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Schilthornbahn evakuiert per Helikopter

Chlosterdörfler

Nebelhorn (2224m)
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05. Dez. 2012
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Bei der Schilthornbahn kam es heute Freitag, 20. Juni, um 12.45 Uhr zu einer elektrischer Defekt Panne. Zwischen Mürren und Birg blieb die Seilbahn auf offener Strecke stehen. Neben den Insassen der beiden Kabienen wurden weitre rund 450 Gäste ausgeflogen zum Allmendhubel, die sich zum Zeitpunkt der Seilbahn-Panne auf Birg und Schilthorn befanden. Bei der Kabienenrettung kam die Seilbergung zum gebrauch das war nichts für schwache Nerven. «In der Kabine, die bergwärts fährt, waren 28 Leute, in der talwärts fahrenden Kabine waren es 40 Personen.

Quellen: http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/131639/
http://www.blick.ch/news/schweiz/be...68-menschen-aus-schilthornbahn-id2929419.html
http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/Helikopter-befreien-68-Passagiere-aus-Gondeln-30872554
 
Na ja, die haben ja auch Übung mit Seilbahndefekten.
 
Hmm ... defektes Batterieladegerät setzt die Bahn auf offener Strecke still?
 
Auch in den Kabinen gibt es ein Batterieladegerät. Irgendwie muß ja die Boardelektronik der Kabinen auch versorgt werden.

Verstehe aber auch nicht warum man dann z.B. nicht mit einem Notantrieb die Kabinen wenigstens in die Stationen holen kann. :?:
 
Ram-Brand schrieb:
Auch in den Kabinen gibt es ein Batterieladegerät.
Werden damit auf offener Strecke Batterien geladen? Wohl kaum ...

Ram-Brand schrieb:
Irgendwie muß ja die Boardelektronik der Kabinen auch versorgt werden.
Mit Batterien ... schon klar ... aber wo werden diese Batterien geladen? Dazu hat's am Laufwerk doch Kontakte ... und wo haben diese Kontakte Kontakt mit der Stromversorgung? In der Station natürlich ...

Ram-Brand schrieb:
Verstehe aber auch nicht warum man dann z.B. nicht mit einem Notantrieb die Kabinen wenigstens in die Stationen holen kann. :?:
Entweder ist das nur eine faule Ausrede und es war etwas gravierenderes ... oder das ganze ist eine ziemlich fragwürdige Konstruktion ...
 
Wenn die Batteriegeschichte stimmt hätte man ja eigentlich nur eine geladene Ersatzbatterie zur Kabine fliegen und die dort einbauen müssen um die Bahn wieder in Gang setzen zu können.
Und ich glaub eher nicht das dies irgendwelche Spezialbatterien sind sondern vermutlich hätten es da zur Not auch ein oder zwei simple Autobatterien getan um sich die aufwendige Evakuierung der Fahrgäste zu ersparen.
 
Petz schrieb:
Wenn die Batteriegeschichte stimmt hätte man ja eigentlich nur eine geladene Ersatzbatterie zur Kabine fliegen und die dort einbauen müssen um die Bahn wieder in Gang setzen zu können.
Und ich glaub eher nicht das dies irgendwelche Spezialbatterien sind sondern vermutlich hätten es da zur Not auch ein oder zwei simple Autobatterien getan um sich die aufwendige Evakuierung der Fahrgäste zu ersparen.
Oder es lässt sich die Bahn mit drehen des Schlüsselschalters "Überbrückung Fahrzeuge" auch ohne Akku in Betrieb setzen.

BTW sollte man halt ab un zu auf die beiden Analogen Anzeigen schauen um zu sehen, dass die Akkus nicht geladen werden. Ohne Ladung kann man ein paar Stunden fahren bis sie leer sind. Das sie in den Stationen nicht geladen werden erkennt man aber an der Anzeige und nicht erst auf der FUA in der Antriebstation die SENSI LED leuchtet.
 
Kann es sein dass manche Technischen Leiter eine Helirettung bevorzugen weil das medienwirksamer ist als als die anderen zur Verfügung stehenden Varianten?

Die Helirettung verursacht Kosten, die Versicherung zahlt, die Prämie steigt auch und der Fahrpreis wird dadurch garantiert nicht günstiger.
Die Chance mit dem Heli aus der Schithornbahn geflogen zu werden ist mittlerweile auch höher als ein 6er im Lotto, dafür darf man rug^^hig etwas mehr verlangen.
 
Ich tippe mal eher darauf, dass nicht einfach nur der Accu leer war, sondern wohl die ganze Elektrik in der Kabine lahmlegte o.ä. ... aber auch das müsste überbrückbar sein.
 
Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn, erklärt im Interview die genauen Gründe – und er äussert sich zu den Vorwürfen der Zeitung «Sonntagsblick».

Christoph Egger, warum genau fiel am Freitag die Seilbahn aus?

Schuld war ein defektes Batterieladegerät in der Station Birg. Während die Kabinen in den Stationen halten, lädt es die Batterie der Kabine und eine Batterie in der Station. Diese stellt die Datenübertragung in die Gegenstation Mürren sicher. Weil er nicht mehr geladen wurde, war irgendwann der Akku der Kabine sozusagen schlecht geladen und derjenige in der Station Birg leer. Bei den Daten handelt es sich teilweise um sicherheitsrelevante Signale. Wenn die Datenübertragung ausfällt, wird der Betrieb eingestellt – und das ist auch richtig so.
Quelle: http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/131652/
 
Ich weis nicht was peinlicher ist, die Panne oder die Erklärung in der Zeitung.

Schuld war ein defektes Batterieladegerät in der Station Birg. Während die Kabinen in den Stationen halten, lädt es die Batterie der Kabine und eine Batterie in der Station. Diese stellt die Datenübertragung in die Gegenstation Mürren sicher. Weil er nicht mehr geladen wurde, war irgendwann der Akku der Kabine sozusagen schlecht geladen und derjenige in der Station Birg leer. Bei den Daten handelt es sich teilweise um sicherheitsrelevante Signale. Wenn die Datenübertragung ausfällt, wird der Betrieb eingestellt – und das ist auch richtig so.
Welchen Akku den nun? Der in der Kabine oder Gegenstation? Meines Wissens befindet sich das Ladegerät für den Akku der Kabine im Fahrzeug. Die Gegenstation besitzt ein eigenes.
Gemerkt hat man es erst als das LED "SENSI Alarm" auf dem GTB aufgeleuchtet hat?

Zusätzlich war die Rede von einem Notantrieb, der ebenfalls ausfiel.
Der sogenannte Hilfsantrieb war nicht defekt. Aber da die Datenübertragung nicht mehr funktionierte, nützte auch diese Redundanz nichts.
Brrrrr. Direktor?? Genau in so einem Fall sollte ja ein Notantrieb (Es ist KEIN Hilfsantrieb!) noch funktionieren. Es müsste entweder die Gegenstation oder die komplette FUA gebrückt werden, BTW könnte man dann sogar mit dem Hauptantrieb leer fahren.

Für mich persönlich ein ziemlich peinlicher Vorfall und eine noch peinlicher Erklärung dazu welche nur den Schluss lässt, dass da wirklich Fachwissen fehlt. Und das macht mich eigentlich traurig, denn die Schilthornbahn war immer ein Flaggschiff der Seilbahnbranche. :cry: Es passt aber zu den Entwicklungen in den letzten Jahren.... Und Nein ich habe nichts mit dem Schilthorn zu tun.

Das nächste mal wenn bei mir eine Glühbirne kaputt geht, lass ich den Block auch per Helikopter evakuieren.
 
Ich glaub es ist Zeit für einen Seilbahnsimulator! Wo man alles erdenkliche simulieren kann und man die Leute schulen kann.
Vermutlich wird nicht soviel Zeit darin investiert, was muß ich wann tun, wenn dies und das passiert.

:cry:


Naja, wie gut das es Bergeübungen und Hubschrauber gibt. :roll:
 
Ram-Brand schrieb:
Naja, wie gut das es Bergeübungen und Hubschrauber gibt. :roll:
BTW gibts bei der Bahn eine relativ neue Bergebahn. So Plus Minus 5 Jahre Alt. Nehme aber an es wusste niemand wie man sie bedient. :naja:
 
Ram-Brand schrieb:
Ich glaub es ist Zeit für einen Seilbahnsimulator!
Nach den erläuternden Ausführungen von Kollegen ATV erachtete ich die Beschaffung eines Gehirnschrittmachers für die betriebstechnisch verantwortlichen Leute in Mürren als eigentlich dringlicher...:rolleyes:
 
Diesmal hatten die Passagiere Pech es gab kein Lufttransport.

Am Donnerstag stoppte um 14.45 Uhr eine technische Störung die Luftseilbahn auf der dritten Sektion Mürren-Birg. Die Ursache war ein Fehler in der Elektronik, was den Weiterbetrieb verhinderte. Die erste Phase der Störungssuche und -Behebung war erfolglos, sodass die beiden Kabinen überbrückt und in die Stationen eingezogen wurden. Talwärts waren vier und bergwärts 40 Passagiere in den Kabinen. «Die Störung konnte nach zweieinhalb Stunden gemeinsam mit dem Hersteller gefunden und behoben werden», informiert Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn AG. Total waren 140 Personen auf dem Schilthorngipfel und 40 Personen auf Birg vom Betriebsunterbruch betroffen. Während der Wartezeit wurden die Gäste an der Wärme im Drehrestaurant Piz Gloria beziehungsweise im Bistro Birg von den Mitarbeitenden der Schilthornbahn AG betreut und verpflegt. Bei den Gästen handelte es sich um Individualreisende sowie chinesische Reisegruppen. Um 17.30 Uhr konnte der Rücktransport der Passagiere mit der Luftseilbahn geordnet aufgenommen werden. Um 18.15 Uhr waren alle Gäste zurück in Mürren.
Quelle: http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/139304/
 
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