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Saisonkarte vs Öffnungszeiten

Was haltet ihr davon?

  • Ja sicher, Saisonkarteninhaber fahren gratis und brauchen die Anlagen. Verursacht nur Kosten!

    Stimmen: 4 7,3%
  • Nein, nur weil der Betrag am Anfang der Saison bezahl wurde heisst dass noch lange nicht, dass man e

    Stimmen: 43 78,2%
  • Mir wurscht, bin ausschliesslich Tagesgast.

    Stimmen: 8 14,5%

  • Umfrageteilnehmer
    55

ATV

Mt. Vinson (6100m)
Die Saison neigt sich dem Ende zu und es kommt wieder die jährliche Diskusion auf über die Öffnungszeiten.
Was mir aber in den letzten Jahren sehr viel aufgefallen ist, folgende Begründung:

"Ab ende März kommen sowieso nur noch Gäste mit der Saisonkarte, die bezahlen sowieso nichts, da nehmen wird nichts mehr ein."

Folge davon sind eingestellte Lifte.

Jetzt stell ich mir die Frage, wenn jemand den Bergbahnen Anfangs Saison einen grossen Betrag vorschiesst, fährt er zum Saisonschluss gratis?
Mich würde mal eure Meinung interessieren zu diesem Thema.

Findet ihr das Frech? Rächt sich sowas auf eine neue Saison? Was denk Ihr darüber?
Ich persönlich habe keine Saisonkarte also betrifft es micht nicht wirklich, allerdings frag ich mich wie die Auswirkungen sind. Habe von ein paar Kollegen schon gehört, sie kaufen sich nächstes Jahr keine Saisonkarte mehr weil man als Gast zweiter Klasse behandelt wird.
 
Hallo
Ich, als Saisonkarteninhaber, wünsche mir das der Betrieb so lange aufrechterhalten wird wie es möglich ist bzw. bis zum am Saisonanfang bekannt gemachten Saisonschluss. Klar wenn jetzt kein Schnee mehr ab Februar da ist, dann kann man auch da zu machen. Bloß wenn noch Schnee da ist und Betrieb bis März möglich wäre und auch üblich ist, dann würde ich auf die kommende Saison keine Saisonkarte mehr kaufen und das Gebiet evtl. komplett meiden.

Wenn die Gebiete keine Saisonkarteninhaber haben möchten dann sollen sie auch keine Verkaufen.

Das bezieht sich alles auf Saisonkarten für nur ein Gebiet nicht auf Verbünde wie TSC, SSSc, usw.

Gruß Andreas
 
Was für eine Frage:
Wenn ein Gebiet keine Saisongäste mag, dann sollten sie keine Saisonkarten verkaufen. Und als Kunde kann man sich heutzutage ja schlau machen, wie die Gebiete hinsichtlich ihrer Öffnungszeiten ticken.
 
Muss noch anfügen, Die Öffnungszeiten werden publiziert, aber nicht das Angebot. Bitte bei der Diskusion berücksichtigen.
 
Bin auch Saisonkarteninhaber (SSSC). Da diese Karte recht viele Schigebiete beinhaltet, mach ich keine Sorgen.

Aber die Leute, die heuer eine Voralpenkarte gekauft haben; fast alle Schigebiete in NÖ sind geschlossen (Hirschenkogel fährt noch bis 3. April, dann bleibt nur das Hochkar übrig).

Außerdem wenn man eine SSSC besitzt hat die Möglichkeit eine sog. Anschlusskarte für die Sommersaison kaufen. Diese Karte gilt für Kaprun (Gletscher) und ist vom 2. April bis enschließlich Anfang November gültig.

Die Karte kostet somit ca. 200 € billiger, wie sonst.
 
ATV schrieb:
Muss noch anfügen, Die Öffnungszeiten werden publiziert, aber nicht das Angebot. Bitte bei der Diskusion berücksichtigen.

ist aber klar, am Anfang November könnten die nicht sagen, was im April geöffnet wird. Hängt stark von der aktuellen Schneesituation ab. Außerdem wenn nur 1-2 Wintersportler rauffährt lohnt es sich nicht.

Ahh ja, auf der Schmitten (Salzburg) publizieren die immer, wann die Hauptbahnen geschlossen werden... (inkl Sonnenalm Areal).
 
Stani schrieb:
fast alle Schigebiete in NÖ sind geschlossen (Hirschenkogel fährt noch bis 3. April, dann bleibt nur das Hochkar übrig).
Das Stuhleck fährt auch noch, zwar schon Steiermark, aber Ostalpensaisonkarte :wink: .
Dazu muss man aber sagen, dass in NÖ derzeit kein Gebiet wegen Gästemangel geschlossen hat, sondern ausschließlich wegen Schneemangel. Und selbst das sehen meine Frau und ich als Ostalpen-Saisoncard-Besitzer sehr gelassen.
1.) Nur die Karte meiner Frau ist bezahlt, ich hab sie bei einem Gewinnspiel auf Bergfex gewonnen.
2.) Wir sind heuer schon so viel in den Ostalpen schigefahren, dass uns die Tageskarten viel teurer gekommen wären.
 
Hm, schwieriges Thema.
Natürlich darf es nicht sein dass ein Saisonabo-Besitzer als Kunde 2. Klasse behandelt wird. Aber es ist natürlich klar, dass irgendwann mal ein Punkt erreicht wird, wo es schlichtweg nicht mehr rentiert die ganze Infrastruktur offen zu halten.

Andererseits ist man ja nicht gezwungen ein Saisonabo zu kaufen. ;)
 
ATV schrieb:
"Ab ende März kommen sowieso nur noch Gäste mit der Saisonkarte, die bezahlen sowieso nichts, da nehmen wird nichts mehr ein."

Na nicht mal mehr die kommen. Ich war am Donnerstag in der Skiwelt (Scheffau und Elmau), und es waren gute Pistenbedingungen. An Anlagen, die in der Hochsaison mehr als 10000 Fahrten haben, dümpeln bei 350 herum. Noch Fragen? Und anderswo ist es auch nicht anders. Besonders pervers finde ich die Situation dahingehend, als dass auf der einen Seite gefordert wird, Skigebiete mögichst lange offenzuhalten, auf der anderen Seite dann zu schreien, wenn es darum geht, Energie zu sparen...

Meinetwegen könnens in Tirol jetzt dann mal anfangen, alles schön langsam zuzusperren - für das vorhandene Publikum bieten die Gletscher genug Abwechslung und genügend Förderleistung. Die Saison ist gelaufen!

MFG Dachstein
 
Besonders pervers finde ich die Situation dahingehend, als dass auf der einen Seite gefordert wird, Skigebiete mögichst lange offenzuhalten, auf der anderen Seite dann zu schreien, wenn es darum geht, Energie zu sparen...
Ja es ist pervers.
Da werden am 1. August die Schneekanonen angeworfen damit man ja schon am 1. September die Saison eröffnen kann. Hingegen im März wo man teilweise wirklich optimale Verhältnisse (Ok, diese Saison ging ein bisschen in die Hose) antfreffen kann, ist kein Mensch mehr unterwegs auf den Pisten...
Und nein, die Wörter Stromsparen und Energieeffizienz kann ich langsam nicht mehr hören.
Jedes Watt das ich in meinem Haushalt mühsam einspare wird im Gegenzug an anderen Ort im 10'000 Fache verschwendet.
 
TPD schrieb:
Hingegen im März wo man teilweise wirklich optimale Verhältnisse (Ok, diese Saison ging ein bisschen in die Hose) antfreffen kann, ist kein Mensch mehr unterwegs auf den Pisten...

Wenn von den Medien berichtet wird, dass schön langsam der Sommer kommt, der Wetterbericht meint, dass der lange Winter endlich vorbei ist und in den Sporthäusern in der Stadt die Fahrräder statt den Ski ins Sortiment kommen, dann wundert es mich nicht, dass keiner mehr Skifahren will.
Ich war jetzt 3 Tage skifahren - mit dem Ergebnis, dass es eigentlich noch ganz gut ginge (gut, jetzt ist der Schnee teilweise langsam alle), aber bei geschätzen 100 Ersteintritten in die jeweiligen Gebiete, wundert es mich nicht, dass manche, die noch könnten, auch nicht mehr fahren wollen. Es ist schlichtweg sinnlos.

MFG Dachstein
 
die saisonöffnungszeiten sind ein wichtiges kriterium für die wahl des saisonabos. in meinem fall die wahl zwischen topcard und snowpass graubünden...letztere bietet für den höheren preis viel mehr skigebiete, die teilweise deutlich länger geöffnet bleiben. gerade im engadin ist es ohne weiteres möglich, bis tief in den mai hinein offenzuhalten.

meiner meinung nach werden saisonabobesitzer oft etwas stiefmütterlich behandelt, obwohl sie...
:!: von allen gästen am meisten geld liegenlassen
:!: das gebiet auch zu schwachen zeiten frequentieren
:!: bei viel andrang ausgleichend wirken
:!: als stammkunden doch das eine oder andere zusatzangebot verdient haben.

für die reduktion des angebots im frühling gibts brauchbare methoden. so etwa, einen teil der verbundgebiete zu schliessen und nur die höher gelegenen lifte laufen zu lassen. auch mir ist klar, dass die skigebiete nicht alle lifte leer laufen lassen können.
 
So wie es gestern rund um Wien war, verstehe ich, dass der Zauberberg zugesperrt hat.
Bei 21° macht mir das Schifahren keinen Spass mehr.
 
von allen gästen am meisten geld liegenlassen

das stimmt aber nicht !

ich weiß nicht wie viele Saisonkarten in einzelnen Schigebieten Österreichs verkauft werden, aber es kommt 2-3 Gruppen für eine Woche und dann haben sie ungefähr das gleiche Einnahme.

Außerdem die Gäste wohnen, essen im Gebiet. Dagegen ein Saisonkarteninhaber wohnt und isst zu Hause (da Einheimische).

außerdem: Skiverleih, Shopping etc etc
 
Stani schrieb:
Außerdem die Gäste wohnen, essen im Gebiet. Dagegen ein Saisonkarteninhaber wohnt und isst zu Hause (da Einheimische).
Das ist aber nicht pauschal so.
Ich kenne Leute die hatten - und hatte selbst öfters Saisonklarten, ohne einheimisch zu sein.
Im Engadin beispielsweise lohnt es sich ja schon, die Saisonkarte zu kaufen, wenn man nur drei Mal eine Woche hinfährt, manchmal sogar schon fast, wenn man einmal zwei Wochen und später dann noch mal eine gute Woche dort ist. Zumindest wenn man mal im Sommer die eine oder andere Bahnfahrt einkalkuliert.
Als Saisonkartengast zahlt man generell einen relativ großen Betrag, den die Bahnen sicher haben.
Bei mir persönlich sitzt das Geld dann oft in der Gastroniomie etwas lockerer, da man für den Urlaub selbst manchmal (eigentlich fälschlicher Weise) den bereits vor Monaten entrichteten Skipasspreis nicht mehr einbezieht.
Wenn ich zu Anfang der Saison zB 1000Sfr vorschieße, erwarte ich selbstverständlich, dass die publizierten Betriebszeiten (solande die Verhältnisse es erlauben) auch eingehalten werden. Ich als Kunde gehe mit der Kaufentscheidung schon ein halbes jahr vorher das Risiko zB schlechter Verhältnisse im Frühjahr ein.
Eine Einhaltung publizierter Zeiten erwate ich, solange es die Verhältnisse erlauben. Sie ist für mich unabdingbarer Bestandteil einer seriösen Geschäftspolitik und sollte Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Kunden sein. Wenn ich eine Saisonkarte im Glauben an die publizierten Zeiten kaufe und die werden dann trotz guter Verhältnisse nicht eingehalten, würde ich mein Geld in einem solchen Gebiet eben nicht mehr ausgeben.
 
3303 schrieb:
Als Saisonkartengast zahlt man generell einen relativ großen Betrag, den die Bahnen sicher haben.

Das stimmt aber maximal dann, wenn man nur ein Gebiet zur Auswahl hat. Hat man Verbundsaisonkarten, so schaut die Geschichte wieder anders aus. Hier kommt es dann auf das Verreichnungssystem der teilnehmenden Skigebiete an. Das alles ist ziemlich komplex.

Eine Einhaltung publizierter Zeiten erwate ich, solange es die Verhältnisse erlauben.

Nehmen wir das Beispiel eines großen Gebietes heraus: wenn das Gebiet in der Nachsaison ein paar Schlepper schließt, obwohl man dort noch fahren könnte, es sich jedoch nicht mehr rentiert, so wäre deiner Meinung nach ein unabdingbarer Bestandteil einer seriösen Geschäftspolitik nicht ein gehalten, obwohl man sonst noch genügens Auswahl hat?

Ich meine, solange man immer und überall mit Energiesparen vollgelabert wird und es viele auch schon selber tun, gleichzeitig einige aber vehement fordern, dass Skigebiete obwohl es sich nicht mehr rentiert gänzlich offenhalten werden.... Ich denke, es würde mal gut tun sich eine Stromrechnung einer simplen EUB anzusehen. Das dürfte eine heilende Wirkung auf so manchen vehementen Zeitgeist haben. ;)
Was mich viel mehr stört ist die Tatsache, dass es Skigebiete gibt, die dann ihre KSBs mit 2,5 bis 3 Metersekunden dahinkriechen lassen, jedoch vieles offenhalten. Folglich verbraucht man mehr Zeit am Lift und schafft es nicht, das ganze Angebot in Anspruch zu nehmen...

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Nehmen wir das Beispiel eines großen Gebietes heraus: wenn das Gebiet in der Nachsaison ein paar Schlepper schließt, obwohl man dort noch fahren könnte, es sich jedoch nicht mehr rentiert, so wäre deiner Meinung nach ein unabdingbarer Bestandteil einer seriösen Geschäftspolitik nicht ein gehalten, obwohl man sonst noch genügens Auswahl hat?

Genau. Wäre die Geschäftspolitik seriös, würden die Lifte gar nicht erst als in der Zeit als geöffnet publiziert oder es müsste erwähnt werden, dass Betrieb ab dem x-ten Tag nur am Wochenende oder eben gar nicht mehr stattfindet oÄ.
Beispiel Diavolezza/Lagalb. Lagalb schließt früher, auch wenn der Schnee reicht, weil es sich nicht mehr lohnt. Diavolezza läuft länger. So wird es von vorneherein publiziert und so muss es auch sein. Anders wäre es unseriös.
 
3303 schrieb:
Genau. Wäre die Geschäftspolitik seriös würde die Lifte gar nicht erst als in der Zeit als geöffnet publiziert oder es müsste erwähnt werden, dass Betrieb ab dem x-ten Tag nur am Wochenende oder eben gar nicht mehr stattfindet oÄ.
Beispiel Diavolezza/Lagalb. Lagalb schließt früher, auch wenn der Schnee reicht, weil es sich nicht mehr lohnt. Diavolezza läuft länger. So wird es von vorneherein publiziert und so muss es auch sein. Anders wäre es unseriös.


Also mir persönlich ist es egal, wenn ein Gebiet aus kostentechnischen Gründen einzelne Anlagen schließt. Wenns aber ganze Teilgebiete sind und es nicht kommuniziert wird, dass stört mich das auch. Einzelne Lifte lasse ich noch gelten. Für was soll man beispielsweise einen Schlepper laufen lassen, wenn man die Fahrten am Tag an einer Hand zählen kann? Sowas fällt für mich unter Energieverschwendung.
Irgendwie ist in dieser Frage ein Kompromiss, der alle zufriedenstellt sehr schwer zu finden.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Ich meine, solange man immer und überall mit Energiesparen vollgelabert wird und es viele auch schon selber tun, gleichzeitig einige aber vehement fordern, dass Skigebiete obwohl es sich nicht mehr rentiert gänzlich offenhalten werden.... Ich denke, es würde mal gut tun sich eine Stromrechnung einer simplen EUB anzusehen. Das dürfte eine heilende Wirkung auf so manchen vehementen Zeitgeist haben. ;)
Ich bezweifle, dass Du das gesehen hast, denn die Abrechnungen für Bergbahnbetriebe sind in vielen Fällen sehr undurchsichtig. Teilweise werden Stromspitzen hochgerechnet auf den ganze Zeiteinheiten, teilweise mit elektrischem Bremsen zurückgespiesener Strom sogar doppelt berechnet, gewisse dürfen Blindstrom ziehen, andere wiederum müssen kompensieren.

Einfache Michbuchrechnung:
Leistung einer 08/15 Gondelbahn 8er Kabinen ca 1,5km lang 400HM hat 500kW Dauerleistung. Die Kilowattstunde kostet in der Industrie ca 14 Rappen (Einfach mal ein Richtwert. Die oben genannten Abrechnungsarten mal ausgenommen.)
Arbeit errechnet sich durch Leistung * Zeit also 500kW * 1h = 500kW/h
Läuft der Lift von morgens um 9 bis abends um 16 sind das 7h also 7*500kW/H sind 3500kW/h am Tag. das ganze mal 14 Rappen ergibt 490 Franken.
Ein Schlepper hat ca 100kW Fixe Sesselbahn 250kW usw. usw. Könnts ja mal so grob durchrechnen. Dabei nicht berücksichtigt das anfahren bzw das Rückspeisen bei elektrischen Halts. usw.
 
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