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Schatzalp (Davos)

Die FAZ schrieb:
...Wer drei Tage auf der Schatzalp unbehelligt seine Schwünge gezogen hat und dann für ein paar Stunden ins Parsenn-Gebiet wechselt, hat für die Errungenschaften der neueren Zeit kaum noch Verständnis. Schon der Blick aus der brechend vollen Standseilbahn zeigt die Absurdität des heutigen Skibetriebs: Vis-à-vis rasen die haubengedeckten Sechsersessel der neuen "Parsenn Rapid"-Bahn von einem Riesenmast zum nächsten, unter ihr schießen dicht gedrängt die Skifahrer auf einer Pistenautobahn zum Tal, und wie intergalaktische Flakwerfer bereit zum Krieg der Sterne thronen auf hohen Drehkrangestellen Propellerschneekanonen über der Szenerie. Wie konnte man das in all den Jahren nur verdrängen? Echt und natürlich sind in einem modernen Skigebiet allenfalls noch die Hangneigung und das Bergpanorama.
Ich war zwar noch nie da, aber der Text passt auf so viele Situationen. :zustimm:
Vielleicht kommt ja irgendwan mal ein Artikel, der diese Zustände nicht nur hinsichtlich Davos, sondern für die ganzen Alpen beleuchtet.
 
Gemäss dem technischen Leiter der Pischabahn wäre man über den einen oder anderen zusätzlichen Skifahrer nicht unglücklich. Scheinbar war die Freeride-Idee doch nicht ganz so toll. Schade ist es halt auch, dass man sich keinen Sommerbetrieb mehr leisten will. Das Wandergebiet ist wunderschön.

Auch die Pendelbahn an sich ist eine äusserst schöne Sache. Nur der Werbeanstrich stört. Sonst ist das eine Bahn quasi im Originalzustand.
 
In der Davoser Zeitung stand, dass die Wintersaison auf der Schatzalp ein Erfolg war, und nächstes Jahr wird dies wiederholt, ab der Sommersaison wird ein Jahresabo verkauft, dass die Wintersaison 2010-2011 beinhaltet für Einheimische in Höhe von ca. 300 CHF, Kinder die Hälfte. diskutiert wird auch rege wegen dem Verbund mit dem restlichen Skigebiet. Ausserdem wie in der Volksabstimmung hier beschlossen wurde, wird hier oberhalb der Bergstation ein Turmhotel gebaut, ob sich das rentiert ist meines Erachtens zu bezweifeln, so der Lagebericht aus Davos.

Viele Grüsse

hasimandi
 
3303 schrieb:
Die FAZ schrieb:
...Wer drei Tage auf der Schatzalp unbehelligt seine Schwünge gezogen hat und dann für ein paar Stunden ins Parsenn-Gebiet wechselt, hat für die Errungenschaften der neueren Zeit kaum noch Verständnis. Schon der Blick aus der brechend vollen Standseilbahn zeigt die Absurdität des heutigen Skibetriebs: Vis-à-vis rasen die haubengedeckten Sechsersessel der neuen "Parsenn Rapid"-Bahn von einem Riesenmast zum nächsten, unter ihr schießen dicht gedrängt die Skifahrer auf einer Pistenautobahn zum Tal, und wie intergalaktische Flakwerfer bereit zum Krieg der Sterne thronen auf hohen Drehkrangestellen Propellerschneekanonen über der Szenerie. Wie konnte man das in all den Jahren nur verdrängen? Echt und natürlich sind in einem modernen Skigebiet allenfalls noch die Hangneigung und das Bergpanorama.
Ich war zwar noch nie da, aber der Text passt auf so viele Situationen. :zustimm:
Vielleicht kommt ja irgendwan mal ein Artikel, der diese Zustände nicht nur hinsichtlich Davos, sondern für die ganzen Alpen beleuchtet.

Für das Parsenn-Gebiet passt der Absatz auf jeden Fall - und meines Erachtens besser als für die meisten anderen Gebiete. Glücklicherweise ist es bei weitem nicht überall in den Alpenskigebieten so schlimm und rummelig wie hier.

Noch eine Ergänzung zu dem Passus: Auch die Hangneigung ist heutzutage ja oft nicht mehr natürlich.
 
Ich erlaube mir, dies jetzt hier zu posten:

Aus der heutigen Gipfel Zeitung (KEIN Qualitätsprodukt, aber für Informationen aus der Region Davos sehr brauchbar!)

- Carlo Schertenleib referierte an der GV der Davoser FDP im Restaurant Strela
- Nachhaltiger Erfolg als Strategie der Davoser Bergbahnen

[...]"Der langfristige Erhalt der Bergbahnen ist unsere langfristige Unternehmensstrategie"[...]
Auf Pischa angesprichen, bemerkte der VR-Präsident (Carlo Schertenleib) der Bergbahnen, dass die Betriebsbewilligung für Pischa bis 2014 erteilt worden sei und die Unternehmung daran sei, die Planung über dieses Datum hinaus in die Hand zu nehmen. Dank des erfolgten Schuldenabbaus und der engeren Führung der "kleinen" Bergbahnen durch die Muttergesellschaft seien auch diese Berggebiete nachhaltig gesichert.[...]

Interessant...
 
Ich habe den Schatzalp Bahnen ein Mail geschickt und das haben sie zurückgeschrieben:
Der Skilift Strelagrat wird erst wieder eröffnet wenn die Besucheranzahl weiter ansteigt. Was wir jedoch nächsten Winter haben werden ist ein kleiner Schlepplift unterhalb des Restaurants Strelapass. Vom Passlift aus kann man dann direkt zum neuen Kurzlift Strelapass-Junior fahren und kann so den Strelapass einfacher erreichen.

Für den Silbervogel müssen und werden wir eine Neukonzession einreichen , damit kann eine Eröffnung leider nicht mehr dieses Jahr erfolgen.

Wir haben mehrmals versucht einen Tarifverbund mit den Bergbahnen Davos Klosters (DKM) hinzubekommen, leider ohne Erfolg. Lesen Sie dazu die folgenen Ausschnitte aus der Davoser-Zeitung:

http://www.schatzalp.ch/download/DZ20091016.pdf

http://www.schatzalp.ch/download/DZ2009 ... ffnung.pdf

Auch Davos Tourismus versuchte die Bergbahnen Davos Klosters (DKM) für einen Tarifverbund zu gewinnen, eine klare Absage war das Resultat. Wir mussten uns damit abfinden, dass wir von den DKM ausgegrenzt werden. Hier die Stellungnahme der DKM im letzten Abschnitt dieses Artikels:

http://www.schatzalp.ch/download/SO20100330HausbergC.pdf

Herzliche Grüsse von der Schatzalp
Pius App


Mit dem Silbervogel sieht es also gut aus (Letzte Woche haben sie dort etwas gearbeitet)
P.S. Der Strelapass- Junior ist ein Seillift von Borer. Meiner Meinung nach wird der aber über 300 m lang!
 
Ja, das dürfte schwierig werden. Wenn der Silbervogel geöffnet wird, kann es gut sein, dass mehr Gäste nach Strela gehen.
 
Naja, wie will man das denn machen? Dann bietet man quasi einen Zubringer ins Parsenngebiet OHNE Tarifverbund!!!

Ich könnte mir nur vorstellen dass man z.B. mit den DKM einen Deal eigehen kann. Diese geben Ihre Tageskarten z.B. 10 Franken billiger an die Schatzalp Bahnen ab, die diese dann quasi als unabhäniger Agent verkaufen. Diese gibts dann aber nur in Kombination mit einer z.B. 15 Franken teuren Punktekarte die einem die Fahrt mit der Anlagenkette nach Parsenn erlaubt. Der Mehrpreis gegenüber der DKM Karte wäre dann 5 Franken, alle würden profitieren. Für nochmals 10 Franken mehr könnte man ja dann das ganze Gebiet anbieten oder so. Fragt sich aber ob die DKM so fair ist und vergünstige Karten rausgibt. Kaum... wobei sie das bei den SBB z.B. sicher auch tut.
 
Man bietet aber auch einen Zubringer aus dem Parsenngebiet. Allgemein ist das sicher schon ein Gewinn weil die potentiellen Kunden so bei einem Gebietswechsel trotz zwei nötiger Tageskarten nicht erst den Weg über das Tal antreten müssen. Und wahrscheinlich wird ein Grossteil der Strelagäste - zumindest die Wochengäste - auch einen DKM-Skipass haben. So steigt sicher die Attraktivität des Strelagebiets schon weil es halt "nicht mehr sowei weg" ist.
 
Ich frag mich, warum sich die Bergbahnen mit Händen und Füssen gegen die Schatzalp wehrt... :roll:
 
ChaosB99 schrieb:
Ich frag mich, warum sich die Bergbahnen mit Händen und Füssen gegen die Schatzalp wehrt... :roll:

ich denke, weil die dkm schon ein genug grosse gebiete haben, mit genügend zubringerbahnen etc.
des weiteren denke ich, dass es ihnen nicht wirklich viel bringen würde (schatzalp talstation - parsenn talstation mit dem bus ca. 5-10min)
 
Als Zubringer von Davos aus bringt der Silbervogel wirklich nicht viel, man muss ja so viele Male umsteigen (Schatzalpbahn-> Sessellift-> Passlift->Silbervogel-> Hauptertäli- Skilift, und dann ist man erst auf der Wasserscheide)
Hingegen könnte man am Abend mit dem Silbervogel nach Strela fahren und dann eine Talabfahrt von der Schatzalp aus nehmen.
 
Schöditaz schrieb:
Hingegen könnte man am Abend mit dem Silbervogel nach Strela fahren und dann eine Talabfahrt von der Schatzalp aus nehmen.

das stimmt soweit, man müsste diese aber dann wahrscheindlich wie den gruebealplift bis 16.30 uhr laufen lassen, was wieder höhere kosten bringen würde...

den einzigen vorteil sehe ich wirklich in der einfacheren abfahrt nach davos (blaue pisten, anstatt die schwarze vom höhenweg aus) aber man müsste für diese warscheinlich dann noch mech. beschneiung bauen, da sie ja im wald auf einem trasse verläuft.
 
Vielleicht hat man sich eine bessere Haftpflichtversicherung zugelegt und riskiert jetzt die Zusammenlegung von Schlittel und Skipiste... ;)
 
rhs schrieb:
nein, schlittelbahn führt von davos her gesehen links de hang hinunter, skiabfahrt recht's.
Das meine ich ja. Schatzalpstrasse links, Bobbahnstrasse rechts.
P.S. Schatzalp öffnet schon am 27. November für den Ski-Betrieb!
 
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