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Schnee lässt weiter auf sich warten

skikoenig schrieb:
nochmal @cumul*irgendwas :
In Lech war es laut webcam un 16.20h Minus 2 Grad ! Wie sieht es aus? Laufen bei Euch die Schneekanonen nachts ???
Hallo,

also Grundsätzlich traute ich den Webcam-Temperaturen nicht. Oft wird nämlich die Netzteilwärme der Cams dazu genutzt um die Temperaturfühler nicht einfrieren zu lassen. Und die Netzteile überhitzen wohl öfters. Kenne mich mit der Technik der Webcams nicht so gut aus, aber die Erfahrung von real gemessener Temperatur an offiziellen Temperaturmessstellen und "gezeigten" Temperaturen lässt gut Schlüsse über Plausibilität zu.

Dass es auf dem Trittkopf wärmer sein kann als im Tal ist normal. Wir haben im Winter bei Hochdrucklagen mit wenig Wind immer eine oder mehrere Inversionen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Lech bereits ab dem Nachmittag soweit im Schatten liegt, dass durch langwellige Abstrahlung (Wärme wird ins All abgestrahlt) die Temperatur sehr schnell absinkt und auch in den Frostbereich wandert. Würde aber nix nutzen bei Nacht grossartig die Schneekanonen anzuwerfen, da tagsüber doch wieder zuviel wegschmelzen würden. Aber auch hier, nur eine Annahme. Hoffe ich bekomm bald Einblick, wenn denn endlich mal der SCHNEE ENDLICH KOMMT. :motz:

Eine Inversion ist eine Luftschicht, in der mit zunehmender Höhe die Temperatur nicht wie üblich abnimmt, sondern ansteigt. Je nach dem wie geschützt eine Lage ist, kann sich ein Kaltluftsee auch sehr sehr lange halten, wo es anderswo, auch auf den Bergen, längst viel milder ist.

Ich kenne da eine Stelle im vorderen Klostertal in Vorarlberg. Überall war es frühlingshaft mild und Schnee lag so gut wie keiner mehr. Aber genau an beschriebender Stelle war in Schattenlage Rauhreif an Bäumen und Wiesen und auch Schnee lag noch zur genüg dort. -> Dauerfrost!

Also:
Inversionen = Temperaturzunahmen mit zunehmender Höhe
Isothermie = Temperatur bleibt gleich mit zunehmender Höhe

Kalte Luft ist schwerer und sammelt sich deswegen im Tal. Die Sonne hat nicht mehr genug Kraft um die erdnahen Luftschichten ausreichend zu erwärmen. Im Winter wird dann sowieso bei Nach viel mehr Energie ins All gestrahlt als tagsüber die Sonne auf uns einbrennen lassen kann.

Wer im Winter Heizmaterial sparen will, der stellt seine Hütte am besten irgendwo zwischen 1200 und 1600m hin. Etwa gemittelte Schicht mit den mildesten Temperaturen :-)

:hallo:
Stefan
 
Hi!

Cumulonimbus schrieb:
Wer versucht die Erwärmung der letzten 100 Jahre präzise in Zahl und Form zu fassen, der möge erst einmal die ständig in jahrmillionen veränderten Klimaveränderungen bis ins letzte Detail genau zu begründen.
Daran wird geforscht, doch auch hier steht man ganz am Anfang.

Mal abgesehen davon, dass man sich trefflich darüber streiten kann, ob und wie man an präzise Klimainformationen bis ins Detail der letzten Jahrmillionen kommt oder nicht: Sind die Diagramme von z.B. http://www.ipcc.ch/present/graphics.htm also Fantasie irgendwelcher, hm, Modell-Runer oder steckt da vielleicht doch ein wenig Wissenschaft dahinter? Oder was hälst Du z.B. von den Diagrammen "Global temperature change, 1861-2000 and 1000-2000" und "Comparison of temperature change between model and observation"? Oder verstehst Du unter präzise beim Klima zwei Nachkommastellen?

Viele Grüße,
Tobias

PS: Nach meiner unbedeutenden Meinung stehen "wir" sicherlich am Anfang, aber einige Bereiche kennen "wir" auch schon ganz gut. Siehe unter obigem Link "Anthropogenic radiative forcing of the climate system for 2000 relative to 1750" mit besondere Beachtung des Levels of Scientific Understanding.
 
tvetter schrieb:
Hi!

Cumulonimbus schrieb:
Wer versucht die Erwärmung der letzten 100 Jahre präzise in Zahl und Form zu fassen, der möge erst einmal die ständig in jahrmillionen veränderten Klimaveränderungen bis ins letzte Detail genau zu begründen.
Daran wird geforscht, doch auch hier steht man ganz am Anfang.

Mal abgesehen davon, dass man sich trefflich darüber streiten kann, ob und wie man an präzise Klimainformationen bis ins Detail der letzten Jahrmillionen kommt oder nicht: Sind die Diagramme von z.B. http://www.ipcc.ch/present/graphics.htm also Fantasie irgendwelcher, hm, Modell-Runer oder steckt da vielleicht doch ein wenig Wissenschaft dahinter? Oder was hälst Du z.B. von den Diagrammen "Global temperature change, 1861-2000 and 1000-2000" und "Comparison of temperature change between model and observation"? Oder verstehst Du unter präzise beim Klima zwei Nachkommastellen?

Nun, an bestehenden Aufzeichnungen gibt es sicherlich nichts auszusetzen. An aktuellen(?) Modellrechnungen darf man dennoch zweifeln, denn Sie basieren nur auf bereits bekanntem Wissen. Auch ist der antropogene Einfluss (antropogene = durch den Menschen verursachte Veränderungen) unbestreitbar und, das hab ich ja schon geschrieben, nachweisbar. Unter präzise meine ich, dass alle Faktoren erkannt sein müssen, warum sich das Klima in den verschiedenen Zeitskalen verändert hat. Ich denke, unser Horizont ist da noch nicht weit genug gebildet. :-)

Ich bin aber echt der falsche, der sich letztenendes voll gegen die Klimaänderung wehrt, ist nicht meine Spezialität, bin kein Klimatologe. Ich mag mehr die Dinge, die heute bis über-über-über-über-übermorgen passieren :-)

Ich möchte damit viel mehr sagen, dass in der heutigen Medienwelt nur noch Extreme zählen, in allen Belangen und ich bin ein strikter Gegner dieser Überstrapazierung gerade des Wortes Extrem. Es gibt ein paar Klimaforscher, die regelmässig in den Medien auftauchen und uns "die Klimakatastrophe" ankündigen. Unter uns gesagt: "Wenn man einen Doktortitel braucht um solchen Krampf zu erzählen, na dann gut Nacht".

Gut, Ende.... Ich bin ein Feind der "Neuen Medien/Nachrichtengesellschaft", ist aber ein andere Thema. :-)

Möchte aber auch noch anführen, dass ich mein Meinung nur aus eigener Recherge bilde und ich x-fach - in heutiger Zeit zigfach dogmatisch manifestiertes Sein - prüfe ehe ich es annehme. Kritiker und Skeptiker von Haus aus :)

:hallo:
Stefan
 
Ok, folks, sorry, aber an dem Wetter bin ich wohl schuld.
Seitdem ich meinen Weihnachtsurlaub in Südspanien gebucht habe, hats warmes Wetter. Genauso wie letztes Jahr. Der erwartete Schnee kommt dann wieder erst an dem Tag, an dem ich zurück komme, also dieses Jahr der 04.01.04.
Ist aber auch gut so, da so die Tiefs Richtung Sierra Nevada umgelenkt werden und ich da genug Schnee dann habe. :D
 
aber an dem Wetter bin ich wohl schuld
. 8O Ach so ist das.

Daher ist Dein Urlaub :abgelehnt:

...hier eine kleine, nicht schöne, Wettervorhersage:
Das Wochenende verläuft föhnig, die Temperaturen bleiben für die Jahreszeit weiterhin ausgesprochen mild. Und auch zu Wochenbeginn wird sich daran nicht viel ändern. Zumeist harmlose Wolken wechseln mit etwas Sonnenschein. Vom Winter ist nicht viel zu bemerken, auch wenn in der Nacht auf Dienstag eine schwache Störung ein leichte Abkühlung bringt.
 
Diese Temperaturanstiegskurve die ich oben gepostet habe ist ja gemessen. Und die CO2-Werte sind seit 1860 gemessen und die in der Zeit davorliegenden mittels Eisbohrkernen gemessen worden.
Cumulonimbus hat völlig recht, dass die Prognosen nicht sehr sicher sind: bei Schönwiese steht in etwa: Temperaturanstieg in den nächsten Hundert Jahren zwischen 1,5 - 6°C!
Allein an der Spannweite seht ihr schon, dass man nichts genaues sagen kann. 6°C zusätzlich wären auf jeden Fall der totale worstcase. Für eine Eiszeit würden uns schon 5°C weniger reichen...
 
Hi!

Cumulonimbus schrieb:
An aktuellen(?) Modellrechnungen darf man dennoch zweifeln, denn Sie basieren nur auf bereits bekanntem Wissen.

Wer hätte das gedacht? ;-)
Im Ernst: Wie will man in ein Modell Dinge einrechnen, die man nicht kennt? Die Argumentation der Modell-Runner ist dann immer: Wir können das Klima der letzten x Jahr(zente|hunderte) beschreiben, warum sollte unser Modell für die Zukunft also falsch sein? (Nur zur Klarstellung: Ich halte diese Argumentation beim Wetter für Nonsens.)
Dennoch sollte man sich klar machen, dass der Effekt von CO2, Methan usw. sehr gut verstanden ist. Was nur sehr wenig verstanden ist, sind z.B. Aerosolpartikel und insbesondere deren indirekte Effekte, die aber wohl eine kühlende Wirkung haben. Stellt sich die Frage: Würde unsere Atmosphäre vielleicht noch mehr aufgeheizt ohne die? Aber jetzt wirds offtopic.

Cumulonimbus schrieb:
Ich mag mehr die Dinge, die heute bis über-über-über-über-übermorgen passieren :-)

Nicht übel nehmen, aber es fordert geradezu heraus: Das sagt schon Dein Name, wobei der Namnesgeber übermorgen spätestens nicht mehr erlebt ...

Cumulonimbus schrieb:
Ich möchte damit viel mehr sagen, dass in der heutigen Medienwelt nur noch Extreme zählen, in allen Belangen und ich bin ein strikter Gegner dieser Überstrapazierung gerade des Wortes Extrem. Es gibt ein paar Klimaforscher, die regelmässig in den Medien auftauchen und uns "die Klimakatastrophe" ankündigen.

Das sehe ich auch so.

Viele Grüße,
Tobias

PS: Das Logo vom Wetterkanal fand ich damals schon genial ... :-)
 
Gottseidank war ich immerhin schon 5 Tage skifahren in dieser Saison. Habe eigentlich gehofft das Ende Nov. im Allgäu was geht, v.a. nach dem vielversprechenden oktober

laut wetter.orf.at verstärkt sich die Südföhnlage noch :(
 
Hi!

Marius schrieb:
Und die CO2-Werte sind seit 1860 gemessen und die in der Zeit davorliegenden mittels Eisbohrkernen gemessen worden.

Ohne mich mit den Eiskernen wirklich auszukennen: Es gibt jede Menge Skeptiker, die den Eiskernresultaten nicht wirklich vertrauen ... oder um es allgemeiner zu sagen: Die den Proxy-Daten nicht wirklich trauen.

Marius schrieb:
Cumulonimbus hat völlig recht, dass die Prognosen nicht sehr sicher sind: bei Schönwiese steht in etwa: Temperaturanstieg in den nächsten Hundert Jahren zwischen 1,5 - 6°C!

Um das weiter zu unterstreichen: Siehe auf http://www.ipcc.ch/present/graphics/2001syr/small/05.24.jpg oder in gross http://www.ipcc.ch/present/graphics/2001syr/large/05.24.jpg die am rechten Rand dargestellten Spannen der einzelnen Modelle. Allerdings muss man bedenken, dass man hier nicht erkennen kann, wie vollständig (mir fällt gerade kein besseres Wort ein) die Modelle sind ...

Viele Grüße,
Tobias
 
Am Freitag im Westen und im Süden intensiver Regen, die Schneefallgrenze sinkt gegen 1000m. Im Norden und Osten wechselhaft, mitunter noch etwas Sonne.


Hoffen wir das beste!
show.php
 
....super wenns am Freitag endlich Schnee gibt.
So langsam macht micht die Schneelage etwas unruhig :twisted:
Der Wetterbericht bis dahin ist ned so doll:
Vom Winter ist vorerst weiterhin weit und breit nichts zu sehen. Erst die zweite Hälfte der kommenden Woche könnte dann die Trendwende beim Wetter bringen. Vorerst aber bleibt einmal die milde und anhaltend föhnige Südwestströmung wetterbestimmend. Harmlose Wolkenfelder wechseln mit Sonnenschein, mögliche Nebelfelder sollten sich am Morgen nur kurz halten. Hin zum Dienstag könnten uns vorübergehend ein paar Regenschauer überqueren, es bleibt aber noch bis zum Donnerstag föhnig.

Wie in der Arbeitswelt: "Alle warten auf Freitag" :tanz:
 
wiede schrieb:
Am Freitag kälter und ziemlich feucht, zeitweise intensiver Regen und allmählich Schneefall bis in höhere Täler.
bei dieser prognose scheinen sich so ziemlich alle wettermodelle einig zu sein: deutscher, schweizer, österreichischer und bayrischer wetterdienst sagen zum teil starke niederschläge voraus! hoffen wir das beste!
 
das aktuelle live-cam bild aus ischgl sieht echt net gut aus! pardatschgrat scheint ja schon ziemlich schneefrei zu sein! :cry:
ich leg meine ganze hoffnung auf donnerstag/freitag!
 
dani schrieb:
wiede schrieb:
Am Freitag kälter und ziemlich feucht, zeitweise intensiver Regen und allmählich Schneefall bis in höhere Täler.
bei dieser prognose scheinen sich so ziemlich alle wettermodelle einig zu sein: deutscher, schweizer, österreichischer und bayrischer wetterdienst sagen zum teil starke niederschläge voraus! hoffen wir das beste!

Es wird alleine schon vom Datum her gesehen allerhöchste Zeit, dass das weisse Gold endlich in Hülle und Fülle kommt!

Die Skiorte wo kommendes WE öffnen wollen werden sicher schon zittern...

Hm - wenn sich alle Wetterdienste einig sind ist das schon mal sehr gut. Wobei ich mich erst so richtig freue, wenn die erste Flocke wirklich fällt... :roll:
 
Auch am Wochenende kühl, dabei oft bewölkt, mitunter auch nebelig; am Samstag vor allem nördlich der Alpen, am Sonntag speziell im Westen etwas Regen, Schneefallgrenze auf rund 1500m steigend. Am Montag wieder zunehmend föhnig, damit milder, und im Südwesten regnerisch.
Quelle: http://wetter.orf.at/

Na Super! :? 2 Tage einigermaßen kühl und dann wieder Föhn...
 
In Vorarlberg liegt die Schneefallgrenze schon am Sonntagnachmittag auf über 2000m. Mist.
 
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