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Schwerer Busunfall im Wallis - 28 Tote

Wieso Off-Topic? Es geht ja darum, dass ein Bus, der Kinder nach einer Woche Skifreizeit nach Hause fahren sollte, verunglückte. Ausserdem ist es ja auch ein Medien-Bericht. Sehe also keinen Grund zum Verschieben. Naja, sollen die Mods entscheiden.
 
Furchtbar.
Mein Sohn ist auch erst am Samstag vom Skilager zurückgekommen.

Die Eltern gehen durch die Hölle. Aber auch die Helfer vor Ort werden das wohl nie ganz verabeiten.


Gruß!
 
Als früher aktiv tätiger Notarzt sehe ich diese Tragödie auch noch mit anderen Augen. Ein solches Szenario ist natürlich auch für die Helfer der absolute Supergau, meine Hochachtung jedenfalls auch an die Rettungs- und Feuerwehrleute vor Ort und natürlich mein absolutes Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige. Es war wohl das absolute Pech, dass der Bus genau an einer Stelle mit einer Pannenbucht gegenüber außer Kontrolle geraten ist, wenn das auf der normalen Tunnelstrecke passiert, dann kracht er wohl gegen die Wand, aber nicht frontal sondern in eher stumpfem Winkel, damit hätte es sicher Verletzte gegeben aber nicht diese Katastrophe.
 
Sowas hab ich selten gesehen! Mein Beileid gilt natürlich den Opfern und Anhehörigen. Wenn ich bedenken, dass ich letzten Mittwoch selbst noch mit meiner Klasse Skifahren war, schockiert das natürlich nochmal mehr.
 
gerrit schrieb:
Ein solches Szenario ist natürlich auch für die Helfer der absolute Supergau, meine Hochachtung jedenfalls auch an die Rettungs- und Feuerwehrleute vor Ort und natürlich mein absolutes Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige.

So sehe ich das auch. Ich habe zwar als Rettungssanitäter einige Wracks gesehen, aber sowas bis dato auch noch nicht. In erster Linie sind hier natürlich die Angehörigen schwerst betroffen, jedoch möchte ich nicht wissen, wie es den Einsatzkräften nachher geht, wenn nach dem Einsatz alles hochkommt. Hier sind in erster Linie die SVE Mitarbeiter gefragt, dass sie gleich gegensteuern können. Unfälle mit Kindern sind jedenfalls Dinge, die eigentlich am tragischsten bzw. am berührensten sind. Es ist in solchen Fällen als doch geschulte Einsatzkraft sehr schwer, die passenden Worte zu finden.

MFG Dachstein
 
Die Bilder die in den diversen Tagesschau Spezialausgaben im Schweizer Fernseher SF 1 & info bisher ausgestrahlt wurden sprechen Bände über die Tragik dieses grausigen Unfalls. Die Arbeit der Retter verdient den grössten Respekt. Kinderleichen zu bergen muss unvorstellbar hart sein. Mich persönlich gehen die Bilder der weinenden Schulkameraden in Belgien der verunfallten und verstorbenen Kinder ganz besonders stark unter die Haut.
Es ist schrecklich.

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=4c25d316-3819-4816-b7df-554a797f3d08
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=cfe58f51-3192-4f60-b1a8-26057c854ead
 
Mal ne ganz anderer Frage:

Warum sind die Notbuchten immer rechteckig? Wäre es nicht günstiger, die als eine Art Trapez zu gestalten, also mit Schrägen an der Ein und Ausfahrt? So wäre der Unfall bestimmt nicht so heftig gewesen.
 
Drahtseil schrieb:
Warum sind die Notbuchten immer rechteckig?
Da spielt(e) die Überlegung mit, dass es nicht sein soll, dass ein Fahrzeug, das (genau wie hier) mit erhöhter Geschwindigkeit (so dass es nicht mehr in der Bucht selbst zum stehen kommt) am Ende der Bucht von der Mauer wieder auf die Fahrbahn geworfen wird - in den fahrenden Verkehr hinein. Zudem könnte es eine Frage der Platzanordnung sein: wenn da gleich hinter der Mauer ein Notausgang ist, soll der zugänglich sein, ohne zu weit gehen zu müssen (das könnte wohl eher eine theoretische Möglichkeit sein; der Notausgang sollte ja wohl besser in der Bucht selbst sein).

Drahtseil schrieb:
Wäre es nicht günstiger, die als eine Art Trapez zu gestalten, also mit Schrägen an der Ein und Ausfahrt? So wäre der Unfall bestimmt nicht so heftig gewesen.
Richtig - und das sei (laut SF) in Deutschland inzwischen Vorschrift, dass das nicht rechteckig (resp. quer zur Fahrbahn (90°)) sein darf.

NB: ich mag mich an einen Unfall in Italien erinnern, wo ein Car sehr ähnlich auf eine Tunneleinfahrt geknallt war. Probleme: ähnlich - viele Tote. Aber man achte sich mal darauf, wie die Wiederholung jenes Szenarios verhindert werden soll: mit Leitlanken, die verhindern sollen, dass ein Fahrzeug rechtwinklig auftrifft. Bei Tunneleinfahrten inzwischen Standard.

Mit rechten Winkeln am Ende der Tunnelbucht war ein Unfall mit derart schlimmen Folgen schon fast vorprogrammiert (so traurig das klingen mag). Mit einer abgeschrägten Bucht könnte zwar der fahrende Verkehr schwer beeinträchtigt werden; aber so lange der Verkehr alles andere als dicht ist, sollte das weniger schlimme Folgen haben als der Unfall hier.

Dass ein Unfall auf der Autobahn, der vermutlich ein "Selbstunfall ohne Fremdfahrzeugeinwirkung" sein wird, gleich soviele Tote zur Folge hat, darf nicht sein - das muss mit technischen Mitteln vermieden werden können - und die quergestellte Betonwand ist da wohl einer der ersten Ansätze, wo Verbesserungsmöglichkeiten sichtbar zu sein scheinen.
 
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