RICKENBACH - Mit der Neuausrichtung an der Rotenflue geht es zügig voran. Die AG konnte mit einem Ingenieur einen Vertrag unterzeichnen. Damit kann die weitere Planung einer neuen Seilbahn begonnen werden.
Am Gründonnerstag unterzeichneten Edi Truttmann, VRP der Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG und der für die Baukommission verantwortliche Verwaltungsrat Markus Werner zusammen mit dem Schwyzer Ingenieur Edi Betschart von Henauer Gugler AG (ehemals Balestra AG) den Vertrag für die Planerarbeiten am Bahnprojekt Rotenflue-Kulm. «Damit ist der erste grosse Schritt in Richtung Realisierung des Bahnprojektes gemacht», sagt Verwaltungsrat Markus Werner.
Die Planungsarbeiten kosten insgesamt 250 000 Franken und sind in zwei Phasen gegliedert: Die erste Phase ist nun mit der Vertragsunterzeichnung ausgelöst, kostet rund 90 000 Franken und sollte spätestens Ende Jahr abgeschlossen sein. Mit deren Abschliessung werden Bau- und Bewilligungsgesuche, sowie das Konzessionsgesuch beim Bundesamt für Verkehr eingereicht. Die zweite Phase dauert bis Baubeginn. «Wir sind zuversichtlich, dass wir die Bahn Ende 2007 eröffnen können. Dafür müssen aber alle am gleichen Strick ziehen», so Markus Werner weiter. Unterstützt wird das Vorhaben von den Verantwortlichen der AG Sportbahnen im Mythengebiet und der Sparkasse Schwyz: Sie leisten einen finanziellen Beitrag an die Projektierungsphase.
Beitragsgesuch an Gemeinde
Ebenfalls am Donnerstag wurde das Gesuch um den Gemeindebeitrag von 1.5 Mio. Franken eingereicht. Das Gesuch stützt sich auf den Gemeinderatsbeschluss vom März 2004, in welchem die Gemeinde entschied, einen Beitrag an die Bahnerschliessung auf die Rotenflue von 1.5 Mio. zur Abstimmung zu bringen. Der Wunschtermin der Abstimmung wurde vom Verwaltungsrat auf den 26. November festgelegt.
Infoveranstaltung im Mai
Am Donnerstag, 18. Mai um 20.00 Uhr organisiert der Verwaltungsrat der Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG im Mythen Forum eine Informationsveranstaltung zum Bahnprojekt Rotenflue-Kulm. Die Bevölkerung kann sich dort direkt aus erster Hand über das Projekt informieren und Fragen stellen.
Grundlagen geholt
Die Baukommission der Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG, um Verwaltungsrat Markus Werner und Verwaltungsratspräsident Edi Truttmann begutachtete vor wenigen Wochen in Österreich denselben Bahntyp, wie er auf die Rotenflue geplant ist, um sich ein Bild über Funktionalität, Abläufe, Know-how und nötige Ausrüstung zu machen (es stand in unserer Zeitung). Besucht wurden bei der von der Garaventa-Doppelmayr organisierten Betriebsbesichtigung die Anlagen in den Skigebieten Serfaus-Fiss-Ladis und Klösterle. Nicht zuletzt, da diese Anlagen in einem Gebiet mit ähnlichen geologischen Voraussetzungen gebaut wurden, wie beim Bahnprojekt Rotenflue-Kulm: Die Mittelstationen der Schönjoch- und der Sonnenbahn stehen auf Rutschgebiet. Sämtliche seilbahntechnischen Teile sind bei beiden Bahnen verschiebbar, so wie es im Rätigs ebenfalls geplant ist.