Nach Jahren sind wir heute wieder mal nach Savognin - die Graubünden Card will ja ausgenutzt werden

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Der Wetterbericht sagte wechselhaftes Wetter in Nord- und Mittelbünden mit mehr Wolken im Süden voraus, was uns aber nicht daran hinderte, von Flims in Richtung Julier zu fahren (ok ich geb‘s zu, wir wollten uns Laax nicht antun heute...). Tatsächlich war das Wetter ziemlich gut, gelegentlich zogen dichtere Nebelschwaden vom Engadin herüber, die Sicht war aber meistens ausreichend. Einziges Manko war der starke Südwind, der dafür sorgte, dass der Doppellift auf den Piz Cartas gar nicht erst in Betrieb genommen wurde. Sonst aber alles offen, auch pistenmässig ein top Angebot.
Wir waren nicht die Ersten heute, und um neun Uhr hatten sich bereits Schlangen an der Talstation gebildet. Wartezeit ergibt sich einerseits auch dadurch, dass im Moment die Gondeln nur zu 2/3 gefüllt werden und andererseits es am Morgen noch stark windete oben, was Viele zur regen Benützung der Talabfahrt bewegte.
Auch in Tigignas und am Somtgant war Warten angesagt...
Schlussendlich haben wir exakt 50 Minuten nach dem ersten Anstehen den Piz Martegnas erklommen.
Oben hat es in den letzten Tagen brutal geblasen, das ist nicht zu übersehen. Dennoch sind die Pisten 7 und 8 in hervorragendem Zustand, griffige Unterlage mit frischem Treibschnee darauf. Solche Pistenverhältnisse habe ich letzte Woche weder in Arosa noch in Laax noch in Davos angetroffen!
Die Sicht war besser, als es die Bilder erahnen lassen.
Somit waren die ersten zwei Stunden ein absolutes Träumli; auch der eisige Wind (-11°C + 60 km/h Böen = -24°C Windchill

) konnte uns da nichts mehr anhaben. Die Haube war aber dann doch gerne unten zum Aufwärmen.
Auch Piste 9 ein absoluter Traum, einzig unten ein paar Stellen mit kleinen Steinen. Das ist der Preis dafür, das hier kein Kunstschnee eingearbeitet ist. Auf dem Skilift ist der Wind zuweilen doch ziemlich unangenehm (besonders, wenn man zum fotografieren die Handschuhe auszieht

) - schön siehts trotzdem aus.
Kurz nach 13 Uhr fuhren wir ganz ins Tal, um uns im Auto etwas zu stärken. Pisten 5 und 1 (Talabfahrt) ganz in Ordnung, teilweise eisig/hart.
Gestärkt ging es bald wieder aufwärts, die Sonne kam sogar noch etwas mehr raus.
Wir fuhren nun auch noch in Richtung Radons. Dort hinten hat‘s den Schnee leider noch mehr verblasen als im Rest des Gebiets, auf den Pisten daher viele braune Stellen. Dennoch gut zu fahren, ein interessanter Mix aus harten ausgeblasenen Stellen und Passagen mit tiefen Treibschnee auf der Piste.
In Radons angekommen hat es komplett zugezogen und die Sicht wurde schlechter.
Hier auch gut zusehen, wie der Föhnsturm den Schnee weggeblasen hat:
Tgeps - Piz Cartas war den ganzen Tag ja zu, deshalb gings weiter Richtung Naladas.
Auch hier haben die Pisten etwas unter dem Wind gelitten, ab und zu braune Stellen.
Um diese herum manövriert, kommt man schliesslich in Naladas an:
Besonders im oberen Teil des Lifts ist die Fahrspur streckenweise eine einzige Eisplatte, durch die man fast bis zum Boden schauen kann. Stelle ich mir durchaus auch anspruchsvoll vor für nicht so geübte Skiliftfahrer.
Das Wetter wurde nicht mehr besser:
Trotzdem nochmals hoch auf den Piz Martegnas, dort oben aber fast schon White Out.
Also entschieden wir uns, es für heute gut sein zu lassen und genossen noch einmal die Abfahrt über Piste 8, die nach wie vor super zu fahren war.
Fazit des heutigen Tages: Wir waren echt positiv überrascht von Savognin! Pisten waren gut bis top, und die Leute haben sich nach anfänglichem Anstehen gut verteilt. Der Piz Cartas steht nun noch auf unserer Bucketlist, wir kommen also definitiv wieder.