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Recco Reflektoren

A330

Massada (5m)
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23. Okt. 2013
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Hoffe, dass ich hier im richtigen Unterforum poste. Freunde von mir haben nach den recco Reflektoren gefragt und ich musste mit Erstaunen feststellen, dass zwar viele Bergbahnen die (wohl unhandlichen) Recco-Suchgeräte besitzen, jedoch annähernd keine Recco Reflektoren erhältlich sind. Wir haben dann mal drüber gesprochen und für den (zugegebenermaßen sehr unwahrscheinlichen) Fall der Lawinenverschüttung im gesicherten Bereich (Piste) müssten diese (Reflektoren) doch hilfreich für ein schnelleres Auffinden sein, oder? (Klar nicht mit den Orthovox, etc Systemen vergleichbar.) Wenn ja, warum sind diese annähernd nicht erhältlich? Und wo kann man die kaufen? Vielleicht weiß ja jemand Bescheid. Schon einmal danke.
 
Die Reflektoren sind meist in Skibekleidung eingenäht...
Ich habe früher mal welche gesehen, die man (z.B. auf den Skischuh) aufkleben konnte, aber vor 10 Jahren war meine Suche dazu auch erfolglos. Selbst auf der ISPO... Inzwischen habe ich einen Skidress mit sowohl in der Jacke als auch in der Hose einem Reflektor eingenäht (und nen Pieps obendrauf...)
 
In einem Sportgeschäft neulich wurden die Recco-Reflektoren "Leichenfind-Reflektoren" genannt, da sie vom Heli aus nicht funktionieren und nur dabei helfen, denn Verschütten irgendwann mal zu finden... Ob:s stimmt, weiß ich allerdings nicht.
 
Vielen Dank schon einmal. Hatten schon überlegt alte skikleidung zu kaufen und die Dinger rauszuschneiden. Glaube mich auch sehr dunkel dran zu erinnern, dass hier irgendwo mal geschrieben wurde, dass das Recco Suchgerät mega unhandlich sei und deswegen keine große Effektivität bei der Suche damit bestehen würde (kann mich da aber auch täuschen). Das mit dem Heli, klingt ja schon so.
 
Würde egtl. die Handy-Strahlung nicht zur Lokalisierung ausreichen? Handy hat ja heute eh jeder dabei, müsste man ja nur die Suchgeräte entsprechend an die anderen Frequenzen anpassen... Oder strahlt ein Handy nicht durchgehend aus?
 
Hallo A330,

gib einfach hier in die Suchmaschine des Forums mal RECCO ein. Dann findest Du die Antworten zum (Un)Sinn von RECCO.

@ Starli
Ob das mit dem Handy klappt weiß ich nicht. Die elektrische Strahlung müsste durch den Schnee sprich Wasser/Luftgemisch hindurch strahlen können. Das wird vermutlich bei größeren Mengen Schnee über dem Verschütteten schwierig.
Weiterhin müsste das Handy lawinensicher am Körper getragen werden, damit es nicht durch Feuchtigkeit oder mechanische Einwirkung seinen Geist aufgibt.
Und es müsste jeder zusätzlich ein spezielles Handysuchgerät dabei haben, das man dann im Notfall sofort zur Hand hat.
Vermutlich geht immer noch nichts über Lawinenpiepser, Sonde und Schaufel.
 
starli schrieb:
Oder strahlt ein Handy nicht durchgehend aus?
Das Handy meldet sich an der Basis-Station an. Die Basis-Station koordiniert die angemeldeten Handys, in welchem Zeitschlitz und auf welcher Frequenz gesendet wird. Die Basis-Station hat zudem Sektoren-Antennen (15° / 30°?), um die Richtung bestimmen zu können. Bei einem eingebuchten Handy kriegt man vermutlich nur raus, ob jemand im Hang liegen könnte, aber nicht wo genau.

Einfach nur auf das Anmelde-Signal des Handy lauschen oder die Kommunikation mit der eingebuchten Basis-Station belauschen dürfte nicht funktionieren. Wegen Zeitschlitz- und Frequenzwechsel sollte das nur Rauschen sein.

Vielleicht kann man aber eine mobile Basis-Station (IMSI-Catcher) bei der Suche mitnehmen, die im Umkreis von 50-100m alle vorhandenen Handys einfängt und genauer ortet. Von der Technik her müsste man das Handy eigentlich auch anrufen und klingeln lassen können. Von der Größe her müsste so ein Gerät zwischen Router und Schuhkarton liegen.

Schnee scheint das Signal nicht zu dämpfen. Das Recco-System und GSM liegt im gleichen Frequenzbereich.
 
Das Zeug bringt vl was damit man nicht bis zur schneeschnelze da drinnen liegt aber für Lebendbergung seh ich da keine Chance.
Alleine die Zeit reicht schon nicht bis die Retter mit Ausrüstung da sind.
Pieps plus Kameraden und vl noch andere Leute die grad in der nähe sind können helfen alles andere ist (fast) nix wert!
 
rush_dc schrieb:
Pieps plus Kameraden und vl noch andere Leute die grad in der nähe sind können helfen alles andere ist (fast) nix wert!
Stimmt, allerdings hab ich wenn ich nur auf der Piste unterwegs bin nicht mein Barryvox dabei. Ich weiss nicht genau wie gut die Skigebiete für den Notfall geübt haben, aber als zahlende Gast darf man mehr oder weniger davon ausgehen, dass bei eine Lawine in gesichertes Gelände bzw. auf der Piste die Spezialisten rechtzeitig vor Ort sein können. Wer dann einen RECCO-Reflektor dabei hat ist schnell gefunden und kann hoffentlich innerhalb der Überlebungsphase ausgegraben werden. Vor allem da das System die Helfer direkt zum Opfer bringen.

Skihase schrieb:
In einem Sportgeschäft neulich wurden die Recco-Reflektoren "Leichenfind-Reflektoren" genannt, da sie vom Heli aus nicht funktionieren und nur dabei helfen, denn Verschütten irgendwann mal zu finden... Ob:s stimmt, weiß ich allerdings nicht.
Im freies Gelände haben die Leute aus dem Sportgeschäft schon recht. Bevor da jemand vor Ort ist, ist die größte Überlebenungschance schon vorbei. Da hilft nur ein LVS-Gerät in Zusammenhang mit einer Kameradenrettung. Leider Gottes ist son Teil fürchtbar Teuer, aber ausserhalb der Piste auch leider alternativlos.

starli schrieb:
Würde egtl. die Handy-Strahlung nicht zur Lokalisierung ausreichen?
Soweit mir das bekannt gegeben wurde reichen Handys unter dem Schnee nicht aus. Zumindest nicht wenn man etwas tiefer verschütet ist. Es gibt aber schon Apps die eine sogenannte "Lawinenrettung" möglich machen sollten, aber eine garantierte Wirkung gibt es da natürlich nicht.
 
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Habe die Information weitergegeben.
 
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