Achja, die Schuldenkrise...(der Titel ist übrigens falsch gewählt, es ist keine Schuldenkrise "des Euro", da das gar nicht möglich ist. Es ist eine Schuldenkrise der Länder)
Das ganze ist ein äußerst komplexes Thema, aber ich werde versuchen zu Teilbereichen dessen meinen Senf abzugeben.
Man muss sich die Situation mal vor Augen halten. Um Projekte wie Autobahnen zu finanzieren haben Staaten also Kredite aufgenommen, wie es jeder Bürger auch machen kann. Diese Kredite werden verzinst von den Banken vergeben und müssen von den Staaten zurückgezahlt werden. Nun, die Wirtschaftslage war gut und der Staat wollte sich immer mehr leisten also haben auch immer mehr Schulden aufgenommen. Und nachdem all dieses mit Zinsen zurückgezahlt werden muss, nehmen sie immer mehr Kredite auf um ihre anderen Kredite zurückzahlen zu können. Das Defizit übersteigt also bald 100% des BIP. Das klingt für die meisten wohl doch wie: "Na UND?!". Tja, man muss sich das mal vor Augen halten:
Was würde man denn sagen wenn eine Person mehr Ausgaben als Einnahmen hätte? Man würde ihr den Vogel zeigen und jeder wüsste dass diese Person früher oder später pleite geht, wenn sie die Einnahmen nicht sehr bald drastisch erhöhen würde. Warum das bei Staaten niemand erkannt hat? Weil den Banken sonst eine wichtige Geldquelle weggefallen wäre. Genau diese Banken die in der Wirtschaftskrise um Geld gebettelt haben und dadurch noch ein größeres Defizit in die Staatskassa gerissen haben.
Blöd nur, dass ich überall wo ich in diesem Text "Staat" geschrieben habe, WIR einsetzen müsste. Wir sind der Staat, nicht unsere Repräsentanten. Wir müssen die Zeche zahlen, also haben wir auch zu entscheiden wofür Schulden gemacht werden und wem wir Geld schenken. Das Problem mit unserem Staat ist, das wir viel zu viel Macht und Vertrauen in unsere Repräsentanten gelegt haben, die de facto aber höchstens Banken repräsentieren.
Mehr dazu später.