Stefan
Alpspitze (2628m)
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Fallen die Rennen in St. Moritz ins Wasser?
Schnee-Mangel
VON FREDDY TRÜTSCH
24.11.2006 | 01:53:58
LAKE LOUISE – Die prekäre Schneesituation in Europa setzt die Koordinatoren des Weltcups bereits unter Stress. Nachdem schon die Gletscherrennen Ende Oktober in Sölden mangels Schnee ausgefallen waren, sind jetzt auch die Europastarts von Mitte Dezember in St. Moritz (Frauen) und Val d’Isère (Männer) in Gefahr.
Die Konsequenzen: Frauen-Rennchef Atle Skaardal schaut sich in Nordamerika bereits für Ersatzvarianten zu St. Moritz um. Er lässt für seinen Tross die Hotelsituation in Aspen (USA) und Lake Louise (Ka) abklären.
Fritz Züger und Hugues Ansermoz sähen zusätzlichen Rennen in Amerika mit Skepsis entgegen. «Das wäre doch mit grossem Reisestress verbunden», sagt Züger. Ansermoz hofft im Verschiebungsfall auf die Variante Panorama: «In Panorama sind die Bedingungen super und der Reisestress wäre, weil wir in Kanada blieben, erträglicher.»
Übrigens: Lake Louise kommt nicht in Frage. Die Zimmer im Château sind laut Pressechef Glen Smith ausgebucht.
In St. Moritz wie auch in Val d’Isère wird zurzeit hart gearbeitet. Der St. Moritzer Rennleiter Martin Berthod: «In der Nacht auf Donnerstag konnten wir es dank minus 12 Grad schneien lassen. Wir verfügen über ein Schneeband vom Start bis zum Ziel.» Doch der Schnee reicht vorläufig kaum für die Sturzräume.
Berthod: «Wenn wir sehen, dass es auch in den kommenden Tagen nicht schneit, die Temperaturen weiter so hoch bleiben, dann müssen wir uns fragen, ob unsere Anstrengungen überhaupt Sinn machen. Die nächsten zwei, drei Tage werden entscheiden. Wir sind in Kontakt mit der FIS und Meteo Schweiz.»
Ähnliches Bild in Val d’Isère, wo es vorletzte Nacht 30 cm schneite. Auch da ist es viel zu warm und die Wetterberichte verheissen nichts Gutes.
blick.ch