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Saas Fee 21.-27.12.2014 - Winter pur!


Nachdem ich bereits im Sommer in Saas Fee zum Sommerskifahren war (http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=53&t=51366), wollte ich auch wissen, wie es im Winter dort ist. Und ich wurde wieder nicht enttäuscht. Es ist sogar noch imposanter. Überall liegen schneebedeckte Gletscherabbrüche. Beim Skifahren richtet sich mein Blick immer auf die Mischabelkette und den Allalin. Auch wegen der prekären Schneelage habe ich mit meiner Wahl alles richtig gemacht.

Bei der Anreise mit dem Auto wurde ich sehr beeindruckt. Im grossen Parkhaus gibt es eine Transferzone. Dort lädt man das Gepäck aus dem Auto und anschliessend wir man entweder vom hoteleigenen Elektromobil oder einem Elektrotaxi abgeholt. Ich finde es ist um Welten besser organisiert als bei der Aletsch Arena. Dort war es eher chaotisch. In Saas Fee war alles übersichtlich und selbsterklärend.

Ebenfalls das Personal der Bergbahnen ist sehr zuvorkommend. In den Gondelbahnstationen werden einem die Ski abgenommen. Bei den Skiliften werden einem noch die Bügel gereicht.

Hier möchte ich mich noch kurz über die Entwicklung in Saas Fee äussern. In den letzten Jahren liegt Saas Fee in einem negativ Trend. Einerseits wegen dem hohen Frankenkurs andererseits wegen den fehlenden Investitionen im Skigebiet. Dies liegt daran, dass wegen dem 70 Millionen Franken teuren Alpinexpress die Bergbahnen auf einem grossen Schuldenberg sitzen. Darum wurde erst 2006 die erste und bis heute einzige KSB im ganzen Saastal gebaut! Auch die Konzession der museumsreifen Spielbodenbahn wir immer weiter in die Länge gezogen. Doch nun ist eine Aufbruchstimmung zu erkennen. Es wurden neu Konzepte und Ideen entwickelt. Wie z.B.: der Bürger-und Saaspass mit dem im Sommer ab der zweiten Übernachtung die Bergbahnen und das Postauto gratis sind. Auch im Winter bietet er zahlreiche Vergünstigungen (Skipass/Essen/Events). Eine andere Idee, die als Weltneuheit betitelt wird, ist der Adrenalin Cup. Im gesamten Skigebet wird dafür geworben. Für einen Aufpreis auf den Skipass erhält man die Möglichkeit Rennstrecken (Riesenslalom/Slalon/Skicross und Speestrecke) und Fotopoints zu nutzen. Bei den Rennstrecken wird die Zeit gemessen und man wird gefilmt. Für einen Tag habe ich ebenfalls teilgenommen. Weil nur die Fotopoints, der Riesenslalom und der Skicross (was nur eine kleine Schanze mit vier Törchen und ohne Steilkurve ist) geöffnet waren, haben sie den Preis etwas reduziert. Für mich hat es sich nur schon für den Riesenslalom gelohnt, den ich ungefähr acht mal gefahren bin. Eine Revolution oder geschweige denn eine Weltneuheit ist es zwar nicht, aber immerhin hat das Management begriffen, dass ohne Neuerungen der Negativtrend nicht aufzuhalten ist. Ebenfalls im Tal wurde in eine moderne Jugendherberge und eine Wellnesstempel mit Innenpool investiert.

Pistenplan:
-http://www.saas-fee.ch/de/services/karten-plaene

Wetter:
-Sonnenschein
-teilweise sehr heftiger Wind
-Temparatur unter Null Grad, bis zu -10....

Schneesituation:
-einer der besten momentan im Alpenraum
-pulver/hart/eisig
-vereinzelt ein paar Steinchen

Offene Anlagen:
-Es waren alle Anlagen offen bis auf einen der Staffelwald-Übungsliften.
-Wegen dem heftigen Wind waren die Gletscherlifte teilweise geschlossen.
-Der Feechatzlift hatte wegen technischen Problemen immer wieder mal einen Aussetzer.
-Am Weihnachtstag haben sie es etwas gemütlicher genommen und erst um Mittag alle Anlagen geöffnet

Offene Pisten:
- Es waren alle offen bis auf den Ziehweg vom Plattjen und der schwarzen Piste vom Mittelallalin.
- Bei den gelben Routen war auf Grund von Schneemangel alle geschlossen. Nur die vom Felskinn war offen.

Wartezeiten:
-fast keine ausser: 1/2h an der Felskinnbahn

Gefallen:
-Panorama mit den vielen 4000er
-die breiten Pisten in der Falllinie
-Abfahrt vom Plattjen / Gletscherpromenade und Panoramapiste
-weitläufiges Gebiet
-Schneesituation/Wetter
-Pistenpräparation

Nicht Gefallen:
-Wind
-nur eine KSB
-Stollensystem im Felskinn
-fast alle Pisten liegen in der Weihnachtszeit im Schatten

Bewertung
:D :D :D :D :D von :D :D :D :D :D :D

Genug Text, nun zu den Bildern.

Ptattjen


^mein Tag begann und endete immer am Plattjen


^es ist eine 6er Gondelbahn von Doppelmayr Baujahr 1999


^Blick auf das Übungsgelände neben de Dorf


^irgendwie ist das die falsche Werbebotschaft in eiem Skigebiet :naja:


^Nach einem kurzen Aufstieg von der Bergstation sieht man das kleine Skigebiet von Saas Almagell, welches im Gegensatz zu Saas Fee später noch an der Sonne liegen wird.
Anstatt über Visionen wie eine Verbindung mit Zermatt oder Italien nachzudenken oder eine Bahn auf das Feejoch nachzudenken, welche erstens nicht finanzierbar wären und zweitens auch nicht bewillig würden, sollten sie lieber eine Bahn vom Plattjen runter nach Saas Almagell und je eine Bahn von Saas Fee und Saas Grund auf den Mälig bauen.


^Früher stand hier oben eine 2er SB, welche die flachen Hänge oben erschlossen hatte.
Heute ist der Plattjen deshalb überhaupt nicht für Anfänger geeiget. Eine bergseitige Mittelstation ist hier sehr erwünscht.


^Blick auf die schwarze Hauptabfahrt vom Plattjen, welche frisch präpariert ein Traum ist

Morenia


^Morenia ist einer der wenigen Gebietsteile, die zur Mitagszeit in der Sonne liegen


^leider ist es dort viel zu überbaut


^der kleine Von Roll Tellerlif aus dem Jahr 1993 ist eigentlich vollkommen unnötig, da er keine eigene Piste erschliesst und man besser die KSB nimmt


^von ihr könnte es ruhig mehr geben


^Überlick über das Gebiet vom Längflue

Felskinn


^Bergstation des Alpin Express und der Felskinn Pendelbahn


^Erst nach einem langen Weg durch das Stollensystem im Felskinn erreicht man die Pisten.
Darum ist die 2. Sektion des Alin Express überhaupt nicht als Wiederholungsanlage zu sehen.
Auch die erste Sekton der Anlage ist nicht dafür geeignet als Wiederholungsanlage zu dienen, da die Piste nur ein Ziehweg ist.
Ebenfalls um von der Längflue nach Morenia zu kommen benutzman besser die Felskinnbahn.


^Leider sind auch die wenigen Sitzbänke eingeklappt. Ihr seht, ich bin kein Fan des Alpin Express. Für 70 Millionen Franken hätte man um die Jahrtausendwende besseres bauen können.


^1969 von Von Roll erbaut, 2006 renoviert, ist die Bahn viel zu kapazitätsschwach. Ein Skilift hat doppelt so viel Kapazität.

Egginerjoch


^die Von Roll Anlage aus dem Jahre 1975 erschliesst eine tolle Piste
Früher wurde hier auch Sommerski betrieben!


^von der Bergstation hat man eine atemberaubende Aussicht auf die in der Sonne liegende inneralpine Landschaft
Hier gab es in den letzten Jahren mal ein Projekt zur Gebietserweiterung, damit das Schattenproblem gelöst werdedn kann.


^Britaniahütte zu der ein planierter Wanderweg fühert


^auch den Dom, der höchste Berg der ganz in der Schweiz liegt, begleitet einen durch das ganze Gebiet


^Egginer


^Überreste des Chesjengletscher
Wer findet die Bergstation des Kamel Skilift?

Mittelallalin

Um das Sommerskigebiet zu erreichen muss man die Metro Alpin nehmen. Die Alternative wär die Seilbahnkette über die Längflue zu benutzrn, was über eine Halbestunde dauern würde.

^die Bahn feiert ihren 30 Geburtstag :birthday: (1984-2014)


^die Sunnegga-SSB in Zermatt wurde nach 33 Jahren erneuert....
....mal schauen wie lange es in Saas Fee dauert


^die neuen Wagenkasten wurden jedenfalls schon erstellt :P


^im Sommer waren hier noch 2 Pisten :(


^Dafür ist die neu. Die hätte man gut auch im Sommer öffnen können.


^bald ist der Gletscher höher als die Talstaionen 8O


^Natur pur


^Leider gibt es keine Pisten, die direkt vom Mittelallalin runter gehen. Die hätten mal ein ordentliches Gefälle. So eine richtige Schwarze hat mir auch im Sommer gefehlt.

^Die war im Sommer etwa 4 mal so breit... Auch der Fun Park ist geschlossen und ligt momentan in Morenia. Ich kann es aber verkraften, da die Piste eisig harten Schnee hatte.


^Blick auf das Saastal

Einmal habe ich auch im Drehrestaurant zu Mittag gegessen. Nur scho wegen der Aussicht hat es sich gelohnt.

^Hier ist sie die Sonne. Weil es der kürzeste Tag des Jahres war, war es der tiefste Sonnenstand.


^Dom


^wie gerne würde ich auf den Sonnenhängen des Alphubels fahren...

Längflue

^Die beste Piste für Anfänger und alle die es gemütlich nehmen. Sie ist sogar an der Sonne!!!


^nur der Skilift ist sooo lange


^Lamas im Duo


^besonders bei der Längflue sind die Gletscherspalten besonders eindrücklich


^Saas Fee


^gutes Essen und gute Aussicht


^diese Mulde unter dem Mittaghorn wäre für mich eine Option für eine Gebietserweiterung (Sonne, KSB,..)


^man erkennt, wie stark es gewindet hat


^und auch keine Bubbls...


^immerhin hat man Zeit die Bergwelt zu geniessen...


^Es gibt leider nur eine kleine steile Talabfahrt. Wenn hier eine neue 8er EUB hinkommt, müssen umbedingt neu (leichtere) Pisten erstellt werden.


^Blick von der Gletscherpiste nach oben...


^...und nach unten


^Strecke und Piste der Garaventa-Doppelmayer 4-SB Baujahr 2005


^ich habe noch nie eine so grosse Abspannung an einem Skilift gesehen



Da dies erst mein zweiter Bericht hier im Forum ist, bin ich offen für Kritik und Verbesserungsvorschlägen.
Ich freue mich schon auf eure Kommentare!
 
Hey ich war fast im gleichen Zeitraum in Saas Fee :D . Aber ein sehr schöner Bericht. Ich ziehe Saas Fee Zermatt vor. Ist mir dort selbst in der Nebensaison zu voll. Und Landschaftlich ist Saas Fee mindestens genauso schön (bis auf das Matterhorn). Zu weiteren Sesselliften muss man einfach sagen, dass es schwierig ist im bestehenden Skigebiet weitere zu bauen, da ein Großteil des Skigebietes auf dem Feegletscher steht. Aber daran könnte ja die Klimaerwärmung etwas ändern. Saas Fee ist das einzige Skigebiet welches von der Klimaerwärmung profitieren wird 8) . Ich glaube eine Erweiterung am Mittaghorn ist nicht möglich, da das Gebiet Lawinengefährdet ist. Eine Gondelbahn auf den Plattjen ist nicht so sinnvoll, da davon nur ein paar Touristen aus Saas Almagell profitieren würden. Es würde 0 km zusätzliche Abfahrten dazukommen, und dafür ist sowas einfach zu teuer. Zum Thema Feejoch meine ich, dass die Erschließung des Piz Val Gronda gezeigt hat, dass solche Neuerschließungen durchaus möglich sind. Man muss einfach einen langen Atem haben.
Aber wirklich ein schöner Bericht, gerne mehr davon :wink: .
 
Tiob schrieb:
Zum Thema Feejoch meine ich, dass die Erschließung des Piz Val Gronda gezeigt hat, dass solche Neuerschließungen durchaus möglich sind. Man muss einfach einen langen Atem haben.
Der Piz Val Gronda liegt aber auch in Östereich, ich denke in der Schweiz ist so etwas nicht möglich.
 
Ich finde eine Verbindung des Saastals würde sich schon rentieren. Saas Fee hat ja angeblich 100 km Piste. Mit 2 Gondelbahnen zum Mälig und einer Pendelbahn von Saas Almagell zum Plattjen könnte man das Pistenangebot um 65 Prozent erhöhen (12 km Saas Almagell / 33 km Saas Grund / 20 km Mälig).

Wenn man heute von Saas Fee nach Saas Almagell skifahren gehen will, muss zuerst in Saas Fee bis zum Busterminal laufen, anschliessend muss man auf das Postauto Richtung Visp warten, schliesslich muss man das Postauto noch in Saas Grund wechseln. Der ganze Aufwand für 12 km Piste lohnt sich meiner Meinung nach nicht.

Erst wenn ich über eine Woche in Saas Fee bin lohnt sich für mich ein Ausflug nach Saas Grund.

Immerhin haben die Bergbahnen von Fee und Almagell erst kürzlich fusioniert. Der nächste logische Schritt wäre die Skigebiete mit einander zu verbinden. Die Gemeinde Almagell wäre sich auch bereit die Bahn mitzufinanzieren, da es für die Tourismusbetriebe ein grosser Gewinn wäre.
 
Wobei Saas Almagell als Skigebiet nicht besonders spannend ist :sleep: . Aber eine andere Idee währe es Saas Almagell als Bauernopfer für die Feechopf/Britannia Erweiterung zu verwenden. Mälig ist halt ein exponierter, nicht so hoch liegender Südhang. Ob da ein Skigebiet so sinnvoll ist :?: .
 
Netter Bericht mit schönen Bildern.

@burgi83:
Saas-Fee (!!!) im Jahr 2014 noch als Geheimtipp zu bezeichnen, finde ich ziemlich gewagt! Musste jedenfalls mehrmals schmunzeln...

Saas-Almagell kann man m.E. als Skigebiet knicken, total langweilig...
 
Tiob schrieb:
Zu weiteren Sesselliften muss man einfach sagen, dass es schwierig ist im bestehenden Skigebiet weitere zu bauen, da ein Großteil des Skigebietes auf dem Feegletscher steht.
Den Länglue Sessel hätte man als KSB bauen sollen, ja gar bauen müssen. Ob eine Gletschersesselbahn Allalin möglich ist, weiss ich nicht, aber prüfen könnte man ja eine Bergstation auf dem Mittelallalin auf festem Grund und eine "schwimmende" Talstation unten wo der Gletscher flach ist.

Tiob schrieb:
Mälig ist halt ein exponierter, nicht so hoch liegender Südhang. Ob da ein Skigebiet so sinnvoll ist :?: .
2700 nicht so hoch? Das kann man auch nur im Wallis sagen :biggrin: Der Hang vom Mällig nach Saas Grund wäre aber ein Nord-Ost-Hang.
 
Sehr schöner Bericht und tolle Bilder.
Erst nach einem langen Weg durch das Stollensystem im Felskinn erreicht man die Pisten.
Darum ist die 2. Sektion des Alin Express überhaupt nicht als Wiederholungsanlage zu sehen.
Volle Zustimmung. Ich finde das heutzutage eine Zumutung.
Leider sind auch die wenigen Sitzbänke eingeklappt. Ihr seht, ich bin kein Fan des Alpin Express. Für 70 Millionen Franken hätte man um die Jahrtausendwende besseres bauen können.
Und auch hier volle Zustimmung. Ein furchtbares Teil. Der oft genannte Übername "Alpin Bummler" ist gerechtfertigt... :wink: Wie konnte man sowas nur bauen.

Naturbahnrodler schrieb:
Schöner Bericht. Saas Fee wäre wohl auch auf meiner Liste wenn es etwas anders erschlossen wäre.
Da triffst Du den Nagel genau auf den Kopf. Und genau drum steht Saas Fee auf meiner Hitliste so weit hinten...

Über Erweiterungspläne und Visionen muss ich bei Saas Fee immer einfach schmunzeln. Die Bergbahnen sind derart finanziell schwach, bringen dringend nötige Ersatzanlagen finanziell nicht auf die Reihe, müssen ihre Mitarbeiter auspressen wie es nur geht... Da bleiben Neuerschliessungen auf Ewig Visionen... :evil:
Ja, ich weiss, ich bin ein notorischer Saas-Fee-Kritiker. Ganz sicher nicht wegen dem Alpenpanorama, sondern was daraus gemacht wird (oder eben nicht)...
 
ski-chrigel schrieb:
Erst nach einem langen Weg durch das Stollensystem im Felskinn erreicht man die Pisten.
Darum ist die 2. Sektion des Alin Express überhaupt nicht als Wiederholungsanlage zu sehen.
Volle Zustimmung. Ich finde das heutzutage eine Zumutung.
Leider sind auch die wenigen Sitzbänke eingeklappt. Ihr seht, ich bin kein Fan des Alpin Express. Für 70 Millionen Franken hätte man um die Jahrtausendwende besseres bauen können.
Und auch hier volle Zustimmung. Ein furchtbares Teil. Der oft genannte Übername "Alpin Bummler" ist gerechtfertigt... :wink: Wie konnte man sowas nur bauen.
Heute halte ich auch nicht mehr viel vom Alpin Express, allerdings hab ich das früher anders gesehen. Schließlich wurde die Anlagen schon fast 10 Jahre vor der Jahrtausendwende geplant/gebaut (1991 und 1994) und damals gab es keine wirklichen Alternativen vom Bahntyp (bezweifle, dass ein Funitel dort sinnvoll war). Insgesamt war ich von 1995 bis 2012 fast jedes Jahr eine Woche zu Fasching im Saastal, was ja absolute Großkampfzeit gewesen ist. Die Wartezeiten an der Felskinnbahn lagen bis zur Jahrtausendwende gerne bei 1-2 Stunden den ganzen Tag durch und da war man ja so froh über diese "furchtbare Bahn" und nur 30 min Wartezeit im Tal. Ist ja nicht so, dass die alten VR101 und VR102 von der Kapazität besser waren. Auch die Position der Talstation finde ich für damalige Verhältnisse logisch: Sie musste zugänglich für Skifahrer sein und möglichst nahe an den wichtigen Hotels im Drofzentrum. Damals waren die Gäste von außerhalb sehr leidensfähig und nicht so wichtig. Die ersten Jahre musste ich auch jeden Tag von der Buhaltestelle zum Alpin-Express und zurück laufen.

Die 2. Sektion hat hauptsächlich als Metro-Zubringer funktioniert (Gott waren das Wartezeiten dort oben im Tunnel :evil:). Für alles weitere gab es die beiden nicht mehr exisiterenden Schlepplifte ab Morenia/Maste 4, die ich wirklich vermisse. Die gigantische Menschentraube vor beiden Liften vermisse ich dagegen nicht :mrgreen:. Dafür hat es ja nun die KSB. Ich denke selbst um 2000 herum hätte man die Sache mit dem Alpin Express ganz anders gelöst...

Stark schrieb:
2budkee2.jpg

der kleine Von Roll Tellerlif aus dem Jahr 1993 ist eigentlich vollkommen unnötig, da er keine eigene Piste erschliesst und man besser die KSB nimmt
Früher war die Pistenführung anders und die blaue Piste Mittaghorn zwischen Lift und Egginer war nicht direkt erreichbar und endete so, dass man überhaupt nicht ins Tal abfahren konnte. Außerdem ist es ein netter Lift für Skischulen, Anfänger und zum Einfahren und ich hab besagte Klientel oft an diesem Lift gesehen.

intermezzo schrieb:
Saas-Fee (!!!) im Jahr 2014 noch als Geheimtipp zu bezeichnen, finde ich ziemlich gewagt! Musste jedenfalls mehrmals schmunzeln...
Die Zeiten haben sich eben geändert und jetzt fallen all die Nachteile zusammen mit den gesunkenen Besucherzahlen voll ins Gewicht. Echte Wartezeiten hab ich den den letzten Jahren gar nicht mehr erlebt und die langen Tunnel stören mich kaum, da ich sie von klein auf gewöhnt bin. Kann aber gut nachvollziehen, dass es Andere sehr abschreckt. In gewisser Weise würde ich es daher schon als Geheimtipp sehen.


4sapp72r.jpg

^Leider gibt es keine Pisten, die direkt vom Mittelallalin runter gehen. Die hätten mal ein ordentliches Gefälle. So eine richtige Schwarze hat mir auch im Sommer gefehlt.
Die direkte schwarze vom Mittelallalin (17 "Alpin", im Bild mitte-links) hab ich das letzte mal vor vielleicht 8-10 Jahren befahren können. Inzwischen ist sie vom pdf-Pistenplan ganz verschwunden. War aber grundsätzlich eine sehr steile Buckelpiste, auf der 25% der Skifahrer nur runtergerollt sind. Genauso ist die schwarze 10c "Gletscherschuss" nicht mehr da, die ich immer schön fand. Weitere Schwarze wurden zu gelben Abfahrtsrouten degradiert ("Felsental" und die beiden Kanonerohre). Gerade diesen Abbau von fordernden Pisten finde ich traurig und einen Grund nicht mehr nach Saas-Fee zu kommen. Einzig beim Kamel/Hinterallalin-Schlepplift, den ich noch 1 oder 2 Jahre in Aktion gesehen habe, ist es verständlich, dass er abgerissen wurde.
 
Danke für den Bericht aus Saas Fee. Gibt hier ja relativ selten Berichte von dort.

^leider ist es dort viel zu überbaut
Finde ich auch, die Fabrikhallen machen die ganze Atmosphäre zunichte

Stark schrieb:
Erst wenn ich über eine Woche in Saas Fee bin lohnt sich für mich ein Ausflug nach Saas Grund.
Als ich jeweils eine Februar-Woche in Saas Grund verbrachte, gabs immer viele Leute aus Saas Fee, die für einen Tag rüber kamen. Entweder um mal richtig an der Sonne zu sein, oder wenn wegen Wind in Saas Fee nix ging.

Die Gemeinde Almagell wäre sich auch bereit die Bahn mitzufinanzieren, da es für die Tourismusbetriebe ein grosser Gewinn wäre.
Leider ist die Gemeinde Saas Almagell gerade ziemlich finanzschwach.

Zu den Kommentaren bezüglich Liftkonzept in Saas Fee: Die Topografie gibt halt gar nicht viel mehr her (abgesehen vom Längfluh-Sessel, der kuppelbar sein sollte.) Alternativen zum Alpin-Express? Gondelbahnen sind auf dieser Strecke einfach nicht möglich.

Was vielleicht eine Idee gewesen wäre: statt Allalin-Express zwei "normale" Luftseilbahnen: Chalbermatten-Morenia und Morenia-Felskinn, mit grösseren Kabinen. Dann in späterem Schritt Ersatz der Spielboden-Bahn durch eine Gondelbahn ab Zum Steg mit Mittelstation in Chalbermatten.
 
Schön zu sehen, dass euch der Bericht gefallen hat!

Wie ich sehe, ist die Entwicklung in Saas Fee eine komplexe Sach, bei der man vieles anders (besser) machen hätte können.
 
Ich würde als verantwortlicher Pistenchef auch die Alpin aus dem Pistenplan streichen. Das Problem besteht darin, dass viele Skifahrer sich einfach nicht an Absperrungen halten wollen bzw. halten können. Die eigentliche Alpinpiste ging / geht in der Mitte über einen gut zu sichernden Gletscherbereich, während vorallem der von unten links gelegene Gletscherbereich in einen mehr oder weniger 20 m hohen senkrechten Gletscherabbruch endet, der nicht durch Zäune oder ähnliches dauerhaft vor Absturz gesichert werden kann und Jahr für Jahr größer und höher wird.
Wenn ich nicht schon Spuren gesehen hätte, bei dem jemand auf die Idee gekommen war, diesen freien Fall zu testen, weil er offensichtlich ohne Übersicht durch den unverspurten Schnee 100 m neben der durch ein durchgehendes Seil abgesteckten Piste hergefahren war bzw. jemand anderes außerhalb der Piste bis zum Brustkorb knapp oderhalb dieses Abbruchs bis zum Brustkorb in einer Spalte feststeckte, hätte ich das auch nicht für möglich gehalten.

Die beiden von schwarz auf gelb ummarkierten Pisten Kanonenrohr gehen durch einen felsigen Bachlauf, die nicht mit den heutigen superbreiten Pistenmaschinen präparierbar sind. Da auch schwarze Pisten heute glattgebügelt sein müssen, bleibt den Bergbahnen nichts anders übrig als diese von schwarz auf gelb umzumarkieren. Diese Pisten waren zu Ostern in den letzten 30 Jahren immer eine Buckelpiste - nur dass schwarze Pisten heute offensichtlich spiegelglatt sein müssen und keine Buckel mehr enthalten dürfen.
 
Ein sehr schöner Bericht aus einem mehr als interessantem Gebiet, dass aber - wie schon gesagt - auf Grund seiner Erschließung extrem leidet. Wäre der Felskinn Bereich nicht so unglaublich verbaut, könnte man die Schöneheit der Berge viel mehr genießen!
Ich bin gespannt wie es dort weiter geht...irgendwann muss eine Investition her!
 
Da alle nur über die Erschliessung in Saas Fee lästern (ich eingeschlossen), habe ich mal eine konkreten Plan erdacht, wie man es denn nun hätte besser machen können. Das ganze ist nur hypothetisch.

Mir stehen in den 90er Jahren (Alpin Express 1+2: 70 mio; Doppelskilift Morenia-Felskinn: 4 mio (geschätzt); Einerskilift Mittaghorn 1 mio (geschätzt)) 75 Millionen Franken zur Verfügung.

Anstelle der beiden Sektionen der 3S Alpin Express hätte ich ein Garaventa Funitel erstellt, welches eine Talstation im Dorfzentrum beim Parkhaus/Postautoterminal (Vorteil: kürzere Wege für Tagesgeste/bessere Einzugsgebiet im Dorf) und eine Bergstation oberhalb der Metro hätte (Lift hinunter zur Metro, kein Stollensystem mehr).
Garaventa erstellte ja 1994 und 1995 je eine Anlage in Verbier und in Crans-Montana. Beide besitzen eine Rettungsbergbahn und führen über ähnlich herausforderndes Gelände wie in Saas Fee. Das Funitel in Verbier hat eine Länge von 1,56, und eine Kapazität von 2000 p/h und kostete 25 mio. Das Funitel in Crans-Montana hat eine Länge von 3,21 km, eine Kapazität von 1600 p/h und kostete 32 mio. Meine fiktive Anlage wäre 4,6 km lang und hätte eine Kapazität von 2000 p/h (mit Ausbauoption bis auf 3000 p/h). Ich vermute, dass sie ungefähr 40 mio gekostet hätte. Durch 3 Anlagen dieses Typs hätten sich die Entwicklungskosten auch besser verteilt.

Nun habe ich einen potenten Zubringer, aber ich brauche noch eine paar Wiederholungs-KSBs und ein Verbindungsbahn um von der Längflue ins Morenia Gebiet zu kommen. Dafür habe ich noch 35 mio übrig. Diese hätte ich in in 3 6er KSB mit Bubbles investiert. Diese begännen dort, wo die rote und die blaue Talabfahrt zusammentreffen (ca. 400 m südwestlich von der Bergstation der Biffigdoppelskiliften). Mittelstation wäre bei der heutigen Talstation des Mittaghornskilift. Bergstation wäre am Ende der Gletscherzunge auf 2700 m.ü.m. (halt dort, wo zu jener Zeit der Gletscher endete). Zusätzlich gäbe es noch einen Nebenarm in der Mulde des Mittaghorn (das Problem mit den Lawinen kriegt man schon irgendwie hin). Pro Anlage würde ich um die 8 mio Franken rechnen. Bsp.: 6-KSB/B Piz Sezner (Obersaxen): 2 km, 2600 p/h, Baujahr 1999, 7 mio; 6-KSB/B Schönbiel (Bettmeralp): 1,7 km, 2800 p/h, Baujahr 1998, 9 mio.

Damit man auch ohne bis ins Tal zu fahren, zur Metro gelangen kann, ersetze ich den Egginer und den Kamel Skilift ebenfalls durch 2 KSBs (mit Bubbles versteht sich). Die Egginerjoch bahn begänne bei der Bergstation der zuvor beschriebenen Sesselbahnkette. Die Bahn bräuchte auch keine Gletscherstützen, weil die Linienführung nahe am Hang wäre (ähnlich wie die DSB in Hintertux). Auch die Kamelbahn käme ohne Gletschersterstützen zurecht. Sie hätte einfach ein etwas grösseres Spannfeld (ähnlich wie der Ice Flyer am Titlis). Egginerjochbahn würde ich auf 6 mio und Kamelbahn auf 4 mio schätzen. Den Gletscher hätte ich seit 1990 vermattet. Das Beispiel Diavolezza zeigt, dass das System effizient funktioniert. Falls es nötig wäre, erstellt man noch eine Kunstschneeanlage. Auch hier zeigt das Beispiel Möltaler, dass es klappt.

So jetzt ist mein Budget aufgebraucht und das Hauptgebiet ist meiner Meinung nach perfekt erschlossen. (Die Pendelbahn Felskinn würde übrigens wegfallen, da sie als Zubringer mit ihrer sehr niedrigen Kapazität überflüssig wäre und die Sesselbahnkette sie auch Wiederholungsanlage ersetze.)

Im neuen Jahrtausend müsste ich nicht ganz so viel ändern. Als erstes käme anstatt einer 6-EUB eine 8er auf den Plattjen mit bergseitiger Mittelstation und Talstation bei den Biffig-Skiliften. Danach würde eine weiter 8er EUB die Spielbodenbahn und die Längflue Pendelbahn ersetzen. Talstation wäre am selben Ort wie die der Plattjen. Die Zwischenstation käme zur Talstation der Sesselbahnkette zum Felskinn und die Berstation Spielboden wäre gut 300 Meter weiter oben als die heutige, sprich bereits auf dem Längfluefelsen bei der Talstation der Sesselbahn Längflue, welche als 6-KSB/B konstruiert wird. Auch das Projekt Skigebiet Britania würde ich realisieren. (Was aber nur Phantasie bleiben wird, ist die küsnstliche Züchtung des Chessjengletscher mit der Rasensprenklermethode.) diZu guter Letzt wird das Übungsgelände rundum erneuert. Neue fixe 4er SB und kleine Übungslifte. Das ganze wird durch die 16 Millionen der realen Morenia KSB und der Renovierung der Felskinnbahn finanziert.

In der Zukunft könnte man das Saastal miteinander verbinden (in einem Post oben bereits beschrieben) und eine Erneuerung der Metro mit Verlängerung zum Feechopf.

Wie bereits gesagt, das ganze sind nur meine persönlichen theoretischen Ideen, welche vielleicht technisch oder geographisch gar nicht realisierbar wären. Ich hoffe, dass es einigermassen verständlich erklärt und nachvollziehbar ist.
 
Stark schrieb:
Da alle nur über die Erschliessung in Saas Fee lästern (ich eingeschlossen), habe ich mal eine konkreten Plan erdacht, wie man es denn nun hätte besser machen können. Das ganze ist nur hypothetisch.

Mir stehen in den 90er Jahren (Alpin Express 1+2: 70 mio; Doppelskilift Morenia-Felskinn: 4 mio (geschätzt); Einerskilift Mittaghorn 1 mio (geschätzt)) 75 Millionen Franken zur Verfügung.

Anstelle der beiden Sektionen der 3S Alpin Express hätte ich ein Garaventa Funitel erstellt, welches eine Talstation im Dorfzentrum beim Parkhaus/Postautoterminal (Vorteil: kürzere Wege für Tagesgeste/bessere Einzugsgebiet im Dorf) und eine Bergstation oberhalb der Metro hätte (Lift hinunter zur Metro, kein Stollensystem mehr).
Garaventa erstellte ja 1994 und 1995 je eine Anlage in Verbier und in Crans-Montana. Beide besitzen eine Rettungsbergbahn und führen über ähnlich herausforderndes Gelände wie in Saas Fee. Das Funitel in Verbier hat eine Länge von 1,56, und eine Kapazität von 2000 p/h und kostete 25 mio. Das Funitel in Crans-Montana hat eine Länge von 3,21 km, eine Kapazität von 1600 p/h und kostete 32 mio. Meine fiktive Anlage wäre 4,6 km lang und hätte eine Kapazität von 2000 p/h (mit Ausbauoption bis auf 3000 p/h). Ich vermute, dass sie ungefähr 40 mio gekostet hätte. Durch 3 Anlagen dieses Typs hätten sich die Entwicklungskosten auch besser verteilt.
Aus der Kategorie nachher ist man immer Schlauer: Die Kosten des Alpin-Express waren ja nicht so hoch geplant und sind dann während dem Bau deutlich gestiegen. Für Saas-Fee's Finanzen wäre es erheblich besser gewesen ein paar Millionen weniger auszugeben anstatt jetzt auf dem großen Schuldenberg zu sitzen, der weitere Investitionen verhindert. Den hätten sie zu einem gewissen Grad trotzdem, da die Frequenzen auch mit etwas besserer Erschließung wegen der hohen Preise, der Schattenlage, ohne "Matterhorn" und den relativ geringen Pistenkilometern zurückgegangen wären. Ein Skiweg zum Parkhaus geht höhenmetertechnisch ebenfalls nicht gut oder nur mit massiven millionenschweren Brückenbauwerken. Es wäre also sehr ungünstig keine Mittelstation im Bereich Spielboden/Plattjen Talstation anzulegen.
Nun habe ich einen potenten Zubringer, aber ich brauche noch eine paar Wiederholungs-KSBs und ein Verbindungsbahn um von der Längfluh ins Morenia Gebiet zu kommen. Dafür habe ich noch 35 mio übrig. Diese hätte ich in in 3 6er KSB mit Bubbles investiert. Diese begännen dort, wo die rote und die blaue Talabfahrt zusammentreffen (ca. 400 m südwestlich von der Bergstation der Biffigdoppelskiliften). Mittelstation wäre bei der heutigen Talstation des Mittaghornskilift. Bergstation wäre am Ende der Gletscherzunge auf 2700 m.ü.m. (halt dort, wo zu jener Zeit der Gletscher endete). Zusätzlich gäbe es noch einen Nebenarm in der Mulde des Mittaghorn (das Problem mit den Lawinen kriegt man schon irgendwie hin).
Die Talabfahrt ist zu den Hochzeiten meist ab frühem Nachmittag grausam gewesen und ich bin in mehr als 50% der Falle mit dem Alpin-Express von Morenia ins Tal gefahren. Also hätte man da kräftig mit Baggern und Sprengstoff planieren müssen, was vermutlich bescheiden aussieht. Die Mulde unter dem Mittaghorn wäre für mich niedrigste Priorität. Für Wiederholungsfahrten im Morenia-Kessel steht die aktuelle KSB nahezu perfekt.
Damit man auch ohne bis ins Tal zu fahren, zur Metro gelangen kann, ersetze ich den Egginer und den Kamel Skilift ebenfalls durch 2 KSBs (mit Bubbles versteht sich). Die Egginerjoch bahn begänne bei der Bergstation der zuvor beschriebenen Sesselbahnkette. Die Bahn bräuchte auch keine Gletscherstützen, weil die Linienführung nahe am Hang wäre (ähnlich wie die DSB in Hintertux). Auch die Kamelbahn käme ohne Gletschersterstützen zurecht. Sie hätte einfach ein etwas grösseres Spannfeld (ähnlich wie der Ice Flyer am Titlis). Egginerjochbahn würde ich auf 6 mio und Kamelbahn auf 4 mio schätzen. Den Gletscher hätte ich seit 1990 vermattet. Das Beispiel Diavolezza zeigt, dass das System effizient funktioniert. Falls es nötig wäre, erstellt man noch eine Kunstschneeanlage. Auch hier zeigt das Beispiel Möltaler, dass es klappt.
So jetzt ist mein Budget aufgebraucht und das Hauptgebiet ist meiner Meinung nach perfekt erschlossen. (Die Pendelbahn Felskinn würde übrigens wegfallen, da sie als Zubringer mit ihrer sehr niedrigen Kapazität überflüssig wäre und die Sesselbahnkette sie auch Wiederholungsanlage ersetze.)
Gerade wenn die Talabfahrt mal wieder Mist ist (was sie eigentlich den halben Winter sowohl von Morenia als auch vom Spielboden ist), dann fahren viele Leute gerne Mittelallalin -> Morenia als Wiederholung. Darum wenigstens eine 4KSB zur Metro. Jetzt ist der Kamel-Hang, selbst wenn man den Gletscher irgendwie erhält, schon damals knackig schwarz gewesen und drum herum sah es nicht viel besser aus. Man kam von da oben glaube auch nicht so gut zum Felskinn rüber und an der Stelle wartet ein langer Tunnel. Wäre vermutlich wieder ein Fall für extrem teures und aufwendiges Berge-Umschichten gewesen. Außerdem: Durch das Egginerjoch pfeift der Wind oftmals so stark durch, dass ich dort niemals einen Sessel (und vor allem nix mit Bubbles) hinstellen würde.
Im neuen Jahrtausend müsste ich nicht ganz so viel ändern. Als erstes käme anstatt einer 6-EUB eine 8er auf den Plattjen mit bergseitiger Mittelstation und Talstation bei den Biffig-Skiliften. Danach würde eine weiter 8er EUB die Spielbodenbahn und die Längfluh Pendelbahn ersetzen. Talstation wäre am selben Ort wie die der Plattjen. Die Zwischenstation käme zur Talstation der Sesselbahnkette zum Felskinn und die Berstation Spielboden wäre gut 300 Meter weiter oben als die heutige, sprich bereits auf dem Längfluhfelsen bei der Talstation der Sesselbahn Längfluh, welche als 6-KSB/B konstruiert wird. Zu guter Letzt wird das Übungsgelände rundum erneuert. Neue fixe 4er SB und kleine Übungslifte. Das ganze wird durch die 16 Millionen der realen Morenia KSB und der Renovierung der Felskinnbahn finanziert.

Wie bereits gesagt, das ganze sind nur meine persönlichen theoretischen Ideen, welche vielleicht technisch oder geographisch gar nicht realisierbar wären. Ich hoffe, dass es einigermassen verständlich erklärt und nachvollziehbar ist.
Hier kommen wir in die Gegenden, bei denen ich schon eher zustimme. Ob eine 6er oder 8er am Plattjen ist weitestgehend egal, der Ersatz war eh nötig und die aktuelle Anlage hat genügend Kapazität für den Berg. Das mit der Spielbodenbahn ist aus Skifahrersicht verständlich, für den Sommertourismus aber ungünstig. Der Spielboden zieht sehr viele Sommertouristen an und daher muss die Mittelstation/Bergstation unterhalb der Kante sein, am besten eben beim Gasthaus und den Murmeltieren. Von dort sollte man dann die Bahn zum Längfluh verlängern, der auch im Hochsommer offen ist. Mit der KSB am Längfluh gebe ich dir aber sonst recht.


Ich selber tue mich sehr schwer ein gutes Konzept für Saas-Fee zu finden, da fast alles mit gravierenden Nachteilen verbunden ist. Eine kapazitätsstarke Bahn vom Ort zum Felskinn ist unbedingt nötig und sie muss sowohl vom Parkhaus, vom Ende der Talabfahrten als auch Morenia zugänglich sein. Da der erste Alpin-Express 1991 gebaut wurde und zu diesem Zeitpunkt unbedingt nötig war fällt das in die Prototypen-Zeit der DLM Funitels, es ist also nicht unbedingt mit den Kosten und der Zuverlässigkeit der 3-4 Jahre später gebauten Funitels vergleichbar. Ich denke mit 75 Millionen zu der Zeit würde das weder als 3S noch als Funitel viel besser, als was momentan steht. Man könnte auf eine Mittelstation Morenia verzichten und nur eine Mittelstation am Ende der Talbfahrten zwischen Parkhaus und Felskinn setzen. Danach Geld sparen und eine weiteren Zugang (kurze stützenlose 100PB) von Morenia zum Felskinn sowie die bekannte KSB bauen. Ich hab aber das Gefühl, dass die Bahnen dann am Ende genauso Pleite wären ... und sei es weil sie sich im Ort nur streiten.

Mein Plan wäre aus heutiger Sicht gewesen, eine 6-8EUB vom Parkhaus wenigstens bis Morenia zu bauen, wobei eine Mittelstation im Bereich der Talstationen Plattjen/Spielboden ist und eine Kurvenstation mit oder ohne Einstieg nahe dem Ende der Kanonenrohrabfahrten. Damit müsste man mit annehmbaren Kosten halbwegs Sturm- und Lawinengeschützt durchkommen. Der Matterhorn-Express lässt grüßen.
Danach wäre beobachten angesagt gewesen, wobei der Zugang zur Metro weiterhin über den Tunnelausgang mithilfe der SL Egginer 2 sowie dem Kürzeren weiter oben (nur von den Abfahrt vom Mittelallalin erreichbar, Name vergessen) sichergestellt worden wäre (das war vor Bau des Alpin-Express II ja genau so und daher für ein paar weitere Jahre akzeptabel). Bei Engpässen die Felskinnbahn ausschließlich ab Maste 4 Turmlift fahren lassen und unten alle zur EUB jagen. Der Kamel-Lift wäre ohne hohe Kosten bei sehr begrenztem Nutzen (rein schwarze schlecht präparierbare Abfahrten) ohnehin nach wenigen Jahren nicht mehr offen zu halten. Sobald es die Gletscherbedingungen zulassen die EUB weiterbauen und nahe des Tunnelausgangs (frühere Bergstation Egginer 2) möglichst weit unten (windgeschützt) in den Berg setzen (vermutlich sehr teure Station). Dazu Stollen mit Rolltreppe/Förderband zur Metro (noch teurer). Einen der alten Schlepper parallel weiterbetreiben für Wiederholungsfahrten.

Falls später noch irgendwie Geld da ist zuerst die Plattjenbahn ersetzen, eine KSB am Längfluh bauen und Ersatz der Spielbodenbahn, vielleicht auch bis zum Längfluh anstatt der PB. Dazu die Modernisierung der Felskinnbahn, die als Parallelanlage auf das Felskinn im Falle von starkem Sturm, technischen Problemen und Revisionsarbeiten unbedingt bestehen bleiben muss. Weiterhin kann man drüber nachdenken im Morenia-Gebiet eine KSB statt des SL neben die EUB für Wiederholungsfahrten zu setzen. Daneben muss natürlich die Beschneiung massiv ausgebaut werden.

Wahrscheinlich lieg ich mit meinen Ideen genauso schlecht und sie würden nicht funktionieren, nicht angenommen oder aufgrund der Umweltschutzverbände abgelehnt. :lach:
 
Danach wäre beobachten angesagt gewesen, wobei der Zugang zur Metro weiterhin über den Tunnelausgang mithilfe der SL Egginer 2 sowie dem Kürzeren weiter oben (nur von den Abfahrt vom Mittelallalin erreichbar, Name vergessen) sichergestellt worden wäre (das war vor Bau des Alpin-Express II ja genau so und daher für ein paar weitere Jahre akzeptabel). Bei Engpässen die Felskinnbahn ausschließlich ab Maste 4 Turmlift fahren lassen und unten alle zur EUB jagen. Der Kamel-Lift wäre ohne hohe Kosten bei sehr begrenztem Nutzen (rein schwarze schlecht präparierbare Abfahrten) ohnehin nach wenigen Jahren nicht mehr offen zu halten. Sobald es die Gletscherbedingungen zulassen die EUB weiterbauen und nahe des Tunnelausgangs (frühere Bergstation Egginer 2) möglichst weit unten (windgeschützt) in den Berg setzen (vermutlich sehr teure Station). Dazu Stollen mit Rolltreppe/Förderband zur Metro (noch teurer). Einen der alten Schlepper parallel weiterbetreiben für Wiederholungsfahrten.
Bis zur Verlängerung der EUB für den Gletscherbetrieb im Herbst aber ziemlich umständlich. Oder verstehe ich das falsch?
 
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