21.06.2015 | Vier-Wäller-Weiher-Weg
Heute ging es nicht an die Nister, sondern an die Westerwälder Seenplatte. Diese liegt auf einer Höhe von ca. 400-450 Meter und besteht aus sieben künstlich angelegten Weihern. Graf Friedrich III. ließ in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts das Wasser einiger Bäche aufstauen, sodass in den Weihern Fische gezüchtet werden konnten. Auch heute noch wird ein Teil der Weiher einmal im Jahr abgelassen und abgefischt. Im Sommer kann man dort Baden und Boot fahren, im Winter bei ausreichend Eis Schlittschuh. Ganz in der Nähe liegt die Quelle der Wied, an der auch ein Wanderweg entlang führt; ein weiteres Ziel auf meiner Liste für zukünftige Wanderungen.
Rund um die Weiher führt ein Sieben-Weiher weg, der 35 Kilometer lang ist. Da für heute ab dem frühen Mittag Regen gemeldet war, ging ich nicht die lange Runde, sondern den Vier-Wäller-Weiher-Weg, der auf 15 Kilometern einen Teil der Seenplatte mitnimmt. Außerdem bestand die Möglichkeit, den Weg an einer Stelle deutlich abzukürzen, sodass ich bei Regen schneller wieder am Auto gewesen wäre. Doch zum Glück hielt das Wetter, auch wenn die Luft sehr feucht war und teilweise ein bisschen Nieselregen herab kam. Aber nass geworden bin ich nicht.
Los ging der Weg in Dreifelden, dem Ort, der dem Dreifelder Weiher seinen Namen gab. Von dort ging es zum Brinken- und Postweiher. Vorbei an den Örtchen Freilingen und Wölferlingen führte mich der Weg hinein in das Naturschutzgebiet Wölferlinger Weiher. Nun folgte das letzte Stück durch den Wald zurück nach Dreifelden.
Toll war an dem Weg, dass an vielen Stellen bis auf das Tröpfeln der nassen Bäume und einigen zwitschernden Vögeln nichts zu hören war. Auch bot der Weg viele abwechslungsreiche Stellen.
Wetter:
Wolkig und sehr feucht, teilweise leichter Nieselregen; 12 Grad
Streckendetails:
Länge: 14,5km
Dauer: 3 Stunden
Höhenmeter: 516 Meter
Höchster Punkt: 472 Meter
Höhenmeterdiagramm
GPS-Track
^^Los ging es am Dreifelder Weiher
^^Bei Dreifelden gibt es einen Aussichtsturm, der einen schönen Blick über den See bietet
^^An dieser Stelle habe ich mal zwei Fotos aus dem Februar eingefügt, die zeigen, wie schön es hier bei gutem Wetter sein kann, wobei mich auch das Wetter heute nicht gestört hat
^^Sonnenuntergang
^^Die Hecke wurde geschnitten und bietet nun einen Lebensraum für verschiedene Tiere
^^Entlang des Westerwaldsteiges ging es in den sehr nassen Wald
^^Weg
^^Ziemlich in der Bildmitte liegt versteckt Dreifelden
^^Wir hatten lange Zeit sehr wenig Regen, daher ist es gut, dass es heute mal ein bisschen was gab
^^Nun gelangte ich genau auf den Damm zwischen Brinken- und Postweiher, hier der Brinkenweiher, der sich gut zwischen den Bäumen versteckte
^^Mein Weg führte entlang des Postweihers, der von einem leichten Nebel überzogen war
^^Im Winter ist der Ausblick sicher besser, als jetzt mit den vielen Blättern
^^Danach musste ich die Straße kurz vor Freilingen queren, von der es wieder in den Wald ging
^^Zu diesem Zeitpunkt regnete es bereits gar nicht mehr, dafür war die Luft wunderbar frisch
^^Kurz vor diesem Bild sprang ein kleines Reh rechts aus der Böschung quer über die Pferdekoppel in den Wald links. Später sah ich an einer anderen Stelle noch ein Reh durch den Wald laufen.
^^Der Weg führte nun ein längeres Stückchen durch die Wiese, die aber auf einem Streifen sehr gut gemäht war
^^Dieser kleine Frosch sprang auch noch dort herum
^^Das Feld auf der linken Seite müsste Mais sein. Der Weg ging in Bildmitte auf der gut erkennbaren Linie nach links hinten weiter.
^^Dank Wanderung auf dem Westerwaldsteig war der Weg bestens markiert und gepflegt
^^Blick auf Wölferlingen
^^Der Wölferlinger Weiher. Da dort ein Naturschutzgebiet liegt, darf man nicht näher heran. Weil die nächste Ortschaft ein bisschen weiter weg und der Weg anscheinend nicht so bekannt ist, war hier nichts los
^^Ausblick von dem Schwengersberg, wobei er sich bei diesem Wetter in Grenzen hielt
^^Links der Schwengersberg mit dem Hochstand. Ob die Bezeichnung Berg angebracht ist, sei mal dahingestellt
^^Nach einem längeren Abschnitt im Wald ging es wieder auf den Dreifelder Weiher zu
^^Windräder, die hier im Westerwald oft zu sehen sind
^^Die Ortschaft Dreifelden mit der ältesten Steinkirche des Westerwaldes
^^Dank der Alpenvereinskarte auf dem Handy fand ich solche kleinen Wege durchs Dorf, sodass ich ganz schnell wieder beim Auto war