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Saalbach: Neue Bernkogelbahn

Nachdem sich am Sonntag, 11. Dezember 2011 ein großer Teil der AF-Kernmannschaft in einem großen, völlig unkoordinierten Stampede auf das Minigebiet Fieberbrunn mit der neuen Reckmoos-N-EUB gestürzt hat, wobei es anscheinend fast zu Zusammenstößen auf der Suche nach freiem Photoblick auf begehrte Motive gekommen wäre, hab ich mir heute ein benachbartes Ziel gesucht, in dem es auch neue Transport-Hardware anzuschauen gibt.
Dachstein hatte mich zwar gefragt, ob ich mich am Fieberbrunn-Ausflug beteiligen wollte, aber ich hab meine triefende Nase mal lieber einen Tag lang geschont.
Heute war's dann oben zwar nicht mehr das Sonntags-Traumwetter, dafür war aber im Tal kein Nebel mehr.
Die Rede ist von der neuen Bernkogelbahn in Saalbach, und einem Abstecher zum ebenfalls neuen Reiter-Ost 6er-Sessel.
Ich stell jetzt erst mal die Bilder ein, wenn's Bedarf oder Fragen gibt, kann ich auch noch mehr Informationen nachliefern, wobei es aber eigentlich nicht viel zu berichten gibt.
Die Bernkogelbahn und die Baumassnahmen an der Bernkogelpiste schauen für mich rundherum gelungen aus - da passt einfach alles.
Auf der Anfahrt über die Asitz von Leogang fällt oben natürlich der neue Restaurationsbetrieb auf; der Bau über dem Zugangstunnel schaut irgendwie wie so ein "Snowmaker"-Klotz aus.
Asitz_Brau_O.jpg

Auch von der anderen Seite wirkt der Bau nach dem Motto: Klotzen, nicht kleckern.
Asitz_Brau_SO.jpg

Ausserdem unterwegs noch "Auto am Berg" - kein Kommentar:
Auto_am_Berg

Bei der Zufahrt runter nach Saalbach, noch über die Umgehungspiste, (Kohlmais direkt runter war noch zu), sieht man schon die neue Bahn im Profil.
Bernkogel_von_O_1024.jpg

Bkb_Tal_vonO.jpg

Zugang zur Bernkogel-Talstation auf kürzestem Weg per Aufzug:
Bkb_unten_Aufzug.jpg

Der Weg vom Aufzug zum Eingang der Bernkogel-Talsation ist auch für schwächste Geher zu bewältigen:
Aufzug_Durchgang.jpg

Klein ist das Gebäude rund um die Uni-G nicht gerade; im Erdgeschoss gibt es die Kassa, und zum Einstieg hoch gibt es drei Aufzüge.
Eingang_Talstation.jpg

Talstation_Strasse_1024.jpg

Leitstand:
Leitstand_Tal.jpg

Blick von innen auf den Zugang von der Piste:
Zugang_innen.jpg

Rund um den Bäckstätt-Stall ist riesig viel Pistenplatz:
Zugang_Baeckstaett.jpg

Kartenleser:
Zutritt_Schranken.jpg

Ausfahrt aus der Station:
Ausfahrt.jpg

Ausfahrt_2.jpg

Auf der Strecke fällt die Breitenzunahme der Piste im Bereich des Westernstadls auf:
Piste_Western.jpg

Bergstation in Sicht; wie gewünscht fällt man beim Aussteigen nach links mehr oder wenig direkt in den Eingang der Bärnalm.
Baernalm.jpg

Einfahrt der Bergstation:
Berg_Einfahrt.jpg

Ausstiegsbereich:
Bkb_Berg_Ausstieg.jpg

Ausgang der Bergstation:
Bkb_Berg_Ausgang.jpg

Bergseite der Station:
Bernkogelbahn_Berg_1024.jpg

Von der Garagenseite etwas wuchtig, geht aber wohl nicht anderes, es sei denn, man versenkt die Garage teuer in den Untergrund:
Bkb_Berg_Garage_1024.jpg

Berstation von unten östlich, dort geht die Piste entlang.
Bkb_Berg_Ost.jpg

Bkb_Berg_1.jpg

Bahntrasse gegen den oben völlig abgeblasenen Schattberg:
Bkb_Schattberg.jpg

Bkb_Schattberg_2.jpg

Auf der Piste haben jetzt wirklich viele Leute Platz:
Bkb_Mitte_Piste.jpg

Bkb_Piste_Mitte2.jpg

Die Beschneiung erfolgt im wesentlichen durch zahlreiche T60, die in der Linie der Bahnmasten angeordnet sind, und durch M20 auf der östlichen Pistenseite.
Piste_Beschneiung.jpg

Blick rüber zum Turmlift:
Talausfahrt_Turm.jpg

Pistenende; sowohl beim Bahnzugang als auch beim Ende an der Straße ist jetzt sehr viel Platz.
Talstation_Pistenende.jpg

Talstation_Pistenzugang.jpg

Zugang zu den Schranken; gegenüber kommen die 3 Aufzüge von der Eingangshalle mit den Kassen hoch.
Lifts_Zutritt.jpg

Noch einige weitere Bilder von Strecke und Piste:
Bkb_Strecke_1.jpg

Bkb_Ort_1.jpg

Bkb_Dorf_2.jpg

Bkb_Piste_Ort.jpg

Bk_Piste_Western_2.jpg

Bkb_Kirche.jpg

Bkb_T60.jpg

Bk_Piste_Platz.jpg

Nach ausführlicher Bernkogelbesichtigung geht es dann mit diesem Auslaufmodell weiter hoch:
Auslaufmodell

Zum Reiter-Ost mach ich wohl am besten einen getrennten Bericht:
Reiter_Ost_Tal_1024.jpg

Reiter_Ost_Berg_1024.jpg


Hab das Topic mal in die Berichte gepackt - da passt's irgendwie besser. ;)

MFG Mod. Dachstein
 
Die Bahn gefällt mir sehr gut, passt gut zusammen. Die Abfahrt muss ich dann irgendwann mal selber testen, habens doch einiges verändert.

@Garagierung: finde da die südtiroler Lösung, es meist dem Landschaftsschutz wegen unterirdisch zu machen, irgendwie besser. Aber wenn die im Norden ned wollen, dann verbauen sie sich halt die Landschaft.
 
kaldini schrieb:
@Garagierung: finde da die südtiroler Lösung, es meist dem Landschaftsschutz wegen unterirdisch zu machen, irgendwie besser. Aber wenn die im Norden ned wollen, dann verbauen sie sich halt die Landschaft.
Dazu hab ich seit dem Besuch gestern (20. Dezember) die Information, dass die Garagierungshalle tatsächlich vollständig unterirdisch liegt, und zwar befindet sie sich unter dem Pistenbereich vor der bergseitigen Stationszufahrt. Im sichtbaren östlichen Stationsteil befinden sich der Kellerförderer, sowie Werkstatt und Wartungshalle.

:dankeschoen: an den freundlichen Bergbahnmitarbeiter, der uns (Dachstein war auch mit von der Partie) Auskunft zur Bahn und deren Inbetriebnahme gegeben hat.
 
Anzumerken wäre noch, dass der Bahnhof ein ganzes Stück in Richtung Berg geht. So gesehen wurde hier das Optimum heraus geholt. So klobig wie auf manchen Bildern wirkt die Bergstation übrigens in Natura bei weitem nicht - man kann sie schon fast als grazil bezeichnen.

Die Piste an sich ist auch ziemlich eben geworden - das wird, wenn an der Bahn wenig Betrieb herrscht, ein Carvingtraum mit ziemlich ebenmäßiger Neigung ähnlich dem Kohlmaiskopf und der Schönleiten. Nur ist die Bahn im Moment ein ziemlicher Besuchermagnet...

MFG Dachstein
 
Schöne Bilder und die Bahn soweit auch gut gelungen.

Einziger Kritikpunkt von jemanden wie mir, der keine alzu hohen Bahnen mag. Wieso sind die Stützen im unteren Bereich so hoch? Habe sowieso das Gefühl, dass die Liftstützem im allgemeinen immer höher werden. Warum macht man das denn? Kostet duch nur unötig Geld, oder?

Gruß

Frank
 
wohin hat man denn den alten 3er hin verkauft, richtung osteuropa?
 
Frank7777 schrieb:
Einziger Kritikpunkt von jemanden wie mir, der keine alzu hohen Bahnen mag. Wieso sind die Stützen im unteren Bereich so hoch? Habe sowieso das Gefühl, dass die Liftstützem im allgemeinen immer höher werden. Warum macht man das denn? Kostet duch nur unötig Geld, oder?
Bei der Wahl der Stützenzahl und der Standorte ist immer ein Kompromiss zwischen Zahl der Stützen und Bodenabstand zu finden. Früher hat man "bodennäher" gebaut, hat dafür relativ viele Stützen benötigt, und man musste dadurch auch oft die bezüglich Fahrkomfort und Wartung ungünstigen Niederhalter- bzw. Wechsellaststützen in Kauf nehmen. Heute schaut man eher auf ein gleichmäßig gekrümmtes Streckenprofil, möglichst ohne Extreme in der Belastung einzelner Stützen, vermeidet, wenn möglich, Niederhalter und schaut auch, dass unter der Bahn überall genügend Luft ist. Gründe dafür könnten bei der Bernkogelbahn auch die in der Trassenflucht installierten Turm-Schneeerzeuger gewesen sein. Wenn die Bahn zu knapp über denen führe, dann vereisten bei Beschneiungsbetrieb eventuell die Gondeln, und das wär nicht nur unangenehm, sondern eventuell auch wieder mit zusätzlichem Wartungsaufwand verbunden.

Ein Faktor, der bei der Wahl der Stützenhöhen gegen große Höhen sprechen kann, ist Windempfindlichkeit, aber das sollte am Bernkogel eine untergeordnete Rolle gespielt haben.

Nachtrag: Was natürlich auch für eine niedrige Stützenzahl bei der Bernkogelbahn spricht, ist der Standort der Stützen innerhalb der Pistenfläche. Derartige "Hindernisse" will man möglichst wenige haben, sowohl wegen der Unfallgefahr als auch wegen der Notwendigkeit, mit den Pistenmaschinen bei der Präparierung um die Dinger herummanövrieren zu müssen.
 
Was ich mich frage: Warum wurde die neue Gondel nicht bis zum Gipfel des Berkogels durchgebaut? Das umsteigen in den alten Schlepplift ist doch nerfig, wenn man von Saalbach nach Hinterglemm rüberfahren will. Ausserdem ist der Schlepplift doch ein Nadelöhr zwischen den beiden neuen leistungstarken Liften.

Warscheinlich sind die beiden Berbahngesellschaften "Saalbacher Bergbahnen" (Bernkogelbahn) und "Hinterglemmer Berbahnen" (alter Schlepplift) sich nicht einig geworden. Da waren wohl einige Gesellschafter etwas zu kurzsichtig.
 
die Schlepper werden wohl noch ersetzt. Außerdem will ja nicht jeder direkt den ganzen Hang fahren. der obere Teil ist ja eher flach und daher ist für Wiederholungsfahrer der Teil der EUB interessanter. Wer ganz hoch fährt will meistens weiter nach Hinterglemm. Und außerdem hatte bestimmt die Hütte dort etwas dagegen ;-)
 
iFons schrieb:
Was ich mich frage: Warum wurde die neue Gondel nicht bis zum Gipfel des Berkogels durchgebaut? Das umsteigen in den alten Schlepplift ist doch nerfig, wenn man von Saalbach nach Hinterglemm rüberfahren will. Ausserdem ist der Schlepplift doch ein Nadelöhr zwischen den beiden neuen leistungstarken Liften.

Warscheinlich sind die beiden Berbahngesellschaften "Saalbacher Bergbahnen" (Bernkogelbahn) und "Hinterglemmer Berbahnen" (alter Schlepplift) sich nicht einig geworden. Da waren wohl einige Gesellschafter etwas zu kurzsichtig.

Wirf doch mal einen Blick in den entsprechenden Thread bei den infrastrukturellen Neuigkeiten, da kannst das alles nachlesen. Mit uneinigen oder kurzsichtigen Liftgesellschaften hat das wohl weniger zu tun, eher mit einem weitsichtigen Grundbesitzer...
 
Heute (28. Dezember) hat jemand in der Asitzgondel erzählt, dass es am Vormittag des 27.12., also am ersten wirklichen Hochsaison-Großkampftag, an der Talstation der neuen Bernkogel-EUB ziemlich chaotisch zugegangen sei. Grund dafür sei die für Massenbetrieb völlig ungeeignete Gestaltung des Zustiegsbereichs gewesen. Die Bahn hätte immer wieder angehalten werden müssen, weil vor allem für Skikurse mit Kindern in dem viel zu kleinen Zustiegsraum kein geordnetes Einsteigen möglich gewesen sei.
Wär ja interessant, ob jemand aus dem Forum vor Ort gewesen ist. Ich selbst bin heute gar nicht zum Bernkogel gekommen.
Wenn ich mir allerdings die Bilder aus meinem Beitrag anschaue,
Leitstand_Tal.jpg

Zutritt_Schranken.jpg

Lifts_Zutritt.jpg

dann kann ich ich mir sehr gut vorstellen, dass das bei Volllast in die Hose geht. Wie man einen Zustieg so organisiert, dass tatsächlich die Bahnkapazität ausgenützt wird, und dass das auch geregelt und stressarm passiert, können sich die Saalbacher ja auf der anderen Seite des Berges bei der Leoganger Asitz-EUB anschauen. Die haben allerdings mindestens dreimal soviel Platz für den Zustieg, eine vorbildliche Leitung des Gästestroms und auch Personal, das mit dem Abfüllen der Kabinen Erfahrung hat. Die Saalbacher werden sich da wohl sehr schnell was bezüglich Umgestaltung des Zustiegsbereichs am Bernkogel einfallen lassen müssen.

Nachtrag: Das mit den 3 Aufzügen ist möglicherweise auch ein Murks. Wenn der Raum oben voll ist, dann können die Leute nicht aussteigen, bleiben in der geöffneten Aufzugstür stehen, und unten im Eingangsraum mit den 3 Kassen bekommen die Leute die Wut, weil sich nichts mehr rührt.
 
Genau das gleiche dachte ich mir, als ich dein Bild vom Zustiegsbereich/Aufzug zum ersten Mal gesehen habe: "Wie mag das funktionieren, wenn da alles vollsteht?" Hoffentlich bekommen sie das schnell in den Griff.

Das Beispiel Asitzbahn Leogang kann ich nur bestätigen, wir sind dort immer zur Hochsaison in der Faschingswoche. Der Zugang passt im Wesentlichen, die Rot/Grün-Anzeige ist gut und die Jungs vom Personal machen ihre Sache auch sehr gut - freundlich, aber bestimmt, greifen sofort zum Helfen zu, kümmern sich um volle Gondeln, helfen Skischulen.... Ist wirklich selbst bei Hochbetrieb ein vorbildliches Beispiel, das für die Bernkogelbahn wohl auch hilfreich sein könnte.

We will see...
 
Wenn nicht auch die gute Köcherlösung da etwas an der Problematik beigetragen hat. Ich beobachte schon länger, dass es im Falle von Bahnen mit Köchern es bei Hochbetrieb immer chaotischer zugeht als bei Bahnen ohne.
Ich orte die Probleme hier: jeder muss seine Ski in die Köcher stecken und und dann in die Gondel rein. Dies erfordert eine zusätzliche Bewegung, während sich die Kabine schon weiter bewegt hat. Unweigerlich kommt nun der eine, der in die Kabine rein will mit Personen in Konflikt, die gerade dabei sind, die Ski in die Köcher zu befördern.
Kabinen ohne Köcher haben dahingehend dann einen Vorteil, dass man sich nicht draußen in die Quere kommt (dafür wird es innen enger) - siehe Nassereinbahn in St. Anton - in der Früh ist die Hölle los, aber Stationsperonal muss nur sehr selten regelnd eingreifen, während die Jungs an der Asitzbahn, Gaislachkoglbahn oder an der Schönjochbahn teilweise zu zweit oder dritt am Werkeln sind, um die Leute in die Kabinen zu bekommen.
So gesehen hat auch das Nichtvorhandensein von Skiköchern Vorteile.

MFG Dachstein
 
Damit hast du definitiv Recht, und je weniger Platz im Einstiegsbereich vorhanden ist, desto größer wird dieses Problem. Aber auch hierfür gilt der Wink zur Asitzbahn: Die Jungs vom Personal greifen sich einige Ski der "Einstiegskandidaten" und stellen sie in aller Ruhe in die Köcher. Eingestiegen werden kann dadurch recht entspannt, begünstigt noch dadurch, dass niemand nachdrängt und immer nur 8 Leute am Bahnsteig sind. Diese Variante ist zwar personalintensiv, aber für die Gäste absolut top.
 
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