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ropeway ballet (Aufschaukeln eines Sessels durch Wind)

Interessant wäre, Klemmen mit einem dynamischen Simulator zu prüfen, und zwar an einem gespannten Förderseilselstück.
Ideal wäre eine grosse servohydraulische Stewart Plattform um verschiedene Schwingungszustände zu erreichen, technisch kein Problem, nur sehr teuer.

Nur mit Wind an einem statisch montierten Seilstück und dabei mit Gebläsen den Wind zu simulieren ist denkbar, erfordert jedoch hohe Lüfterleistungen die dann noch aureichend dynamisch angesteuert werden müssen. Windkanalventilatoren sind wiederum recht Träge. Gewisse Tests könnte man eigentlich sogar bei grossen Tunnelquerbelüftungszentralen durchführen.

Sinnvoll wäre es, Klemmen mit kombiniert wirkenden Gehängeeinwirkungen zu prüfen, nicht nur Durchrutschgrenze (rein axial) sowie Abreissgrenze (rein quer). Inwiefern klemmenbedingte Torsionseffekte quer zur Seilachse in der Praxis ein Förderseil beschädigen können, kann ich nicht beurteilen, kenne mich da zuwenig aus.

Zudem wäre ebenfalls eine Kombination von Querpendelung bei gleichzeitiger Längspendelung für die Belegung der minimal erfordlichen jeweiligen Pendelfreiheiten vorzuschreiben. Nur getrennt diese beiden Pendelwinkeln prüfen zu müssen, ist IMO nicht ausreichend repräsentativ, da in der Praxis stets eine Kombination beider Pendlungen vorkommt (gilt auch für Pendel- sowie Gondelbahnen).


IIRC wurde die Sesselbahn schnell wieder für den Betrieb freigegebn, demnach wurde das Förderseil nicht weiter beeinträchtigt, sofern die visuelle Prüfung sorgfältig durchgeführt wurde.
 
Sieht mir eher so aus, als ob die Bahn schnell noch leergefahren wrid, bevor es noch schlimmer wird.
 
Wie gut Seilbahnbetreiber bei der (kurzfristigen) Vorhersage von schlechtem Wetter sind, hat man ja wunderbar am Karren gesehen...
Ich mein mal abgesehen davon, dass man potenziell viele Menschenleben gefährdet....ist die Überprüfung von Seilen und Klemmen nach so einem Zwischenfall (und ggf der komplette Austausch nach Schäden) echt so günstig, dass man sich das einfach mal so leisten kann?!?🙈
 
Aus eigener Erfahrung weiss ich wie schnell solche Wetterumschwünge heutzutage im Gebirge geben kann, gerade bei solchen Hitzetagen. Das ist dann soviel Energie im System, da kommt das Gewitter mit Sturm und allem drum und dran innerhalb von Minuten und wenn die Bahn lang ist dauert es halt bis sie leergefahren ist. Ich denke der BL hat seine Entscheidung nach bestem Wissen getroffen. Am Ende des Tages braucht es in solchen Situationen halt auch eine Portion Glück, auch wenn das niemand hören möchte..
 
Ohne das Ganze nochmal ganz aufwärmen zu wollen (ich hatte mich damals schon recht ausführlich geäußert)...ich denke es würde nicht schaden, wenn die Mitarbeiter im Kontrollraum wenigstens ein Wetterradar am PC (oder anderem geeigneten Gerät) offen hätten (es gäbe ja sehr gute, kostenlose Möglichkeiten). Gewitter entstehen in der Regel eher selten direkt über einem aus heiterem Himmel (das Unwetter damals am Karren tat es nicht).
Das eine extra Tablet/Laptop/etc im Kontrollraum wird jetzt auch nicht allzu teuer sein...und selbst wenn man dadurch vielleicht am Ende "nur" 10min Vorwarnzeit hat.
Aber besser diese 10min Vorwarnzeit haben, innerhalb der man die Fahrt (zumindest bei einer Pendelbahn dürften die Fahrzeiten ja eher selten mehr als 10min betragen) beenden und den Betrieb vorübergehend einstellen kann, als am Ende überrascht zu werden und nur durch sehr viel Glück an einer Katastrophe vorbeizuschrammen...
 
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