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Schlepplift Herndleck Ternberg

@Pilatus, wenn ich mich so an die Stromnetzstabilität in Italien in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren erinnere wundert mich der größere Anteil an Dieselliften im südlicheren Teil Italiens allerdings gar nicht......:lol:

schifreak schrieb:
Was mich wundert, daß Leitner so Einzelanlagen wie ``Hasenmulde `` in Finkenberg aufstellte.

Denke das lag auch darin begründet das es zu Beginn des Liftbaubooms viele Lifteinzelbetreiber gab die ihre Aufträge nach eigenem Gutdünken und nicht nach Ersatzteilkompatibilitäten, Wartungsplananalogie etc. vergaben. Vielleicht war auch Leitner zum Unterschied zu anderen Anbietern bereit einem "Kleinkunden" ähnlich gute Konditionen zu gewähren wie den großen Liftgesellschaften.
Wenn man sich z. B. das Gebiet des Gadertales in der Leitnerliste vornimmt waren damals viele kleine Einzelpersonen als Liftbetreiber zugange.

Wie schon in nem anderen Topic erwähnt gibts auch von Marchisio momentan die lesenswerte Referenzliste wieder zum Download bei den italienischen Kollegen - viel Spaß beim Schmökern:

http://www.funivie.org/documenti/referenzemarchisio.pdf
 
Hi Super, da kann ma ja Bilder ohne Ende anschaun, und was da alles dabei iss... nur a bissl viel Durcheinander. Ma hätt das Ganze a weng besser sortiern müssn - zumindestens nach Länder und Orte.
Aber ein Kurvenlift iss dabei, der iss ja hammermäßig, Stützen direkt an einen Felsen, und dann gehts ums Eck rum... nee, Sachen gibts.
Leider iss da kaum was auf deutsch, bei einigen Sachen würd ich gern die Standorte wissen.
 
Bei den Bildern in den Fotogallerien sind manchmal Ort und Datum unten angegeben, falls Du ne Übersetzung mancher Texte brauchen solltest logg Dich dort auch ein und schick Modelliftbauer Andrea (dort Mitgliedsname andrea_parigi) ne PN und er wird Dir sicher Texte übersetzen nachdem er nicht nur dort Moderator sondern nebenbei auch ein kleines Sprachgenie (deutsch, italienisch, ladinisch, englisch) ist.
 
Um mal wieder zum Thema zurückzukehren.....Unter http://web.utanet.at/winter22/chronic.htm gibts offenbar so etwas wie eine Chronik des WSV Trattenbach. Trattenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Ternberg. Darin gibts ein paar Informationen über den Skilift:

1954
09. Jänner: Aufbau ein provisorischen Skiliftes (ob es sich hierbei um diesen Schlepplift handelt kann ich allerdings nicht sagen)

1970
08. November: Arbeitseinsatz in der „Gschoadwei“, 23 Männer befreiten das „Langoad“ von Stock und Stein um den Vereinslift aufstellen zu können.

1980
10. Dezember: Vereinsabend im Gh. Steiner; Pachtvertrag mit Sporn ist abgelaufen. Lift ging letzten Samstag nicht in Betrieb, darum eine Krisensitzung wegen Schneeräumung

1984
10. Oktober: Hauptversammlung der Schlepplift GmbH Der Schlepplift wird an die Gemeinde Peilstein verkauft

1988
05. November: Jahreshauptversammlung im Gh. Klausriegler, Beitragserhöhung, der WSV übernimmt alle Anteile der Herndleck Schlepplift GmbH
26. November: Arbeitseinsatz am Herndleck; Bügel montieren, Pistengerät warten Weidezaun wegräumen
06. Dezember: Vorstandssitzung in der Pension Brettmaisser, Liftbetrieb zwischen Mittwoch bis Sonntag, Pistenpräparierung macht Sylvester Michlmayr Stundenlohn: Betriebsleiter ÖS 80.- Talstation ÖS 75.- Bergstation ÖS 65.-

1993
04. Mai: Vorstandssitzung im Gh. Kopf, neuer Kredit wegen des Schleppliftes

1994
23. August: Vorstandsitzung, Schlepplift auf dem Herndleck wurde liquidiert
27. September: Verkauf vom Pistenbully „Kässbohrer 170 D“
10. November: Ende für den Schleppliftbetrieb am Herndleck
Quelle: http://web.utanet.at/winter22/chronic.htm



Unter anderem fanden auch einige FIS und Europacuprennen mit prominenten Teilnehmern statt. Ein Auszug davon:

1982
03. Jänner: 6. Int. FIS-Slalom der Herren am Herndleck mit 140 Läufern Läufer aus 12 Nationen (Jimmy Steiner, Franz Gruber)
27. Dezember: FIS-Rennen der Damen am Herndleck; 1. Anni Kronbichler 2. Roswitha Steiner 3. Susi Popp; K. Buder, I. Ladstetter, A. Wachter, I. Salvenmoser, K. Gutensohn

1983
02. Jänner: FIS-Torlauf der Herren um die Adami-Ennstaltrophäe F. Gruber, H. Enn, Th. Stangassinger, B. Gstrein, R. Nierlich, T. Okabe, A. Bittner, M. Tritscher, R. Salzgeber; Kurssetzer: Hans Pum
Quelle: http://web.utanet.at/winter22/chronic.htm

mfg Andi
 
Ich glaub am Herdleck war damals wirlich was los! Schade nur, dass es dann so bergab gegangen ist. Für die Leute die damals interessiert am Lift waren war es sicher sehr schwer dann alles liegen zu lassen und aufzugeben, wenn Inverstitionen einfach nicht drinn sind. Aber so ist es leider überall.
 
Wenn der Lift 1994 stillgelegt wurde und heute noch immer steht, könnte man ihn vielleicht sogar kaufen.
 
meine Frage:wo ist dieser Schilift?Ich habe schon bei Google Earth geschaut,nichts.Kein verdächtiges Schigelände.Hat wer eine Karte wo der Lift eingezeichnet ist?
 
@Scheich: Habe hier ein Überblicksbild für dich. Der Schlepplift befindet sich südöstlich der Gemeinde Ternberg am Herndleck. Rot eingezeichnet der Lift, blau die beiden Abfahrtsmöglichkeiten.
EDIT: Die gelbe Linie stellt die Zufahrt zum Lift dar.
herndleck_ueberblick.JPG


Auf dem nächsten Bild siehst du den Lift und das Gelände etwas näher rangezoomt.
herndleck_detail.jpg


@Florian: Bezüglich eines Kaufes, die Kontaktdaten des Eigentümers könnte ich dir besorgen :wink:.
Allerdings ist nach 14 Jahren ohne Betrieb sicherlich einiges zu erneuern. Die Schneelage an dem Hang ist prinzipiell nicht so schlecht, da nordöstlich ausgerichtet. Bei einer Höhenlage von 860 m bis etwa 1000 m kann man aber dennoch nicht von Schneesicherheit sprechen. Müsstest dann wohl auch eine kleine Beschneiungsanlage installieren. Das nächste Problem ist die Zufahrt zum Lift, ein schmaler Güterweg, der etwa 500 Hm überwindet und ein Ausweichen bei Gegenverkehr nur an wenigen Stellen erlaubt. Die Straße ist an einigen Stellen dem Wind sehr ausgesetzt, was oft zu Schneeverwehungen führt. Der letzte Kilometer der Straße ist nicht mehr asphaltiert. Zudem würdest du dich mit den Straßen Anrainern anlegen, da diese jeglichen Skigebietsverkehr sicher nicht begrüßen würden.
Andererseits ist das Panorama traumhaft, das Einzugsgebiet (Steyr, Ennstal) nicht zu verachten und der Hang durchaus anspruchsvoll (rote bzw. blaue Abfahrt).

mfg Andi
 
Mich würde nur einmal interessieren wieviel man für den Lift verlangen könnte und ob man ihn verkaufen möchte. Trotzem wäre es schon lukrativ. Wenn man erst einmal die Werbetrommel gerührt hat.
Das Zufahrt und Parkplatz Problem: Da gibt es leider keine Lösung da der Lift (der Zeichnung nach) von Trattenbach und Ternberg etwas weiter entfernt ist. Man müsste schon eine Straße bis zum Lift bauen und dort eine Parkplatz errichten, sonst sehe ich hier keine Lösungsmöglichkeit.
 
Habe mal versucht die Zufahrt auf obigem Bild einzuzeichnen. Ein kleiner Parkplatz beim Lift ist vorhanden, sieht man auf dem zweiten Bild ganz gut.

mfg Andi
 
So wie es aussieht könnte man zwei Abfahrten haben. Aber der Parkplatz wäre (glaube ich) erweiterbar. Man bräuchte wie du schon gesagt hast eine Schneeknone (erhältlich ab ca. 1000 Euro) und dazu noch einen Pistenbully (sehr teuer). Dazu kämen noch Spritpreise des Liftmotors und des Pistenbullys dazu (Bei den heutigen Spritpreisen :lol: !). Es wäre sehr teuer den Lift wiederzubeleben (ber nicht unmöglich) :D ).
 
Mit dem nötigen Kleingeld und einer großen Portion Idealismus sicher nicht unmöglich, da hast du recht.

Mit einer Schneekanone alleine ist es ja auch noch nicht getan. Strom- und Wasserversorgung müssten sichergestellt werden. Der Parkplatz ist wohl sicher das geringste Problem :wink: .

mfg Andi
 
Um den Lift wiederzubeleben müste schon ein williger Investor herkommen. Wenn wir mal hochrechnen kommen wir nicht unter 15000 Euro raus (wenn überhaupt). Und dazu käme noch die Schneelage. Es wäre ein riskantes Unternehmen indas man (wenn es schlecht läuft) ganz schön Geld reinstecken kann und nicht mehr reinholt.
 
Da dies unter Umständen mehrere Personen interessieren könnte, stell ich meine PN an Florian auch hier rein. Vergangen Winter unternahm ich einige Skitouren im Bereich Herndleck und befuhr unter anderem auch die beiden Abfahrten. Hier ein Kurzbericht über die Schneelage und die Pisten:

Leider war dieser Winter, ebenso wie der vergangene, in dieser Region und Höhenlage nicht besonders schneereich. Die maximale Schneehöhe betrug in diesem Winter etwa 30 cm an der Bergstation.
Dank der günstigen Nordost Ausrichtung lag jedoch im Bereich der Abfahrten meist auch dann noch ein wenig Schnee, wenn es auf anderen Hanglagen bereits grün war.
Für vernünftigen Skibetrieb war es wohl den ganzen Winter über zuwenig, zum Tourengehen reichte es jedoch. Die Abfahrten sind recht nett, im Mittelteil auch durchaus anspruchsvoll aufgrund der Steilheit. Generell kann man sagen, dass die Abfahrt links des Liftes etwas steiler ist und meiner Meinung nach als rot einzustufen ist. Die rechte Abfahrt ist im Bereich des Waldes flacher, je näher man beim Lift abfährt desto steiler wird das Gelände. Hier würde ich das Gelände als blau bzw. rot in Liftnähe einstufen.

mfg Andi
 
OHA, das kommt mir sehr bekannt vor.
Woher?
Ach ja, Skiliftwiederbelebung vom Guckaiseelift.

Vergesst es.
 
@seilbahner: Solltest du damit mich meinen, ich gebe Florian lediglich die Informationen :wink:. Ich hätte vielleicht den notwendigen Idealismus, aber weder das Geld noch die Zeit dazu.

mfg Andi
 
Ich meine damit alle, die sich mit solchen ideen befassen.
Denn;
Umsonst wurde der Liftbetrieb nicht aufgelassen. Das hat schon seine Gründe.

Das soll nicht böse Gemeint sein, sondern nur ein guter Rat.

Ich habe hier im Ort einmal 3 privatleuten geholfen, auch so einen Lift wiederzubeleben (natürlich gegen Geld), die Investierten dann in eine kleine beschneiung und Flutlicht und eine Pistenmaschine, und 2 jahre drauf mussten sie Konkurs anmelden und einer sogar sein haus verkaufen.
Es handelt sich hier um den Dorflift, den inzwischen eine Betreibergesellschaft übernommen hat und nur Geld reinpumpt.

Also, nix für Ungut.
 
Florian schrieb:
Es wäre ein riskantes Unternehmen indas man (wenn es schlecht läuft) ganz schön Geld reinstecken kann und nicht mehr reinholt.
:arrow: Wie ich es oben schon geschrieben habe. Es wäre zu riskant. Man könnte es vielleicht schaffen, aber es ist da die Schneelage nicht immer gut ist fast unmöglich.

andyman1609 schrieb:
Leider war dieser Winter, ebenso wie der vergangene, in dieser Region und Höhenlage nicht besonders schneereich. Die maximale Schneehöhe betrug in diesem Winter etwa 30 cm an der Bergstation.
:arrow: Das hängt davon ab ob der Winter nur in höheren Gebieten gut ist oder auch bis tiefere Höhen.

Ich finde man müsste die Sache in Ternberg im Winter beobachten, ob es nächsten Winter doch besser ist. Erst dann kann man wirklich sagen ob der Kauf des Lifts für einen Investor lukrativ ist.
 
und wie kommst Du drauf, dass der Lift für einen Investor lukrativ ist, auch wenn Schnee liegt?
Hast Du eine Ahnung, vieviel so ein Liftbetrieb im Winter kostet?
Und kommen dann auch so viele zahlende Gäste, dass man was verdient?

Nur mal so zum Nachdenken!
 
Denke, bei der vermuteten Höhenlage des Liftes wird in näherer Zukunft aufgrund der Klimaumstellung wahrscheinlich gar keine wirtschaftliche Beschneiung mehr möglich sein oder man baute gleich ne Schihalle drumrum...... :wink:
 
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