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Schneeräumen Passstrassen Arbeitsprozessvergleich

Chlosterdörfler

Nebelhorn (2224m)
Registriert
05. Dez. 2012
Beiträge
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193
Frage welcher Arbeitsprozess ist für das Öffnen der Passstrassen nach der Wintersperre die effizientere Methode wenn der Schnee höher als 3 Meter liegt.

Klassische Methode

Am Beispiel Gotthard die erste Schneeschicht wird von einer Schneeschleuder abgetragen. Auf der Strassenebne folgt die zweite Maschine welche die restliche Schneeschicht wegschleudert.

Info Film: http://www.srf.ch/play/tv/tagesscha...thard?id=1e4fe0d6-6587-4a1b-a50c-493bf99f482e

Info: http://www.blick.ch/news/schweiz/ha...chnee-schleuderjob-am-gotthard-id3694876.html

Berner Methode

Am Beispiel Susten die Pistenraupe schiebt oder schlaudert die erste Schneeschicht weg. Danach folgt die Schneeschleuder welche der Schnee bis hinunter zur Strassenfläche wegschleudert.

Infos: http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/136083/
 
Nett.

Aber so wirds richtig gemacht 8O

 
Mal eine ganz theorhetische Frage,die mir bei diesen ganzen jährlichen Räumaktionen stelle:

Jedes Jahr wird am Ende des Winters unter enormem Zeit,Arbeits und Energieaufwand die Straße freigelegt.Zudem sind jedes Jahr Instandsetzungsarbeiten und die Montage der Leitplanken nötig.

Wäre es nicht effektiver,die Passstraße im Winter,zwar geschlossen zu halten, aber immer wieder nach Neuschneefällen vom Schnee grob zu räumen?
 
- Strasse muss vor jeder Räumung vor Lawinenabgänge gesichert werden !
- Das Personal und allenfalls auch Maschinen können im Winter für die Räumung von anderen Strassen eingesetzt werden.
- Schäden und Unterhaltsarbeiten gibt es auch bei den geräumten Strassen.
 
Andere Frage wäre: Ist es nötig die Straßen so früh wie möglich wieder freizugeben, oder läßt man sich mehr Zeit und durch die Sonne helfen.
 
Es kommt darauf an wie wichtig der Passübergang ist bei einem kleinen Pass wie der Pragelpass kann man zu warten. Bei der Silvretta-Hochalpenstrasse wo ein grösseres wirtschaftliches Interesse vorhanden ist wird rascher geöffnet.

Der Pragelpass ist ein Gebirgspass in der Schweiz, welcher das Muotatal im Kanton Schwyz mit dem Klöntal im Kanton Glarus verbindet (Passhöhe liegt auf 1'548 m ü. M).

Die Silvretta-Hochalpenstrasse in Österreich führt vom Vorarlberger Montafon über das Vermunt und die Bielerhöhe durch die Berge der Silvretta ins Tiroler Paznaun Tal (Passhöhe liegt auf 2'032 m ü. M).
 
Bestes Beispiel in der CH ist eigentlich der Grosse St. Bernhard: Der Tunnel ist ganzjährig befahrbar, der Pass ist normalerweise der (oder einer der) letzte Übergang, der geöffnet wird, da er letzte Priorität hat...

Auch wird der Gotthard immer relativ früh geöffnet, dieses Jahr ist Pfingsten das Ziel, manchmal auch Auffahrt, damit die Heerscharen, die mit ihren Blechkisten für 4 Tage in den Süden fahren nicht ganz so lange im Stau stehen müssen ;)
 
Wurzelsepp schrieb:
Bestes Beispiel in der CH ist eigentlich der Grosse St. Bernhard: Der Tunnel ist ganzjährig befahrbar, der Pass ist normalerweise der (oder einer der) letzte Übergang, der geöffnet wird, da er letzte Priorität hat...

Auch wird der Gotthard immer relativ früh geöffnet, dieses Jahr ist Pfingsten das Ziel, manchmal auch Auffahrt, damit die Heerscharen, die mit ihren Blechkisten für 4 Tage in den Süden fahren nicht ganz so lange im Stau stehen müssen ;)
Ich sags ja seit Ewigkeiten: Wenn man nen kostenpflichtigen Alternativtunnel hat, räumen die Schweizer nur höchst ungern Pässe frei. Der Große St. Bernhard Tunnel kostet Geld, der Pass nicht... warum wohl wartet man da lieber etwas länger mit freiräumen? Bei Furka, Oberalp und Flüela ist es ähnlich... hingegen sind Simplon, Julier und Bernina sogar ganzjährig offen.
 
Aha, dann müsste allerdings der Gotthard offen sein weil es dort eine quasi kostenlose Alternative hat, Julier und Simplon müssten zu sein wie es dort kostenpflichtige Alternativen hat.
Wie man die Pässe räumt hangt vermutlich auch stark von den örtlichen Gegebenheiten ab und was sich auf die Jahre hinaus auch bewährt hat. Es kann sein dass wenn man frisch entscheiden könnte der einte oder andere Pass heute eine andere Methode wählen würde, was dann aber mit hohen Investitionskosten verbunden wäre welche den Gewinn von der einen Seite auf der anderen Seite wieder auffressen würde.
 
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