GAG schrieb:für das urnerland und insbesondere das urseren ist dies eine einmalige chance. mit diesem projekt kann die region fast nur gewinnen. das urnerland ist ja eh schon eine wirschaftliche sowie touristische randregion. habe manchmal auch mühe mit solch grossen veränderungen. aber diese chance muss andermatt nützen, ansonsten tuts eine andere region! schaut doch mal realp und hospental und das ganze reusstal ab erstfeld. diese orte sind ja fast vom aussterben bedroht!
Da Kann ich nur zustimmen: Ohne das Projekt von Sawiris wir die gesamte Region Urner Oberland langsam aussterben. Wenn man durch die Dörfer fährt, ist ja die Stagnation regelrecht spürbar. Schaut doch mal, wie viele Häuser in Göschenen leer stehen - die Bahn, das Militär usw. haben radikal abgespekt. Selbst der Dorfladen steht vor der Schliessung - nicht nur in Göschenen, auch in anderen Dörfern im Oberland stehen die Strukturen auf einem "wackligen" Grund.
Ich verstehe natürlich all jene, die Angst haben, dass der Gemsstock seinen Feeride-Charme verliert. Aber: Nur von den Freeridern alleine kann der Gemsstock auch nicht leben. Und die bisherigen Anlagen haben ja wirklich einen Erneuerungsbedarf. Ich nehm mal an, dass die Verantwortlichen durchaus in der Lage sind, bei zukünftigen Investitionen die Stärken der einzelnen Skigebiete aufrechtzuerhalten.
Sicherlich hat man Resprekt vor den Dimensionen des Sawiris Projekts (mind. 3000 Betten, 1 Mio. m2 Land). Dass nachher das Preisniveau deutlich gegen oben geht, ist auch anzunehmen. Aber es gibt ja auch noch die günstigeren Dörfer in der Umgebung. Und: Was ist die Alternative zum Sawiris Projekt? Ein jahrelanges Durchwursteln der Bergbahnen, so wie bis jetzt? Oder einen grossen Schritt, z.B. mit einer Verbindung Gemsstock-Nätschen-Oberalp? Oder alternativ Verbindung Nätschen-Oberalp sowie Gemsstock-Felsental-Winterhorn?
Ich glaube, auch die Freerider könnten es doch verschmerzen, wenn z.B. das Felsental irgendwie erschlossen würde. M.E. haben alle Gebiete in der Gotthardregion (von Hospental bis Disentis) dasselbe Problem: Sie sind trotz ihres Charmes zu klein, um genügend Abwechslung selbst für einen Tag zu bieten. Und die Kundenbedürfnisse sind klar: Grössere Gebiete.