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Sauerland

Mir tun ja die Liftbetreiber leid die in den letzten Jahren hohe Millionenbeträge investiert haben und ihre Kredite abzahlen müssen. Ich könnte da nicht mehr ruhig schlafen. Das ist nämlich schon Existenzbedrohend für solche Familienbetriebe. Wer weiß wie lange das noch dauert bis wieder Rückgebaut wird. Wir machen z.B. an Weihnachten fast ein Drittel des Winterumsatzes.
 
Nur mal ein Einwurf zum Thema:

Bauern werden bei Ernteausfall wie beim Hochwasser dieses Jahr vom Staat unterstützt.Bei anderen Gewerben die aber auch stark von äußeren Einflüssen abhängen wurde bestimmt noch nicht mal über sowas nachgedacht :roll:

Der Wintersport hat in D keine große Lobby,aber warum greift der Staat nicht mal ein?!
 
skier3000 schrieb:
Bauern werden bei Ernteausfall wie beim Hochwasser dieses Jahr vom Staat unterstützt.
Bei Ernteausfall hängt ja die Grundversorgung der Bevölkerung von ab, Ski fahren ist reiner Freizeitspaß, wenns nicht funzt muß man halt Alternativen suchen..Das ist dann so wie bei jedem anderen Selbstständigen.
 
Da könnte ja jeder daherkommen. Das ist schon das eigene Risiko eines Liftbetreibers.
 
Korrekt, sonst müsste man ja auch die Betreiber von Freizeitanlagen und Strandkörben an den Nord- und Ostseestränden entschädigen, wenn es einen kalten und regnerischen Sommer gibt :wink:
 
das sehe ich genauso. es ist einfach das unternehmerische risiko eines liftbetreibers.

außerdem sollte man annehmen, dass ein liftbetreiber im sauerland (und nicht nur dort) so kalkuliert, dass er alle 4-5 jahre eine schlechten winter ohne weihnachtsgeschäft überstehen kann.

außerdem könnte man das risiko ja auch entsprechend versichern.
 
reXX schrieb:
dass ein liftbetreiber im sauerland (und nicht nur dort) so kalkuliert, dass er alle 4-5 jahre eine schlechten winter ohne weihnachtsgeschäft überstehen kann.
Tja, alle 4-5 Jahre nen schlechtes Weihnachtsgeschäft wäre ja OK, aber es läuft mittlerweile drauf hinaus das es nur noch alle 4-5 Jahre überhaupt ein Weihnachtsgeschäft gibt.. :sniff:
playjam schrieb:
Die "100-Tage-Regel" (WITMER 1986) zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Liftbetriebs geht von einem "schlechten" schneearmen Winter jedes dritte Jahr aus.
Ist schwierig zu beurteilen finde ich. Geht es allein nur darum die 100 Tage voll zu bekommen oder so wichtige Tage wie Weihnachten/Neujahr, Krokusferien, Karneval,evtl. Ostern mitzunehmen wenn dazwischen mal Tauwetter herrscht..
 
Moin,

also so langsam wird es auch bei Möppi mit dem Schnee eng. Dort ist es nun auf der Webcam richtig Braun. Denke vielleicht noch Freitag... aber dann ist Schluss wenn kein Frost kommt. Vielleicht kann ein noch etwas zusammen kratzen aber es ist schon sehr Braun.

Gruß,

Florian
 
Respekt was Möppi da mit etwas Risiko geleistet hat. Mal schauen ob nächsten Herbst die anderen Liftbetreiber auch mehr auf Risiko setzen.
Aber wenn es in den nächsten 3 Tagen nicht kalt wird oder es schneit dann wars das vorerst wohl auch.

P.S. Bekommt Möppi momentan alle Einnahmen von den Liftkarten oder werden die auf den großen Haufen geschmissen und dann am Ende nach dem Verteilungsschlüssel verteilt?
 
Soweit mir bekannt läuft der Verteilerschlüssel in den Skigebieten nach Anzahl der Liftfahrten pro Skiticket an den einzelnen Liften, die alle nach einer Art Punktwertigkeitsschlüssel gegliedert sind, d.h. wenn nur Möppi offen ist, ist bis auf ggf. einen Verwaltungsbeitrag alles seins...
 
Ich vermute auch, dass jetzt bald Feierabend ist. Als ich mit Frans am 28. April 2013 zum Restefahren dort war lag mehr Schnee auf der Poppenbergabfahrt ;-) Aber da wollte ja keiner mehr fahren :D

Mich würde zur Zeit interessieren ob die Schneihügel am Poppenberg 2 noch existieren oder ob diese schon auf der Poppenbergabfahrt verteilt wurden. Diese könnten ggf. die Löcher vorerst stopfen. Aber ich glaub nach dem morgigen Tag ist ohnehin Feierabend.

Dennoch erstaunlich bei welchem Scheißwetter sich der Kunstschnee aus quasi 3-4 Tagen gehalten hat.

Lob an Möppi für den Einsatz und die große Bitte an Frau Holle ihre Betten endlich mal wieder zu machen.
 
Hibbe schrieb:
...große Bitte an Frau Holle ihre Betten endlich mal wieder zu machen.
... es scheint so, als ob derzeit nur die faule Pechmarie bei ihr gastiert und in miefigen Betten den Tag verpenmnt.
 
Hi
Bis mindestens Mitte Januar gibt das nix mit kalten Temperaturen, geschweige denn Schnee!!

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es bei einem Minor-Warming bleiben. Dennoch bietet das Minor-Warming gewisse Grundsätze, um einen Polarwirbelsplitt auszulösen. Hin und wieder ist das in den Simulationen der Wettermodelle in der zweiten Januar-Hälfte zu erkennen. So bleibt den Freunden des Winterwetters nichts anderes übrig, als sich noch etwas zu gedulden. Das Langfristmodell unterstützt in seiner Wetterprognose eine milde bis warme Witterungszeit im Januar - demnach wird es mit 2-3 Grad gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel von 1961-1990 zu warm. Über dem östlichen Europa wird der Januar sogar mit 4-5 Grad zu warmen Temperaturen simuliert. Die Kontrollläufe zeigen einen stetigen Trend zu kühleren Temperaturen nach dem 8./10. Januar, aber auch das reicht allenfalls für nasskalte Werte in tieferen Lagen. *Quelle Wetterprognose*

LG Markus
 
Ich war eben in Winterberg. Bin ne Runde von Quick über Poppenberg, Möppi gelaufen.

Wartezeiten gabs heute nicht. Voll waren die Piste und der Lift aber trotzdem. Am Sürenberg und an der geschlossenen Poppenbergabfahrt hat man nun die Skischulkurse.

Morgen wird der vorerst letzte Tag sein. Danach stellt auch Möppi den Betrieb vorerst ein soweit ich das weiß.

Paar Bilder:

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chrissi5 schrieb:
playjam schrieb:
Die "100-Tage-Regel" (WITMER 1986) zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Liftbetriebs geht von einem "schlechten" schneearmen Winter jedes dritte Jahr aus.
Ist schwierig zu beurteilen finde ich. Geht es allein nur darum die 100 Tage voll zu bekommen oder so wichtige Tage wie Weihnachten/Neujahr, Krokusferien, Karneval,evtl. Ostern mitzunehmen wenn dazwischen mal Tauwetter herrscht..

Die 100-Tage "Regel" macht keine Unterschiede, ob Weihnachten/Neujahr oder andere Ferienzeiten enthalten sind. Sofort nachdem die Faustformel aufgestellt wurde, gab es Ende der 80er drei nahezu schneefreie Winter hintereinander, daher wurde die Regel um die Forderung ergänzt, dass ein Liftbetrieb drei "schlechte" Winter hintereinander zu überstehen hat.

Diese "Regeln" dürften eigentlich zum Grundwissen der Betriebsleiter eines Skigebietes bzw. Skiliftes gehören. Auch als private Ferienwohnungsvermieter an einem Skigebiet (50% des Jahresumsatzes von Mitte Dezember bis Ende März) haben wir entsprechend pessimistisch kalkuliert. Trotzdem ist natürlich nicht auszuschließen, dass man durch Fehlkalkulation oder unvorhergesehene Ereignisse in finanzielle Bedrängnisse kommen kann. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass die Liftbetriebe so kalkulieren, dass sie zwingend von einem guten Weihnachtsgeschäft abhängig sind.

Abgesehen davon wäre eine Diskussion angebracht, ob der Liftbetrieb alleine für die Beschneiungskosten aufkommen sollte, oder ob nicht alle Gastgeber und Betriebe, die von dem Wintersportbetrieb profitieren, sich angemessen an den Kosten der Schneeproduktion beteiligen sollten.
 
Mich würde interessieren, wie Möppis Bilanz ausfällt. In etwa so wie in schneereichen Weihnachtsferien? Besser, schlechter? Ich könnte mir vorstellen, dass es für ihn gar nicht so schlecht aussieht...Allerdings trotzdem ein Imageschaden!
 
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