbereich an der 6 EUB vorbei. Die Stationen sind in Magenta gehalten, damals eine Moderfarbe, wenn ich an die Zugspitze und ihre Bahn aufs Platt denke.

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Interessanterweise wurde die Talstation der Gratbahn unter er Hochalmbahn platziert. Der Bahnhof verschwindet relativ unauffällig im Hang. Gut gelöst dafür, dass es kein Kellerbahnhof ist.

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Nochmal der Hochalmbereich mit dem Gratlift.

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Letztes Foto vom Bereicht - die zwei EUBs Seite an Seite. Danach ging es wieder über die flache Piste an den Jackalmliften zur Mittelstation und weiter zum Kreuzboden. Die Verbindung hinüber beginnt etwas besser, nämlich mit einem steilen Hang, der auf einem Schiweg umfahren werden kann. Das war die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht, der Hang und der Ziehweg vereinigen sich zu eine, erraten, Ziehweg, der dann am Kreuzboden herauskommt.

Fazit zu Gebiet:

Kreuzboden

Pistentechnisch ist der Kreuzbodenbereich top. Mittelsteile Pisten in Waldschneisen. Leider oben heute nicht ideal erwischt. Anlagentechnisch sollte hier aufgerüstet werden, besonders, was die zweite Sektion betrifft. Keine guten Anfängerpisten!

Hochalm:

Pistentechnisch ist die Talabfahrt ein Flop. Von der Hochalm runter der Mittelstation ganz nett, aber ziemlich flach. Für Familien gut geeignet. Von der Mittelstation führen noch die beiden Jackalmschlepper auf die Hochalm. Im Grunde aber redundante Anlagen, da selbe Strecke von der EUB erschlossen wird.
Gipfelbahn auch gut für schwächere Schifahrer, teilweise kann es aber etwas eng werden.
Gartlift was für Schlepperprofis oder für schwache Schifahrer, die leiden wollen. Ein echter Masochismuslift für den schwachen Schifahrer, eine Augenweide für den versierten Schifahrer. Endlich mal eine richtig krasse Trasse! Dazu ein Liftomat 2000. Nostalgie pur. Die Piste wäre für schwache Schifahrer geeignet.

Verbindung Hochalm - Kreuzboden und umgekehrt:

Der absolute Schwachpunkt im Gebiet. Zwei fast endlos lange Ziehwege. Nichts zum dauernd wechseln, aber immer noch besser als ein Schibus.

Fazit: 3 von 6 Punkten.

Eigentlich sollte seitens der Bergbahnen etwas aufgeräumt werden.Gerade der Kreuzboden würde nach einem Ausbau schreien. Unten eine Kombibahn (4/6), oben eine 4 KSB/B. Auch die Hochalm wirkt etwas verplant. Die 6 EUB ist zwar schön und gut, eine KSB täte dem Bereich aber irgendwie nicht schlecht. Fragt sich nur, wohin...

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Schön mal ein Bild vom Gelände des ehem. Rainberglifts zu sehen - steile Schlepper gab es in Rauris wohl genug.

Dachstein schrieb:
Pistentechnisch ist der Kreuzbodenbereich top. Mittelsteile Pisten in Waldschneisen. Leider oben heute nicht ideal erwischt. Anlagentechnisch sollte hier aufgerüstet werden, besonders, was die zweite Sektion betrifft. Keine guten Anfängerpisten!
Aufrüstung zur Attraktivitätssteigerung und Komfortverbesserung? Einziger Vorteil wäre eine Erweiterung des Angebots an modernen Anlagen für den verwöhnten Gast, damit die Gipfelbahn nicht mehr die Hauptbeschäftigungsanlage ist und die Pisten dann in beiden Bereich marginal länger halten.

Dachstein schrieb:
Die 6 EUB ist zwar schön und gut, eine KSB täte dem Bereich aber irgendwie nicht schlecht. Fragt sich nur, wohin...
Ich weiß, es ist komplett sinnlos, aber ich gebe trotzdem einen Kommentar dazu ab: der einzige Vorteil der EUB ist, dass die Kunden kommen, weil der alte Schrott nicht mehr da steht. Aber aus Sicht des Schifahrers kann man sich doch nicht mehr wünschen, als dass hier in diese schöne Geländekammer eine Anlage mit möglichst wenig Kapazität führt. Wie du selbst schreibst...

Dachstein schrieb:
(...) dazu für meinen Geschmack fast zu viele Leute.
Genau so habe ich es auch erlebt, absolut grauenhaft. Der Wetterkreuzlift mag genauso extrem wie der Gratlift gewesen sein, aber er hat da hinten zumindest noch normales Schifahren in einem interessanten Umfeld ermöglicht. Heute sieht man wahlweise Menschenmassen (überspitzt formuliert) und/oder eine große Seilbahn.

Aber klar, die von dir so viel zitierte Angebotsbereinigung sollte zeitnah kommen. Und wenn auch noch die letzte Piste übererschlossen ist, wird man vielleicht merken, dass Schifahren mehr ist als nur möglichst schnell und komfortabel von unten nach oben zu kommen.

Dachstein schrieb:
Verbindung Hochalm - Kreuzboden und umgekehrt:

Der absolute Schwachpunkt im Gebiet. Zwei fast endlos lange Ziehwege. Nichts zum dauernd wechseln, aber immer noch besser als ein Schibus.
Das hat mir auch nicht so gut gefallen, aber einen Schwachpunkt würde ich es nicht nennen. Ich sehe es eher als Vorteil, dass ich für den Wechsel nicht in eine Verbindungsbahn oder eben den Schibus steigen muss sondern gemütlich mit den Schi fahren kann.
 
So, nun der dritte Antwortversuch - Smartphone...

Also bezogen auf die KSB im Hochalmbereich sehe ich es so:

Die EUB vom Tal auf die Haimalm (Mittelstation) passt. Aber ab hier kann bereinigt werden: die zweite Sektion weg, die Jackalmschlepper weg, und statt den drei Anlagen eine 6 KSB/B hin, mit dem Wissen, dass hier auch Talförderung möglich sein muss (Sommerbetrieb). Das wären unterm Strich 2 Anlagen weniger - eine Sparmöglichkeit also. Der Gratlift kann ruhig stehen bleiben, sollte der mal weg müssen, maximal eine DSB, die von der Kap. dem Schlepper eher sogar unterlegen ist (um nicht zu viele hinaufzubringen). Zum Kreuzboden habe ich mich eh schon ausgelassen; wie du sagst, in der Hoffnung, dass dann der Hochalmbereich nicht mehr so überlaufen ist.

Die Verbindung hat noch einen weiteren Vorteil: sie ist so unattraktiv, dass es kaum Wechsler von der Hochalm hinüber geben dürfte (hat sicher auch mit den Anlagen am Kreuzboden zu tun). WEnn hier mal moderne Anlagen stehen, wird das sicher anders ausschaun.

Ich bin jetzt bei meinem ersten Besuch mit den Gebiet nicht warm geworden - okay, kann es geben, aber ich werde dem Gebiet sicher nochmal eine Chance geben, bei besseren Verhältnissen. Mal schaun, wie die Sache dann ausschaut.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Highlight auf der Hochalm ist aber dieses Ding hier - der Gratlift. Ein Kurzbügler mit Liftomat, einer fast schon kriminellen Schleppspur - Tipp an die Familien: wenn die Kinder böse sind, einfach mal statt EUB fahren dieses Ding hier benützen, daran verzweifeln die lieben Kleinen garantiert.
... Ich müsste einen Erwachsenen ewig überreden, damit er mit mir so einen Lift fährt. :D
 
Alpenpowder schrieb:
... Ich müsste einen Erwachsenen ewig überreden, damit er mit mir so einen Lift fährt. :D
Mich ganz bestimmt nicht - ein ganz feines Teil, dieser Gratlift! Wäre Rauris nicht so weit weg, würde ich jede Saison wieder dort hin fahren.
 
Dachstein schrieb:
Ich bin jetzt bei meinem ersten Besuch mit den Gebiet nicht warm geworden - okay, kann es geben, aber ich werde dem Gebiet sicher nochmal eine Chance geben, bei besseren Verhältnissen. Mal schaun, wie die Sache dann ausschaut.
Ja, so war es auch bei mir. Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr von Rauris versprochen und war dann etwas enttäuscht.
 
Was sich bei schönem Wetter auf alle Fälle noch lohnt, ist, die 10 Höhenmeter von der Bergstation der Gipfelbahn auf den Buckel hochzusteigen und drüben runter zu schauen. Die Aussicht ist ganz nett... Man sieht mitten in das Hohe-Tauern-Gebiet rein und steht vis-à-vis dem Wiesbachhorn.

Ansonsten geb ich euch recht, lifttechnisch etwas verplant. Mit den langen Verbindungsziehwegen habe ich jetzt weniger Probleme, die Lösung mit einer 6er KSB würde mir aber auch gefallen, auch wenn wir uns sicher sein können, dass das Utopie ist ;-). Die werden nicht eine noch gut funktionierende EUB abreißen, wenn man die Gipfelbahn nur mit Ach und Krach (Unterstützung durch lokale Firmen und Unterkunftsbetriebe) finanziert bekommen hat und zudem noch Ausbaupotential auf der anderen Seite mit DSB+SL besteht.

Die Talabfahrt ist wahrscheinlich deshalb schwarz markiert, damit sie eben nicht so viele Leute fahren (Ziehweg unten raus...).
 
Interessante Bilder aus einem fast exotischen Gebiet.....
Auf der Karte sieht es übrigens nach idealem Schigelände in der von der obersten Station nordwestlich gelegenen Geländekammer aus, Richtung Bräuer Hochalm und Sommerer Voralm ins Wolfbachtal, wundert mich fast, dass da in den 70-er Jahren niemand an eine Erschließung gedacht hat. Aber wahrscheinlich waren auch in Rauris damals alle in Erwartung einer Anbindung nach Gastein über Stanzscharte bzw. über Kolm Saigurn.
Man kann wahrscheinlich auch jetzt von oben nach hinten runterfahren, aber dann steht man offenbar im Nirwana, weil das Tal raus zieht sich ewig und ist sicher zu flach zum Schifahren.
 
philipp23 schrieb:
Mit den langen Verbindungsziehwegen habe ich jetzt weniger Probleme, die Lösung mit einer 6er KSB würde mir aber auch gefallen, auch wenn wir uns sicher sein können, dass das Utopie ist ;-). Die werden nicht eine noch gut funktionierende EUB abreißen, wenn man die Gipfelbahn nur mit Ach und Krach (Unterstützung durch lokale Firmen und Unterkunftsbetriebe) finanziert bekommen hat und zudem noch Ausbaupotential auf der anderen Seite mit DSB+SL besteht.

Das ist mir durchaus klar, dass das reines Wunschdenken meinerseits ist. Es ist leider so, dass sich Fehler in verplanten Gebieten nicht so schnell korrigieren lassen. Daher werden wir wohl mit der 6 EUB noch längere Zeit leben dürfen. Auch hielte ich es falsch, auf der anderen Seite die DSB zu ersetzten, um dann den Schlepper stehenzulassen. Der Hüttenwirt an der Waldalm sprach von einem baldigen Neubau, der Seilbahner an der Talstation von einem Neubau, wenn Geld da sei. Ich schätze mal, es wird noch dauern. ;)

Die Wege sind jedenfalls besser als ein Skibus, nur das Wechseln wird halt so auch mühsam - eine Verbindung, die mir einmal am Tag reicht. Ich gebe gerne zu, dass die Verbindung Sattelkopf (Fiss) zum Komperdell (Serfaus) auch ziemlich ziehweglastig ist, nur die lebt wenigstens vom Pano. In Rauris geht es panoramalos durch den Wald.

Übrigens - die Hochalmbahnen feiern heuer 40 Jahre. Eine Festschrift dazu liegt gratis an den Talstationen der EUB und der DSB auf.

MFG Dachstein
 
Ich war über Weihnachten im Raurisertal. Bin allerdings ohne konkrete Erwartungen zum Skigebiet da hin. Hier war der Schwerpunkt auf die Übernachtsungsmöglichkeit fixiert - Urlaub mit Hund und da gibt es in Rauris einen Spezialisten. Zudem fährt meine Partnerin nicht Ski. Insofern hatte ich zum Skigebiet keine großen Erwartungen....was vielleicht von Vorteil war.
Skifahren hatte nicht die obereste Priorität. Wir waren auch wandern und haben uns Salzburg angeschaut da ich in dieser Ecke noch nicht war.

Meine Einschätzung zum Skigebiet
Schon spannend wie dieses Skigebiet wirklich sein Eigenleben führt.Auf der einen Seite ist das Gasteinertal (habe ich auch ein Tag besucht) und auf der anderen Seite Zell am See und Kaprun. Rauris hat sich hier in der Mitte als Familienskigebiet positioniert. Während auf der Hochalm die Skikurse die Oberhand hatten war auf der anderen Seite gar nichts los und ich hatte teilweise mein Privatskigebiet am Kreuzboden. Leider war bei mir die Pistenpräperation nicht optimal am Kreuzboden. Die langen Ziehwege haben mich gar nicht gestört. Die Talabfahrt am Kreuboden fand auch ich besser und anspruchsvoller.

Warum die Talabfahrt aus dem Hauptskigebiet als schwarz eingestuft wurde kann ich aufgrund der entsprechenden Pistenverhältnisse bei meinen Besuch verstehen. Vielleicht waren die Bedingungen bei Euch besser. Zudem denke ich soll auch verhindert werden das die ganzen Skianfänger die Talabfahrt verwenden. Der untere Teil ist schon sehr eng.

Ich fand die Mischung von den vorhanden Beförderungsanlagen schon sehr spannend. Mich stört aber immer wenn ich ständig meine Ski ausziehen muss. Deswegen habe ich mich am Kreuzboden sehr wohl gefühlt.

Übrigens: Innerhalb von 10 Tagen ist doch einiges an Schnee verschwunden. Bei meinem Besuch war es noch weiss unten im Tal. Vielleicht liefere ich noch ein paar Handybilder nach.
 
eins zum Gratlift -- i habs mal erlebt, der Bügel rutschte weg und ich bekam ihn nur mit größter Mühe noch vorm Steilstück wieder in seine Position , i hätt auch net auf der Strecke aussteigen können ... da hätt ich gern einen Tellerlift wie am Spitzing früher oder Garland, das wär die Beste Lösung. Steile Kurzbügler allein, grausam ; da warn die Italiener oder Franzosen früher einfach praktischer, ab ner gewissen Steigung issn Doppelbügellift furchbar, vor allem wenn die Bügel noch vereist sind, dann rutsch n s noch besser von den neumodischen glatten Daunenjacken weg ...
ich würde sagen, wenn am Gratlift mal eine Bügelschnur reisst, und der Liftfahrer rückwärts die Strecke runterstürzt, dann isses das selbe wie damals in Gastein ... dann muß er weg ; da wars dasselbe, die Strecke hätt ma net leicht verlassen können, das sowas bei den heutigen Brüsselvorschriften noch zugelassen is, wundert mich sehr stark ;
 
Deswegen ist ja auch in Gurgl am VWL2 so gut wie kein Betrieb mehr. Der BL meinte nur, wenn da was passiert ist Polen offen.

Finde es auch interessant, dass der Gratlift für die paar Meter Piste überhaupt noch so regelmäßig läuft. In anderen Gebieten würde man einen derart steilen Lift doch nur bei absolutem Hochbetrieb anwerfen - wenn überhaupt.
 
also wie gsagt, das versteh ich auch nicht, zum Gurgler Lift, der bringt auch net arg viel -wegs der Piste hinten runter, lang wars net, und vorn is ja absolut nur für Spitzenfahrer ;
 
schifreak schrieb:
ich würde sagen, wenn am Gratlift mal eine Bügelschnur reisst, und der Liftfahrer rückwärts die Strecke runterstürzt, dann isses das selbe wie damals in Gastein ... dann muß er weg ; da wars dasselbe, die Strecke hätt ma net leicht verlassen können, das sowas bei den heutigen Brüsselvorschriften noch zugelassen is, wundert mich sehr stark ;

Sowas in der Richtung habe ich mir auch schon gedacht. Mit Langbügel ließe sich die Sache zwar etwas entschärfen, dennoch, wenn was passiert, ist der Lift wohl Geschichte.

MFG Dachstein
 
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