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Säntis / 21.09.08 / Sommerende

Am letzten offziellen Sommertag ging es für mich und drei Kommilitonen nach mehreren Anläufen endlich auf den Säntis. Wir hatten die Tour schon länger geplant, aber es kam immer wieder etwas dazwischen. Da für gestern eigentlich gutes Wetter angesagt war, wollten wir die Gelegenheit nutzen und den Säntis noch vor den ersten größeren Wintereinbrüchen besteigen.
Unser Ausgangspunkt war Wasserauen (876m) von wo aus auch die Ebenalpbahn startet. Diese ließen wir aber "rechts" liegen und haben uns über einen geterten aber sehr steilen Weg hoch zum Seealpsee (1141m) gemacht.

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Am Seealpsee angekommen. Ich habe den Verdacht, dass das kleine Bötchen da hauptsächlich angeschafft worden ist um ein Fotomotiv zu bieten. Ich habe die Einladung trotzdem gerne angenommen. Schade allerdings, dass das Wetter nun doch nicht so gut war wie vorhergesagt. Wir hatten uns die Route über den Seealpsee in Erwartung eines traumhaften Panoramas ausgesucht. Das Wetter hat uns aber leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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Der vernebelte Blick in Richtung Säntis.

Der Weg führte uns im Anschluss weiter auf die Meglisalp. Vom See aus geht man in ca. 45 Min. durch einen steilen Wald und erreicht kurz vor der Alp auch die ersten steileren Felswände. Der Weg ist aber gut ausgebaut und mit Seilen gesichert und gibt einen ersten kleineren Vorgeschmack auf die zweite Hälfte der Route. Durch den Nebel habe ich nicht all zu viele Bilder geschossen, daher gibts nicht von jedem Teilstück Fotos.

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Auf der Meglisalp (1517m) angekommen.

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Doch kurz nach Erreichen der Meglisalp konnten wir das erste mal den blauen Himmel erblicken. Der Nebel verzog sich erst langsam und dann immer schneller. Wenn man die ganze Zeit nur eine Sichtweite von 50m hat, ist man schon erstaunt durch welch beeindruckende Bergwelt man die ganze Zeit "ahnungslos" gewandert ist.

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Nochmal die beschaulichen Berghütten auf der Meglisalp.

Da der Nebel aber genauso schnell wieder in das Tal hereinzog wie er sich vorher verflüchtigt hat, machten wir uns wieder auf den Weg zum Säntis. Wir haben uns für die Route über den Rotsteinpass entschieden. Leider hat uns hier der Nebel die Sicht auf die Bergwelt genommen.

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Erst kurz vor dem Rotsteinpass riss es dann wieder auf.

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Erst jetzt konnten wir einen ersten freien Blick auf den Säntis werfen. Gut im Bild auch das Schneefeld unterhalb des Gipfels.

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Der Rotsteinpass (2120m).

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Der Nebel verzog sich immer mehr und in uns keimte die Hoffnung, dass davon bald gar nichts mehr zu sehen sei.

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Nochmals unser noch weit entferntes Tagesziel.

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Auf der anderen Seite des Rotsteinpasses hing aber auch die Suppe. Dieser zog auch bald darauf wieder rüber auf unseren nächsten Wanderabschnitt, den Lisengrat.

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Auf dem mit Seilen gesicherten Weg am Lisengrat. Neben dem aufkommenden Nebel war zusätzlich sehr unangenehm, dass es Schnee und Eis erforderten, jeden Tritt mit noch mehr bedacht zu wählen als normal. Mittlerweile waren die Haare vom Nebel auch schon sehr klamm und es begann zu frieren. Nullgradgrenze auf ca. 2200m.

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Der Nebel wurde aber bald wieder geringer.

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Und langsam rückte der Säntis näher.

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Ein Blick auf den schönen Bergstationskomplex.

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Noch ein paar mal steil bergauf und bergab und bald ist es geschafft.

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Schneefeld.

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Auf dem Gipfel angekommen bietet sich ein Blick auf die dichte Wolkendecke, die nur von höheren Bergen durchbrohen wird.

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Für den Abstieg war es uns mittlerweile zu spät und so haben wir vom Gipfel die Bahn runter zur Schwägalp genommen. Für Studenten 11,90 €. Ein Preis den wir für vertretbar hielten. Problematisch war im Anschluss nur der Rückweg nach Wasserauen. Erst ging es mit dem Postbus in 23 minütiger Fahrt nach Urnäsch. Von dort aus hieß es umsteigen in die Bahn nach Appenzell und von dort aus wieder weiter mit dem Bus nach Wasserauen. Dort angekommen war es mittlerweile 20.30 Uhr. Ein Tag ging vorüber der gemischte Gefühle erzeugte. Bedauerlich war, dass wir durch den Nebel nur einen Bruchteil der Bergwelt des Alpsteins bewundern konnten. Der Berg gab uns nur homöopathische Dosen seiner Pracht frei. Vielleicht will er, dass wir wiederkehren um alles zu erleben. Der Nebel zehrte teilweise auch sehr stark an unserer Moral was durch die kälte nur noch verschlimmert wurde. Entschädigt wurden wir aber immer wieder durch atemberaubende Ausblicke auf die rauhe Natur. Ein Tag der alles in allem ein positives Fazit verdient.
 
schöner Bericht tolle Fotos!nur das richtige Schuhwerk hat euch gefehlt. :dankeschoen:
 
Jo ich hatte meine Bundeswehrstiefel an und bin damit aber eigentlich ganz gut gefahren.
 
Schöne Bilder dieser Tour im Alpsteinmassiv.

Unten habe ich eines der Bilder angehängt, das ich mit einem Pfeil versehen habe. Auf diesem Bild ist schön der Starthang der Skiabfahrt vom Säntis zu erkennen. Der Pfeil deutet auf diesen Hang, der den Namen "Gasthaushang" trägt und hier als schräge Ebene zu erkennen ist. Das Schneefeld ist der sogenannte "Grossschnee", ein dauerhaftes Firnfeld.
 

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klar ist blauer himmel schöner, aber die bilder mit den nebelfetzen haben auch etwas für sich :P
 
Chasseral schrieb:
Das Schneefeld ist der sogenannte "Grossschnee", ein dauerhaftes Firnfeld.

Ja, ich hatte es zunächst mit dem Blauschnee verwechselt. Aber der scheint auf der anderen Seite des Gipfels zu liegen. Dieses Schneefeld kannte ich nicht.

Den Einstieg der Abfahrt habe ich (ohne es so konkret gewusst zu haben) auch ganz gut ins Bild bekommen. Durch den dicht Nebel musste ich es etwas stärker bearbeiten um den Einstieg der Abfahrt deutlicher heraus zu bringen. Aber ich denke, man erkennt es ganz gut. Der Hang sieht allerdings extrem steil aus.

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Vielen Dank für das tolle Bild mit der Abfahrt. Die Abfahrt steht für kommenden Winter auf meinem Wunsch-Programm.
 
Interessanter Bericht über zum Teil mystische Verhältnisse im Alpstein !!

Seid froh ein Gipfelziel oberhalb der 2000er Grenze ausgesucht zu haben. So habt ihr wenigstens oben noch den blauen Himmel zu sehen bekommen. :)
 
hier ein Foto des Großschnee vom 09.09.2008. Es ist wirklich sehr steil am Starthang.

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Am 28.06.2008 habe ich 2 Snowboarder beobachtet, die die Abfahrt zur Meglisalp unter die
Bretter genommen haben (sh. Wanderbericht vom 28.06.2008).
 
wer läuft denn da in Turnschuhen am Klettersteig, bei den Wetterbedingungen...
 
Schöner Bericht!
Scheint eine schöne abwechslungsreiche Tour zu sein,
und mit Nebeldecke sehen die Fotos noch besser aus, als "nur" mit blauem Himmel.

Nur um's nochmal klarzustellen:
Ist diese senkrechte Schotterwand da die Piste?

Mfg E-weiss
 
E-weiss schrieb:
...
Nur um's nochmal klarzustellen:
Ist diese senkrechte Schotterwand da die Piste?
Dieses Schotterband ist die Piste (der erste Abschnitt der Piste, genannt Gasthaushang). Aber der Hang ist keineswegs senkrecht. Er hat ein Gefälle von lediglich 37°.
 
ja, das sind das Glärnischmassiv und links der Tödi mit dem weißen Dach. Rechts vom Glärnisch sind weiter hinten die Gipfel im Berner Oberland zu sehen.
 
In der Tat ein sehr schöner Bericht! Danke dafür :D

Jetzt kann ich mir unter der Säntis auch mal etwas vorstellen. Bisher kenne ich sie nur vom Fernblick her.

Übrigens Respekt vor jedem Wanderer, welcher den Weg bewältigt. Wenn ich sehe wie es da runter geht, wird es mir schon ganz anders... :? :roll:
 
8) Die Turnschuhe gehen gar nicht!!! Auch wenn man in Norwegen solche Sachen mit Sandalen macht!!!

Der Einstieg zum Großschnee ist mit Schnee halb so wild; wirkt ohne Schnee steiler (ist überall so) - ist ähnlich wie Combe de Caron

Komme dieses Jahr wohl nicht mehr an den Säntis - WE werde ich am Tiftgletscher sein... (und auf der Engstlenalp)

Ade
 
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