Schwarzwaldhochstraße Freitag den 1. Dez. 2017 - persönlicher "Winter-Ski"-Saisonstart
Anfahrt über A5 - Achern - B500 - Mummelsee
Schneelage: stellenweise über einem Meter.
Pistenverhältnisse: unterschiedlich gut (gut bis exzellent, siehe unten)
Wetter: blauer Himmel über dem Kopf, in der Ferne ringsrum dichte Wolken. Beinahe den ganzen Tag durchgehend Sonne.
Gefahren: (Hornisgrinde Freeride), Seibelseckle, Ruhestein, Vogelskopf, Hundseck, Mehliskopf
Nicht gefahren: Unterstmatt (keine Zeit mehr)
Wartezeiten: Mehliskopflift (0-3 Bügel), nichts los
Nach den starken Schneefällen im Nordschwarzwald und aufgrund des miesen Angebots am Feldberg für Freitag, war klar, dass es für das "Winter-Opening" an die 500 geht.
Während es in Karlsruhe bewölkt war und kaum Schnee hatte, wurde die Landschaft Richtung Süden immer verschneiter. Bei der Auffahrt wurden die Tannen immer weißer und haben sich teils gefährlich weit durchgebogen.
Ankunft Parkplatz Mummelsee auf 1036m ü. NN. kurz nach 8. Der Parkplatz wurde gerade geräumt. Der Himmel war klar und die Sonne ging gerade auf. Herrliches Panorama.
Die Lifte waren noch nicht geöffnet, so ging es erstmal auf die Hornisgrinde. Da man selbst auf der Straße hüfttief in den Schnee eingesunken ist, war eine Fortbewegung nebst davon gerade zu unmöglich.
Am Gipfel ging dann endgültig nichts mehr. Schwer einzuschätzen wie viel Schnee es tatsächlich hatte, aber die Höhendifferenz am Unterstand deutet auf weit mehr als einen Meter hin. Der Blick ins verschneite Rheintal phantastisch dazu Totenstille - man hätte eine Nadel in den Schnee fallen hören können. Wie lange dauert es eigentlich im Frühjahr, bis die Hornisgrinde komplett schneefrei ist?
Wenn Bäume Bärte kriegen.
Schneeverwehungen.
Kurz nach 10 am Seibelseckle. Tageskarte für den Verbund gekauft. Kanonen liefen alle. Schnee bis zum Umfallen, aber die Abfahrt war leider auch durch die Kombination leicht aufgefahrener Neuschnee plus Beschneiung diejenige mit dem "schlechtesten" Zustand. Dem Betreiber ist das aber ausdrücklich nicht anzulasten. Sa/So dürften traumhaft werden am Seibelseckle.
Bereits um 12 ging es daher zum Ruhestein. Es lief der westliche Lift. Hier war noch weniger los (höchstens zehn Skifahrer). Aufgrund der "sonnigeren" Hangausrichtung war der Schnee etwas fester und weniger stumpf, der Hang auf voller Breite perfekt gewalzt. Insgesamt fand man hier die besten Pistenbedingungen vor, die Abfahrt ist dafür aber auch flacher.
Um 13 Uhr sollte der Vogelskopflift in Betrieb gehen, darum bin ich nach einer kleinen Mahlzeit in der Ruhesteinschenke - schöne, urige Gaststube mit gutem Essen zu sehr moderaten Preisen - zum Vogelskopf.
Der schönste Hang, in ebenfalls ziemlich gutem Zustand, mit Abstand am meisten Schnee und gerade mal vier Skifahrer, dazu hatte man nur die linke Hälfte des Hangs gewalzt.
Die rechte war ein Tiefschneetraum wie ich ihn selbst in den Alpen schon seit Ewigkeiten nicht mehr hatte. Kein Bodenkontakt und sehr trockener Pulverschnee. Das bleibt mir wohl noch lange in Erinnerung (zumindest für diese Saison), hätte ich das gewusst, dann wär ich schon um halb 1 weg vom Ruhestein. Die Bilder hatte ich natürlich erst danach gemacht, als es schon zerfahren war, um auch jede Sekunde zu genießen.
Der Lift stand aber des öfteren, vermutlich technische Probleme. Als später alles verspurt war, hatte ich dann noch einige Abfahrten auf dem gewalzten Teil des Hangs gemacht und so ging es erst um 4 wieder in Richtung Norden.
Mein nächstes Ziel war der Mehliskopf. Wider Erwartungen lief auch der Hundsecklift (auf der Website stand ja nichts) und dank Verbindungsweg konnte ich mir die Autofahrt auf die andere Seite sparen. Auch hier wurde beschneit. Los war auch hier so gut wie nichts, obwohl die Pistenverhältnisse trotz Beschneiung ziemlich gut waren. Mit dem Sonnenuntergang zog sich der Himmel langsam zu.
Um kurz nach 5 wollte ich dann aber doch noch zum Mehliskopf rüber. Der Verbindungsweg war ärgerlicherweise nicht gewalzt, weshalb ich deutlich länger gebraucht hatte.
Die Abfahrt war natürlich eine der besten, alleine wegen der Länge und Neigung. Gewalzt war auch ganz ordentlich. Toller Nachtblick ins Rheintal!
Nach dem Skitag war nur eins wirklich schade: dass er zu Ende war. Hier nochmal der Blick auf den Parkplatz.
Ein kleines Süppchen und gemütliche Heimreise.
Gefallen:
- Wetter
- gutes und günstiges Essen in der Schenke
- Schneelage
- Super Powder am Vogelskopf
Nicht gefallen:
- Die Geschichte mit den Verbundkarten, insbesondere mit den Drehkreuzen am Mehliskopf ist immer noch ein Witz. Die sollten mal einen gemeinsamen Skipass entwerfen.