Danke für die Auskünfte.
Bezüglich des alten Projektes kann ich eine Sarntaler Konkurenzangst eventuell noch verstehen - heute sollte sich doch abgezeichnet, dass sie in Reinswald genauso wenig wie die Klobensteiner am Rittner Horn reißen können oder täusch ich mich?
Bezüglich des Verkehrs und des Zugangs von Bozener Seite bin ich mit meiner Meinung so ein bisschen unentschlossen. Damals war die Fahrt durch das untere Sarntal ja noch sehr eng (die Straße wurde glaube ich so in den frühen 80ern ausgebaut oder?). Heute lässt sich das untere Sarntal ja gut fahren, die neue Straße ist ja nicht gerade an ihrer Belastungsgrenze. Auf der anderen Seite scheint mir, dass Meran 2000 heute auch von Bozen aus über die seit einigen Jahren existierende Schnellstraße durchs Etschtal und die alte Bahn durchs Naiftal dennoch schneller zu erreichen sein würde als durchs Sarntal oder? Das kannst Du vermutlich besser beurteilen, aber gerade von Süden kommt man nach meiner Erinnerung sehr gut zur Talstation.
Was mich am meisten überrascht ist die Lage des Lifts. Ich kann noch nicht ganz nachvollziehen, wo dort der Anschluss an Sarntal in Form einer Straße hätte geschehen sollen. Im Bereich der Sarntaler Skihütte?
Bezüglich eines Ausbaus von Meran 2000 würden sich in meinen Augen folgende Projekte abieten:
Sesselbahn auf der Rückseite des Kesselwandjochs von der Straße durch den Ochsenwald her. Nordhang mit verschiedenen Abfahrtsvarianten, der auf der existieren Straße auch vom Sarntal aus zu erreichen wäre. Das müssten dann natürlich die Sarntaler wollen, aber zumindest zieht das Südhangargument hier nicht.
Eventuell auch in diesem Sektor eine Erschließung der Nord- und Osthänge im Bereich Missensteiner Joch bis Kratzberger See. Das dürfe aber auch Sarntaler Gebiet sein.
Katastrophal waren leider die Umbaumaßnahmen in bestehenden Gebiet in den letzten 10 - 15 Jahren. Im Prinzip müsste man die fast zurückbauen. Was nämlich überhaupt nicht geht ist die Verbindung vom Piffinger Köpfl in Schigebiet wie sie heute existiert. Der Lift fährt ewig ohn wirklich eine Piste zu erschließen - em Gegenteil, statt des langen Ziehwegs zurück würde man am liebsten wieder den Lift nehmen. Wesentlich gelungener war dort die ursprüngliche Erschließung von Piffing direkt aufs Naifjoch mit eigener Piste und Pistenverbindung zum ehemaligen Kuhleitenlift. In diesem Bereich muss in jedem Fall was geschehen, die aktuelle Situation befriedigt meines Erachtens überhaupt nicht.
Genauso sieht es mit dem St. Osswaldlift aus, der den früheren Kuhleitenlift eretzt hat und meiner Meinung gegenüber der urspünglichen Erschließung der vielleicht katastrophalste Rückschritt ist. Mit dem neuen Lift hat Meran 2000 einen wesentlichen Teil seiner technisch interessanten Hänge verloren. Auch endet der neue Lift unmotiviert auf halbe Höhe am Berg. Schließlich ist die östlichere Lage der Talstation im Verhälnis zu Talstation des früheren Kuhleitenliftes auch der Grund, warum man jetzt diese ewigen Ziehwege fahren muss, statt wie früher über das Naifjoch mit richtigen Pisten ins Gebiet zu kommen.
Im Prinzip steht es also an, auch diesen Sektor neu zu erschließen, da sich hier verhältsnismäßig einfach viel (zurück)gewinnen lässt. Sinnvoll wäre in meinen Augen, den Zugang ins Gebiet wieder über da Naifjoch zu etablieren und tatsächlich wieder über einen Anschlusslift auf ähnlicher Trasse den Kuhleiten zu erschließen. Dem Gebiet würden zuätzliche richtige Abfahrten beschert und eine Einheit zwischen dem Piffenger Teil und dem hinteren Teil wieder hergestellt.
Außerdem würde sich dann auf lange Sicht ein weiteres Projekt anbieten: hinter dem Kuhleiten nordwärts den schnessicheren und langen Hang hinab zur Steitweider Alm zu erschließen.