Gondelbahn stösst an Grenzen
Knapp ein Jahr ist die neue Gondelbahn jetzt in Betrieb. So gross wie am Sonntag war der Ansturm aber noch nie. 3900 Personen wollten dem zäh über dem Mittelland liegenden Hochnebel entfliehen und liessen sich am 1. November auf den Solothurner Hausberg befördern. «Die meisten kamen zwischen 9 Uhr morgens und 14.30 Uhr am Nachmittag», sagte auf Anfrage Konrad Stuber, Geschäftsführer der Seilbahn Weissenstein AG.
In der Folge bildeten sich lange Warteschlangen – und zwar bereits vor dem Ticketschalter. «Die Leute mussten zwischen 40 bis 50 Minuten anstehen», so Stuber.
Das jedenfalls fordern etliche Ausflügler. Zumal sie mit Erstaunen beobachten mussten, dass trotz des riesigen Ansturms halbleere oder sogar ganz leere Gondelen die Talstation verliessen.
Das Problem lasse sich mit einem Ticketautomaten nicht lösen, ist Konrad Stuber überzeugt. «Die Warteschlange wird sich dann einfach vor dem Einstieg in die Gondeln bilden.» Die Bahn mit ihren 49 Gondeln habe schlicht keine höhere Förderleistung. «Die neue Bahn könnte zwar theoretisch 900 Personen pro Stunde auf den Berg fahren, realistischerweise sind es aber nur 600», so die Feststellung des Gondelbahn-Geschäftsführers.
Der Grund: Die Gondelbahn werde von vielen Familien und Betagten benützt. «Das aber bedeutet, dass wir die Geschwindigkeit drosseln müssen.» Gerade auch deshalb, weil neben den Personen auch der Kinderwagen, der Rollstuhl oder der Rollator in die Gondel geladen werden muss. «Deshalb haben nicht in jeder Gondel sechs, sondern manchmal nur zwei oder drei Personen Platz.» Und wie erklärt Konrad Stuber die ganz leeren Gondeln? «Weil in der Mittelstation etliche Wanderer zusteigen wollen, müssen wir zwischendurch auch unbesetzte Gondeln hinaufschicken.