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Schuldenkrise des Euro

Es war die "Alleinherrschaft" der Deutschen Bundesbank die Frankreich und Anderen ein Dorn im Auge war. Die Entmachtung der Bundesbank ist gelungen.
Der Preis der gemeinsamen Währung ist dafür, dass D als einzig global wettbewerbsfähiges Land unter den großen EU-Ländern die Konkurrenten wirtschaftlich regelrecht überrollt.

Es wird jetzt ganz schnell gehen. entweder machen sich die wichtigsten EU-Länder durch Reformen stark oder der € ist Geschichte.
 
3303 schrieb:
Ob die Deutschen wohl ihr bisheriges Grundgesetz und einen Großteil ihrer Souveränität abgeben würden?
Bei der Gegelegenheiten bring ich mal wieder meinen Vorschlag ins Spiel, sämtliche europäische Staaten abzuschaffen und sich den Verwaltungsapparat zwischen Bundesland/Region/Provinz und EU zu sparen... Anstatt also "EU->A->Tirol->Innsbruck" dann nur noch "EU->(Ganz-) Tirol->Innsbruck". 3 Ebenen sollten reichen. Für DE würde das teilweise auch die Auflösung der Bundesländer bedeuten (sprich: EU->Franken->Nürnberg). Und nein, ich will wieder nicht wissen, ob das bei irgendeiner Partei im Programm steht.
 
starli schrieb:
3303 schrieb:
Ob die Deutschen wohl ihr bisheriges Grundgesetz und einen Großteil ihrer Souveränität abgeben würden?
Bei der Gegelegenheiten bring ich mal wieder meinen Vorschlag ins Spiel, sämtliche europäische Staaten abzuschaffen und sich den Verwaltungsapparat zwischen Bundesland/Region/Provinz und EU zu sparen... Anstatt also "EU->A->Tirol->Innsbruck" dann nur noch "EU->(Ganz-) Tirol->Innsbruck". 3 Ebenen sollten reichen. Für DE würde das teilweise auch die Auflösung der Bundesländer bedeuten (sprich: EU->Franken->Nürnberg). Und nein, ich will wieder nicht wissen, ob das bei irgendeiner Partei im Programm steht.
Ist dir denn wohl dabei wenn deine Steuergelder dann zu 100% irgendwo am Mittelmeer versanden? Im Prinzip halte ich das für eine gute Idee, nur sind die einzelnen Nationalstaaten dafür noch viel zu Unterschiedlich und werden es wohl auch auf ewig bleiben.
 
Alleine schon die verschidenen Sprachen sind der Hauptgrund keine "Vereinigten Staaten von Europa" einzuführen. Was soll dann die Hauptsprache werden? Natürlich will jedes Land die eigene Sprache behalten.
 
Jetzt kommt noch Zypern dazu. Die brauchen jetzt anscheinend auch Hilfe.

Was meint ihr welche Euro-Staaten werden komplett ohne Hilfe auskommen in den nächsten Jahren wenn die weltweite wirtschaftliche Lage sich nicht verschlechtert?
 
Alleine schon die verschidenen Sprachen sind der Hauptgrund keine "Vereinigten Staaten von Europa" einzuführen. Was soll dann die Hauptsprache werden? Natürlich will jedes Land die eigene Sprache behalten.

Das ist so kurzsichtig. Schon jetzt ist für jeden höherwertig Gebildeten Englisch eine Universalsprache. Man kann sich gut ausmalen was in 50 Jahren hauptsächlich gesprochen wird.
 
baeckerbursch schrieb:
Das ist so kurzsichtig. Schon jetzt ist für jeden höherwertig Gebildeten Englisch eine Universalsprache. Man kann sich gut ausmalen was in 50 Jahren hauptsächlich gesprochen wird.

50 Jahre ist ein langer Zeitraum. Es kann sein, dass bis dahin viele die Nase voll haben vom wirtschaftlichen und kulturellen Einheitsbrei und die Vorteile einer realen kulturellen Identität, welche sich ja auch und insbesondere durch Sprache ausdrückt, wieder vermehrt suchen. An und für sich ist es ja heute bereits so weit.

Aus der Werbung ist bspw. in D das zuvor als besonders progressiv bzw. cool geltende Englisch ja in weiten Zügen wieder verschwunden. Um Denglisch in Reinform zu lesen, muss man heute schon zum klugen Management- oder Marketingbuch greifen...


Wird Europa jetzt weitreichende nationale Souveränitäten knallhart in ein Europäisches überleiten, oder nicht. Gelingt es, ist der Euro gerettet, aber zulasten nationaler Eigen- und Gepflogengheiten. Gelingt es nicht, sind nationale Identitäten und Wirtschaftsarten gerettet...
 
Erklär aber mal am Franzose er darf jetzt offiziell nur noch Englisch reden. Meinst du der macht das mit?
 
baeckerbursch schrieb:
Das ist so kurzsichtig. Schon jetzt ist für jeden höherwertig Gebildeten Englisch eine Universalsprache. Man kann sich gut ausmalen was in 50 Jahren hauptsächlich gesprochen wird.
Mandarin Chinesisch...
 
Vielleicht ja auch Esperanto und Rumantsch Grischun.
Ich hoffe allerdings nicht, sonst würde doch so manches italienische Café einen bedeutenden Teil seines Charmes verlieren.

"Mal eben" mit wenigen Stunden Autofahrt einen herrlichen Abstecher in eine andere Kultur zu machen ist übrigens ein Luxus, auf den ich ungern verzichten würde. Das nur am Rande.
 
Willkommen Zypern... :roll:

Zwar nur ein kleines Land, aber nun sind bereits 5(!) von 17 Mitgliedsstaaten unter dem Schirm... :roll:

Leute gebt's Euer Geld aus, solange es noch was wert ist... :wink:

Gnade Gott, wenn nun auch noch Italien... nee, da denke ich jetzt lieber nicht dran! :naja:
 
Italien wird die Krise ab Donnerstagabend haben :wink: :twisted: Und Spanien oder Portugal wird dann endgültig am Sonntag den letzten Stoß bekommen.
 
Whistlercarver schrieb:
Alleine schon die verschidenen Sprachen sind der Hauptgrund keine "Vereinigten Staaten von Europa" einzuführen. Was soll dann die Hauptsprache werden? Natürlich will jedes Land die eigene Sprache behalten.
Halten wir mal fest in der Mitte der EU gibt es einen weissen Fleck, wo diese Sprach- und Kulturvielfalt schon seit vielen Jahren mehr oder weniger funktioniert.
Aber die kleine Schweiz wurde nicht innerhalb von 50 Jahren aus dem Boden gestampft. Sondern diese Entwicklung hat Jahrhunderte gedauert !
 
Das Prinzip Schweiz ist sicherlich kein schlechtes Beispiel, wenn auch in einem etwas kleineren Maßstab. Denke man sollte schon abgrenzen, was sinnvoll wäre zu verallgemeinern in Europa und was nicht. Wirtschaft und Finanzpolitik sollten stärker verzahnt werden aber die Kulturen, Sprachen usw. Muss man hier was unternehmen? Macht nicht gerade das den Reiz Europas aus?
Wer sagt uns, dass Englisch noch die Sprache der Zukunft ist? Vielleicht sehen das die Chinesen in ein paar Jahren anders? Weshalb sollte dann ein Chinese noch Englisch lernen wenn sie ca. 1/6 der Weltbevölkerung stellen.
Diese ganze Krise ist ein hausgemachtes Problem. Da haben selbstherrliche Politiker in ihrem Wahn vor und nach der Wiedervereinigung in D und dem Zusammenbruch des Ostblocks versucht sich ein Lebenswerk zu schaffen. So lobenswert ein Zusammenwachsen nach den vielen Kriegen in hunderten von Jahren zuvor auch ist, vielleicht sollte man genau dies auch nicht vergessen. Bin zwar kein Freund davon die Weltkriege auf den Tisch zu bringen aber bis vor 67 Jahren war Europa regelmäßig ein großes Schlachtfeld. Denke das vergisst der eine oder andere in seiner Eurohysterie gerne mal. Man kann nicht einfach jedem Bürger hier ein blaues T-Shirt überziehen nen Europass geben und sagen; so, du bist jetzt Europäer und keine Franzose, Österreicher, Grieche oder Norweger mehr. Das hat schon im Ostblock nicht funktioniert...
 
noisi schrieb:
Ist dir denn wohl dabei wenn deine Steuergelder dann zu 100% irgendwo am Mittelmeer versanden?
Ob die jetzt (pauschal gesagt) im Burgenland versanden oder 500 km weiter südlich oder östlich wäre mir in der Tat egal. (Für solche Fälle könnte man ja beispielsweise definieren, dass die Subventionen abnehmen, je weiter das zu subventionierende Gebiet von den Steuereinnahmen entfernt liegt.)

Ich seh übrigens keinen Zusammenhang zwischen "Einheitssprache" und "Kultur", denn wenn jemand die "kulturellen Unterschiede" zwischen den Ländern hauptsächlich (ausschließlich) auf die Sprache schiebt, scheint es keine wirklichen Unterschiede (mehr) zu geben!

eMGee schrieb:
Das hat schon im Ostblock nicht funktioniert...
Wobei du die damalige Zeit nicht mit der heutigen vergleichen kannst. Und erst recht nicht das darübergestülpte System.
 
Das ist natürlich richtig und ich will auch nicht die EU mit dem Kommunismus gleichsetzen. Obwohl :wink:
 
Kris schrieb:
.....
Jedoch: Die vermurksten Strukturen in den jetzigen Hochzinsländern werkelten allesamt bereits Jahrzehnte vor sich hin, die Inlandsproduktion von Ländern wie Portugal oder Griechenland war bereits zusammengeschrumpft zugunsten des Importes aus dem Ausland.
...

Und was man nicht vergessen sollte, von eben den Importen dieser Länder profitierte dann vor allem Deutschland. Darum wird auch klar warum für das Exportland Deutschland und Frau. Merkel die Währungsunion so wichtig ist.
 
Das gute Lage in D hat aber verschiedene Gründe.
Ganz wichtig ist auch Folgender:
Bei den Reallöhnen haben die Deutschen Beschäftigten massiv zurückgesteckt und als Einzige in der EU sogar Verluste in Kauf genommen, während man sich in anderen EU-Staaten (teilweise in denen, die jetzt massiv verschuldet sind) enorm bedient hat.

http://www.igmetall-voelklingen.de/typo3temp/pics/impuls_grafik_2008_1_7da0637f60.jpg
 
50 Jahre ist ein langer Zeitraum.

Da hast du recht. Aber der ist viel überschaubarer als "nie", "keinesfalls", "immer" und ähnlich absolute Worte die in diesem Thread immer wieder gebraucht werden.

Mir ist es jetzt auch schon fast "egal" wohin die Steuern gehen. Früher haben sich Städte und Gemeinden gegenseitig unterstützt, seit ein paar Dekaden Länder (früher Bayern Nehmerland, jetzt Geberland) und irgendwann ganze Länder. Es ist leicht das man sich vorstellt das später auch mal (oder gabs das schon mal mit dem Marshallplan??!) das sich ganze Kontinente gegenseitig unterstützen. Die Verzweigungen und Abhängigkeiten werden halt immer größer.

Und ich finde nicht das das mit kulturellen Einerlei zu tun hat. Eher mit großer Völkerverständigung und wir als Europäer sollten gerade das zu schätzen wissen.
 
3303 schrieb:
...Bei den Reallöhnen haben die Deutschen Beschäftigten massiv zurückgesteckt und als Einzige in der EU sogar Verluste in Kauf genommen.....

Ist das so? woher hast du diese Information?
 
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