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Schuldenkrise des Euro

Was hat Seehofer mit der Regierung zu tun ? :mrgreen:

Naja als CSU Vorsitzender führt er eben dann doch jede Verhandlung mit Merkel und Rösler und gibt die Linie vor

Ähm, den Unterschied zwischen (Bar)Geld und Garantien kennst du schon ?
Und ohne Banken funktioniert die Realwirtschaft einfach nicht, kannste drehn und wenden, wie du willst.

Ja kenne ich aber ich glaube nun einfach nicht, dass wir jeden Cent von den Garantien wieder zurück bekommen. Außerdem gabs für die HRE ja auch 7,7 Mrd. Euro direkte Hilfe. Was man mit dem Geld anderswo hätte anstellen können:-)

Und es ist auch klar, dass man Banken für die Realwirtschaft braucht. Man kann/muss sich aber fragen wie man manches Treiben dort in Zukunft regulieren will und warum das nicht bereits nach dem Jahr 2008 geschehen ist.

edit
 
Scherze wie die Hotelsteuersenkungen

Wer sich damit wirklich beschäftigt hat sieht das das kein Scherz ist. Europaweit wird in fast allen ländern auf Hotelübernachtungen nur der reduzierte Steuersatz erhoben, nur in D war das anders. Das hat für unsere Hotels pauschal 10% mehr Kosten bedetet. Hotels in Grenzgebieten haben wohl darunter am meisten zu leiden gehabt, gleicheitig sind sie große Arbeitgeber in der Region. Die senkung des Steuersatzen hat so zu mehr gleicheit im Wettbewerb geführt.

Nur die typisch deutschen Neider und FDP Basher haben das als "Geschenk" dargestellt. In Wahrheit wird das eingesparte Geld wohl mehrheitlich für Investitionen verwendet und somit sofort wieder in den Geldkreislauf zurückgeführt.
 
In Wahrheit wird das eingesparte Geld wohl mehrheitlich für Investitionen verwendet und somit sofort wieder in den Geldkreislauf zurückgeführt.

Gibts dafür nen Beleg?

Wer sich damit wirklich beschäftigt hat sieht das das kein Scherz ist

Naja in Anbetracht dessen, dass Mövenpick vorher noch eine beträchtliche Summe gespendet hat, hat das ganze mindestens mal einen faden Beigeschmack.
 
Ansich ist es lächerlich sich bei dem vorgegebenen Thema wieder über die Hotels streiten zu müssen. Aber das Thema muss halt immer herhalten wenn man ein Argument sucht um die Koalition zu diskreditieren und zum eigentlichen Thema nichts zu sagen hat. Beim Hotelsteuerbashing kann man sich der Zustimmung Gewiss sein. Das ist so ein Selbstläufer wie "Raus aus der Kernkraft".
Nur so zum nachdenken: Die deutsche Hotellerie besteht nicht nur aus Mövenpick oder Hilton. Die weitaus meisten Betriebe in der Branche sind familiär geführt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. ;)
 
3303 schrieb:
Von welcher Partei waren die Politiker, die es nicht wussten noch gleich? :)
Leider waren aus allen, im BT vertretenen Parteien, Politiker dabei ...
 
haha die armen Hotels! Mir kommen gleich die Träunen! Denkt einfach weiter so.
(Bei McMaf kann ich es ja noch verstehen)
Bäckerburch wie findest eigentlich die Backautomaten bei Aldi und Lidl?
Vergiss einfach nicht wenn der normale Bürger kein Geld mehr hat wird er immer mehr danach greifen!!
Und das ist jetzt wirklich nicht böse gemeint. Aber die Reallöhne sind nun mal gefallen da könnt ihr erzählen was ihr wollt.
Solche Steuersekungen sind dann sowas von fehl am Platz.

Ach ja und Investitionen von Hotels sind mir sowas von egal. Ich würde eher sagen die Hotelpreise sind noch gestiegen.
Besser ist wenn für alle investiert wird.
http://www.abendblatt.de/politik/ar...Politiker-werfen-FDP-Klientelpolitik-vor.html
...und dafür werden sie "bezahlen"...die Lieferer.
 
Natürlich kann ich mir schönere Dinge vorstellen als einen Backautomaten. Allerdings ist die Klientel die einen solchen benutzt nicht unsere Zielgruppe. Unter Backautomaten werden vor allem Discount Backshops leiden, aber natürlich: Jede Biene sticht. Die Backautomaten haben aber mehr mit der Wertschätzung von Lebensmitteln zu tun. Die ist halt bei und in D sehr gering. Gegessen wird das was satt macht. Ambiente, produktqualität oder etische Qualität der Waren ist den meisten doch egal. Das auf einen gerigen Lohn zu schieben ist aber zu einfach. In anderen Ländern wird weniger verdient, dafür hochwertigeres Essen aufgetischt.

Ich kann aber nicht nachvollziehen warum die Steuersenkung bei Hotels was mit schwindenden Reallöhnen zu tun hat. Ganz im Gegenteil. Dadurch das viele Hotels wieder mehr spielraum haben können da leichter Lohnsteigerungen oder zumindest gleichbleibende Löhne realisiert werden.

Im allgemeinen verstehe ich nicht ganz wie alles immer ständig in einen Topf geschmissen wird, paar mal kräftig umgerührt und dann darf der Hobby Volkswirt Schlüsse ziehen. Gerade zum Thema Reallohn: Gerade die Länder die wir jetzt stützen müssen sind in der Vergangenheit öfters für die hohen Löhne gelobt worden.
 
In Wahrheit wird das eingesparte Geld wohl mehrheitlich für Investitionen verwendet und somit sofort wieder in den Geldkreislauf zurückgeführt.

Gibts dafür nen Beleg?

Ich habe seither im Rahmen meiner Tätigkeit eine Reihe von Interviews mit Hoteliers (besser: touristischen Unternehmern im Beherbergungssektor) geführt. Für die meisten Betriebe erhöht die Steuersenkung den finanziellen Spielraum (angesichts sehr rigider Kreditvergabe der Banken...) deutlich, der von vielen (nicht allen natürlich) zu entsprechenden Investitionen genutzt wird, die wiederum der Attraktivitätssteigerung dienen. Ein Hauptproblem des bayerischen Tourismus ist ja der große Investitionsstau/-rückstand (der von den meisten hier bei den Lift- und Beschneiungsanlagen heftig beklagt wird). Wenn dem durch eine Senkung der MWSt-Sätze in Teilen abgeholfen wird, profitiert die gesamte Volkswirtschaft (weniger Kapitalabflüsse für Urlaub im Ausland, Investitionen, die von zumeist regionalen Handwerksbetrieben durchgeführt werden, sicherere Arbeitsplätze im Tourismus-Sektor in weist strukturschwachen, peripheren Gebieten - nicht unbedingt die bayr. Alpen, aber die meisten Mittelgebirge...).
 
@emilius- volle Zustimmung !
Unser kleiner Familienbetrieb hat immerhin 1 Arbeitsplatz mehr, bei insgesamt 6 Leuten sehr beachtlich.
Hab auch sonst viele Kontakte in der Branche hier oben, die eingesparte Steuern wurden fast überall wieder investiert , auch die Angestellten verdienen etwas mehr.
Diese Steuersenkung hat sich wirklich selbst finanziert.
Aber was hat diese Steuersenkung mit der €-Krise zu tun ?
 
^^was für ein Blödsinn! Auch der normale Bürger kann investrieren und Subvensionen gebrauchen. Wer hat den meinen Hausbau subvensioniert?
Jeder private Bauherr hat auch jeden Euro nötig und würde dem den Handwerker um die Ecke vermachen und das eingesparte Geld für Investitionen verwenden. Und somit auch sofort wieder in den Geldkreislauf zurückgeführen.
Subvensionen für bestimmte Gruppen sind immer ungerecht. Da könnt ihr erzählen was ihr wollt.

Sollte man einfach die Steuern auf dem Sprit senken! Wie wäre es dann damit? Ach so geht ja nicht. Keine Lobby.

Ihr lest das doch gern:
http://de.wikipedia.org/wiki/Subvention
 
mic schrieb:
^^was für ein Blödsinn! Auch der normale Bürger kann investrieren und Subvensionen gebrauchen. Wer hat den meinen Hausbau subvensioniert?
Wohn-Riester, eventuell KfW-Kredite, Fördermittel für Energieeffizienz, Eigenheimzulage, Fördermittel von Kommunen etc

mic schrieb:
Subvensionen für bestimmte Gruppen sind immer ungerecht. Da könnt ihr erzählen was ihr wollt.

Richtig, weg mit EEG, Kilometerpauschale, Riester-rente, Wohngeld usw.

mic schrieb:
Sollte man einfach die Steuern auf dem Sprit senken! Wie wäre es dann damit? Ach so geht ja nicht. Keine Lobby.
Dann fang doch an und gründe ne Lobby !

Vergleich der Mehrwertsteuersätze für Hotels in unserer Nachbarschaft : Schweiz (3,8%), Österreich (10%), Portugal (6%), Frankreich (5,5%), Spanien (8%) oder Niederlande (6%)
 
Eigenheimzulage haha ich sehe schon Du kennst dich aus.
Es sei euch gegönnt! :D
 
mic schrieb:
Eigenheimzulage haha ich sehe schon Du kennst dich aus.
....
Kommt drauf an, wann Du Dein Haus gebaut hast.

Zum Thema Subventionen für Häuslebauer kann man ja mal die Menschen Fragen, die sich selbst kein Haus leisten können, aber mit ihren Steuergeldern die Besserverdienenden, die sich ein Haus leisten können auch noch subventionieren. Und die Gemeinde hat kaum noch Geld, einen Kindergarten zu bauen.
Generall ist aber wichtig, dass Subventionen oder Steuererleichterungen etc. dazu führen, dass die Volkswirtschaft oder ein politisches Ziel damit begünstigt wird. Man sollte sich aber auch fragen, ob nicht alle Subventionen etc. einer regelmäßigen Prüfung auf Effektivität unterzogen werden sollten. ME müsste turnusmäßig geprüft werden, ob sich die einzelnen Maßnahmen wirklich lohnen - und wenn nicht, muss die entsprechende Subvention/Erleichterung automatisch gestrichen werden.
 
baeckerbursch schrieb:
Eine steuer (auch eine reduzierte) ist keine subvention.
Reduzierte Steuersätze werden im Finanzministerium als Steuersubvention bezeichnet und in diversen Subventionsberichten (indirekte Subventionen) auch so aufgeführt.
 
3303 schrieb:
Zum Thema Subventionen für Häuslebauer kann man ja mal die Menschen Fragen, die sich selbst kein Haus leisten können, aber mit ihren Steuergeldern die Besserverdienenden, die sich ein Haus leisten können auch noch subventionieren.
...richtig verstanden! Genau das wollte ich sagen.
Ist ja auch besser das Geld den armen Hotels zu vermachen. :D
 
Achja, die Schuldenkrise...(der Titel ist übrigens falsch gewählt, es ist keine Schuldenkrise "des Euro", da das gar nicht möglich ist. Es ist eine Schuldenkrise der Länder)

Das ganze ist ein äußerst komplexes Thema, aber ich werde versuchen zu Teilbereichen dessen meinen Senf abzugeben.

Man muss sich die Situation mal vor Augen halten. Um Projekte wie Autobahnen zu finanzieren haben Staaten also Kredite aufgenommen, wie es jeder Bürger auch machen kann. Diese Kredite werden verzinst von den Banken vergeben und müssen von den Staaten zurückgezahlt werden. Nun, die Wirtschaftslage war gut und der Staat wollte sich immer mehr leisten also haben auch immer mehr Schulden aufgenommen. Und nachdem all dieses mit Zinsen zurückgezahlt werden muss, nehmen sie immer mehr Kredite auf um ihre anderen Kredite zurückzahlen zu können. Das Defizit übersteigt also bald 100% des BIP. Das klingt für die meisten wohl doch wie: "Na UND?!". Tja, man muss sich das mal vor Augen halten:
Was würde man denn sagen wenn eine Person mehr Ausgaben als Einnahmen hätte? Man würde ihr den Vogel zeigen und jeder wüsste dass diese Person früher oder später pleite geht, wenn sie die Einnahmen nicht sehr bald drastisch erhöhen würde. Warum das bei Staaten niemand erkannt hat? Weil den Banken sonst eine wichtige Geldquelle weggefallen wäre. Genau diese Banken die in der Wirtschaftskrise um Geld gebettelt haben und dadurch noch ein größeres Defizit in die Staatskassa gerissen haben.

Blöd nur, dass ich überall wo ich in diesem Text "Staat" geschrieben habe, WIR einsetzen müsste. Wir sind der Staat, nicht unsere Repräsentanten. Wir müssen die Zeche zahlen, also haben wir auch zu entscheiden wofür Schulden gemacht werden und wem wir Geld schenken. Das Problem mit unserem Staat ist, das wir viel zu viel Macht und Vertrauen in unsere Repräsentanten gelegt haben, die de facto aber höchstens Banken repräsentieren.

Mehr dazu später.
 
Auf die "Politiker" zu schimpfen ist ja ziemlich bequem :D
Es sollte mal jeder Wähler seine eigenes Wahlverhalten kritisch hinterfragen. Die Wählerstimme geht schon gerne dorthin, wo das Blaue vom Himmel runter versprochen wird.
So hat sich über Jahrzehnte der Schuldenberg angehäuft.

Wenn ich für Deutschland mal die Wiedervereinigungskosten (Aufbau Ost, Abzug Sowjetmilitär, Verkehrsprojekte "Dt. Einheit") und Bankenrettung, um nur zwei Posten zu nennen, aus der Gesamtverschuldung rausrechne, sieht D nicht schlecht aus.
 
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