Die Basler Zeitung berichtet:
Tourismusbranche zieht positive Bilanz über Wintersaison
Bern. AP/baz. Die Schweizer Tourismusindustrie zieht eine positive Bilanz über die vergangene Wintersaison. Die Seilbahnunternehmen verzeichneten insgesamt einen Aufwärtstrend und verfügen nun wieder über mehr Spielraum für Investitionen. Hauptträger des Aufschwungs waren vor allem Touristen aus dem Ausland und Geschäftsreisende.
Wie verschiedene Branchenvertreter am Dienstag in der Sendung «Rendez-vous» von Radio DRS sagten, konnten die guten Zahlen des vergangenen Jahres auch im Winterhalbjahr 2005/2006 bestätigt werden. Während allein im Februar - wie bereits früher gemeldet - rund 127'000 oder 4,2 Prozent Logiernächte mehr gezählt wurden als im Vorjahr, dürfte sich das Plus über die ganze Saison hinweg auf rund 1,5 Prozent belaufen.
Bündnerland etwas zurück
Profiteure des von überdurchschnittlich viel Schnee und guten Wetterverhältnissen begleiteten Aufschwungs waren dabei praktisch alle Regionen. Einzig das Bündnerland blieb etwas zurück, was nach den Worten von Daniela Bär, Mediensprecherin bei Schweiz Tourismus, auf die strategische Kundenausrichtung in diesem Gebiet zurückzuführen ist. Diese sei eher auf den Schweizer Markt ausgerichtet, während der Aufschwung vor allem der Kundschaft aus dem Ausland und den Gästen aus dem Bereich der Geschäftsreisen zu verdanken sei.
Eine positive erste Bilanz über das Wintergeschäft ziehen nach dem Ende der Ostertage auch die Seilbahnunternehmen. Hier konnte man sich von der Stagnation der vergangenen Jahre ebenfalls lösen und im Fünfjahresvergleich wieder in den «grünen Bereich» zurückkehren. Für die einzelnen Betriebe bedeute dies, dass sie nun auch wieder mehr Spielraum für dringend notwendige Investitionen hätten, sagte Felix Maurhofer vom Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS). Konkrete Zahlen nannte er jedoch nicht.
Nach Einschätzung von Heinrich Wasser von der Schilthornbahn AG im Berner Oberländer Ferienort Mürren war die Wintersaison 2005/2006 eine «gute, aber keine Rekordsaison», wie er im DRS-Regionaljournal für die Kantone Bern, Freiburg und Wallis sagte.