• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Sauerland 2019/2020

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Davon ab geht mir diese ewige pro und Contra Diskussion langsam auf den Sack.
 
Wenn ich gebucht habe und die Bedingungen sind wie sie sind muss man einfach das beste aus seinem Urlaub machen. Entweder fahr ich dann halt oder nutze die Zeit anders.

Mit Leihski wäre es mir ziemlich egal, ob da mal Gras ist oder nicht. Und auch auf braunen Schnee lässt sich fahren. Und so teuer ist der Skipass ja auch nicht(bezogen auf den Eurobetrag nicht auf das Angebot), um es nicht einfach mal versuchen zu wollen. Und man kann sagen, hey wir sind bei den Bedingungen trotzdem gefahren :)

Und wir leben in einem freien Land, jeder hat die Möglichkeit sich unabhängig die Bedingungen im AF - dank der hervorragenden Dokumentation von GIFWilli59 - anzusehen!
 
Viele die hier sind, haben ihren Urlaub mit der Gewissheit der letzten Jahre, "Winterberg ist Schneesicher" schon Monate , wohlmöglich, mit Reiserücktrittsversicherung geplant und gebucht. Bei der Reiserücktritt kannste aber nicht zurücktreten wenn kein Schnee liegt.
Und wenn man schon ....vielleicht das Erste Mal hier ist, und die Ski dabei hat , dann ist zunächst mal die Freude und die Neugierde das (vielleicht sogar unbekannte) Gelände zu erkunden größer, als die Endtäuschung der Schneelage und des Nebelwetters. Im Apartment oder Hotel sitzen und Däumchen drehen oder ein gutes Buch lesen ist auf Dauer auch keine Alternative.. Und es ist auch eine Art Abenteuer, hier diese Pisten unter widrige Umständen zu bewerkstelligen.
Wenn ich es mir natürlich vom Zeitpunkt aussuchen kann, also flexibel mit der Anreise bin....suche ich mir den perfekten Zeitpunkt bei Sonne und Pulverschnee aus und komme möglichst noch unter der Woche. Da wirst Du keinesfalls da jetzt Sehnsucht haben da jetzt hinzufahren.....ja dann sind diese Bilder, der schlechte Zustand der Piste geradezu abschreckend.
Also, Niemand ist hier Geisteskrank, es kommt wirklich auf die Situation und Sichtweise drauf an.

Was mich wundert ist:
Auf der Hompage steht "Wir tun alles um die Bedingungen zu erhalten"
Dann müßten die Verantwortlichen von gesperrten Pisten Restschnee abkratzen, um diesen bei den besonders krititischen Stellen der geöffneten Pisten zu verteilen. Notfalls auch weitere Pisten sperren. Denn zumindest eine gewisse sichere Fahrbarkeit sollte schon gewährleistet sein.
 
Völlig egal wer mit "Geisteskranke Idi..." gemeint ist. Es ist in jedem Fall eine Beleidigung, welche hier im Forum nichts verloren hat. Bitte achtet auf einen angemessenen Umgang untereinander. :!: :!:

Über die Sache an sich kann man natürlich geteilter Meinung sein und das darf auch kontrovers diskutiert werden. Vielen Dank jedenfalls an die Berichterstatter, die auch solche Bilder posten. Andernorts wird ja von den Fans der jeweiligen Gebiete gern mal unter den Teppich gekehrt wenns nicht so optimal aussieht. :wink:
 
GIFWilli59 schrieb:
Liegt das denn daran, dass Schnee auf den Bäumen und Wiesen in der Umgebung liegt oder daran, dass es "früher" (Welcher Zeitraum auch immer damit gemeint ist) immer 5-6 Wochen durchgehend >50 cm Naturschnee lagen?

Damit meine ich eher zweiteres. Diese Mengen waren auch bis in die 2000er nichts ungewöhnliches. Unter 30cm ist bis vor 6-7 Jahren hier noch kein Lift geöffnet wurden.
Allerdings muss man auch sagen, dass gerade in den letzten Jahren solch durchgängig gute Naturschneelagen zur Seltenheit geworden sind.

Dennoch bin ich erstaunt, dass diese Bilder eine Diskussion darum ausgelöst haben, wie weit schlechte Bedingungen noch akzeptabel bzw. eben nicht akzeptabel sind.
Jeder Skifahrer mit Alpenstandards wird wohl nicht groß darüber diskutieren.
Ich bin hierzu jedoch noch immer hin und her gerissen. Auf der einen Seite sehe ich die Pistensicherheit hier nicht mehr wirklich gegeben. Als Betreiber würde ich das in der heutigen klagefreudigen Gesellschaft schon als kritisch betrachten.
Auf der anderen Seite würde ich mich jedoch auch ärgern, wenn wegen eines braunen Fleckes die Piste gesperrt wird.

Im Sauerland kommt wohl eine gute Zweckgemeinschaft zustande. Die Betreiber können zur Zeit einfach nicht mehr bieten. Und die Gäste, welche dennoch in großer Zahl erscheinen, finden das vollkommen okay.
Also scheint diese abenteuerliche Art Ski zu fahren ja doch ihre Lobby zu haben. :D
 
Wenn man die Kommentare auf Facebook liest, sind die meisten dankbar für das Angebot trotz der widrigen Umstände. Ein paar kritische Stimmen Ausnahmen gibt es natürlich, sind gefühlt deutlich in der Unterzahl.

Man muss dem SLK aber hoch anrechnen, dass sie die Webcams an lassen und man sich ein gutes Bild der Situation machen kann. Da schalten andere ganz schnell einfach ab.
 
Viele sind bestimmt noch nie oder schon lange nicht mehr auf optisch so ramponierten Pisten gefahren. Natürlich kann man sich mit Pech den Ski zerkratzen (Leih-Fahrern wohl z.T. egal),
aber fahren kann man auf solchen weichen weiß-grün-braunen Grasmatschpisten oftmals sicherer als auf einer Piste aus windgepressten Haufen, Lanzenbremsschnee und Eisplatten wie es sie leider oft genug auch in den Alpen gibt.
 
Die Vorhersage für morgen und Donnerstag sagt sehr milde Temperaturen und Regen voraus, deshalb habe ich mir heute freigenommen, um das verhältnismäßig große Angebot in Winterberg noch einmal auszunutzen. Später traf ich auch wieder GIFWilli59.
In der Nacht gab es etwas gefrierenden Regen, morgens war es sehr neblig, dann lockerte es aber auf, und ab und zu schaute auch mal die Sonne durch, bei Temperaturen knapp über Null Grad. Bis auf BBX und wie schon in den letzten Tagen Brembergkopf waren alle Pisten in befriedigenden bis sehr guten Zustand. An Büre-Herrloh wurde jetzt mit dem Snowmaker vom Rauhen Busch beschneit, auch an der kleinen Büre lief der Snowmaker den ganzen Tag. Am QuickJet war der Flutlichthang weiterhin gesperrt, ließ sich aber noch sehr gut fahren. Auch die Buckelpiste am gesperrten Poppenberghang machte mir viel Spaß, wann hat man sowas schon mal in Winterberg :D Hier kamen aber im Mittelteil doch schon immer mehr grasige Stellen zum Vorschein. Insgesamt noch einmal ein sehr schöner Skitag. Nun bleibt abzuwarten, wie die nächsten Tage den Pisten zusetzen. Im schlimmsten Fall blieben nur noch Rauher Busch, Büre-Herrloh, Poppenberg, Kleine Büre und Förderband 10a übrig.
WhatsApp Image 2020-01-07 at 11.00.48.jpg
Gesperrter Flutlichthang am QuickJet
 
Die Weltuntergangsstimmung von manchen hier ist schon arg. Ich habe schon weltweit grenzwertigeres gesehen.

Das der ganze Zirkus nicht unbedingt romantisches Winterflair ist....offensichtlich nicht, aber im Sauerland ist das halt mal ne wichtige Einnahmequelle. In vielen Gebieten in Zentraleuropa schaut das doch nicht besser aus, auf vergleichbaren Höhenlagen. Mir haben viele ältere Menschen aus den Alpen beigebracht, das früher Ski gefahren wurde sobald Schnee lag, oder die Pisten schlimmer aussahen als das in Winterberg.

Bin seit 10 Tagen in Moskau, an meinen Haus-Skiliften hier schaut es auch nicht besser aus und Beschneiung ist auch nur im Grenzbereich möglich.... wenn überhaupt. Der Winter kommt schon noch....hoffentlich und wenn nicht....früher war auch nicht alles besser;-) Der Mensch war halt vielleicht bissl relaxter und hat akzeptiert was aktuell Phase ist, ohne gleich abzuspacken das es keinen Winter mehr gibt :roll:
 
Gefühlt schauen gerade sämtliche Mittelgebirge auf Winterberg wenn ich die Kommentare hier lese ;-)

Natürlich kann man darüber streiten ob es sinnvoll ist bei matschigen Pisten Skifahren zu gehen. Auch ich belächele unsere beiden Lokalmatadore gewissermaßen dafür, dass sie ihr Ding strikt durchziehen. Glücklicherweise erinnere ich mich auch noch daran, dass ich vor wenigen Jahren nicht anders war. Da bin ich auch bei Matsche in Winterberg gefahren bis die Unterbuchse nass war. Und erstaunlicherweise hatte ich auch dabei Freude. Lässt sich nur nachvollziehen wenn man sich selbst seinem Hobby mit voller Leidenschaft hingibt. Ein großartiges Gefühl!

Bei einigen hier scheint diese Leidenschaft weniger stark ausgeprägt zu sein, bzw. nur bei guten Bedingungen zu greifen (ist es dann überhaupt echte, bedingungslose Leidenschaft?). Bei mir ist sie das wie gesagt auch nicht mehr in diesem Bereich. Ich erinnere mich aber noch sehr gerne zurück an diese Zeit.

Der erste Saisontag bspw.: Bei hauchdünner Schneedecke nur am Sahnehang, Hochlaufen um dann bei 5cm Schnee am Sternrodt endlich abahren zu können, Saisonopening nur bei Möppi und hunderte Male Poppenberg in wenigen Wochen immer wieder fahren und selbst das Saisonopening auf einem Förderband an der Ruhrquelle.

Alles wunderschöne Erinnerungen, die ich nicht missen möchte, die ein Außenstehender aber kaum versteht. Wobei gerade hier im Alpinforum das Verständnis dafür am größten sein sollte. Schließlich tummeln sich hier nur Freaks, wenn wir ehrlich zu uns sind ;-). Und das kann man sich auch positiv auslegen.
 
@Hibbe:
Ich glaube das negative Feedback bezieht sich hier eher auf die Betreiber als die Skifahrer. Die Aktion der beiden hier und die dazugehörigen Berichte sind genial, das sehe ich genauso. :D
 
Nun hat es wie erwartet/befürchtet Brembergkopf und BBX erwischt, ab heute geschlossen.

Nun noch meine Meinung zum Pistenzustand insbesondere am Brembergkopf:
Wie @720° schon schrieb, in den Zeiten vor der maschinellen Beschneiung waren schlechte Pisten auch in den Alpen nichts ungewöhnliches.
Ich fahre seit den 1970er Jahren fast jedes Jahr in den Osterferien im Zillertal (Hochkrimml) Ski, und bevor es Beschneiung gab, hatte man halt auf den Pisten mal mehr oder mal weniger Schnee. Leider gab es damals noch keine Digitalkameras oder Smartphones, und man hat keine kostbaren Urlaubsbilder mit Aufnahmen von braunen Stellen auf den Pisten verschwendet. Aber ich erinnere mich an Pisten, wo mehr Gras als Schnee war, oder von schmalen, mit der Schaufel präparierten Schneebändern im Gras, um von einer Piste zu anderen zu gelangen usw... Niemand kam damals auf die Idee, wegen ein paar braunen Stellen auf der Piste eine Abfahrt zu sperren. Man musste halt die Augen offen halten und die braunen Stellen umfahren. :D
Die Piste am Brembergkopf ist sehr flach und hat grasigen Untergrund. Da ist es kein Problem, auch bei ganz wenig Schnee runter zu rutschen. Den Betreibern eine Gefährdung der Gäste zu unterstellen, kann ich absolut nicht nachvollziehen.
 
Ich wollte den Betreiber nicht angreifen, die haben das ganze auch mehr im Blick als ich. Was mich aber überrascht hat, das die Definition oder die Akzeptanz, bis wann man eine Piste noch fahren kann so weit runter ging, "bis es gerade noch geht"
Nun gut, dass liegt wahrscheinlich daran, wenn man bei grenzwertigen Verhältnissen dort selber fährt, kommt man eben zu einer anderen, meist weniger negativ- Kritischen Einschätzung, ("Ach ja, sieh mal einer kuck, dass fährt sich ja noch überraschend gut") als diejenigen, die sich nur durch Fotos und Webcams ein Bild zuhause machen und einfach drauf losschreiben, ..."Wie blöde muss man sein, um bei den Bedingungen noch zu fahren."
Dagegen verstehe ich nicht, warum die Quick Jet (Flutlicht) Piste die "wmenn" fotografiert hat, schon zu diesem Zeitpunkt gesperrt war, obwohl sie noch in einem überraschend gutem Zustand sich befindet, wie man hier sehen kann(konnte).
Aber Flutlicht haben doch im Grunde beide Hänge, dieser und der Parallel- Hang.

Die Wetteraussichten verbreiten so langsam wieder positiven Optimismus. Aber noch heißt es abwarten. Zumindest kommt es im Jet Stream bald wieder zu Wellenbewegungen, die auch Zwischen- zeitliches kälters Winterwetter im Bergland zulassen.
 
Hibbe schrieb:
Lässt sich nur nachvollziehen wenn man sich selbst seinem Hobby mit voller Leidenschaft hingibt. Ein großartiges Gefühl!

So wie in der Ehe, oder als Fussballfan, wie in Guten und in schlechten Zeiten.
 
In Willingen wurde Schnee vom Sonnenlift zum Ritzhagen verbracht, Dorfwiese hat den Betrieb eingestellt...
 
sir_ben schrieb:
In Willingen wurde Schnee vom Sonnenlift zum Ritzhagen verbracht, Dorfwiese hat den Betrieb eingestellt...
Genau, Montag und Dienstag Abend.
 
Hibbe schrieb:
Gefühlt schauen gerade sämtliche Mittelgebirge auf Winterberg wenn ich die Kommentare hier lese ;-)

Naja, wundert mich in einem Winter(anfang) wie diesem nicht. Schliesslich wirbt ja Winterberg mit :
- "der 2. besten/produktivsten Schneianlage der Welt"
- "Wintersportvergnügen von Dezember bis April"
- "den steilsten Pisten nördlich der Alpen"
- .......................
Und das auf 600m üN !!!!!

Und wenn man das Ergebnis dann sieht, naja da versteh ich schon ein paar Kommentare....

Mir aber völlig Wurst, auch in meinem Stammgebiet(Keilberg) liegt noch viel zu wenig Schnee. Warte ich halt noch etwas, irgendwann kommt der Schnee. Denn auf Rumrutschen auf Eiswürfeln und Dreck hab ich keine Lust. Aber jeder wie er will.
Cheers
 
@snow*Uwe:

Die Akzeptanz schlechter Pisten geht wesentlich weniger "weit runter" als früher. Um das nachvollziehen zu können, sind manche nur zu jung.
Außerdem kann ich nur wiederholen, dass Pisten sich nicht automatisch schlecht fahren, nur weil sie braune Stellen haben. Eis und plötzliche
Wechsel in der Beschaffenheit sind deutlich nerviger und verursachen auch mehr Verletzungen. Warst du in den letzten zwei Wochen schon im Sauerland auf den Brettern
und empfandest die Pisten als schlecht fahrbar?
 
judyclt schrieb:
Außerdem kann ich nur wiederholen, dass Pisten sich nicht automatisch schlecht fahren, nur weil sie braune Stellen haben. Eis und plötzliche
Wechsel in der Beschaffenheit sind deutlich nerviger und verursachen auch mehr Verletzungen.
Das stimmt. Montag oder Dienstag hatte ich im Lift noch ein Gespräch in der Richtugn gehört:
"Die Piste hat zwar mehr braune Stellen, aber lässt sich doch etwas besser fahren, weil sie ein schöneres Gefälle hat oder nicht so viele Sulzbuckel hat."

Am Dienstag wurde mit den SFs an der Büre-Herrloh und am Poppenberg sowie an der Kl. Büre beschneit (2 Haufen). Insbesondere an der Kl. Büre entwickelten sich die Haufen schnell zu Unfallschwerpunkten, da einige Skifahrer dort gesprungen sind - insbesondere bei der Landung gabe es viele Stürze. :D Folgerichtig wurde die direkte Auffahrt später durch Absperrungen erschwert.

An den braunen Stellen am QuickJet oder Bremberg traten hingegen keine gehäuften Stürze auf. ;-)
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben